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Was vom Monat übrig blieb – das war der Dezember

Überlebt. Mal wieder. Nach der Jahrtausendwende dies schon die zweite angekündigte Apokalypse, die unspektakulär an uns vorüberging. Nun – es war von vornherein fraglich, ob der Termin überhaupt gehalten werden konnte. Wie bei allen Großvorhaben war wahrscheinlich wieder alles teurer als geplant. Überlebt haben auch der Weihnachtsmann und seine engelsgleichen Gehilfen den allseits grassierenden Wahnsinn der letzten Wochen. Zeit, um zurückzublicken – das war dem Ruhrpott sein Dezember.

Weihnachtsmann mit Muschel im Schnee

Überraschung des Monats: Zum Schnapszahlen-Datum servierte der Ruhrpott-Himmel Schnee. Winter kommt immer so überraschend – vor allem für die Verkehrsbetriebe. Aber so trifft man auch andere Mütter mal wieder. Im Verkehrschaos auf der “Kiss and Ride”-Spur vor der Schule.

Kalender des Monats: Mit einem tollen, liebevoll gestaltetem “Dem Ruhrpott sein Adventskalender” schenkte Juli von Heimatpottential ihren Lesern 24 Tage lang ein Lächeln und weihnachtliche Vorfreude.

Kurzschlußreaktion des Monats: Bei S04 brennt der Baum oder sagen wir es mit dem Fensterrentner aus GE-Buer: “Et iss keine Ergebniskrise. Et iss ne Stevens-in-Panik-feuern-un-trotzdem-verkacken-Krise!”

Katastrophe des Monats: Aus für Opel

Angebot des Monats: Wer heiratet, darf gratis ins Theater.

Premiere des Monats: Für Nadine Albachs kleine Tochter war alles rund um Weihnachten ein erstes Mal. Familienfreuden von der schönsten Seite.

Zwitter des Monats: Gelungene Version von “Ariadne auf Naxos” im Essener Aalto-Musiktheater.

Vorfälle des Monats: Von Trümmern über Rattengift zum Nikolaus beobachtete Bernd Berke wieder einiges Denkwürdige.

Panoptikum des Monats: Enzensberger rät zur Gelassenheit.

Würdigung des Monats: Bernd Berke erinnert an den früheren Bochumer Professor und Germanisten Jochen Schulte-Sasse, der im Dezember in den USA starb.

Richtfest des Monats: Traumhäuser gibt es erst später. Uraufführung von Lutz Hübners Stück Richtfest am Schauspielhaus Bochum.

Trotzreaktion des Monats: Das Theater Hagen macht weiter. Obwohl immer weniger Geld zur Verfügung steht.

Neufassung des Monats: Die Inszenierung des Don Carlos am Gelsenkirchener Musiktheater erregt Aufsehen über die Grenzen des Reviers hinaus.

Krach des Monats: Die toten Hosen gaben zwei Weihnachtskonzerte in den Westfalenhallen und der geneigte Fan nutzte die Möglichkeit, Weihnachtsballast abzuwerfen.

Lied des Monats: Maya hi, Maya-ho, Maya-haha

(Dieser Rückblick erhebt wie immer keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Über ergänzende Höhepunkte des Monats freuen wir uns in den Kommentaren jederzeit. Wir wünschen allen eine schicke Silvesterfeier und auf Wiederlesen im neuen Jahr).

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3 Antworten zu "Was vom Monat übrig blieb – das war der Dezember"

  1. Hans Hermann Pöpsel sagt:

    Ob das Aus für Opel wirklich eine Katastrophe ist, wird sich noch erweisen. Bei Nokia hat man auch den Weltuntergang befürchtet. Autoproduktion ist in Mitteleuropa wahrscheinlich zu teuer und wird aussterben. Das ist auch eine Chance, denke ich.

  2. Britta Langhoff sagt:

    Ich hoffe sehr, Du behältst Recht. Auf der einen Seite denke ich, dass eine Stadt wie Bochum vielleicht einen Weggang – wie Nokia – verkraften konnte, aber vielleicht keine zwei. Und dass an Opel auch noch viel mehr dran hängt, wie die ganzen kleinen Autozulieferer. Auf der anderen Seite sehe ich auch, dass es eine Chance sein kann, gerade weil es ja ein Ende mit zeitiger Ansage ist. Hoffentlich wird diese Chance genutzt !

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