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Noble Gemessenheit: Mitsuko Uchida und das Mahler Chamber Orchestra in Dortmund

Noble Gemessenheit: Mitsuko Uchida und das Mahler Chamber Orchestra in Dortmund

Mitsuko Uchida in Deutschland zu erleben, ist ein exklusives Vergnügen: Eben von einer Tournee aus Japan zurück, konzertierte die Wiener Pianistin mit japanischer Herkunft und Londoner Wohnsitz mit dem Mahler Chamber Orchestra zwei Mal – in Berlin und im Konzerthaus Dortmund. Im Januar 2017 gibt es Auftritte in Hamburg, München, Frankfurt, im Februar in der neuen Elbphilharmonie – und im Frühsommer im Ruhrgebiet, wenn Mitsuko Uchida ihr Versprechen einlöst, das wegen Krankheit ausgefallene Konzert beim Klavier-Festival … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Musik & Konzert

Wenn Bin Laden noch leben würde – Leon de Winters Roman „Geronimo“

Wenn Bin Laden noch leben würde – Leon de Winters Roman „Geronimo“

Dieser Roman könnte Stoff für Verschwörungstheorien liefern: Demnach ist Osama bin Laden nicht am 2. Mai 2011 von Eliteeinheiten der CIA in seinem Unterschlupf im pakistanischen Abbottabad umgebracht worden, sondern bei dieser Geheimdienstoperation ist ein Doppelgänger gestorben. In Leon de Winters Roman „Geronimo“ (Codename für die Ergreifung von Bin Laden) lebt der Chef der Terrororganisation Al Kaida weiter, allerdings an einem von Militärs streng abgeschirmten Ort. Die USA und ihre Verbündeten möchten doch noch mehr über … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Literatur, Politik und so

Geheimnisse des Journalismus – Heute: Der „schöne Artikel“ auf der Kulturseite

Geheimnisse des Journalismus – Heute: Der „schöne Artikel“ auf der Kulturseite

In dieser neuen Reihe weihen wir euch in mehr oder weniger geheimnisvolle Hinter- und Abgründe, um nicht zu sagen Verstiegenheiten des journalistischen Gewerbes ein. Natürlich unernst und halbseiden wie immer. Wir beginnen mit der Kultur, speziell mit jenen lieb- und gnadenlos schlecht geschriebenen, hilflos formulierten Rezensionen, die ihr alle kennt. Ja, es gibt diesen Pfusch zuhauf, wie es in jedem Metier schlechtes Handwerk gibt, zuweilen selbst in den Qualitätszeitungen. Solche Texte sind mit Klischees und unfreiwillig komisch … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kultur an sich, Medien

Buchtipps zum Fest: Peter Rühmkorf, Christa Wolf, Wembley-Tor, Krimi und Architektur

Buchtipps zum Fest: Peter Rühmkorf, Christa Wolf, Wembley-Tor, Krimi und Architektur

Ist da draußen noch jemand auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken in Buchform? Hier ein paar empfehlende Hinweise in verschiedenen Geschmacksnoten: Zunächst die so genannte Hochliteratur, wie es sich konservativ-feuilletonistisch gehört: Rühmkorfs funkelnde Lyrik Das ist wahrlich kein Geheimnis mehr: Der 1929 in Dortmund geborene, später freilich aus hanseatischer Überzeugung in Hamburg ansässige Peter Rühmkorf gehört zu den wichtigsten Lyrikern der bundesdeutschen Nachkriegszeit. Insofern ist eine Gesamtausgabe seiner Gedichte ein besonderes, vielfach funkelndes Juwel der Sprachkunst. Rühmkorfs Tod im … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Architektur & Städtebau, Buchmarkt, Geschichte, Gesellschaft, Krimi & Kriminalität, Leibesübungen, Literatur, Region Ruhr

„Phoenixsee“: WDR-Serie über zwei Familien im Strudel des Strukturwandels

„Phoenixsee“: WDR-Serie über zwei Familien im Strudel des Strukturwandels

Mit dem Dortmunder Phoenixsee ist das so: Das künstliche Gewässer erstreckt sich seit einigen Jahren da, wo früher einmal ein Hoesch-Stahlwerk gestanden hat. Restbestände der früheren Arbeiterhäuser bilden nun einen starken Kontrast zur massiven Ansiedlung Neureicher, die sich direkt am Seeufer breitgemacht haben. Diese Gemengelage gab schon reichlich Stoff für den großartigen Dokumentarfilm „Göttliche Lage“ her, auch dient der See immer mal wieder als Kulisse für die Dortmunder „Tatort“-Folgen. Und jetzt heißt gleich eine ganze WDR-Spielserie … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Architektur & Städtebau, Familie, Fernsehen, Gesellschaft, Region Ruhr, Wirtschaft

Heftige Jugendzeit im Ruhrgebiet – Goosen-Verfilmung „Radio Heimat“ im Kino

Heftige Jugendzeit im Ruhrgebiet – Goosen-Verfilmung „Radio Heimat“ im Kino

Vier hart pubertierende Freunde. Das Ruhrgebiet. Die 80er Jahre. Das ist – ganz grob zusammengefasst – der Inhalt von „Radio Heimat“. Mehr muss man eigentlich gar nicht darüber wissen, viel mehr passiert auch nicht. Aber – es reichte erstaunlicherweise, um einen feinen, kleinen Film mit viel Gefühl, viel Heimatliebe und ein bißchen Nostalgie zu produzieren. Der Film basiert in weiten Teilen auf dem gleichnamigen (2010 und jetzt wieder neu erschienenen) Kurzgeschichtenband von Ruhrgebietschronist Frank Goosen. Wer … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kino, Lebenswege, Region Ruhr

Wie uns das Grusel-Etikett mit der Aufschrift „Donald T.“ auf die Buchseiten locken soll

Wie uns das Grusel-Etikett mit der Aufschrift „Donald T.“ auf die Buchseiten locken soll

Die blau unterlegte Ankündigung auf der Titelseite der heutigen „Zeit“ umfasst nur wenige Zeilen, doch hat sie mich irritiert, um nicht zu sagen: verärgert. Ich zitiere wörtlich, was unter der spätherbstlichen Wer-jetzt-kein-Haus-hat-Überschrift „Bücher für stürmische Zeiten“ steht: „Donald Trump sagt, schon der Geruch von Büchern mache ihn müde. Uns macht er Lust aufs Lesen…“ Was mich an diesen unschuldigen Sätzchen stört? Zum einen die gar wohlfeile Distanzierung von Donald T. Ach, wie sehr wir uns doch von ihm … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Kultur an sich, Literatur, Medien, Politik und so

Gewagt, gewonnen: Die Essener Philharmoniker glänzen mit Josef Suks Trauersinfonie „Asrael“

Gewagt, gewonnen: Die Essener Philharmoniker glänzen mit  Josef Suks Trauersinfonie „Asrael“

Es gibt sie zuhauf, die Kleinmeister unter den Komponisten. Nicht einmal unbekannt und zu ihren Zeiten oft durchaus beliebt, konnten sie letztlich nicht heraustreten aus dem Schatten der Großen. Bei Josef Suk (1874-1935) aber ist das anders, komplizierter. Der Tscheche ist ein Meister seines Fachs, doch umfassende Popularität war und ist seinem Werk bis heute nicht vergönnt. Mancher kennt ihn wohl als Schwiegersohn Antonín Dvořáks, Zeitgenossen schätzten Suk als hervorragenden Geiger – im Böhmischen Streichquartett spielte … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Musik & Konzert

Warum es im Dortmunder „U“ nie voll ist

Warum es im Dortmunder „U“ nie voll ist

Unter der Internet-Überschrift „Leere im Dortmunder U vor Ort, aber viele Besuche in der Statistik“ arbeitete sich Mitte November der Lokalteil der Dortmunder Zeitungen an dem erstaunlichen Umstand ab, daß die Statistik (in diesem Fall von 2015) einigermaßen tragbare Zahlen liefert, während im Gebäude selbst gähnende Leere herrscht. Möglicherweise ist dies ein Paradebeispiel für das kreative Führen von Statistiken und als solches fraglos zu geißeln; auf jeden Fall jedoch der ernüchternde Beleg dafür, daß das Dortmunder … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Architektur & Städtebau, Kunst, Region Ruhr

Wenn der Neonazi einen Apfelkuchen backt – „Adams Äpfel“ am Schauspiel Köln

Wenn der Neonazi einen Apfelkuchen backt – „Adams Äpfel“ am Schauspiel Köln

Kann man noch an das Gute im Menschen glauben? Pfarrer Ivan (Jörg Ratjen) tut das: In seiner Kirche nimmt er Straftäter auf, um sie zu resozialisieren. Khalid (Mohamed Achour), den Räuber, Gunnar (Nikolaus Benda), den Alkoholiker und Vergewaltiger und Poul (Horst Sommerfeld), den ehemaligen KZ-Wärter, den die alte Schuld immer noch umtreibt. Bis plötzlich ein neuer Delinquent in Ivans Kirche auftaucht und sein Weltbild ins Wanken bringt: Adam, der Neonazi (Robert Dölle). Das Schauspiel Köln zeigt … Den ganzen Artikel lesen »

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Tropfen als akustische Skulpturen – Arbeiten des Ostwall-Preisträgers Albert Mayr

Tropfen als akustische Skulpturen – Arbeiten des Ostwall-Preisträgers Albert Mayr

Die „Tropfenstudien“ sind fragile Gebilde, Gestelle aus Holz und Metall, denen sämtlich eigen ist, dass ein viel zu schwer wirkender Wasserbehälter auf ihnen steht. Aus der Medizin bekannte Infusionsregler steuern die Menge des durch dünne Schläuche abfließenden Wassers, die sich in Tropfen bemisst und auch beim Tropfen hörbar wird, wenn es – im Grund wie in einem klassischen Brunnen – von einer Ebene zur nächsten hinuntertropft. Haben wir es hier mit Kunst zu tun? Und wenn … Den ganzen Artikel lesen »

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„Und der Köter hört dich ohne meckern zu“

„Und der Köter hört dich ohne meckern zu“

Wenn man durch die Fußgängerzone einer beliebigen Stadt im Ruhrgebiet schlendert, dann hört man – oft ganz unfreiwillig – die seltsamsten oder lustigsten Wortwechsel. Gerade der Dialekt der Ruhrpottsprache mit seinen eigenen Wortschöpfungen macht viel Spaß. Und manchmal kommt sogar Philosophisches dabei heraus. Neulich sah ich zwei ältere Frauen im Gespräch, die eine mit einem Dackel an der Leine. Gerade hatte sie ihrer Bekannten erzählt, dass ihr Partner ausgezogen und das Leben in der Wohnung so … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Region Ruhr, Sprache

Couragierter Einsatz für die Pressefreiheit: Kesten-Preis an türkische Journalisten

Couragierter Einsatz für die Pressefreiheit: Kesten-Preis an türkische Journalisten

Gastautor Heinrich Peuckmann über die Verleihung des Hermann-Kesten-Preises in politisch brisanten Zeiten: Als das Präsidium des deutschen PEN im Frühjahr dieses Jahres beschloss, den Hermann-Kesten-Preis an die türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül zu verleihen, war die Situation für die beiden schon kritisch. Als es nun zur Verleihung kam, hatte sie nach dem niedergeschlagenen Putsch dramatische Züge angenommen. Can Dündar, ehemals Chefredakteur der unabhängigen Zeitung „Cumhuriyet“, hatte nach Gefängnisaufenthalt und ersten Verurteilungen wegen Beleidigung von Erdogan … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Medien, Politik und so

„Ich darf nichts vergessen“ – Wie Peter Kurzeck über sein Schreiben gesprochen hat

„Ich darf nichts vergessen“ – Wie Peter Kurzeck über sein Schreiben gesprochen hat

Welch eine unabweisbare Vorstellung: Auf einmal kommen alle auf einen zu, die man im Leben gekannt hat. Und das bedeutet dann wohl, ganz lakonisch gesprochen: „Du bist tot“. Es muss ja so kommen, denn: Nicht die Zeit vergeht, es sind wir, die vergehen. Man ahnt es schon: Mit solchen Gedanken geht ein Schriftsteller aufs Große und Ganze. Doch dies in aller Bescheidenheit, ja Demut. Ich gebe es freimütig zu: Lange habe ich Peter Kurzeck (1943-2013) nicht so … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Literatur

Stufe für Stufe zum eigenen Schreiben: Andreas Maiers Bildungsroman „Der Kreis“

Stufe für Stufe zum eigenen Schreiben: Andreas Maiers Bildungsroman „Der Kreis“

Und wieder einmal tauchen wir mit Andreas Maier („Das Zimmer“, „Das Haus“, „Die Straße“, „Der Ort“) in den kleinen Kosmos von Friedberg/Wetterau ein; so, wie er damals wohl gewesen ist, in Maiers Kindheits- und Jugendtagen. Diesmal setzt die ruhige, ausgesprochen unaufgeregte Reflexion in der kleinen Bücherklause der Mutter ein, in der der Junge schon als Grundschüler so manche Stunden zugebracht hat, anfangs noch gar nichts recht begreifend, aber bereits lesend, lesend, lesend. So gut es eben … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Bekenntnisse, Kinderzeiten, Lebenswege, Literatur, Schule, Uni, Bildung

Helmut Fischer wäre jetzt 90 Jahre alt – eine Erinnerung an „Monaco Franze“

Helmut Fischer wäre jetzt 90 Jahre alt – eine Erinnerung an „Monaco Franze“

Helmut Fischer alias „Monaco Franze“ wäre heute 90 Jahre alt geworden. Daher noch einmal dieser Text: Auf der Suche nach Figuren, die wir im Fernsehen schmerzlich vermissen, gibt’s manchmal kein Vertun: Helmut Fischer als „Monaco Franze – Der ewige Stenz“ gehört unbedingt dazu. Und alle anderen, die an Helmut Dietls grandioser Serie von 1983 mitgewirkt haben, denn die war bis in die kleinste Nebenrolle passgenau besetzt. Auf Bayern III werden derzeit, den ganzen Sommer hindurch (jeweils montags … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fernsehen

„Der Idiot“ nach Dostojewskij: Glücksfall einer Roman-Adaption im Düsseldorfer Schauspiel

„Der Idiot“ nach Dostojewskij: Glücksfall einer Roman-Adaption im Düsseldorfer Schauspiel

Eigentlich kann ich ja mehr mit Tolstoi anfangen: Krieg und Frieden, Anna Karenina – hier blühen die russischen Leidenschaften, hier lernt man die Familienmitglieder mit der Zeit so gut kennen, als gehörten sie zur eigenen Verwandtschaft. Dostojewskijs Romane schienen mir immer ungleich düsterer, zerquälter. Da geht es um Schuld, Verbrechen, moralische Abgründe. „Die Brüder Karamasow“ sind zwar außerdem ein packender Krimi, doch im „Idioten“ bin ich steckengeblieben. Bei der Bahnfahrt des Fürsten Myschkin von der Schweiz … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Literatur, Theater

Gebrauche Deine Zeit: Zum 80. Geburtstag von Wolf Biermann

Gebrauche Deine Zeit: Zum 80. Geburtstag von Wolf Biermann

Es ist ein seltsames Phänomen um Wolf Biermann, der ein glühender Liebhaber des Kommunismus war und doch mit ungehorsamen Liedern die DDR in Aufruhr versetzte. Wenn man von ihm spricht, diesem schnauzbärtigen Helden deutsch-deutscher Kultur, da erhebt sich schnell ein Missmut: „Den mag ich nicht. Der ist so selbstgerecht, so eitel!“ Ja, Leute, der Biermann ist nicht berühmt für seine Bescheidenheit. Er weiß um seine Bedeutung. Aber, mit Verlaub, das darf er auch. Denn er … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Bekenntnisse, Geschichte, Literatur, Musik & Konzert, Politik und so, Utopien

Der Literaturpreis Ruhr verdient eine Aufwertung – und kein Sparprogramm

Der Literaturpreis Ruhr verdient eine Aufwertung – und kein Sparprogramm

Gastautor Werner Streletz, Bochumer Schriftsteller und 2008 selbst Träger des Literaturpreises Ruhr, mit kritischen Anmerkungen zur Zukunft der Auszeichnung: Der Literaturpreis Ruhr soll vielleicht nur noch alle zwei Jahre verliehen werden. Das wäre ein herber Einschnitt. Die einzige nennenswerte Auszeichnung, die das literarische Image des Reviers ein wenig polieren kann, darf nicht in den Schatten des halbwegs Vergessenen versinken. Eine solche Gefahr bestünde, würde der Jahresrhythmus aufgegeben. Auch angesichts der schnelllebigen Medienwelt ist der bisherige Verleihungstakt anzuraten. Es … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Literatur, Region Ruhr

Er wird fehlen – „Aki“ Schmidt, BVB-Legende

Er wird fehlen – „Aki“ Schmidt, BVB-Legende

Unser Gastautor Heinrich Peuckmann zum Tod des legendären BVB-Spielers Alfred „Aki“ Schmidt: Alfred Schmidts erfolgreiche Fußballkarriere begann mit einer Enttäuschung. 1956 war er vom Dortmunder Vorortverein SpVgg Berghofen zur großen Borussia gewechselt, die gerade eine schwache Saison in der Oberliga West hinter sich hatte und deshalb neue Spieler suchte und auch den Trainer wechselte. Mit Trainer Helmut Schneider ging es wieder aufwärts und 1956 wurde Borussia zum ersten Mal Deutscher Meister. „Aki“, wie ihn alle nannten, konnte … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Leibesübungen, Region Ruhr

Songs für die Ewigkeit: Zum Tod des großen Dichters und Sängers Leonard Cohen

Songs für die Ewigkeit: Zum Tod des großen Dichters und Sängers Leonard Cohen

Auf immer verflucht sei der Tod. Jetzt hat er uns auch noch Leonard Cohen genommen, den vielleicht größten Songschreiber unserer Zeit, neben dessen Tiefenwirksamkeit allenfalls Bob Dylan bestehen kann. Vor wenigen Wochen war seine Platte „You Want It Darker“ erschienen, ein wahrhaft dunkles, geheimnisvoll funkelndes letztes Meisterwerk, das allseits hymnisch gefeiert wurde. Nicht nur zwischen den Zeilen war Cohens Bereitschaft zu sterben vernehmlich. Zwar hat er auch noch gescherzt, er wolle 120 Jahre alt werden, doch … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Bekenntnisse, Literatur, Musik & Konzert, Rock & Pop

Orgien, Harakiri und Kunstblut – Christian Krachts filmischer Roman „Die Toten“

Orgien, Harakiri und Kunstblut  – Christian Krachts filmischer Roman „Die Toten“

Für alle, die es noch nicht wissen: Christian Kracht hat einen neuen Roman geschrieben. Über das aufstrebende Filmmilieu der dreißiger Jahre zur Zeit der NS-Machtübernahme. Titel: „Die Toten“. Ja, den Titel hat es schon mal gegeben. Bei James Joyce. Anspruch will eben formuliert sein. Trailer ab. Es treten auf : In den Hauptrollen: Emil Nägeli, ein Schweizer Avantgarde-Regisseur, mit einem ausgewachsenen Vaterkomplex behaftet. Masahiko Amakasu: Japanisches ex-Wunderkind, als Erwachsener vor allem durch sein Faible für deutsches Brauchtum und Mythen … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Geschichte, Kino, Literatur

Nix zu Trump

Veröffentlicht unter: Politik und so, Wahnwitz

Euphorie im Eigenheim: Die Bochumer Symphoniker beziehen das Musikforum Ruhr

Euphorie im Eigenheim: Die Bochumer Symphoniker beziehen das Musikforum Ruhr

Viktoria! Es ist vollbracht. Die Horngruppe der Bochumer Symphoniker erhebt sich von den Stühlen und schmettert das erlösende D-Dur-Finale in alle Himmelsrichtungen. Unter unsäglichen Mühen wurde dieser siegreiche Schluss errungen, nach einer langen und stürmischen Schlacht widerstreitender Kräfte. Jetzt aber gibt es kein Halten mehr. Gustav Mahlers 1. Sinfonie mündet in einen Triumph, der das Herz wanken und den Verstand stillstehen lässt. Vergessen sind die vergeblichen Anläufe, die bis zum glücklichen Durchbruch nötig waren. Vergangen sind … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Musik & Konzert, Region Ruhr

Das neue Zuhause der Bochumer Symphoniker ist ein spektakuläres Bau-Ensemble

Das neue Zuhause der Bochumer Symphoniker ist ein spektakuläres Bau-Ensemble

Das Erstaunen ist groß, schon der erste Eindruck nimmt uns gefangen. Denn dieses dreiteilige Bauensemble, wie es sich aneinanderschmiegt im Herzen der Bochumer Innenstadt, ganz nah am Bermuda3Eck, ist so außergewöhnlich wie wohl einzigartig. Weil hier das geneigte Publikum den großen Konzertsaal links oder den multifunktionalen Kammermusiksaal rechts durch eine mittig gelegene Kirche erreicht. Willkommen also im nigelnagelneuen Anneliese Brost Musikforum Ruhr, der ersten eigenen Spielstätte der Bochumer Symphoniker. Die Kombination mit der Kirche, St. Marien, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Architektur & Städtebau, Kultur an sich, Musik & Konzert

„Schwarze Kohle, rotes Licht“ – Schwere Jungs erinnern sich an ihr früheres Revier

„Schwarze Kohle, rotes Licht“ – Schwere Jungs erinnern sich an ihr früheres Revier

Wer sich diesen Titel ausgedacht hat, müsste eigentlich kräftig in die Klischeekasse einzahlen: Der TV-Film „Schwarze Kohle, rotes Licht“ (WDR) handelt von kriminellen Umtrieben im Ruhrgebiet, unter besonderer Berücksichtigung des Rotlicht-Milieus. Kein läppisches Thema. Der fürs Dreiviertelstunden-Raster (quasi eine Schulstunde) gezimmerte, bereits ausgestrahlte Beitrag von Peter F. Müller setzte mit Archivaufnahmen in der „Wirtschaftswunder“-Zeit der späten 1950er und frühen 60er Jahre an und hangelte sich bis in die 80er. Stellenweise im raunenden Tonfall, suchte man das … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Arbeitswelt & Beruf, Fernsehen, Gesellschaft, Krimi & Kriminalität, Lebenswege, Region Ruhr, Stilfragen

Pressereise zu den Projektoren: Mit Panasonic auf Kulturtrip nach Aarhus (oder auch nicht)

Pressereise zu den Projektoren: Mit Panasonic auf Kulturtrip nach Aarhus (oder auch nicht)

Kinners, da hab’ ich ja mal wieder eine ganz tolle Einladung zur Pressereise (Neudeutsch „Media Tour“) auf dem Tisch liegen. Demnach dürfte ich für zwei Tage ins dänische Aarhus kommen, immerhin Europäische Kulturhauptstadt 2017. Warum ich noch zögere, gar dankend ablehnen möchte? Beispielsweise, weil es sich gar nicht um eine generelle Stadtführung im Sinne des ehrenvollen Titels handelt. Sondern? Lediglich um den Besuch einer Ausstellung zum Thema Steinzeit, die zwar schon am 8. Oktober begonnen hat, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Medien, Unterwegs, Warenwelt & Werbung

Verlorene Illusionen: Die gar nicht mehr so wunderbaren Reisen der Sibylle Berg

Verlorene Illusionen: Die gar nicht mehr so wunderbaren Reisen der Sibylle Berg

Sibylle Berg kennt man als Dramatikerin, Autorin und polarisierende Kolumnistin. Einem breiten Publikum weniger bekannt hingegen sind ihre Reisereportagen. Das könnte sich jetzt ändern. Unter dem nicht so ganz zutreffenden Titel „Wunderbare Jahre – als wir noch die Welt bereisten“ ist eine Sammlung von Erlebnisberichten der vielgereisten Frau Berg erschienen. Der Klappentext verspricht uns Erzählungen aus einer schönen, abenteuerlichen, romantischen Welt. Wer Sibylle Bergs Werke auch nur ein bisschen kennt, kann sich allerdings schon denken, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Gesellschaft, Stadt Land Fluss, Unterwegs, Weite Welt

Kaputte Theater, alte Säcke – eine betrübliche Wanderung durch die NRW-Theaterlandschaft

Kaputte Theater, alte Säcke – eine betrübliche Wanderung durch die NRW-Theaterlandschaft

Um die nordrhein-westfälische Theaterlandschaft steht es nicht gut. In Köln und Dortmund werden die Gebäude saniert, und in beiden Städten dauert das länger als geplant. Doch wenigstens stellt hier noch keiner die Häuser als solche in Frage. In Düsseldorf hingegen, der Landeshauptstadt, ist nichts mehr sicher. Ebenfalls wird hier das Haus saniert, die Kosten der Sanierung laufen davon, und ein „kunstsinniger“ Oberbürgermeister stellt sich und seinen Genossen laut die Frage, ob das denn wirklich alles … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kultur an sich, Politik und so, Region Ruhr, Theater

Alle paar Tage ein „Album des Jahres“ – über das entgrenzte Rühmen in den Feuilletons

Alle paar Tage ein „Album des Jahres“ – über das entgrenzte Rühmen in den Feuilletons

Vielfach wurde und wird dieser Tage Leonard Cohens neues Album „You Want it Darker“ besprochen, und zwar zu allermeist feierlich, ja hymnisch, als wäre es ein quasi-religiöses, jedenfalls transzendentes Ereignis. Tatsächlich hat der in Würde gealterte große Meister mit letzten verbliebenen Kräften eine verehrungswürdige, berührende Platte geschaffen. Insofern ist all das Rühmen in diesem Falle sicherlich angebracht. Manche halten ja auch Leonard Cohen – und nicht so sehr Bob Dylan – für den wahren Anwärter auf … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kultur an sich, Medien, Rock & Pop, Stilfragen, Warenwelt & Werbung