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Revierpassagen » Archiv

Rätsel des Alltags (4): Spinnenkleber

Rätsel des Alltags (4): Spinnenkleber

Warum ruft man die „Revierpassagen“ auf? Richtig, wegen der zahllosen weltexklusiven Geschichten. So war hier schon von ungeahnten Alltagsrätseln wie dem Stöpsel-Spuk, dem Brezelschwund und den Problemkassen die Rede. Und jetzt dies: Ich bin kein Insektenforscher, sondern eher das Gegenteil, wenn es das geben sollte. Doch dieser Tage habe ich ein rätselhaftes Phänomen aus dem Reich der Entomologie beobachten dürfen: Ein spinnenartiges Kleinlebewesen (genauer vermag ich es halt nicht zu sagen) krallte sich an der naturgemäß … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Natur, Netzwelten

Dortmund als Spaghettiträger-Metropole: “Juicy Beats” mal anders betrachtet

Dortmund als Spaghettiträger-Metropole: “Juicy Beats” mal anders betrachtet

Um 12 Uhr mittags gehen im Dortmunder Kreuzviertel die Türen auf. Heraus strömen die Freiluftlivemusikfreunde. Gelassen und lässig wandern sie zum Westfalenpark. Manche sind ausgerüstet wie für einen Kurzurlaub, anderen reichen Flipflops und ein Jutebeutel mit Proviant. Die meisten sind zwischen 15 und 30. Die Palette ihrer Lieblingsmusiken reicht von Raggae bis House, von Ethno bis Hiphop. Um 12 eröffnete das diesjährige 19. Juicy Beats Festival, das zum ersten Mal (damals noch unter dem Titel „Juicy … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Region Ruhr, Rock & Pop

Ruhrtriennale doch nicht ohne Gregor Schneider: Bochum springt für Duisburg ein

Ruhrtriennale doch nicht ohne Gregor Schneider: Bochum springt für Duisburg ein

Nun realisiert Gregor Schneider doch noch ein neues Werk für die Ruhrtriennale: Nach der Absage seines Raumkunstwerks „totlast“ durch den Duisburger Oberbürgermeister Sören Link baut Schneider im Kunstmuseum Bochum eine Rauminstallation mit dem Titel „Kunstmuseum“. Ab 29. August ist das Werk zu besuchen und bleibt bis in den Oktober hinein zugänglich. Schneider will sich mit Ort und Funktion des Kunstmuseums auseinandersetzen: „Ich freue mich, den Haupteingang des Museums zu schließen. Durch einen neuen Eingang – ‚ein … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Kunst, Region Ruhr

Kartellamt setzt Grenze: Lensing darf Funke-Lokalteile nicht vollends übernehmen

Kartellamt setzt Grenze: Lensing darf Funke-Lokalteile nicht vollends übernehmen

Sieh an, es gibt Neuigkeiten aus der Presselandschaft im Großraum Dortmund: Das Bundeskartellamt hat offenbar die vollständige Übernahme von 7 Lokalausgaben der Funke-Gruppe (vormals WAZ-Gruppe) durch den Dortmunder Lensing-Verlag („Ruhrnachrichten“) verhindern wollen. Deshalb hat Lensing den entsprechenden Antrag zurückgezogen, wie mehrere Mediendienste übereinstimmend berichten. Weitere Konsequenzen aus dem Veto der Kartellwächter sind noch unklar. Angeblich gibt es bei Funke einen Plan B für die besagten Ausgaben. Das Konzept dürfte nach Lage der Dinge allerdings mehr juristische … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Medien, Region Ruhr, Wirtschaft

Festspiel-Passagen VI: Kabale am Königshof – Rossinis „Adelaide di Borgogna“ in Bad Wildbad

Festspiel-Passagen VI: Kabale am Königshof – Rossinis „Adelaide di Borgogna“ in Bad Wildbad

Das ist der Stoff, aus dem echte Opern sind! Adelheid von Burgund, eine der einflussreichen Frauen des Mittelalters, verliert ihren Gatten Lothar. Durch Giftmord, verübt von dessen Kontrahenten Berengar. Der will sich die Macht über Italien sichern und versucht, die junge Witwe gegen ihren Willen mit seinem Sohn Adelbert zu verheiraten. Adelheid wendet sich an Otto I. Der deutsche König kommt ihr zu Hilfe, verliebt sich auf den ersten Blick in die attraktive Regentin und kann … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Oper & Ballett

Christian Wulff als Talk-Gast: Einblicke ins Räderwerk zwischen Politik und Presse

Christian Wulff als Talk-Gast: Einblicke ins Räderwerk zwischen Politik und Presse

Im Februar 2012 ist Christian Wulff von seinem Amt als Bundespräsident zurückgetreten. Jetzt begab er sich erstmals wieder in eine TV-Talkshow: Maybrit Illner (ZDF) hatte also eine kleine Sensation zu bieten, für die sie auch ihre Sommerpause verschob und die Sendezeit überzog. Man bekam immerhin ein paar kleine Einblicke ins ratternde Räderwerk zwischen Politik, Presse und Justiz. Feldzug gegen Kampagne Wulff, inzwischen gerichtlich von allen Vorwürfen der Vorteilsnahme und Korruption freigesprochen, zieht seit einigen Wochen mit einem Buch … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fernsehen, Gesellschaft, Medien, Politik und so

Festspiel-Passagen V: Colmar im Elsass – Monumentale Musik in russischer Tradition

Festspiel-Passagen V: Colmar im Elsass – Monumentale Musik in russischer Tradition

Einst war Colmar eine richtige Hauptstadt: Im Saal des „Koїfhus“ versammelten sich die Vertreter des Zehnstädtebunds. Seine Mitglieder unterstützten sich gegenseitig, um in den unruhigen Zeiten des späten Mittelalters ihre Rechte und Freiheiten zu sichern. Heute wird die elsässische Stadt einmal im Jahr zur Hauptstadt der Musik. Das „Festival International de Colmar“ versammelt in knapp zwei Juli-Wochen Größen des Musiklebens zu einem weit über die Region hinaus strahlenden Zyklus von Konzerten. Und immer noch trifft man … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Musik & Konzert, Unterwegs

Kultur hat Ruh’ – ein sommerliches Idyll

Kultur hat Ruh’ – ein sommerliches Idyll

Die Theaterferien sind ausgebrochen, die großen Konzertzyklen sind vorerst vorbei und in den Museen beginnen einstweilen keine neuen Ausstellungen. Kultur hat sommerliche Ruh’. Man kann es an den Kulturteilen der Zeitungen und überhaupt an kulturgeneigten Publikationen – so schließlich auch an den Revierpassagen – ablesen, dass bis auf ein paar routiniert gezimmerte Sommerreihen (vorzugsweise Comedy sowie Rock & Pop) derzeit nicht viel Nennenswertes anliegt. Jaja, ein paar schüttere Gegenbeispiele gibt es immer, doch die bestätigen die … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kultur an sich

“Tricks” von Alice Munro – ein idealer Einstieg ins Werk der Nobelpreisträgerin

“Tricks” von Alice Munro – ein idealer Einstieg ins Werk der Nobelpreisträgerin

Wenn eine Autorin oder ein Autor oder meinetwegen auch ein Dichter den Nobelpreis für Literatur erhält, dann kaufen sich viele Zeitgenossen sofort mindestens ein Buch dieses Geehrten. So war das auch, als Alice Munro im vergangenen Herbst ausgezeichnet wurde. Die Kanadierin wurde plötzlich weiten Kreisen bekannt, auch wenn sie vorher schon keine Unbekannte war. Vor allem im englischsprachigen Raum galt die 1931 geborene Schriftstellerin schon lange als eine der besten zeitgenössischen Erzählerinnen, und in Deutschland machte … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Literatur, Sprache

TV-Nostalgie (22): “Ein Herz und eine Seele” – als “Ekel Alfred” gegen die Sozis wetterte

TV-Nostalgie (22): “Ein Herz und eine Seele” – als “Ekel Alfred” gegen die Sozis wetterte

Was für ein Kotzbrocken! Alle Welt kannte den Mann als „Ekel Alfred“. Den Beinamen hatte er sich wahrlich verdient. Mit seiner Familie im Ruhrgebiets-Reihenhaus war dieser Alfred Tetzlaff keineswegs „Ein Herz und eine Seele“, wie der Serientitel ironisch verhieß. Nein, mit diesem monströsen Oberspießer konnte keiner in Frieden leben. Zu sagen, dass der Haussegen ständig schief hing, wäre eine Untertreibung. Engstirniges Weltbild Ab Anfang 1973 wetterte Alfred (großartig gespielt von Heinz Schubert) gegen alles, was nicht in sein … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fernsehen, Gesellschaft, Politik und so, Scherz, Satire, Ironie

Nur ein Ausruf statt eines vierfachen Nachrufs: Verfluchter Tod!

Nur ein Ausruf statt eines vierfachen Nachrufs: Verfluchter Tod!

Die Einschläge kommen näher? Nein, mit diesem billigen Schauder-Scherzchen kommen wir nicht davon, wenn – wie dieser Tage – kulturelle Vorbilder in rasend kurzer Abfolge sterben. Man verzeihe die in der Summe beinahe lieblos wirkende Aufzählung, doch sie alle haben in den letzten Tagen die Welt verlassen: der Dirigent Lorin Maazel, der Schauspieler Gert Voss, die Schriftstellerin Nadine Gordimer und der Rockgitarrist Johnny Winter. Ganz verschiedene Gestalten der Künste, fürwahr. Doch jede(r) eine große Schöpferkraft auf … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Bekenntnisse, Kultur an sich, Lebenswege

Aus alten Zeitungszeiten: Was Rapunzel mit der Rundschau zu tun hatte

Aus alten Zeitungszeiten: Was Rapunzel mit der Rundschau zu tun hatte

Durch Zufall habe ich jetzt einen Satz Märchenbilder gefunden, der generell an bessere Zeiten im hiesigen Zeitungswesen und speziell an die Vergangenheit der Westfälischen Rundschau (Dortmund) erinnert. Die Bildchen, die seinerzeit als Quittungen für den Bezug der „Rundschau“ ausgehändigt wurden, stammen aus den Jahren 1957 und 1958. In jenen Zeiten erschien das Blatt nicht nur bis weit hinauf ins Emsland, sondern auch noch in großen Teilen des Ruhrgebiets; vom Dortmunder Umland und Südwestfalen ganz zu schweigen. Ausweislich … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Medien, Region Ruhr

Tiefen und Untiefen des Alltags: David Gutersons Erzählungen “Zwischen Menschen”

Tiefen und Untiefen des Alltags: David Gutersons Erzählungen “Zwischen Menschen”

Für die Redewendung, wonach der Alltag die besten Geschichten schreibt, bietet der US-Schriftsteller David Guterson mit seinem neuen Band „Zwischen Menschen“ gelungene Beispiele. Der Autor, der durch seinen Roman „Schnee, der auf Zedern fällt“ weltweit Berühmtheit erlangte, erzählt von menschlichen Begegnungen. In den zehn Episoden erscheint das Aufeinandertreffen der Beteiligten anfangs eher belanglos, bevor sich die eigentlichen Dimensionen erschließen. Mit jedem Kapitel beweist Guterson sein Talent, die Figuren psychologisch exakt zu taxieren, wodurch ihre Gegensätze und … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Gesellschaft, Lebenswege, Liebesleben, Literatur

Die Dekadenz der britischen Oberschicht – Evelyn Waughs Roman “Verfall und Untergang”

Die Dekadenz der britischen Oberschicht – Evelyn Waughs Roman “Verfall und Untergang”

Jetzt mal Hand aufs Herz, dies ist doch ein allerliebster Romananfang: „Mr. Sniggs, der Prodekan, und Mr. Postlethwaite, der Schatzmeister, saßen allein in Mr. Sniggs’ Zimmer, das auf den Gartenhof des Scone College ging. Aus der Wohnung von Sir Alastair Digby-Vaine-Trumpington, zwei Aufgänge weiter, drang wildes Grölen…“ Man muss sich diesen ersten Satz im schönsten Oxford-Akzent gelesen vorstellen – und schon kann man sich in jenem herrlichen Loriot-Sketch mit Evelyn Hamann wähnen. Tatsächlich hat Evelyn Waughs erstmals … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Gesellschaft, Literatur

TV-Nostalgie (21): Peter Falk als “Columbo” – der zerknitterte Polizist

TV-Nostalgie (21): Peter Falk als “Columbo” – der zerknitterte Polizist

„Zerknittert“ ist wohl das erste Wort, das einem einfällt, wenn man an ihn denkt: Peter Falk als Inspektor „Columbo“ taperte meist in einem knittrigen beigen Trenchcoat herum, sein verknautschtes Gesicht passte dazu. Columbo wirkte oft übernächtigt und zerstreut, er ging seltsam gebeugt, hatte wirres Haar und war meist unrasiert. Was für ein Typ! Die Täter, die man als Zuschauer gleich kannte und denen Columbo ganz allmählich und beharrlich durch logische Schlussfolgerungen auf die Schliche kam, nahmen … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fernsehen, Stilfragen

Markus Becker beim Klavier-Festival in Essen: Für links geht nicht „mit links“

Markus Becker beim Klavier-Festival in Essen: Für links geht nicht „mit links“

Verlässt das Klavier-Festival Ruhr die breite Straße, um sich auf verschlungenen Wegen in abgelegene Regionen der Klaviermusik zu begeben, eröffnen sich oft reizvolle Ausblicke. So im Konzert mit Markus Becker und den Bochumer Symphonikern unter Steven Sloane. Becker spielte zwei kaum gehörte Werke für die linke Hand. Das eine hat Alexandre Tansman für den berühmten einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein 1943 skizziert, aber nicht vollendet. In Polen geboren, im Paris der Zwischenkriegszeit sozialisiert, als Emigrant in den … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Festivals, Musik & Konzert

Aus der Traum vom brasilianischen Fußball

Aus der Traum vom brasilianischen Fußball

Nein, das ist jetzt aber auch fast schon gar zu viel. 7:1 fürs deutsche Team in einem WM-Halbfinale gegen den Gastgeber Brasilien… Das ist einerseits unglaublich, wunderbar, was auch immer in dieser Richtung. Nicht zu fassen! Welch eine Demütigung, wenn man denn in solchen Kategorien denkt. Davon wird man noch in vielen Jahren sprechen. Andererseits werden da auch ein paar Träume zerstört. Die Träume, die man vom brasilianischen Fußball seit den Tagen von Pelé und Garrincha hegte … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fernsehen, Glaubensfragen, Leibesübungen, Wahnwitz

Ruhrtriennale: Duisburg sagt Gregor Schneiders Installation „Totlast“ ab

Ruhrtriennale: Duisburg sagt Gregor Schneiders Installation „Totlast“ ab

Duisburg fürchtet sich. Nicht ganz Duisburg, doch zumindest der Oberbürgermeister: Sören Link hat entschieden, das Projekt „Totlast“ des Künstlers Gregor Schneider in Duisburg nicht realisieren zu lassen. Die begehbare Rauminstallation war als Projekt der Ruhrtriennale für das Lehmbruck Museum vorgesehen. Link hat den Intendanten der Ruhrtriennale, Heiner Goebbels, am 7. Juli telefonisch von seiner Entscheidung unterrichtet. Begründung: Duisburg sei – vor dem Hintergrund der Geschehnisse bei der „Loveparade“ 2010 – „noch nicht reif für ein Kunstwerk, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Kunst, Politik und so, Region Ruhr

Festspiel-Passagen IV: Große Momente – Diana Damrau als „Traviata“ in München

Festspiel-Passagen IV: Große Momente – Diana Damrau als „Traviata“ in München

München musste warten – doch die Zeit hat sich gelohnt: Nach New York, Zürich, Mailand, London und Paris ist Diana Damraus Violetta Valéry nun auch an der Bayerischen Staatsoper angekommen. Das fulminante Hausdebüt unter erschwerten Bedingungen – Joseph Calleja musste kurzfristig vergrippt absagen – ließ eine Sängerin erleben, die das Rollenporträt der „Traviata“ im Vergleich zum Europa-Debüt im Mai 2013 in Zürich noch einmal vertieft hat. Das liegt nicht nur an der älteren, aber in ihrer … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Oper & Ballett

Hillary Clinton bei Jauch: Seine Gier nach Sensationen blieb unerfüllt

Hillary Clinton bei Jauch: Seine Gier nach Sensationen blieb unerfüllt

Darauf ist Günther Jauch sicher mächtig stolz: Für seine letzte Talkshow vor der Sommerpause hatte er die vormalige US-Präsidentengattin und Außenministerin Hillary Clinton zu Gast, die derzeit für ihre Memoiren (“Entscheidungen”) wirbt. Frau Clinton mochte ihm allerdings auch auf hartnäckiges Nachfragen nicht verraten, ob sie sich selbst als Nachfolgerin Obamas ums Präsidentenamt bewerben wird. Dabei war er so begierig auf diese Neuigkeit: „Was hindert Sie, es hier und jetzt zu sagen…?“ Geschenkt. Jauch wird nicht im … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fernsehen, Politik und so

“Ein Deutsches Requiem”: Abschied von einem bewegenden Ballett in Duisburg

Die Spielzeit 2013/2014 der Theater und Opern im Ruhrgebiet ist größtenteils vorbei und wird mancherorts mit einem Wiederholungs-Höhepunkt verabschiedet. So auch in der Duisbuger Dependance der Deutschen Oper am Rhein, die zum (leider) vorerst letzten Mal das großartige Ballett “Ein Deutsches Requiem (b.09)” zeigte. Unter jubelndem Applaus und Bravo-Rufen wurde die Choreographie vom Publikum entlassen. Nicht wenige sahen diese einzigartige, bewegende Inszenierung zum wiederholten Male. Das Requiem war nicht nur in Duisburg/ Düsseldorf, sondern auch bei vielen Gastspielen und als ZDF-Fernsehproduktion ein großer Erfolg. Mit der Choreographie zu Brahms Totenmesse “Ein Deutsches Requiem” Opus. 45 nach Worten der heiligen Schrift schuf Ballettdirektor Martin Schläpfer ein überraschendes und überzeugendes aufwändiges Werk, dass alle Ensembles der Deutschen Oper am Rhein (Ballett, Solisten, Chor und die Duisbuger Philharmoniker) auf der Bühne vereinte. Schläpfer wagt eine … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Oper & Ballett, Tanz, Theater

Highland-Games oder die Lust am Verkleiden

Highland-Games oder die Lust am Verkleiden

Allerorten finden sie in den letzten Jahren statt, die Mittelalter-Feste oder die Fantasy-Treffen, mit Menschen in den wildesten Verkleidungen, am liebsten aus alter Zeit. Neuerdings kommen an allen Ecken und Kanten sogenannte “Highland-Games” hinzu, und gerade sie ziehen Unmengen an Zuschauern an. So ein schottisches Wettkampf-Ereignis konnte man am Wochenende – zum zweiten Mal – auch in Ennepetal erleben. Im ansonsten beschaulichen Hülsenbecker Tal ging es unter anderem mit Baumstammwerfen und Sackschlagen zur Sache. Lautstark angefeuert … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Geschichte, Unterwegs

Festspiel-Passagen III: Rossinis „Guillaume Tell“ in München – Rebellion der Spießer

Festspiel-Passagen III: Rossinis „Guillaume Tell“ in München – Rebellion der Spießer

Das gilt es festzuhalten: Ein Haus wie die Münchner Staatsoper mit knapp sechzig Millionen Staatszuschuss kümmert sich – endlich einmal – um ein Schlüsselwerk der Oper, Gioacchino Rossinis „Guillaume Tell“. Und streicht und kürzt in der Partitur herum, als habe es in den letzten Jahrzehnten keine kritische Neuerschließung des Materials und keinen Wandel in den ästhetischen Anschauungen zu Rossinis Arbeitsweise und Werkgestalt gegeben. Ein Jahr vorher stellte ein Festival mit nicht einmal einer Million mühsam erkämpftem … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Oper & Ballett

Husaren, Helfersyndrom, Hahn im Korb, Huberty – noch ein paar Zeilen zur Fußball-WM

Husaren, Helfersyndrom, Hahn im Korb, Huberty – noch ein paar Zeilen zur Fußball-WM

Ja, ist es denn zu glauben? Nur noch acht Partien, dann ist auch diese Fußball-WM schon wieder vorbei. Gegen derlei Flüchtigkeit muss man sich stemmen und wenigstens ein paar Kleinigkeiten festzuhalten suchen. Ach, man könnte herrlich schwelgen in ausgelutschten Sätzen wie „Es gibt im Weltfußball keine leichten Gegner mehr“ oder „Es gibt auch interessante 0:0-Spiele“. Ja, diese WM gibt das alles her und sorgt somit für allzeit gut gefüllte Phrasenschweine. Alle „Großen“, alle Favoriten haben sich bislang … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fernsehen, Gesellschaft, Leibesübungen, Medien, Stilfragen, Weite Welt

Verborgener Schatz – Frederick Delius’ „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ in Frankfurt

Verborgener Schatz – Frederick Delius’ „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ in Frankfurt

Es gibt Kunstwerke, die Jahre, ja Jahrzehnte unbeachtet bleiben, und plötzlich eine erstaunliche Gegenwärtigkeit gewinnen. Frederick Delius‘ „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ gehört dazu. Diese Oper war ein verborgener Schatz für Liebhaber, hin und wieder ans Tageslicht gehoben und liebevoll betrachtet, dann wieder auf Jahre hin vergraben. Arila Siegert (Regie) und Justin Brown (Dirigat) scheinen mit ihrer gelungenen Karlsruher Produktion 2012 das Interesse an der Oper des deutschstämmigen englischen Komponisten wieder geweckt zu haben. Am … Den ganzen Artikel lesen »

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TV-Nostalgie (20): Peter Frankenfeld – ein Showmaster, der alle Tricks kannte

TV-Nostalgie (20): Peter Frankenfeld – ein Showmaster, der alle Tricks kannte

Um mal die alte Redensart zu verwenden: Kein deutscher Showmaster war mit mehr Wassern gewaschen als Peter Frankenfeld (1913-1979). Wenn man das Wort Vollprofi bebildern wollte, so könnte man bedenkenlos sein Foto nehmen. Vor dem Krieg hatte er in Berliner Varietés das Unterhaltungshandwerk gelernt. Zeitweise war er beim Zirkus und zeigte Zauberkunststücke. Sogar in der Reklame war er tätig – als gewiefter Texter und Illustrator. Er kannte alle Tricks und wusste, wie man das Publikum fing. Größter … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fernsehen, Kleinkunst & Comedy, Scherz, Satire, Ironie, Stilfragen

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Juni

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Juni

Es war ein Monat, der wohl vielen in Erinnerung bleiben wird. Ein Unwetter mit hier bisher unbekannten Ausmaßen tobte sich am Pfingstmontag aus. Kurz vor knapp, dass man unser Revier in ruhrische Seenplatte hätte umtaufen müssen. Und nein, wir hatten keinen Sturm, wir hatten ganz offiziell Orkan, der (nicht nur) in Teilen des Ruhrgebiets eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Mit Wirbeln. Währenddessen. Der Wirbel nachher, auch der mediale hielt sich in Grenzen. Wer auf anrückende Hilfskonvois … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Arbeitswelt & Beruf, Festivals, Gesellschaft, Kultur an sich, Region Ruhr

Rund um das neue Weltkulturerbe Corvey: Klosterlandschaft mit Leben erfüllt

Rund um das neue Weltkulturerbe Corvey: Klosterlandschaft mit Leben erfüllt

Die Nachricht war lang ersehnt: Das westfälische Kloster Corvey, heute auf dem Stadtgebiet von Höxter, ist von der Unesco in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Als 39. Kulturstätte in Deutschland dürfen sich das karolingische Westwerk und die „civitas“ Corvey nun im Glanz des begehrten Titels sonnen. Seit 1999 standen die Reste der 822 gegründeten Benediktinerabtei auf der Warteliste. Mit seinem 885 geweihten und im 12. Jahrhundert umgestalteten Westwerk, mit seiner reichen Geschichte und der barocken Klosteranlage … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Geschichte, Musik & Konzert, Unterwegs

Genial, aber politisch naiv: Musikforscher Ulrich Konrad über Richard Strauss

Genial, aber politisch naiv: Musikforscher Ulrich Konrad über Richard Strauss

„Salome“, „Der Rosenkavalier“, „Elektra“: Richard Strauss ist nicht erst im 150. Jahr seiner Geburt auf der internationalen Opernbühne präsent. Er mag nicht zu den meistgespielten Komponisten gehören, zu den meist geschätzten zählt er auf jeden Fall. Kein Dirigent kann es sich leisten, auf Strauss zu verzichten; kein Opernhaus geht an seinen Hauptwerken vorbei. Und dennoch ist der Mensch Richard Strauss seltsam ungreifbar. Seine Selbstinszenierung war “wasserdicht”: Nach außen ein bayerischer Großbürger, nach innen undurchschaubar. Auch die … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Lebenswege, Musik & Konzert, Oper & Ballett

Kunst statt Krieg – großartiger Auftritt der Sopranistin Anna Prohaska in Dortmund

Kunst statt Krieg – großartiger Auftritt der Sopranistin Anna Prohaska in Dortmund

Im Trailer der „Junge Wilde“-Reihe des Dortmunder Konzerthauses reißt sich Anna Prohaska wutschnaubend die Perlenkette vom Hals. Als wolle sie, sagen wir, in der Gestalt der Donna Elvira dem so geliebten wie verhassten Don Giovanni den Schmuck vor die Füße werfen. Eine Episode, die voller Symbolkraft steckt: Da ist eine Sängerin der unkonventionellen Art, jung und wild eben, die sich in musikalischen Gefilden auch auf abseitigen Pfaden bewegt. „Das Ende der klassischen Klassik“ propagiert das Konzerthaus … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Musik & Konzert