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Was vom Monat übrig blieb: Das war der April

Was vom Monat übrig blieb: Das war der April

Zu lange wohl ließ das Frühlingswetter auf sich warten. Kaum waren sie da, die ersten Sonnenstrahlen, da regierte nicht etwa laue Milde, nein – es überschlugen sich die Ereignisse und die Gemüter erhitzten sich allerorten. Von der Pyramide des Grauens über transferierte Haare und Götzen zu entzauberten Wurstfabrikanten. Schön, dass es wenigstens ein Wunder gab, das alle freudig einte. Und so war dem Ruhrpott sein April: Serie des Monats: Nach der Redaktion der Westfälischen Rundschau Dortmund erwischt … Den ganzen Artikel lesen »

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Was vom Monat übrig blieb: Das war der März

Was vom Monat übrig blieb: Das war der März

Recht bedröppelt schaut es drein, unser Osterlamm. Kein Wunder, war es doch sogar an Weihnachten wärmer als jetzt an den Osterfeiertagen. Immerhin: Diese Nacht wurde auf Sommerzeit umgestellt. Das ist doch schon mal was, eine Stunde mehr Tageslicht zum Schneeschüppen.  Und so war dem Ruhrpott sein März: Besuch des Monats: Die Wiener Symphoniker bewiesen in Essen souveräne Könnerschaft, geizten aber auch nicht mit Strauss-Polkas als Sorgenkiller und Stimmungsraketen! Gefällt mir des Monats: Eva Schmidt gab der Ausstellung des Fotokünstlers … Den ganzen Artikel lesen »

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Der neue Papst setzt Zeichen: Mit dem Bus ins Gästehaus

Der neue Papst setzt Zeichen: Mit dem Bus ins Gästehaus

Bei den Fernsehleuten herrschte eher Gelassenheit: Eine Diskussionsrunde mit der spekulativen Frage nach persönlichen Favoriten, ein paar Bilder von Menschen unter Regenschirmen auf dem Petersplatz, immer wieder der Schornstein über der Sixtinischen Kapelle, von Scheinwerfern angestrahlt. Und dann, um 19.05 Uhr, Rauch, dichter weißer Rauch. Eine schnelle Entscheidung, mit der kaum jemand unter den Wartenden gerechnet hatte: Schon im fünften Wahlgang war der neue Papst gewählt – eines der kürzesten Konklave der Kirchengeschichte. Eine gute Stunde … Den ganzen Artikel lesen »

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Was vom Monat übrig blieb: Das war der Februar

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Februar

Zahl des Monats: 0,7. Und zwar 0,7 Stunden pro Tag Sonnenscheindauer im Durchschnitt in diesem Winter in Dortmund. Das sind 56,4 % weniger als das sogenannte Wintersoll. Gut, dass es wenigstens ab und zu ein paar Gesellen gab, die für Aufheiterung sorgten. Das war dem Ruhrpott sein Februar: Zombie des Monats: Die westfälische Rundschau als beliebiges Mischprodukt . Hahnenkampf des Monats: Schluchzende tenorale Liebesständchen waren bei der Aufführung des Troubadour im Theater Dortmund zu vernehmen. Klassenkampf des Monats: Das … Den ganzen Artikel lesen »

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Was vom Monat übrig blieb: Das war der Januar

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Januar

Man kann beim besten Willen nicht sagen, dass 2013 gut anfing für das Ruhrgebiet. Neben den neuesten Schreckensnachrichten vom Bochumer Opel-Werk entsetzte vor allem die brüske Schließung der Rundschau-Redaktion. Das war dem Ruhrpott sein Januar: Thema des Monats: Dortmund und sein Umland verlieren mit der “Westfälischen Rundschau” ein Traditionsblatt. Bernd Berke berichtet dazu umfassend, kenntnisreich und auch persönlich bewegt. In seinen Artikeln findet man auch alle weiterführenden Links, daher in diesem Rückblick die Beschränkung auf die … Den ganzen Artikel lesen »

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Frohe Weihnachten!

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Gemein: Welt geht heute unter!

Gemein: Welt geht heute unter!

Die Revierpassagen verabschieden sich hier schon mal vorsorglich von ihren Leserinnen und Lesern. Es war schön mit Ihnen und mit Euch. Aber nun heißt es wohl Abschied nehmen, denn am 21. Dezember 2012 geht bekanntlich mal wieder die Welt unter. Ach ja. Mit Frau Welt war es ja – cum grano salis gesprochen – oft auch recht schön. Wie man’s auch wendet: Das Thema ist der Internet-Hype dieser Tage und hat sich hie und da bis … Den ganzen Artikel lesen »

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Traumhaus, später: Lutz Hübners “Richtfest” am Schauspielhaus Bochum uraufgeführt

Traumhaus, später: Lutz Hübners “Richtfest” am Schauspielhaus Bochum uraufgeführt

Wohnst du noch oder lebst du schon zusammen? Die Baugemeinschaft als soziales Experiment eignet sich perfekt als Stoff für die Bühne. Von sozialbewegt über großbürgerlich bis yuppiehaft reichen die unterschiedlichen Lebensstile der sechs Parteien, die sich unter dem Dach ihres neuen Traumhauses harmonisch vereinen wollen. Das Desaster ist selbstredend programmiert, denn zum „Richtfest“, so der Titel des neuesten Stückes von Lutz Hübner, kommt es nicht. Vorher haben sich die Mitglieder der Eigentümergemeinschaft unter der Regie von … Den ganzen Artikel lesen »

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Misstöne und orchestrale Pracht – Die Jubiläumsgala der Dortmunder Philharmoniker

Misstöne und orchestrale Pracht – Die Jubiläumsgala der Dortmunder Philharmoniker

Selten dürfte einem Festredner weniger zu seinem Thema eingefallen sein. Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, schien das heimische Philharmonische Orchester fremder als der Mond, als er die Jubiläumsgala im Konzerthaus mit einem Grußwort eröffnete. Dabei hätte es zum 125-jährigen Bestehen dieses Klangkörpers viel zu sagen gegeben. Sierau hätte über die Bedeutung der Philharmoniker für die Stadt sprechen können, hätte würdigen können, wie viel die Profimusiker auch abseits von Operngraben und Konzerthausbühne leisten und wie viele … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Musik & Konzert

Was vom Monat übrig blieb – das war der September

Was vom Monat übrig blieb – das war der September

Am Ende des Monats hielt das Ruhrgebiet kollektiv die Luft an. Eine riesige Giftwolke, entstanden bei einem Großbrand in Krefeld, zog übers gesamte Revier. War aber nicht gefährlich. Hieß es. Das beruhigt. Ein Rückblick auf dem Ruhrpott sein September. Zahl des Monats: 13. Mit dem dreizehnten Kapitel legt Martin Walser einen streckenweise virtuosen Briefroman vor. Verschwendung des Monats: Im Schwarzbuch 2012 des Steuerzahlerbunds finden sich so einige Treffer aus dem Ruhrgebiet, so das Fußballmuseum in Dortmund und das … Den ganzen Artikel lesen »

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Vom Fluch frühen Ruhms: Der Pianist Jan Lisiecki im Konzerthaus Dortmund

Vom Fluch frühen Ruhms: Der Pianist Jan Lisiecki im Konzerthaus Dortmund

Scheu vor seinem Publikum kennt Jan Lisiecki offenbar nicht. Mit volltönender Stimme, die im Konzerthaus Dortmund auch ohne Mikrofon bis in die letzten Reihen dringt, erläutert der 17-jährige Pianist kurz sein Programm, bevor er sich an den Flügel setzt. Das wirkt souverän und weckt Sympathien, die der Blondschopf als neuer Nachwuchskünstler in der Reihe „Junge Wilde“ ohnehin auf seiner Seite haben dürfte. Ein Kinderspiel ist Lisieckis Auftritt deshalb noch lange nicht. Denn er stellt sich im … Den ganzen Artikel lesen »

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Wagner, Maazel, Tristan: In Essen feiert man den „Meister“ etwas anders

Wagner, Maazel, Tristan: In Essen feiert man den „Meister“ etwas anders

Richard Wagner wird 2013 erwartungsgemäß groß gefeiert. Ringe beginnen und Ringe enden, allenthalben eifern Regisseure zu zeigen, was noch nie erschaut, versuchen Dirigenten aus den Partituren zu lesen, was noch nie erlauscht. Staatsopern beschäftigen sich mit den Haupt- und Staatsaktionen der Wagner-Bühne. Den Rest überlässt man den Kleinen und schürt damit das von den Wagner-Vergötterern der Bayreuther Kreise propagierte Vorurteil, erst ab dem „Holländer“ beginne der „echte“ Wagner. So wird es grad ein wenig „Rienzi“ geben … Den ganzen Artikel lesen »

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Im dunklen Bauch der Sprache: Orffs „Prometheus“ bei der Ruhrtriennale

Im dunklen Bauch der Sprache: Orffs „Prometheus“ bei der Ruhrtriennale

Selten ist man einer fremden Sprache so ausgesetzt wie an diesem Abend: Vielleicht kennen einige das Gefühl, wie schwierig es auf Reisen sein kann, sich in einem unbekannten Zeichensystem zurechtzufinden. Doch die Erfahrung, im dunklen Bauch einer ehemaligen Industriehalle zu sitzen und zwei Stunden mit der fremdartigen Melodie des Altgriechischen von Carl Orffs „Prometheus“ konfrontiert zu werden, ist relativ einzigartig. Die Ruhrtriennale ermöglicht den eigentümlichen Selbstversuch noch bis zum 27. September in der Kraftzentrale des … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Festivals, Musik & Konzert, Theater

Wir sind alle Kafka: Saisonauftakt im Düsseldorfer Schauspielhaus

70 „Kafka“-Figuren im charakteristischen schwarzen Anzug, Hut und Mantel strömen aus den ersten Sitzreihen des Zuschauerraums auf die Bühne und nehmen an der Rampe Aufstellung. Unter ihnen Josef K. „Ich bin Josef K., Prokurist“, sagt er – diesen Satz wird man in den nächsten drei Stunden noch öfter von ihm hören. Denn viel mehr weiß er nicht über sein Leben… … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Literatur, Theater

Ahnung und Geheimnis: Franz Schrekers „Der Schatzgräber“ in Amsterdam

Ahnung und Geheimnis: Franz Schrekers „Der Schatzgräber“ in Amsterdam

Den großen Schatz, des Lebens Hort, alles Sehnens Ziel: Elis, der Schatzgräber, grüb‘ ihn gern. Doch: Was dieser Schatz auch sei, Franz Schreker lässt den Zuschauer seiner Oper mit dem Rätselwort allein. Ein typischer Zug der Zeit und seiner selbst geschriebenen Libretti: Der Komponist, der zwischen 1915 und 1933 zu den Stars des deutschen Musiktheaters gehörte, hüllt seine Sujets gerne in Ahnungen, gibt dem deutenden Geist Raum, lädt dazu ein, ihnen ihr Geheimnis zu entreißen. … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Oper & Ballett

Was vom Monat übrig blieb – das war der August

Was vom Monat übrig blieb – das war der August

Schirme liegen weiterhin im Trend. Als Rettungsinstrument nicht kaputtzukriegen. Im vergangenen Monat mussten sie wenigstens selten vor Regen schützen. Ein Rückblick auf dem Ruhrpott sein August. Wort des Monats: Last Minute Sommer. Debüt des Monats: Die im Ruhrgebiet lebende Autorin Andrea Ecker beeindruckt mit ihrem Roman-Debüt „Lichtwechsel“ . Korrespondent des Monats: Werner Häußner berichtet in den Revierpassagen von allen wichtigen Festspielen. Tanz des Monats: Das Museum Ostwall im Dortmunder U zeigt Fluxus-Kunst. Satz des Monats: Wege entstehen dadurch, dass man sie … Den ganzen Artikel lesen »

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Festspiel-Passagen III: Liebe in Zeiten der Datenströme

Festspiel-Passagen III: Liebe in Zeiten der Datenströme

Jan Philipp Gloger ist 31 und damit aus einer Generation, die mit Matrix, Modem und Microsoft aufgewachsen ist. Er war noch ein Kind, als die alten Blöcke des Kalten Krieges von den neuen Fronten der Globalisierung und des Neoliberalismus abgelöst wurden. Die Welt, die ihm sein Bühnenbildner Christof Hetzer für den „Fliegenden Holländer“ auf der Bayreuther Festspielbühne gestaltet, ist die Welt dieser Kinder. Ein magisch flackerndes Gefängnis, gebildet aus Prozessoren und Platinen, Lichtbändern und Zählwerken. … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Festivals, Oper & Ballett

Grandiose Deutung: “Don Giovanni” an der Rheinoper

Wer – oder was – ist Don Juan? Die Frage hat die geistige Welt schon umgetrieben, als Tirso de Molina sein barockes Spiel vom bestraften Wüstling verfasst und auf die Bühne gestellt hat. Seither hat Don Juan eine Weltkarriere gemacht: Es gibt tausende von literarischen Werken, Dutzende von Opern und hunderte von Büchern über die Gestalt, deren historisches Werden ebenso im Dunkel liegt wie die inneren Schichten seiner Seele. Spätestens seit Wolfgang Amadé Mozart, seit E.T.A. Hoffmann und Søren Kierkegaard ist der Don-Juan-Stoff mit Musik verbunden. Don Giovanni ist ein idealer Opernheld, denn seine Uneindeutigkeit und sein wesenloses Sein, seine symbolische Kraft und seine sinnliche Existenz lassen sich in und mit Musik – zumal, wenn ein Mozart am Werke ist – am sinnenfälligsten einkreisen. Kein Wunder also, dass sich die geistige … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Oper & Ballett

Wahl-Düsseldorfer Bildhauer Imi Knoebel ausgezeichnet

Der deutsche Maler und Bildhauer Imi Knoebel wird mit dem Kythera-Preis der gleichnamigen Kulturstiftung unter dem Vorsitz ihrer Gründerin Gabriele Henkel ausgezeichnet. „Es käme Verkennung gleich, in den Arbeiten Knoebels das formal Unbeschwerte, ein reines Spiel der Flächen, Figuren und Formen oder gar das Dekorative und ästhetisch Unverbindliche absolut zu setzen“, so die Jury. Sie hebt insbesondere seine für die Kathedrale von Reims entworfenen sechs Fenster hervor, die 2011 fertig gestellt wurden und sich in der Nord- und Südkapelle seitlich des 1974 geschaffenen Chagall-Fensters befinden. Mit Knoebel wird erstmals ein bildender Künstler ausgezeichnet, der in direktem Bezug mit dem Stiftungsort Düsseldorf steht. Die in Düsseldorf ansässige Kythera-Kulturstiftung wurde 2001 gegründet und würdigt mit ihrem Preis Künstler, die einen Beitrag zur Vermittlung der romanischen Kultur in Deutschland und umgekehrt geleistet haben. Die Auszeichnung … Den ganzen Artikel lesen »

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Essen und gegessen werden

Essen und gegessen werden

Das Verfahren hat sich bewährt: Man nehme einen ortsspezifischen Ort und rufe Kunstschaffende zur Einreichung ortspezifischer Werke auf. Dem Ort tut das gut, weil er in der Regel nicht gerade im Brennpunkt öffentlichen Interesses steht. Vielmehr gilt häufig das Prinzip „bring in the Clowns.“ Mit andern Worten: Wenn die Abrissbirne bereits Anlauf nimmt, holt die Künstler! So kommt man nochmal in die Zeitung und wird vieler schöner Synergieeffekte teilhaftig. Den KünstlerInnen tut das auch gut, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Kunst, Natur

Und ewig grüßt das Facebook-Tier

Und ewig grüßt das Facebook-Tier

Es ist Morgen. Computerlogdaten: Web 0, 17690 Langgezogene Breitengrade. Rotweinreste im System. Schwerkraft beträchtlich. Die Vögel pfeifen trotzdem. Zur Untermalung, prasselnder Regen. Auf Facebook gibts  quasselnden Regen. Da trommelts auf die Festplatte. Manchmal fühlt man sich wie Spock. Vulkanisiert. Da geht nichts mehr durch. Man ist dicht. Eine gummierte Haut schottet einen ab. Was hat man mit der Welt zu tun? Welche Welt überhaupt? Man spricht so leicht von Welt. Als ob man wüsste, was das sei. Man gibt sogar vor zu wissen, was das ist. “Die Welt zu Gast bei Freunden” – hieß … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Alltag, Bekenntnisse, Gesellschaft, Kultur an sich, Medien

Schubladen

Schubladen

Schublade auf, Schublade zu. Nochmal auf, gucken, und wieder zu. Kompaktes Format. Sehr überschaubar. Das gibt Sicherheit. Noch ein paar Nägel in die Rahmung. Man weiß ja nie was kommt. Aber man weiß, was sich in der Schublade befindet. Das weiß man. In der Schublade liegt das Vermächtnis. Man hat uns etwas vermacht, oftmals völlig ungefragt. Eine Gabe. Milde Gabe, lustige Gabe, langweilige Gabe, ärgerliche Gabe, liebevolle Gabe … Alles in die Schublade … Dort gibt es Fächer wie in Besteckkästen. Für das Süße, gibt es Kuchengabeln. Kleine Gäbelchen. Die Messer liegen … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Alltag, Gesellschaft, Lebenswege, Psychologie

FAZ: Kopf-Gevögel?

Das gewichtige Blatt liegt vor einem, ein paar Seiten umdrehen, anhalten, schauen. “Von Tätern und Opfern”…29. Mai 2011 – FAZ – Sonntagszeitung Die Protagonisten: Christoph Röhl & Tilman Jens. Der Röhl hat einen Film gemacht & der Jens ein Buch geschrieben. Das klingt dann zunächst mal alltäglich, ja wäre da nicht die Odenwaldschule. Wer sich etwas mit der Gesellschaft befasst, bei dem klingelt es sofort. Aber warum ist dieser Artikel in der Rubrik – Politik – gelandet? Eine Debatte, na ja, eher ein Streit zweier Kulturschaffender. Man hat sich in den Haaren, zieht und zerrt. Wer hat denn nun geschlampt? – der Röhl oder der Jens – oder beide? Auf jeden Fall haben sich beide Protagonisten an das Thema – Missbrauch – gewagt, der eine ( Tilman Jens ) befasst sich mit den Tätern, der andere ( … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Gesellschaft, Kultur an sich, Medien, Psychologie

Bad Painting. Zu den Offenbacher “Kunstansichten”

Bad Painting. Zu den Offenbacher “Kunstansichten”

Wieder eine dieser konzertierten Aktionen, bei denen sich die sonst Konkurrierenden versöhnlich in die Arme sinken, um sich ein Wochenende lang als würdig zum Empfang kommunaler Zuwendungen zu erweisen. Dies ist keinesfalls so polemisch gemeint, wie es klingt – ich persönlich liebe solche Wimmelveranstaltungen und fahre stoisch alles ab (nicht um!), was sich mir in den Weg stellt: Galerien beim Galerien-Wochenende, Ateliers beim Atelier-Wochenende. Das einzige Auswahlkriterium meines planlosen Besichtigungsrausches, die verkehrstechnische Machbarkeit, führt mich in … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Kunst, Netzwelten, Weite Welt

Verbrieft – Bekenntnisse eines Briefschreibers

Verbrieft – Bekenntnisse eines Briefschreibers

Die Sondermarke prangt glänzend auf dem Umschlag. Man denkt kurz an Ringelnatz und verabschiedet sich. Ein Kulturwelt-Erbe befindet sich auf dem Rückzug. Letzte Gefechte? Noch ein Brief, nochmal an den Schreibtisch, der diesen Namen auch verdient. Freies Sichtfeld. Ein weißes Blatt Papier, jungfräulich schön. Das Schreibgerät liegt gut in der Hand. Das sollte so sein. Man hat ein paar Stunden zu tun. Das ist nicht immer so, aber es ist eine Option, mit der man rechnen muss. Man kann von einer langen Tradition sprechen. Unzählige Kulturschaffende … Den ganzen Artikel lesen »

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Lang lebe das Lichtbild

Lang lebe das Lichtbild

Weil es in diesem Beitrag etwas dauert, bis ich zum Punkt komme, hier eine kurze Einordnung: Es geht um einen Lichtbild-Vortrag der Bochumer Gruppe „Dunix“ mit dem Titel „Sex & Schimmel oder als Oma noch laufen konnte“, kürzlich zu sehen im Sissikingkong, und um Dia-Karaoke im Rasthaus Fink am Nordmarkt – zwei gelungene Versuche, eine sterbende Form der gepflegten Abendunterhaltung, eben die Dia-Schau, am Leben zu erhalten. Eingeflochten sind dabei Betrachtungen über die (Dia-)Fotografie im … Den ganzen Artikel lesen »

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Am Morgen

Es ist nur wenig Zeit vergangen. Eben räkelten sie sich noch auf weichen Matratzen, spürten die Ausläufer ihrer Träume und schauten mit zerzaustem Haar in bleiche Spiegel. Jetzt sitzen sie hier mit anderen Gesichtern. Keine Spur mehr von nächtlichen Verfolgungen, Schlaflosigkeit, Lust. Sie reden über das Wetter, beklagen die Politik, erzählen von Filmen, die sie am Vorabend gesehen haben. Manche verbergen ihr Gesicht hinter Zeitungen, andere zupfen an Frisuren herum. Jenseits der Scheibe rennen, stolpern, warten die anderen. Einige halten Mobiltelefone an gerötete Ohren. Die drinnen sitzen, schauen nach draußen. Gleich werden auch sie sich einreihen. Uhren werden hervorgeholt, ungläubig angeschaut, dann schnell wieder aus dem Blickfeld verbannt. Die Bedienung spielt Melodien auf der Tastatur der elektronischen Kasse. Draußen werden Busmotoren gestartet. Aus der Kaffemaschine zischt heißer Dampf. Schaumkronen werden mit pulverisierter Schokolade bestreut. Ein älterer Herr … Den ganzen Artikel lesen »

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Ein Kulturblog? Aber ja!

Herzlich willkommen bei www.revierpassagen.de Wer gehört zum Autorenteam der „Revierpassagen“? Es sind weit überwiegend Journalistinnen und Journalisten mit langjähriger Erfahrung im Kulturbetrieb und speziellen Sparten-Kenntnissen. Die allermeisten leben im Ruhrgebiet oder haben hier längere Zeit gewohnt. So ergeben sich gewisse Schwerpunkte wie von selbst. Die „Revierpassagen“ handeln also vom Ruhrgebiet („Revier“) und von Kultur, aber längst nicht nur davon. Mit „Revier“ ist denn auch generell ein Gelände gemeint, durch das man Streifzüge unternehmen oder flanieren kann. Im Wort „Passagen“ schwingt das Vorübergehen mit, letztlich auch das Vergängliche. Passagen von hier nach da, mal mit, mal ohne konkretes Ziel, doch mit möglichst offenen Sinnen. Text-Passagen können ebenfalls gemeint sein. Und wenn man ganz weit nach oben schaut, gibt es da als leuchtendes Gestirn das „Passagen-Werk“ von Walter Benjamin. Außerdem kann man per Suchmaschine herausfinden, dass “Revierpassagen” … Den ganzen Artikel lesen »

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Die Welt besteht aus Zahlen

Paderborn. „Am Anfang war das Wort”. Wirklich? An dem biblischen Satz könnte man zweifeln, wenn man diese Ausstellung gesehen hat: „Zahlen, bitte!” zeigt unsere Welt als Ansammlung berechenbarer Verhältnisse. Wie schon der alte Grieche Pythagoras gesagt haben soll: „Die Zahl ist das Wesen aller Dinge.” Viele kokettieren ja gern mit ihrer Unkenntnis auf diesem Felde: „In Mathe war ich immer schlecht!” Doch 2008 ist nun mal hochoffiziell zum „Jahr der Mathematik” ausgerufen worden. Und nicht nur der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger mahnt seit längerem, diesen Teil der Kultur bloß nicht zu vernachlässigen. Also ist tätige Reue fällig: Auf nach Paderborn, auf ins Heinz Nixdorf Museum! Da merkt man rasch: Was immer uns ästhetisch erfreut, hat letztlich mit Zahlen zu tun. Der Aufbau schöner Kristalle, die Symmetrie der Tiere, überhaupt die Schauspiele … Den ganzen Artikel lesen »

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