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Was vom Monat übrig blieb: Das war der Mai

Nicht jeder Klatsch blühte so schön wie dieser Mohn.

 

 

 

 

Ein Rückblick auf „dem Ruhrpott sein Mai“.

Trennungsklage des Monats: Der Opernehe Duisburg-Düsseldorf droht das Aus.

Satz des Monats: It’s good to be able to vote and to have a choice. (©Anke Engelke bei der Punktevergabe der deutschen Jury zum ESC in Baku)

Premiere des Monats: Der BVB holt das Double und feierte einen langen Tag der großen Gesten. Der Pott bleibt somit im Pott und die Schwarz-Gelben dürften somit für längere Zeit die Letzten sein, die es in Berlin schafften, jubelnd abzuheben.

Ergebnis des Monats: Der Wähler hat entschieden. („Bedauerlicherweise“, mag einer denken.) Im neu gewählten Düsseldorfer Landtag machen sich jetzt auch die Piraten an die Arbyte.

Dank des Monats: Norbert Röttgen war der beste Wahlkämpfer, den die FDP je hatte.

Konsequenz des Monats: „Wenn die Wölfe näher kommen, muss einer vom Schlitten.“ (russisches Sprichwort, in Szene gesetzt von Frau Merkel, die ihren bisher Klügsten umgehend vom Netz nahm)

Erinnerung des Monats: Das Essener Grillo Theater zeigt Peter Weiss‘ „Ästhetik des Widerstands„, versehen mit dem Anspruch, das Monumentalwerk vor dem Vergessen zu bewahren.

Frage des Monats: Wie gut können wir noch ohne das Internet ?

Reise des Monats: Bei den bisher wenig experimentierfreudig vor sich hin dümpelnden Ruhrfestspielen wagen Katja Riemann und Arne Jansen eine Winterreise im Mai.

Plan des Monats: Wir überlegen, zum Ausgabepreis von 38 Dollar an die Börse zu gehen. Da wüssten die Anleger wenigstens, dass ihr verbranntes Geld im Pott geblieben ist.

Flinke Finger des Monats: „Fulminant wuchtiger und elegant pianistischer Auftakt“ beim Klavierfestival Ruhr.

Fernsehabend des Monats: Freie Farbenwahl in der NRW-Wahlarena.

Ankündigung des Monats: Ich werde keinen Zafira fahren, der nicht in Bochum gebaut wurde. Die Befürchtung, dass ich diese Androhung wahrmachen muss, rückt immer näher.

Zoff des Monats: Die Landesregierung und der „Wir-in-NRW-Blog“ wehren sich gegen Vorwürfe der Bestechlichkeit. Das Medienecho ist groß. Keine Sternstunde für die NRW-Bloggerszene. Übrigens: Die Revierpassagen haben „Wir in NRW“ vorübergehend aus der Blogroll genommen – bis zur Klärung der Vorwürfe.

Familiengeschichte des Monats: Zeruya Shalev beeindruckt mit „Für den Rest des Lebens“.

Tauschbörse des Monats: Bochum soll im Tausch gegen die Finanzierung des Musikzentrums die Jahrhunderthalle übernehmen.

Sehnsucht des Monats: Die Neue Philharmonie Westfalen führt Dvoraks Märchenoper „Rusalka“ in Gelsenkirchen auf.

Festival des Monats: Viel Neues, aber wenig Epochales auf dem MoersFestival.

Posse des Monats: In einer holsteinischen Kate fand sich noch ein allerletztes Fass Tinte. Günter Grass schrieb mal wieder das, was er ein Gedicht nennt, erreichte aber nur einen Streit in den Printmedien, der an Absurdität seinesgleichen suchte und den Satirikern des Landes einen Spiegel vorhielt.

Dieser Rückblick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Über ergänzende Höhepunkte des Monats freuen wir uns in den Kommentaren jederzeit.

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