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“Im großen Stil”: Abgründiger Kunstmarkt-Krimi in Wien und Berlin

“Im großen Stil”: Abgründiger Kunstmarkt-Krimi in Wien und Berlin

Der Schlaf der Vernunft, das wusste schon Goya, gebiert Ungeheuer. Zum Beispiel einen Kunstmarkt, der seltsame Blüten treibt. Da tummeln sich dubiose Händler, notorische Fälscher und gewissenlose Gefälligkeitsgutachter, dreiste Diebe, großspurige Mäzene und milliardenschwere Sammler. Wo Kunst zur Geldmaschine wird, sind auch Gier und Neid nicht weit. Das müssen auch die Wiener Inspektorin Anna Habel und der Berliner Kommissar Thomas Bernhardt erfahren. Nachdem fast zeitgleich ein Kunstgutachter in Wien und ein Kunsthändler in Berlin ermordet werden, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Kunst, Literatur

Radio mit und ohne Rausch(en)

Radio mit und ohne Rausch(en)

Vor langer Zeit hatte ich mal so eine Phase. Es muss wohl in den frühen 1980er Jahren gewesen sein. Damals habe ich mich flammend für Kurzwellenradio interessiert. Man kann sich das heute nicht mehr vorstellen, auch ich selbst schaue ungläubig zurück: An etlichen Abenden saß ich fiebrig vor dem Weltempfänger, ja, ich schmiegte mich manchmal geradezu an den Lautsprecher oder in die Kopfhörermuscheln, um auch nur ja die schüttersten Signale aus der Ferne zu hören. Fein … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Bekenntnisse, Medien, Netzwelten, Stilfragen, Technik, Weite Welt

Ruhrfestspiele: Klatschen wie Bolle – Brambach liest Bukowski, die Zucchini-Sistaz swingen

Ruhrfestspiele: Klatschen wie Bolle – Brambach liest Bukowski, die Zucchini-Sistaz swingen

Frankreich ist, wie bekannt, in diesem Jahr der kulturell-regionale Schwerpunkt der Ruhrfestspiele. Viel Französisches allerorten im Spielplan, aber doch nicht nur. In den Randbereichen des üppigen Programms blüht einiges, was mit dem Schwerpunkt auch beim besten Willen nichts zu tun hat. Zwei Veranstaltungen, beide auf kleinerer Bühne, interessierten besonders. Wenn man nun wiederum zwischen ihnen etwas Gemeinsames suchte, so könnte man vielleicht sagen, daß sie beide in US-amerikanischer Kultur wurzeln. Aber das ist schon etwas gequält … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Kleinkunst & Comedy, Kunst, Musik & Konzert, Theater

“Das Nichts und die Liebe”: Ingo Munz‘ Versuch über den geglückten und den missratenen Tag

“Das Nichts und die Liebe”: Ingo Munz‘ Versuch über den geglückten und den missratenen Tag

Zwei Männer und eine Frau, doch zum Glück keine Dreiecksbeziehung. Oder wenn, dann eine abstrakte. Denn alle drei verbindet ein Hang zum Philosophischen. Die Versuchsanordnung: Ein trostloser Abend, dem ein katastrophal verlaufender nächster Tag folgt, wird parallel zum Modell seines scheinbaren Gegenteils erzählt, einem äußerst gelungenen Abend, einschließlich der Nacht und des folgenden Morgens. Hier der gedankenverlorene einsame Mann, dort das harmonisierende, äußerlich perfekte Liebespaar. Der einsame und fast geldlose Grübler heißt Robert, und wir können ihn … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Liebesleben, Literatur, Philosophie

Schöne neue Welt ohne Bargeld

Schöne neue Welt ohne Bargeld

Der Wirtschaftsweise Bofinger spricht aus, was viele Wirtschafts- und Finanzeliten denken und wünschen: Die Abschaffung des Bargeldes. Kann man sich das vorstellen? Na, klar. Und dabei wird einem ganz schwindelig. Es bedeutet die endgültige totale Macht des Kapitals über das Volk. Übertrieben? Wenn schon. Der Wirtschaftsweise sieht viele Vorteile: Schwarzarbeit würde verschwinden und Warteschlangen an den Supermarktkassen wären Geschichte, da ja dort das Abzählen von Kleingeld viel Zeit in Anspruch nimmt. Hat er schon mal per … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Gesellschaft, Utopien, Wirtschaft

Tiefgründiges Durchleuchten der Musik: Kit Armstrong beim Klavier-Festival Ruhr

Tiefgründiges Durchleuchten der Musik: Kit Armstrong beim Klavier-Festival Ruhr

Kit Armstrong ist in einer schwierigen Phase. Er merkt es vielleicht nicht einmal, weil es ihn nicht interessieren dürfte. Aber: Die „Wunderkind“-Zeit – auch die hat ihn nicht interessiert – ist vorüber, und der Pianisten-Boygroup entwächst der 23-jährige gerade, auch wenn er noch wie ein schüchterner, etwas linkischer Teenie wirkt. Jetzt kommt das Hineinwachsen in die „erwachsene“ Musikerwelt, ohne Kinder- und Jugendbonus. Für viele junge Musiker war und ist das eine schwer zu nehmende Schwelle. Denn der … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Musik & Konzert

Ein Traum wird wahr – Dortmunder U zeigt Meisterwerke aus den Magazinen

Ein Traum wird wahr – Dortmunder U zeigt Meisterwerke aus den Magazinen

Weiße Wände, freie Durchgänge und sinnhafte Sichtachsen; gut diffundiertes Oberlicht für die Gemälde und schummerige Kabinette für empfindliche Papierarbeiten – besser läßt sich Kunst kaum präsentieren, zumal dann, wenn es sich ausschließlich um flache Bilder und wohnraumkompatible Skulpturen handelt. Die Räume haben Themen und Nummern, das Publikum wandert gleichsam von den magisch-mystischen Sehnsuchtsmotiven eines Caspar David Friedrich durch insgesamt 18 Abteilungen bis zum harten, illusionslosen Spätexpressionismus eines Max Beckmann. Und da eine „Zwangsführung“ nicht installiert wurde, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kunst, Region Ruhr

Acht Städte zwischen Rhein und Ruhr zeigen zeitgenössische Kunst aus China

Acht Städte zwischen Rhein und Ruhr zeigen zeitgenössische Kunst aus China

Warum, beginnen wir den Aufsatz ruhig ein bißchen ketzerisch, gibt der Bundeswirtschaftsminister wohl den Schirmherrn für diese Ausstellung? Ein Grund könnte sein, die Chinesen zu erfreuen und so die Wirtschaftsbeziehungen zu ihnen zu verbessern. Das Interesse der Wirtschaft an diesem Ausstellungsprojekt ist jedenfalls erheblich, unter anderem sponsern Duisburger Hafen und Düsseldorfer Flughafen, Evonik Industries und Deutsche Bahn und last not least, qua Stiftungsauftrag dazu veranlaßt, die Brost-Stiftung. Veranstalter der Mammutausstellung ist die Stiftung für Kunst und Kultur … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kunst, Region Ruhr, Weite Welt

Bilder einer Seele: Khatia Buniatishvili bezaubert beim Klavier-Festival in Mülheim

Bilder einer Seele: Khatia Buniatishvili bezaubert beim Klavier-Festival in Mülheim

Wie gewinnt man einem scheinbar so festgelegt beschreibenden Werk wie Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ noch neue Facetten ab? Ganz einfach: Man spielt es wie Khatia Buniatishvili. Ganz einfach? Mitnichten! Was die georgische Pianistin beim neuesten ihrer erfreulich zahlreichen Auftritte beim Klavier-Festival Ruhr – diesmal in Mülheim – aus einem nicht ganz optimalen Flügel zauberte, war überwältigende Kunst. Buniatishvili ist auf dem besten Wege, in Regionen abzuheben, die nur wenigen Pianisten überhaupt erreichen – und wenn, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Musik & Konzert

“Green City”: Kunstschau erkundet die versehrte Stadtlandschaft des Ruhrgebiets

“Green City”: Kunstschau erkundet die versehrte Stadtlandschaft des Ruhrgebiets

Ja, wo leben wir denn? Hier im Revier. Und was heißt das? Um mal ein doch recht treffliches Wortspiel zu wagen: Wir leben in einer ebenso extrem vernetzten wie verletzten Stadtlandschaft. Eine Kunstausstellung in Oberhausen geht nun den Spuren nach, welche sich in die (allemal manipulierte, künstlich her- und zugerichtete) Landschaft eingezeichnet oder auch eingegraben haben. Diese Strukturen definieren geradezu das Ruhrgebiet. Wo sie sich verflüchtigen, hört auch das Ruhrgebiet auf. Nur ganz allmählich ändert sich … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Architektur & Städtebau, Fotografie, Kunst, Natur, Region Ruhr, Stadt Land Fluss, Technik

Ruhrfestspiele: Historisches Thesentheater nach Zolas Roman “Das Geld”

Ruhrfestspiele: Historisches Thesentheater nach Zolas Roman “Das Geld”

Kapitalismuskritik gehört längst zu den klassischen Theaterstoffen. Dass schon im Jahr 1890 Émile Zola, der französische Naturalist und Romancier, die Mechanismen des Marktes und der menschlichen Gier literarisch offenlegte, ist zumindest dem Theatergänger weniger präsent: Bislang hatte seinen Roman „Das Geld“ niemand für die Bühne adaptiert. Das Saarländische Staatstheater hat es getan, die Uraufführung war nun als Koproduktion mit den Ruhrfestspielen im Theater Marl zu sehen. Und er ist eine Entdeckung, dieser Stoff: Obwohl er im … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Literatur, Theater

Versuchung und Glorie des Martyriums: „Mord in der Kathedrale“ von Pizzetti in Frankfurt

Versuchung und Glorie des Martyriums: „Mord in der Kathedrale“ von Pizzetti in Frankfurt

„Murder in the Cathedral“ des heute kaum mehr bekannten italienischen Komponisten Ildebrando Pizzetti ist eines der ehrgeizigen Projekte, die unter der Intendanz von Bernd Loebe die Frankfurter Oper auszeichnen. In dieser Spielzeit etwa gehörten dazu die glänzend durchdachte Inszenierung von Carl Maria von Webers „Euryanthe“ durch Johannes Erath oder die tief bewegende Aufführung von Mieczyslaw Weinbergs „Die Passagierin“. Nun hat Frankfurt das eklektische Werk um die Ermordung des Erzbischofs Thomas Becket, einer der Höhepunkte der Spielzeit … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Oper & Ballett

“In Pittsburgh roch es wie in Oberhausen” – Wim Wenders’ Fotografien in Düsseldorf

“In Pittsburgh roch es wie in Oberhausen” – Wim Wenders’ Fotografien in Düsseldorf

Weit sind diese Landschaften, leer und von einem überdimensionalen Himmel überspannt: Die Handschrift des Filmemachers Wim Wenders drückt sich kongenial auch in seinen großformatigen Fotografien aus. Noch bis Mitte August ist die Ausstellung „4 REAL & TRUE 2“ des gebürtigen Düsseldorfers Wenders im Museum Kunstpalast in der NRW-Landeshauptstadt zu sehen. Interessanterweise beobachtet Wenders „Menschenleere“ nicht nur in Weltgegenden wie dem Mittleren Westen der USA oder der australischen Wüste, die naturgemäß dünn oder gar nicht besiedelt sind. … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fotografie, Kino, Unterwegs, Weite Welt

“Hier bin ich! Hier darf ich!” – Wie Robert Wilson und Grönemeyer “Faust” verjuxen

“Hier bin ich! Hier darf ich!” – Wie Robert Wilson und Grönemeyer “Faust” verjuxen

Während das Publikum noch Platz nimmt, wabern schon wilde Rock-Rhythmen und Folk-Balladen durch den Saal. Auf der Bühne posieren aufgekratzte Mimen, trällern ein Liedchen, wirbeln munter durcheinander. Sie suchen sich und ihre Rolle, wollen auffallen und gefallen, denn „ihr wisst, auf deutschen Bühnen / probiert ein jeder, was er mag“. Goethes „Vorspiel auf dem Theater“ als chaotische Casting-Show und „Faust I und II“, die deutscheste aller deutschen Theater-Tiefbohrungen als munteres Musical. Das kann ja heiter werden. Wird … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Rock & Pop, Theater

Fiktion und Realität der Geschlechterrollen: Siri Hustvedts “Die gleißende Welt”

Fiktion und Realität der Geschlechterrollen: Siri Hustvedts “Die gleißende Welt”

Ein Roman als fingierte Spurensuche und literarische Schnitzeljagd: Die Autorin Siri Hustvedt verkleidet sich als Herausgeberin und präsentiert Dokumente, Notizhefte, Interviews, um Leben und Werk der (fiktiven) Künstlerin Harriet Burden zu rekonstruieren. Die 2004 verstorbene Harriet Burden hat zeitlebens mit Geschlechterrollen und Identitäten jongliert und kurz vor ihrem Tod ein entlarvendes künstlerisches Experiment gemacht: Um zu zeigen, wie frauenfeindlich die Kunstwelt ist, wie sehr die öffentliche Wahrnehmung von Kunst vom Geschlecht und der vermeintlichen Berühmtheit des … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Gesellschaft, Literatur

Hach! Hihi! Huch! – Mal wieder ein Buch zur putzigen Dingwelt der 70er und 80er

Hach! Hihi! Huch! – Mal wieder ein Buch zur putzigen Dingwelt der 70er und 80er

Von dieser Buchsorte gibt es schätzungsweise 123 Editionen, jetzt mal bewusst niedrig geschätzt. Immer wieder erinnern sich Leute, die gerade etwas älter zu werden drohen, der Dingwelt ihrer Kinder- und Jugendtage. Hach! Hihi! Huch! Sie finden die Signaturen der eigenen Vergangenheit wahlweise ein klein wenig bedeutsam oder auch putzig, Mischformen inklusive. Heftiges Augenzwinkern ist dabei ein Muss. Bloß nichts wirklich ernst nehmen, bloß keine Kulturkritik. Schmankerl sind gefragt. Auch Wehmut sollte, falls vorhanden, stets flott ironisiert … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Buchmarkt, Design, Gesellschaft, Stilfragen

“Die Abräumer”: Realistischer Krimi um den Tod einer Bankräuberin in Dortmund

“Die Abräumer”: Realistischer Krimi um den Tod einer Bankräuberin in Dortmund

Man muss sich schon ein bisschen bemühen, um bei Thomas Schweres’ neuem Krimi „Die Abräumer“ den Überblick zu behalten. Schon gleich zu Beginn tauchen eine Menge Personen auf, von denen man meinen könnte, sie hätten eigentlich nichts miteinander zu tun. Ein recht zwielichtiger wirkender TV-Journalist, ein Taxiunternehmer, mitunter reichlich eigenwillige Mitarbeiter des Geldinstituts “Sparbank” und Beschäftigte der Dortmunder Stadtverwaltung… Nach wenigen Seiten gibt es das erste Opfer. Eine Frau namens Michaela Schmidt, die gerade zuvor besagte Bank … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Gesellschaft, Literatur, Region Ruhr

Recklinghausen: Franzose Daniel Buren verwandelt Ruhrfestspielhaus und Kunsthalle

Recklinghausen: Franzose Daniel Buren verwandelt Ruhrfestspielhaus und Kunsthalle

Die Kunstausstellung der Ruhrfestspiele überschreitet diesmal das museale Gehege und erfasst die Architektur zweier markanter Gebäude in Recklinghausen: Festspielhaus und Kunsthalle. Nach je eigenen Prinzipien hat der namhafte französische Künstler Daniel Buren (Jahrgang 1938) die Anmutung beider Bauten mit farbigen Folien grundlegend verändert. Besonders das serielle Raster der gigantischen Festspielhaus-Glaswand erhält durch die Farbrhythmen gänzlich neue Akzente. Festlicher und somit empfänglicher gestimmt, könnte man auch sagen: Buren verwandelt, ja verzaubert die Architektur, die im Falle des … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Architektur & Städtebau, Kunst, Region Ruhr

Was vom Monat übrig blieb: Das war der April (mit einer Nachlieferung vom März)

Was vom Monat übrig blieb: Das war der April (mit einer Nachlieferung vom März)

Anderswo mag der Frühling sein blaues Band flattern lassen, bei uns ist es alljährlich der Spargelmann, der uns wissen lässt: Wir haben den Gülle-Gestank der letzten Wochen nicht umsonst ertragen. Et iss soweit, Frühlingsgefühle werden wach und feiern dürfen wir die bei einem Festmahl mit dem königlichen Stangengemüse. Sehr lecker im übrigen dieses Jahr wieder, schön erdig, nicht wässrig, knackig – ich bin dann mal in der Küche. Aber vorher noch schnell die Höhepunkte aus … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kultur an sich, Region Ruhr

Dem Schauspiel droht eine Zwangspause – Dortmunder Theater präsentiert Programm

Dem Schauspiel droht eine Zwangspause – Dortmunder Theater präsentiert Programm

Schauspiel-Chef Kay Voges wirkte etwas angeschlagen. Nicht sein Tag: Auf dem Weg zur Spielplan-Pressekonferenz des Theaters Dortmund hatte ihn die Polizei angehalten, wegen Fahrens ohne Gurt. Deshalb war er auch etwas zu spät gekommen. Das dickere Problem des Intendanten indes hat nichts mit dem Führen von Kraftfahrzeugen zu tun. Wie es aussieht, stehen er und sein 16-köpfiges Ensemble ab dem 20. März 2016 ohne Theater da, zumindest ohne Großes Haus. Ab dann nämlich werden die Werkstätten … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Musik & Konzert, Oper & Ballett, Operette & Musical, Theater

Einzigartige Vielfalt: Frankfurt stellt die Opern-Spielzeit 2015/16 vor

Einzigartige Vielfalt: Frankfurt stellt die Opern-Spielzeit 2015/16 vor

Ehrgeizige Projekte, eine umsichtige Ensemblepolitik und ein einzigartig vielfältiger Spielplan zeichnen die Oper Frankfurt unter der Intendanz von Bernd Loebe aus. In dieser Spielzeit etwa gehören dazu die glänzend durchdachte Inszenierung von Carl Maria von Webers „Euryanthe“ durch Johannes Erath oder die tief bewegende Aufführung von Mieczyslaw Weinbergs „Die Passagierin“. Loebe hat nun die Spielzeit 2015/16 vorgestellt und ein Programm präsentiert, das Maßstäbe setzt und in punkto Qualität – aber auch Quantität – weltweit einen … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Oper & Ballett

RebellComedy: Der harmlos coole Humor für die Kinder der Gastarbeiter

RebellComedy: Der harmlos coole Humor für die Kinder der Gastarbeiter

Kennen Sie RebellComedy? Nein? Dann sind Sie vermutlich über 40 und haben nur deutsche Vorfahren. RebellComedy gelingt, woran sich Kulturveranstalter in ganz Deutschland seit Jahren die Zähne ausbeißen: Sie erreichen die Kinder und Enkel der Migranten. Ihr Markenzeichen: coole Harmlosigkeit. Eine erstaunliche Erfolgsgeschichte: »Ich liiiebe Deutschland«, sagt der junge Mann und legt dabei die Hand aufs Herz. »Ich bin keiner von diesen Typen, die sagen: Scheiße Deutschland. Wallah, Deutschland voll der Hurensohn. Neeeein! In keinem anderen Land könnte … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kleinkunst & Comedy, Scherz, Satire, Ironie

Politik und Privates in der englischen Provinz um 1850 – ein Roman von Anthony Trollope

Politik und Privates in der englischen Provinz um 1850 – ein Roman von Anthony Trollope

Die englische Provinz-Gesellschaft um die Mitte des 19. Jahrhunderts muss ein skurriles Typen-Kabinett gewesen sein. Diesen Schluss jedenfalls legt (auch) Anthony Trollopes 1855 erschienener Roman „The Warden“ nahe, der unter dem beinahe biedermeierlich anmutenden Titel „Septimus Harding, Spitalvorsteher“ auf Deutsch vorliegt, und zwar in der allzeit beachtenswerten Bibliothek der Weltliteratur des Manesse Verlages. Der ungemein disziplinierte Vielschreiber Trollope (1815-1882), hauptberuflich ein umtriebiger und reisefreudiger Postbeamter, der immerhin 47 Romane verfasste und mithin an Balzacsche Dimensionen heranreichte, führt … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Geschichte, Gesellschaft, Literatur, Politik und so

Nur wenige echte Premieren – doch das Aalto-Theater präsentiert anregenden Spielplan

Nur wenige echte Premieren – doch das Aalto-Theater präsentiert anregenden Spielplan

Mit einem Juwel aus dem tschechischen Opernschaffen startet das Essener Aalto-Theater am 26. September in die Spielzeit 2015/16: GMD Tomáš Netopil dirigiert zum ersten Mal in seiner Laufbahn Bohuslav Martinůs „The Greek Passion“. Der Komponist dieser Oper nach dem Roman „Griechische Passion“ (1948) von Nikos Kazantzakis wurde vor 125 Jahren geboren. Mit „Elektra“ kehrt ein Schwergewicht des Strauss-Repertoires ans Aalto zurück. Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“ bereichert den Essener Spielplan mit einer skurril-burlesken Variante … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Musik & Konzert, Oper & Ballett

Frühlingserwachen im Ruhrgebiet – sofort ausziehen und genießen!

Frühlingserwachen im Ruhrgebiet – sofort ausziehen und genießen!

Das Wetter treibt zu Kleidungsübertreibungen. Der Mensch, der hiesige, liebt die Sonne und er tut schnell so, als sei das Wetter mit 23 Grad und klarem Himmel dasjenige, das hier im Laufe des Jahres überwiegt. Er denkt ans Grillen und er kauft Pflanzen. Eigentlich kennt er die Wahrheit, aber er setzt sich darüber hinweg. Er kleidet sich, als sei er im Pauschalurlaub, er beackert seinen Garten mit größter Hingabe und er kauft Grillfleisch, als habe er die gesamte Bevölkerung … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Gesellschaft, Region Ruhr, Stilfragen

Würziger Hopfen, weißer Schaum: Betrachtungen zum „Tag des Bieres“

Würziger Hopfen, weißer Schaum: Betrachtungen zum „Tag des Bieres“

Wilde Hefen waren es, die vor 6000 Jahren bei den alten Sumerern im Zweistromland für die erste Gärung sorgten. Das Bier war geboren – ein Getränk, das mit dem blonden oder braunen Gerstensaft von heute allerdings nicht mehr viel zu tun hat. Unsere geschmacklich einwandfreien und reinen Biere ließen sich erst im Zuge wissenschaftlicher und industrieller Entwicklungen im 19. Jahrhundert erzeugen. Aber eine Quelle unserer Bierkultur ist bald 500 Jahre alt und wurde am Georgitag … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Kulinarisches, Region Ruhr

Vom Mikro zur Motorsäge – die zweite Karriere von Pia Lund (“Phillip Boa & the Voodooclub”)

Vom Mikro zur Motorsäge – die zweite Karriere von Pia Lund (“Phillip Boa & the Voodooclub”)

Sie war Sängerin bei Phillip Boa & the Voodooclub, der einzig wirklich erfolgreichen und international anerkannten Dortmunder Band. Heute arbeitet Pia Lund alias Pia Bohr als bildende Künstlerin im Dortmunder Klinikviertel. Unser Gastautor Michael Westerhoff hat sie dort besucht. Pia Bohr arbeitet dort, wo sie lebt. In einem Hinterhof-Loft des Dortmunder Klinikviertels. „Hier ist nichts richtig gedämmt, im Winter ist es sehr kalt“, bremst Pia Bohr meine Begeisterung. Ihr Hund hat es sich auf einem Teppich … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kunst, Lebenswege, Region Ruhr, Rock & Pop, Tonträger

“Nordischer” Ton: Duo Tal & Groethuysen eröffnet in Duisburg das Klavier-Festival Ruhr

“Nordischer” Ton: Duo Tal & Groethuysen eröffnet in Duisburg das Klavier-Festival Ruhr

Der „nordische Ton“ klingt leicht, unbeschwert, spielerisch. Er hat nichts von dunklen Polarkreisnächten, eher etwas vom hellen finnischen Sommer, von der leuchtenden Frische schwedischer Frühlingstage. Er beschwört keine nebelverhangenen Wälder, sondern das flimmernde Grün des Schattenspiels in einem Mai-Garten. Yaara Tal und Andreas Groethuysen halten aus ihrem Programm alles Schwere, Lastende heraus. Sie eröffnen das Klavier-Festival Ruhr in Duisburg mit Mozart, Grieg und Strauss. Mit dem „nordischen Ton“ als Leitlinie manövriert sich ein Festival in erhebliche … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Musik & Konzert, Region Ruhr

“Das mechanische Corps” – Technik der Jules-Verne-Romane inspiriert Kunst von heute

“Das mechanische Corps” – Technik der Jules-Verne-Romane inspiriert Kunst von heute

Ein Messingobjekt, das in seiner kardanischen Aufhängung einem Schiffskompaß ähnelt, zeigt muntere Bewegung; ebenso sein Gegenüber, dessen Vorbild nicht so ohne Weiteres zu deuten ist, in dem sich etwas dreht, klassisch geradezu angetrieben von einer Technik, die lineare Schub- und Zugbewegungen einer Treibstange in Rotation überführt. An der Decke bewegen sich rhyhthmisch die Paddel einer Luft-Galeere, weiter hinten hebt und senkt eine verrottete Nähmaschine in völliger Nutzlosigkeit den Nadelschaft. Mit aufgesetzter, zweckentfremdeter Miniaturskulptur der New Yorker … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kunst, Technik

Die Welt der Pilger – Ausstellung im Museum für religiöse Kultur in Telgte

Die Welt der Pilger – Ausstellung im Museum für religiöse Kultur in Telgte

Was Telgte und seine Marienkapelle schon sind, kann das „Religio“ in diesem Jahr werden: eine Pilgerstätte. Jetzt ist im Westfälischen Museum für religiöse Kultur in Telgte die Ausstellung „Pilgerwelten“ zu sehen. Die Ausstellung begleitet die Eröffnung eines neuen Teilstücks des Jakobswegs von Bielefeld bis Wesel. Die Federführung dieses Projekts hat die Altertumskommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V. firmiert als Schirmherrin für die „Pilgerwelten“. Für die Kuratorinnen Anja Schöne und Lena Mengers ist das … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Glaubensfragen, Kultur an sich, Lebenswege, Unterwegs