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Die besondere Kraft des Körpertheaters – ein sommerliches Festival in Essen

Die besondere Kraft des Körpertheaters – ein sommerliches Festival in Essen

In Großbritannien ist der Begriff „physical theatre“ eine feste Größe für alles, was sich bewegt, also weder reiner Tanz noch reines Schauspiel ist. Körpertheater – wenn man so will. Die Folkwang-Hochschule ist ein Beispiel für die Lehre dazu. Im Essener Maschinenhaus findet (erst) seit 2012 die „Internationale Plattform Physical Theatre“ statt. Begründet wurden die Tage internationalen Ausdrucks von Fabian Sattler (Vorstand des Maschinenhauses) und Thomas Stick (Studiengang der Universität Folkwang). Unter dem Titel „Full Spin“ entstand … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Leibesübungen, Region Ruhr, Theater

Die Pranke des wilden Bären: Denis Matsuev in der Philharmonie Essen

Die Pranke des wilden Bären: Denis Matsuev in der Philharmonie Essen

Aber holla: Wenn Denis Leonidovich Matsuev auftritt, gibt’s für den Steinway kein Pardon. Der in Irkutsk geborene und von seinem Vater unterrichtete Russe verkörpert Eigenschaften, die man gemeinhin mit der „russischen Schule“ verbindet: stählerne Energie, gewaltiger Ton, dräuende Romantik. Und dazu phänomenale Treffsicherheit in Skalen, Grifffolgen, Oktavparallelen und was derlei virtuoses Handwerk noch mehr ist. Ein amerikanischer Kritiker schrieb über ein Matsuev-Konzert, er habe in seiner fast sechzigjährigen Laufbahn noch nie ein Klavier so laut gespielt … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Musik & Konzert

Der Triumph des Absurden: Bohuslav Martinůs „Julietta“ an der Oper Frankfurt

Der Triumph des Absurden: Bohuslav Martinůs „Julietta“ an der Oper Frankfurt

Traum oder Realität? Erinnerung oder Fiktion? Tatsache oder Vorstellung? Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind, wenn man in eine Stadt kommt, in der alle Bewohner ihre Erinnerung verloren haben. In der Vergangenheit nicht existiert. In der Geschichte synthetisch wird, nicht zu unterscheiden von bloßer Erfindung oder gar verkaufter Erinnerung. Bohuslav Martinůs Oper „Juliette ou La Clé des songes“ greift im Gewand des Surrealen, des Traumes, ein erkenntnistheoretisches Problem auf, über das wohl schon … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Oper & Ballett

Weltexklusiv: Nichts über die Hitzewelle, nichts über Griechenland

Weltexklusiv: Nichts über die Hitzewelle, nichts über Griechenland

Wir wissen eben, was wir unseren Leser(inne)n schuldig sind. Daher hier keine einzige Zeile über etwaige Hitzerekorde und keine Spekulationen über Griechenland. Nun erwarten wir demütig Dankschreiben aus aller Welt. … Den ganzen Artikel lesen »

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Grüne Oasen zwischen den Städten

Grüne Oasen zwischen den Städten

Die historischen Wandervereine aus Sauerland, Eifel und anderen deutschen Mittelgebirgsregionen haben so ihre Probleme mit dem Image und dem Nachwuchs, aber das ändert nichts daran, dass Wandern immer neue Freunde gewinnt. Wer dann auf eigene Faust loszieht, der sucht passende Begleiter in Buchform. Die findet man für viele Gegenden im Düsseldorfer Droste-Verlag, zum Beispiel mit dem Freizeitführer für den Ennepe-Ruhr-Kreis. Unter dem Motto „Grüne Oasen zwischen den Städten“ werden darin 20 Wanderungen beschrieben. Der Autor – oder … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Natur, Region Ruhr, Stadt Land Fluss

Super-Virtuoses, ironisch gebrochen: Marc-André Hamelin brilliert in Mülheim

Super-Virtuoses, ironisch gebrochen: Marc-André Hamelin brilliert in Mülheim

Seit 1997 tritt Marc-André Hamelin immer wieder beim Klavier-Festival Ruhr auf; 2013 war er dessen Preisträger. Jetzt kam der kanadische Virtuose zurück und spielte in Mülheim ein atemberaubendes Programm ohne jeden Show-Effekt. Bei ihm steht die Musik im Zentrum, nichts anderes. Und wer käme einem genuinen Musiker mehr entgegen als Mozart? Die D-Dur-Sonate KV 576, für andere vielleicht ein „Einspielstück“, wird von Anfang an in seriösem Ernst gefasst: Keine Koketterie im „Jagdthema“ des Beginns, klare Sicht … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Musik & Konzert

Ohne Wachstum und gewaltfrei leben: „Das konvivialistische Manifest“

Ohne Wachstum und gewaltfrei leben: „Das konvivialistische Manifest“

Eine neue Zeit der Manifeste scheint gekommen. Nach Stéphane Hessels manifestartigem Pamphlet „Empört Euch!“ und dem „Akzelerationistischen Manifest“ erschien im September 2014 in deutscher Übersetzung „Das konvivialistische Manifest“, das inzwischen mehr als 2.500 Unterzeichner gefunden hat. Seit Ivan Illichs Veröffentlichung von „Tools of Conviviality“ (dt.: „Selbstbegrenzung. Eine politische Kritik der Technik“, 1975) ist Konvivialität im politisch/soziologischen Diskurs – mehr noch im anglo- und frankophonen Bereich als in Deutschland – ein fester Begriff. Ein Jahr vor Illichs … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Gesellschaft, Literatur, Philosophie, Politik und so, Utopien, Warenwelt & Werbung, Wirtschaft

Dosierte Energie: Benjamin Moser beim Klavier-Festival Ruhr in Essen-Werden

Dosierte Energie: Benjamin Moser beim Klavier-Festival Ruhr in Essen-Werden

Haus Fuhr in Essen-Werden ist mit seinem intimen Saal ein idealer Veranstaltungsort für das Klavier-Festival Ruhr. Allerdings hat der Raum seine Tücken; er bildet das Spiel des Solisten sehr genau ab, verstärkt aber die Lautstärke überproportional, sobald sie über ein verhaltenes Mezzoforte hinausgeht. Dazu steht auf der Bühne ein Steinway, erfreulich präsent im Klang, aber für diesen Raum wünschte man sich manchmal einen weicher intonierenden Flügel. Benjamin Moser, nun schon zum vierten Mal beim Klavier-Festival zu … Den ganzen Artikel lesen »

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Was vom Monat übrig blieb: Das war der Juni

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Juni

Na bitte. Wer sagt’s denn! Es ist Sommer. Richtiger, echter, heißer Sommer. Und das in der Siebenschläfersonne. Da wird das tapfere Bibbern und Ausharren während der Schafskälte doch belohnt. Und das war dem Ruhrpott sein Juni: Unbehagen des Monats: verursacht die hochaktuelle Inszenierung von Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ bei den Mülheimer Stücketagen. Fundament des Monats: Noch tragen die Strukturen der Unnaer Stadtkultur. Nur wie lange noch? Es geht immer mehr um Mittelverteilung. Anstalt des Monats: Im Essener Aalto-Theater … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Kultur an sich, Region Ruhr

Neues aus dem Fegefeuer: „Die 7 Todsünden“ im Kloster Dalheim

Neues aus dem Fegefeuer: „Die 7 Todsünden“ im Kloster Dalheim

Sie haben die Ausstellung »Die 7 Todsünden« im Kloster Dalheim noch nicht gesehen? Da haben Sie etwas verpasst. Aber nur kein Neid: Überwinden Sie die Trägheit, gehen Sie einfach hin! Kleine Augen und ein eckiges Kinn, auch die Nase zeigt spitz nach oben. So sieht er aus, der Neid. Dagegen die Habgier: Eine Hakennase prangt unter Schlitzaugen, die Mundwinkel sind nach unten gezogen. Die Schweizer Künstlerin Eva Aeppli formte die »Physiognomie der Laster« an Bronze-Köpfen. Sie … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Glaubensfragen, Kunst

Wenn markante Gebäude nicht mehr ohne Weiteres fotografiert werden dürfen…

Wenn markante Gebäude nicht mehr ohne Weiteres fotografiert werden dürfen…

Ich behaupte ja gern mal, dass manchen Politikern von Berlin bis Brüssel ein gewisser Hang zur realitätsfernen Naivität nicht abgesprochen werden kann. Bei Kommissären der Europäischen Union ist das nicht anders – oder sogar noch ausgeprägter? Ein Urheberrecht ist nicht nur eine feine und absolut zu befürwortende Sache, gerade in Zeiten der Weltweitnutzung von Bildern via facebook und anderer sozialer Netzwerke. Aber man kann bei Anpassungen dieser Rechtsvorschriften an aktuelle Medialität auch derartig übers Ziel … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Architektur & Städtebau, Fotografie, Medien, Netzwelten

„Malerei als Poesie“: Miró-Ausstellung in Düsseldorf

„Malerei als Poesie“: Miró-Ausstellung in Düsseldorf

Frau, Vogel, Stern: Diese Motive bilden die Konstanten im Werk des spanischen Malers Joan Miró. Im Laufe seines Künstlerlebens (1893-1983) sind sie in seinen Gemälden immer wieder zu finden. Doch zeigt die aktuelle Ausstellung in der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf (zu sehen bis zum 27. September), wie Miró sich in seinen verschiedenen Schaffensperioden immer wieder neu erfand: Seien es seine Themen, seine Materialien oder seine Farbgebung. Die Zeit spiegelt sich in seinem Werk, mag es vordergründig … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kunst

Chancen am Borsigplatz: Der soziale Ertrag des Bierbrauens und andere Aktionen

Chancen am Borsigplatz: Der soziale Ertrag des Bierbrauens und andere Aktionen

Bei „Public Residence: Die Chance“, einem künstlerischen Experiment in der Dortmunder Nordstadt, ging es um kulturelle Teilhabe und soziale Kreativität. Das Projekt endete im Mai, soll aber nachwirken. Gastautorin Isabelle Reiff, selbst Mitglied im eingetragenen Verein „Borsig11″, zieht eine Bilanz aus Veranstaltersicht: „Das ist zynisch, dass Sie das hier machen!“ So begann ein längeres Streitgespräch, das der Künstler Frank Bölter mit einem Politiker der Linken auf dem Kleinen Borsigplatz führte. Anlass dazu bot eine eigenwillige Kunstaktion … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Gesellschaft, Kunst, Politik und so, Region Ruhr, Stadt Land Fluss, Utopien

Die Kunst, den Kern zu treffen: Zum Tod des Karikaturisten Bernd Gutzeit

Die Kunst, den Kern zu treffen: Zum Tod des Karikaturisten Bernd Gutzeit

Ein Nachruf auf den Künstler und Karikaturisten Bernd Gutzeit, verfasst von Gastautorin Ilka Heiner, der langjährigen Leiterin der WR-Lokalredaktion Schwerte: Politische Karikaturen zeichnete er seit seinen frühen Studienjahren, fast 30 Jahre lang hat er seine Kommentare für die Seite 2 der Westfälischen Rundschau (WR) mit Zeichenfeder und Pinsel festgehalten. Jetzt ist Bernd Gutzeit zwei Tage nach seinem 79. Geburtstag nach langer Krankheit in seiner Wahlheimat Schwerte gestorben. Seine Karikaturen fügten sich in der Erkenntnis, dass sich die … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kunst, Politik und so, Scherz, Satire, Ironie

Plötzlich Chef – Dirigent Kirill Petrenko wird neuer Leiter der Berliner Philharmoniker

Plötzlich Chef – Dirigent Kirill Petrenko wird neuer Leiter der Berliner Philharmoniker

Geht doch! Da haben sich die Berliner Philharmoniker still und heimlich noch einmal zusammengesetzt, angeblich nur gute zwei Stündchen beraten, und zack, einen neuen Chefdirigenten aus dem Hut gezaubert. Kirill Petrenko heißt der Glückliche, gleichermaßen Publikumsliebling in München (Staatsoper) und bei den Bayreuther Festspielen. Die Überraschung daran ist, dass sich das deutsche Vorzeigeorchester plötzlich, nach der schweren Nichtgeburt im Mai, so zügig auf ihn einigen konnte, „mit großer Mehrheit“. Petrenko wurde 1972 im russischen Omsk geboren. … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kultur an sich, Musik & Konzert, Oper & Ballett

Da weiß man, was man hat: Gabriella Wollenhaupt legt den 25. „Grappa“-Krimi vor

Da weiß man, was man hat: Gabriella Wollenhaupt legt den 25. „Grappa“-Krimi vor

Bereits zum 25. Mal schickt Gabriella Wollenhaupt ihre Maria Grappa los, damit diese gestandene Polizeireporterin über ein Verbrechen nicht nur berichtet, sondern auch zur Aufklärung wesentlich beiträgt. Im Jubiläumsband „Grappa und die stille Glut“ begegnen Maria Grappa dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit, die leider nicht nur in erotischen Tänzen münden, sondern grausame Morde nach sich ziehen. Das Sommerloch beherrscht auch das Bierstädter Tageblatt und Maria Grappa behilft sich gerade mit einer Serie über Stalking-Opfer. Bei ihr … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Literatur, Region Ruhr

Frühe Salinger-Stories erstmals auf Deutsch – ein schmales Buch von begrenztem Nutzen

Frühe Salinger-Stories erstmals auf Deutsch – ein schmales Buch von begrenztem Nutzen

Das Sujet seiner Kurzgeschichten in dem schmalen Band „Die jungen Leute“ scheint zunächst einmal wenig auffällig zu sein, handelt es sich doch um kleine Ereignisse und Begegnungen aus dem Alltag. Doch durch seine Erzählkunst gelingt es Jerome David Salinger, den Texten eine besondere Note zu geben. Zum einen zeichnet sie ein gesellschaftskritischer Blick auf das Leben aus, zum anderen braucht der Autor keine langatmigen Passagen, um die einzelnen Charaktere zu beschreiben. Das erledigen sie selbst durch … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Lebenswege, Literatur

Fieberfrei in Dortmund: Skrjabin mit Joseph Moog und den Bochumer Symphonikern

Fieberfrei in Dortmund: Skrjabin mit Joseph Moog und den Bochumer Symphonikern

Vor zehn Jahren, da war er gerade mal 17 Jahre alt, spielte Joseph Moog in einem Konzert Franz Liszts „Totentanz“ – und seine Zurückhaltung bekam Liszts abundanten Klangfantasien außerordentlich gut. Vor zwei Jahren debütierte er in Moers beim Klavier-Festival Ruhr – und überzeugte mit klug ausbalancierten Klavier-Versionen von Opernschlagern Verdis und Wagners. Nun kehrt Moog zum Tastenfeste zurück, stürzt sich im Konzerthaus Dortmund in Alexander Skrjabins mystisch-fantastisch-rauschhafte Musikwelten. Und lässt diesmal spüren, dass er an … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Musik & Konzert

Übersetzen und überleben (1): Was mache ich da eigentlich?

Übersetzen und überleben (1): Was mache ich da eigentlich?

Unsere Nachbarn denken vermutlich, mein Mann und ich seien arbeitslos. Schließlich sind wir den ganzen Tag zu Hause, außer wenn wir einkaufen oder mit dem Hund rausgehen. Direkt darauf angesprochen hat uns noch keiner – und das ist vielleicht auch besser so. Die Aussage „Ich bin freiberuflicher Übersetzer“ ruft nämlich gelegentlich Reaktionen hervor, die selbst bei einem versierten Linguisten für akute Wortinsuffizienz sorgen können und die man wohl nicht zu hören bekäme, hätte man etwas Ordentliches … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Arbeitswelt & Beruf, Gesellschaft, Sprache

Eine Lehrerin im Jahre 1852

Eine Lehrerin im Jahre 1852

Gelegentlich hört man Eltern kleiner Jungen klagen, dass nicht nur im Kindergarten, sondern auch in der folgenden Grundschule ihr Sprössling fast ausschließlich dem Wirken von Erzieherinnen ausgesetzt sei. Dabei gibt es Lehrerinnen an Schulen noch gar nicht so lange. Beispielhaft berichtet zu diesem Thema Gerhard Solbach im Märkischen Jahrbuch über die erste Lehrerin in Hattingen, und die kam erst vor gut 160 Jahren in den Schuldienst. Im „Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Arnsberg“ vom 9. Oktober … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Arbeitswelt & Beruf, Geschichte, Region Ruhr, Schule, Uni, Bildung

Familienfreuden XIX: Von endgültigen Abschieden

Familienfreuden XIX: Von endgültigen Abschieden

Heute wird es nicht ganz so freudig in den Familienfreuden. Es geht um den Tod. Fiona ist noch nicht ganz drei Jahre alt – aber das Thema Sterben ist für sie schon präsent. Es gibt viele wunderschöne Momente, unbezahlbare, leuchtende, die wir mit Fiona erleben. Dann auch nervige. Ärgerliche. Traurige. Aber bei dem Thema Tod merke ich, dass ich vor allem eins bin: verunsichert. Wie soll man mit einem kleinen Kind darüber reden? Was kann man … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Bekenntnisse, Kinderzeiten, Lebenswege

Die Erkundung der Elemente: Tanztheater Cordula Nolte ganz „natürlich“

Die Erkundung der Elemente: Tanztheater Cordula Nolte ganz „natürlich“

„Natürlich“, „biologisch“, „organisch“ – die Adjektive sind zu Schlagworten der Werbung geworden, denen man kaum mehr vertrauen mag. Was bedeutet das wirklich: Natürlichkeit? Das Dortmunder Tanztheater Cordula Nolte geht mit seinem neuesten Stück „natürlich“ an die Basis und erforscht tänzerisch die vier Elemente. Feuer, Wasser, Luft und Erde – natürlicher geht es nicht. Wie fühlen wir uns in den Elementen? Was machen sie mit uns? Und was passiert, wenn sie fehlen? Um das herauszufinden, hat sich … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Tanz, Theater

Endlich! Der Klimawandel kredenzt uns edlen Emschertal-Wein aus Dortmund

Endlich! Der Klimawandel kredenzt uns edlen Emschertal-Wein aus Dortmund

Historisches Ereignis in Dortmund. Wir zitieren aus einer Pressemitteilung der Emschergenossenschaft: „Der erste seit dem Mittelalter in Dortmund angebaute Wein ist gekeltert und abgefüllt“. Da staunt man offenen Mundes. Seit vielen Jahrhunderten gab’s hier keinen ortswüchsigen Rebensaft mehr – und jetzt sind wir ergriffene Zeitzeugen, wenn die Weinseligkeit endlich fröhliche Urständ’ feiert, und zwar mit einem Gewächs, das da diesen klingenden Namen trägt: „Neues Emschertal – Phoenix 2014″. Viel mehr noch: Besagte Emschergenossenschaft, sonst hauptsächlich für … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kulinarisches, Natur, Region Ruhr, Stadt Land Fluss

Europäische Erstaufführung: Ruhrfestpiele mit Taboris Frühwerk „Flucht nach Ägypten“

Europäische Erstaufführung: Ruhrfestpiele mit Taboris Frühwerk „Flucht nach Ägypten“

Zum Abschluss der Ruhrfestspiele hat Intendant Frank Hoffmann noch ein Bonbon für Theaterfreunde: die europäische Erstaufführung eines Tabori-Stücks, das Erstlingswerk des großen Theatermannes. Schon 2012 hatte Hoffmann sich als Theater-Archäologe ums Werk von George Tabori verdient gemacht und dessen „Abendschau“ in Recklinghausen uraufgeführt. Nun bringt er die „Flucht nach Ägypten“ auf eine deutsche Bühne – ein Stück, das Tabori in der Hoffnung auf eine spätere Verfilmung geschrieben hatte, das bei seiner Uraufführung 1952 in der Regie … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Theater

Rascher Rückzug, gespenstisch geräuschlos: Dortmunds Museums-Chef Kurt Wettengl geht

Rascher Rückzug, gespenstisch geräuschlos: Dortmunds Museums-Chef Kurt Wettengl geht

Nicht ohne Verwunderung ist zu berichten vom überraschend plötzlichen, äußerlich nahezu gespenstisch geräuschlosen Abschied des Ostwall-Museumschefs im Dortmunder „U“, Prof. Kurt Wettengl. Gestern verbreitete die Stadt Dortmund die offenbar brandeilige Nachricht, dass Prof. Wettengl (Jahrgang 1954) seine Museumstätigkeit bereits „Mitte Juni“ beenden werde. Ohne offizielle Verabschiedung Schon heute war sein letzter Arbeitstag. Laut „Ruhrnachrichten“ soll es nicht einmal eine offizielle Verabschiedung geben. Seltsam genug. Was wohl hinter den Kulissen geschehen ist? Man muss Konflikte vermuten. Wettengl wollte zu dem … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kunst, Region Ruhr, Stilfragen

Recht viel beachtliches Theater – eine subjektive Bilanz zu den Ruhrfestspielen

Recht viel beachtliches Theater – eine subjektive Bilanz zu den Ruhrfestspielen

Die Ruhrfestspiele neigen sich ihrem Ende entgegen. Isabella Rosselini und die Jungfrau von Orleans werden noch im Großen Haus auftreten, doch die bilanzierende Abschlußpressekonferenz ist bereits angesetzt. Dort wird in Zahlen dargelegt, wie erfolgreich auch in diesem Jahr wieder das Traditionsfestival war – nehmen wir jedenfalls an und behaupten auch nichts anderes. So gilt es nun, die Frage zu stellen: Wie war denn dieses „tête-à-tête“ so? War es überhaupt eins? „Ein dramatisches Rendezvous mit Frankreich“, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Region Ruhr, Theater

Als Winnetou bleibt er unsterblich: Abschied vom Schauspieler Pierre Brice

Als Winnetou bleibt er unsterblich: Abschied vom Schauspieler Pierre Brice

Pierre Louis Baron Le Bris ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Hierzulande kannte man ihn nur als den perfekt en allemand parlierenden Pierre Brice mit dem netten „fransösischen“ Akzent. Noch besser kannten wir ihn als den ebenso perfekten Darsteller des Winnetou, der neben Lex Barker blutsbrüderlich durch die karstige Film-Landschaft Kroatiens ritt. Beide sind nun in den ewigen Jagdgründen, wie man so sagt. Aber wie kaum ein anderer hinterlässt Pierre Brice bei seinen deutschen Fans … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fernsehen, Festivals, Kino, Lebenswege

Ballonfahrt, Boheme und untröstliche Trauer: Julian Barnes‘ Buch „Lebensstufen“

Ballonfahrt, Boheme und untröstliche Trauer: Julian Barnes‘ Buch „Lebensstufen“

Der Name der ebenso ruhmreichen wie exzentrischen Schauspielerin Sarah Bernhardt ist Kultursinnigen ja bereits öfter begegnet. Aber wer hat schon von den Herren Burnaby und Tournachon gehört? Um ein Rätsel gleich zu lösen: Es handelt sich um zwei passionierte Pioniere des Ballonfahrens nach 1860. Noch viel schöner klingt freilich die Bezeichnung Aeronauten. Da spürt man mehr als nur einen Hauch von Zukunft und großem Versprechen. Mit dieser Zeit vormals ungeahnter, allerdings stets gefährdeter Freiheit in luftiger Höhe … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Lebenswege, Literatur

„Die Nashörner“ bei den Ruhrfestspielen: Spielstark und bedeutungsarm

„Die Nashörner“ bei den Ruhrfestspielen: Spielstark und bedeutungsarm

Der Vorhang bleibt geschlossen, den ganzen ersten Akt lang. Stattdessen disputieren Behringer und Hans in Reihe 8, mitten im Publikum, was sie da gesehen haben: indische einhornige oder afrikanische zweihornige Nashörner. Bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen hat sich Intendant Frank Hoffmann „Die Nashörner“ von Eugène Ionesco vorgenommen, das beliebteste Stück des rumänisch-französischen Dramatikers und ein Klassiker des absurden Theaters. Auf der Bühne bzw. mitten im Publikum: Wolfram Koch (neuer „Tatort“-Kommissar in Frankfurt) und Samuel Finzi, das Dreamteam … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Theater

Nixen im Badezuber – Dvoráks Oper „Rusalka“ findet in Essen den Weg in die Psychiatrie

Nixen im Badezuber – Dvoráks Oper „Rusalka“ findet in Essen den Weg in die Psychiatrie

Da bringt die junge Braut ihren Zukünftigen um. Weil sie den schlimmen Finger im erotischen Techtelmechtel mit einer anderen erwischt hat. Für ihn war das eine Art Flucht: weg von einem Wesen, das ebenso faszinierend wie rätselhaft ist, spröde und stumm wie ein Fisch, hin zu einer richtigen Frau.  Derartiges kommt in den besten Familien vor. Selbst in jenen der vorletzten Jahrhundertwende, im großbürgerlichen Gefüge des Fin de Siècle. Zu jener Zeit also, als Sigmund Freud … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Oper & Ballett, Psychologie, Theater