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Revierpassagen » Kino

„Fantasia“ mit Live-Orchester in Köln: Beethovens Visionen und Disneys Arkadien

„Fantasia“ mit Live-Orchester in Köln: Beethovens Visionen und Disneys Arkadien

Nur noch wenige mediale Ereignisse schaffen es, eine reine, unverstellte, gleichsam kindliche Poesie in unser Leben zurückzuholen. Walt Disneys „Fantasia“ gehört dazu. Der große Wurf des Altmeisters der filmischen Erfindungsgabe lässt sich heute als DVD oder Blu-Ray bequem aus heimischen Surround-Anlagen genießen. Aber eine Aufführung in großem Raum – und noch dazu mit Live-Orchester – wie jetzt in der Kölner Philharmonie vermittelt den Zauber der bewegten Bilder zur Musik doch noch einmal anders als eine heimische … Den ganzen Artikel lesen »

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Köln: Filmklassiker „Fantasia“ mit Live-Begleitung

Köln: Filmklassiker „Fantasia“ mit Live-Begleitung

Filmmusik richtet sich normalerweise aus an den Bildern und Stimmungen, die der Produzent eines Streifens vorgibt. Im Falle von Walt Disneys „Fantasia“ ist das genau umgekehrt: Der Schöpfer von Mickey Mouse ließ Bilder zu Musik komponieren. Er gab seinen Zeichnern weltberühmte Musik zu hören und beauftragte sie, die Klänge in Bildern zu fassen. Herausgekommen sind zauberhafte Filmsegmente, die Disney selbst zu einem Film zusammenfasste. In „Fantasia“ gibt es kurze erzählende Episoden wie jener legendäre Kampf Mickeys … Den ganzen Artikel lesen »

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Einsame Helden – Leben und Werk von Martin Scorsese in der Deutschen Kinemathek

Einsame Helden – Leben und Werk von Martin Scorsese in der Deutschen Kinemathek

Viele von Martin Scorseses Figuren sind jung, männlich und gewaltbereit. Dabei entstehen Filmsequenzen, die sich für immer ins Gedächtnis einbrennen. Am eindrücklichsten hat vielleicht Robert De Niro diese verlorenen, einsamen Anti-Helden in Scorseses frühen Filmen verkörpert: Nie wird man vergessen können, wie er in “Taxi Driver” (1976) in die Rolle des durch den Vietnamkrieg traumatisierten Travis Bickle schlüpft, vor dem Spiegel seinen Revolver zückt und Posen probt, sich schließlich in eine Kampfmaschine verwandelt und einen blutigen … Den ganzen Artikel lesen »

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Zeitgeist-Zeugen: Warum “Zero Dark Thirty” beim Oscar nur einen Trostpreis erhalten hat

Populäres Kino ist, wenn es gut gemacht ist, stets ein Seismograph für den Zeitgeist. Mit manchmal erschreckend ausschlagenden Zacken wie „Zero Dark Thirty“ der Amerikanerin Kathryn Bigelow. Dass dieser Film über die Jagd auf Osama Bin Laden keinen der Oscar-Blumentöpfe gewinnen würde, war von vornherein klar: Er ist heiß umstritten, einige Republikaner im US-Kongress verlangten sogar eine Untersuchung. Das Schockierende an dem Thriller ist aber nicht, dass er (angeblich) geheime politisch Informationen verwendet, sondern dass er kompromisslos die dunkle Seite entfesselter Brutalität unserer Zivilisation zeigt: In „Zero Dark Thirty“ taugt jedes Mittel, um ans Ziel zu kommen. Und der Film verschwendet weder in seinem Plot noch in seinen Personen auch nur einen Gedanken an eine Kritik dieses brutalen Utilitarismus. Erlaubt ist, was nützt. Dunkelzone der Gesellschaft Dass Kathryn Bigelow mit diesem erbarmungslosen Blick … Den ganzen Artikel lesen »

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Vom Varieté bis zur Vorhölle: Die Comics und Trickfilme des Winsor McCay in Dortmund

Vom Varieté bis zur Vorhölle: Die Comics und Trickfilme des Winsor McCay in Dortmund

Wer hätte das gedacht: Da präsentiert Dortmund die bislang wohl weltweit umfangreichste Retrospektive zum Werk von Winsor McCay. Winsor Who? – McCay! Der US-Amerikaner, der von 1869 bis 1934 gelebt hat, gilt als eigentlicher Erfinder des Zeichentrickfilms, dessen frühe Standards er lange vor Walt Disney gesetzt hat. So geht die zeitsparende Folientechnik für Bildhintergründe auf ihn zurück. Überdies war er einer der genialen Pioniere des Comics. Diese besonders in Deutschland (NS-Zeit, Schundkampagne der 50er Jahre) lange unterdrückte … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kino, Kunst, Medien, Scherz, Satire, Ironie

Blutiger Unernst: Einige Gedanken zu Quentin Tarantinos „Django Unchained“

Blutiger Unernst: Einige Gedanken zu Quentin Tarantinos „Django Unchained“

Wie grausam und menschenverachtend die Sklaverei war, weiß heutzutage wahrscheinlich jeder. Es gab Harriet Beecher Stowes Roman „Onkel Toms Hütte“, es gab in den späten 1970er Jahren die Fernsehserie „Roots“, deren Held Kunta Kinte vielen im Gedächtnis geblieben sein dürfte. Wem also sollte es neu sein, dass brutale Auspeitschungen einst eine gängige Praxis waren und manch weißer Farmer nicht zögerte, einen geflohenen Sklaven von seinen Hunden zerreißen zu lassen? Trotzdem ist alles etwas anders, wenn der … Den ganzen Artikel lesen »

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Der Weg zu den Oscars (3. und letzter Teil): Darsteller, Drehbücher, Diverses

Der Weg zu den Oscars (3. und letzter Teil): Darsteller, Drehbücher, Diverses

Wenn ein Film in 14, 12 und 11 Kategorien und für „Best Picture“ nominiert wird, bleibt es nicht aus, dass da einige Doppelungen vorkommen. Es ist ja ein Zusammenspiel von Drehbuch, Regie, Schnitt, Maske, Bühnenausstattung und nicht zuletzt der Schauspieler, die den Film erst in diese Kategorie hieven. Darum werde ich hier nur noch dann einen Film kurz kommentieren, wenn er nicht schon in „Best Picture“ vorkam. Da habe ich ja schon auf weitere Preisverdächtige … Den ganzen Artikel lesen »

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Der Weg zu den Oscars (Teil 2): Die Filme von Michael Haneke und Quentin Tarantino

Der Weg zu den Oscars (Teil 2): Die Filme von Michael Haneke und Quentin Tarantino

„Amour“: Mein absoluter Favorit. Darf alle fünf Nominierungen gewinnen, wenn’s nach mir ginge. Aber besonders Michael Haneke („Best Director“), Emmanuelle Riva („Best Actress“). Mein ausführlicher Bericht steht hier: http://leah-live.blogspot.de/2012/10/liebe-ein-film-von-michael-haneke.html) „Django Unchained“: Ach, Quentin Tarantino! Wie immer: Ironie, Spaß und rasante Action mit dem Tarantino-üblichen Maß an Schießen, Prügeln und Messerstecherei. Es muss nicht immer Sinn ergeben, es dürfen Fragen offen bleiben. Oder anders, Fragen sollten gar nicht gestellt werden. Einfach so hinnehmen, wie es angeboten wird. Warum … Den ganzen Artikel lesen »

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Der Weg zu den Oscars: Was taugen die nominierten Filme? (Teil 1)

Der Weg zu den Oscars: Was taugen die nominierten Filme? (Teil 1)

Ich hab’s geahnt. Es ist soweit: „Ich bin zu alt für diesen Scheiß!“ So resigniere ich immer öfter vor den Werken, die zur Prämierung bei den Oscar-Festivitäten (diesmal am 24. Februar) freigegeben werden. Die Ausbeute wird geringer. Also meine jetzt. Das geneigte Hollywood-Publikum bekifft sich ja nach wie vor am eigenen Ruhmesdunst, rotiert im Glanze der Ritte in Sonnenuntergänge, Shoot-outs und Show-downs. Das muss so, denn wozu sonst der ganze Firlefanz. Nun ist es ja auch nicht … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Bekenntnisse, Kino, Weite Welt

Schurke und Biedermann: Ausstellung zum 100. Geburtstag des Schauspielers Gert Fröbe

Schurke und Biedermann: Ausstellung zum 100. Geburtstag des Schauspielers Gert Fröbe

Den irren Blick wird so schnell niemand vergessen. Dieses gehetzte Angesicht, gezeichnet von Gier und Angst zugleich. Brutal und erbarmungswürdig, boshaft und hilflos. Die Studie über einen Kinderschänder wurde zu Legende: „Es geschah am hellichten Tag“ mit Heinz Rühmann als Kommissar, 1958 erschienen, war einer der viel beachteten deutschsprachigen Filme der Fünfziger Jahre. Die Rolle des Mörders übernahm ein Schauspieler, der damals schon seit zehn Jahren aus dem deutschen Film nicht mehr wegzudenken war: Gert Fröbe. … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kino, Lebenswege, Theater

Vor 45 Jahren: “Zur Sache Schätzchen”

Vor 45 Jahren: “Zur Sache Schätzchen”

Als ich heute morgen wie gewohnt meiner Leib-und-Magen-Sendung „Zeitzeichen“ lauschte, überkam mich das gewaltige Grinsen. Das hatte den Vorteil, dass auf dem Bahnsteig niemand die scheibenwischende Bewegung vollzog, weil ich eben nicht lauthals lachte und man hätte denken können, dass ich wohl einen an der Waffel habe. Es beim Grinsen zu belassen, fiel mir leicht, hat dieser Gesichtsausdruck doch etwas von wohlwollender Weisheit und warmer Rückschau. Was da mein zugegebenermaßen träumerisches Nostalgie-Gemüt bewegte? Am 4. Dezember … Den ganzen Artikel lesen »

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Bankberater können die Welt nicht retten – Bruce Willis will’s allerdings auch nicht

Bankberater können die Welt nicht retten – Bruce Willis will’s allerdings auch nicht

Wär schon schön, wenn man jemanden in seinem Leben hätte, der einen aus der Bredouille holt und rettet. Der ehemalige Bankberater von Tilman Rammstedt ist dieser Jemand anscheinend nicht. Dieser wäre am liebsten eine Salzstange und würde sich zu den anderen Salzstangen in den Einkaufswagen legen. Man kennt das. Das Leben ist kompliziert geworden und keiner mehr da, der es einem erklären kann. Geschweige denn, dass Tilman Rammstedt wüsste, wie der Abgabetermin seines neuen Buches einzuhalten … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Arbeitswelt & Beruf, Gesellschaft, Kino, Lebenswege, Literatur

Geschüttelt, nicht gerührt: Vor 50 Jahren ward der Bond-Kult geboren

Die geneigte Leserin, der überzeugte Leser, sie ahnen ja schon lange, dass es bei meinen Beiträgen eher mal um Kultur des allgemeinen Alltags geht, da aber auch dann und wann um Kult und alles, was damit in Zusammenhang steht. Und Kult sind sie ja nun mal, die heuer 50 Jahre alt gewordenen 007-Filme, die James Bond-Streifen, die Mütter aller modernen Action-Blockbuster. Ja, man kann es tatsächlich allerorten nachlesen, im Jahre 1962 lief – heute vor 50 Jahren – „James Bond jagt Dr. No“ in den Kinos an und legte die Basis für einen fünf Jahrzehnte währenden Dauererfolg, der bisher kaum eingebüßt hat, an Faszination für die Kinobesucher und an Gelddrucksicherheit für Anleger, die ihr Bares in eine Produktion schießen. Es war vor 50 Jahren, als vor staunenden Augen Ursula Andress breitwandfüllend … Den ganzen Artikel lesen »

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Lorne Greene starb vor 25 Jahren und blieb der ewige Ben Cartwright in “Bonanza”

Lorne Greene starb vor 25 Jahren und blieb der ewige Ben Cartwright in “Bonanza”

Nein, mir fällt nichts Gescheites ein dazu, dass 9/11 sich mal wieder jährt, ja ich hielt und halte das, was seinerzeit jede und jeden aufregte und anrührte, ebenso für schlimm, Menschen verachtend und terroristisch. Nein, mir fällt dennoch nichts Gescheites dazu ein, denn schlimm, Menschen verachtend und terroristisch ist ziemlich Vieles auf dem Planeten, alles davon jährt sich pro Jahr einmal und niemand denkt daran, warum auch, schließlich haben wir uns daran gewöhnt, dass Schlimmes, Menschenverachtendes … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Bekenntnisse, Kinderzeiten, Kino, Medien

“Blauer Engel”, “Verräterin” und vergessene Kriegsheldin: Marlene Dietrich starb im Mai vor 20 Jahren

“Blauer Engel”, “Verräterin” und vergessene Kriegsheldin: Marlene Dietrich starb im Mai vor 20 Jahren

Ich hockte vor meinem altersreifen TV-Gerät, zappte vor mich hin und meine Augen wurden unversehens an den Bildschirm gefesselt. Und meine Augen begannen zu tränen, weil mein Gehör dafür sorgte, dass ich keine Kontrolle mehr hatte über den Tränenfluss. Marlene Dietrich, mondän-divenhaft in Weiß gewandet, sang Pete Seegers „Where Have All The Flowers Gone“ mit deutschem Text. Als sie zur Textstelle „Wo sind die Soldaten hin …“ gelangte, wurde sie wütend-laut, ruckte ihre Körperspannung sichtbar und … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Kino, Lebenswege, Musik & Konzert

Zwei Tage Kulturschock in New York – der neue Film von Julie Delpy

Zwei Tage Kulturschock in New York – der neue Film von Julie Delpy

Sommerlochzeit. Das Gros der Kulturschaffenden hat sich in die Sommerpause verabschiedet. Da man derzeit eh den Eindruck hat, der Sommer finde nur noch in Filmen statt – eine gute Zeit, mal wieder ins Kino zu gehen. Der Film, für den wir uns entschieden, spielt zwar in der Zeit um Halloween, ist aber dennoch eine sommerlich leichte wunderbare Abwechslung während des Monsuns: 2 Tage New York – die Fortsetzung von 2 Tage Paris, des Überraschungshits aus … Den ganzen Artikel lesen »

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Ernest Borgnine starb mit 95: Er konnte mit Nuancen Charaktere prägen

Ernest Borgnine starb mit 95: Er konnte mit Nuancen Charaktere prägen

Wirklich nicht mit äußeren Erscheinungsmerkmalen gesegnet, die gemeinhin Hollywood-Stars glamourös erscheinen lassen, als Darsteller eher mal auf polternde, aber auch tapsig-liebenswerte Eigenschaften abonniert, der Kerl, dem man gern Zuverlässigkeit und Loyalität zuordnen würde, und er war stets von einem außergewöhnlichen Wiedererkennungswert: Ernest Borgnine, der sein bewegtes Leben als Sohn italienischer Eltern mit Namen Ermes Effron Borgnino begann, hat es mit 95 Jahren abgeschlossen und hinterlässt viel mehr Lücken, als man auf den ersten Blick meinen … Den ganzen Artikel lesen »

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Romy Schneider starb vor 30 Jahren: Sie war eine große Künstlerin

30. Oktober 1974: Boxlegende Bubi Scholz, Schauspieler und Regisseur Burkhart Driest, dessen durchaus freundlich wirkende Augen aus einem Gesicht blicken, das anmutet, als habe es 12 Profirunden mit eben jenem Bubi überstanden und Romy Schneider talken sich (souverän geführt von Dietmar Schönherr) durch den Abend, der ja bekanntlich immer später wird, je schöner die Gäste sind. Ein Gast indes wird an diesem Abend im Minutentakt schöner und beginnt langsam, aber sicher unverhohlen den Herrn Driest anzuglühen, was mir als Betrachter der Szene missbehagt und mir mal wieder Illusionen raubt, denn schon geraume Zeit glühe ich sie an, die Diva, den Superstar, die Kultschauspielerin Romy Schneider – natürlich nur aus der Ferne. Und dann entschlüpfen ihr die legendären Sätze: „Sie gefallen mir! Sie gefallen mir sogar sehr!“ Wobei sie mit der zarten … Den ganzen Artikel lesen »

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“Glück” – und was daraus werden kann: Der neue Film von Doris Dörrie

“Glück” – und was daraus werden kann: Der neue Film von Doris Dörrie

Entlaubt, grau, desolat. Baum, Himmel, Gegend. So fängt der Film an. Schon weiß ich, was ich zu erwarten habe. Irgendwann wird zartes Grün sprießen, werden ein blauer Himmel mit entzückenden weißen Wolkenformatiönchen und ein lebendiges Stadtviertel zu sehen sein. Denn schließlich heißt der Film „Glück“ und das muss ja dann auch optisch zu erkennen sein. Symbolik. Nun kommt die Vorgeschichte: Irina erleidet ein brutales Schicksal in einem der von Kriegen zerrütteten Länder Osteuropas. Ihre Eltern werden ermordet, sie wird … Den ganzen Artikel lesen »

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Wer erweckt dieses frühere Kino zum Leben?

Wer erweckt dieses frühere Kino zum Leben?

Ich muss gestehen: Ich bin überrascht. Heute habe ich bei Facebook das auch hier beigegebene Foto eingestellt und folgende Zeilen daneben gesetzt: „Eine Schande, dass dieses Dortmunder Innenstadt-Kino seit Jahren geschlossen ist und vor sich hingammelt. Es ließe sich was draus machen. Dann müssten ‚nur noch’ ein paar Leute kommen und Filme gucken.“ Mit der Vielzahl qualifizierter Wortmeldungen und “Gefällt mir”-Markierungen, die diese knappe Äußerung hervorgerufen hat, hätte ich nicht gerechnet. Bei dem früher ausgesprochen schmucken Kino handelt … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Architektur & Städtebau, Kino, Kleinkunst & Comedy, Kultur an sich, Musik & Konzert, Region Ruhr

“Extrem laut und unglaublich nah”: Kinofilm über das Trauma des 11. September

“Extrem laut und unglaublich nah”: Kinofilm über das Trauma des 11. September

Als ich vor fast elf Jahren am frühen Nachmittag bei Saturn in der Nähe der Fernsehabteilung rumstand und auf eine SIM-Card wartete, vertrieb ich mir die Zeit damit, die einzelnen Programme zu erkennen. Urplötzlich schalteten alle Geräte auf einen Katastrophenfilm um, in dem es mal wieder um brennende Wolkenkratzer ging. Es dauerte einen Moment, bis ich das „Breaking News“-Banner von CNN wahrnahm. Es war 14:45h. Das Datum der 11. September 2001. Es gibt wohl Wenige, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Kinderzeiten, Kino

Hollywoods vergangener Charme

Hollywoods vergangener Charme

Einen Stummfilm über einen Stummfilm-Star zu drehen, der sich im Hollywood der ausgehenden 1920er Jahre dem Übergang zum Tonfilm verweigert, klingt in Zeiten computeranimierter Fantasy-Epen und fortschreitender 3D-Experimente fürwahr nach einem tollkühnen Unterfangen. Der französische Regisseur Michel Hazanavicius hat genau dies im Jahr 2011 gewagt. Und Wunder über Wunder: Der 100 Minuten lange Schwarzweiß-Streifen, der fast ohne Geräusche auskommt und Sprache nur als kurze Zwischentitel einblendet, erhielt seither mehr als 30 internationale Auszeichnungen, darunter drei Golden Globe … Den ganzen Artikel lesen »

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Der Weg zu den Oscars – eine ganz subjektive Betrachtung

Der Weg zu den Oscars – eine ganz subjektive Betrachtung

Januar und Februar, aus mehrerlei Gründen nicht meine beliebtesten Monate, bescheren mir alljährlich zwei Höhepunkte: die „Golden Globes“ und die „Oscars“. Ich versuche ja immer, mich so gut wie möglich vorzubereiten und die wichtigsten Filme alle vorher zu sehen. Manchmal klappt das mit der Hilfe meines Freundes, der in Hollywood lebt und „in da bizzness“ ist. Meine Einladung hab ich auch schon, aber ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich hinfliege. Beim Filmschauen konzentriere ich … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kino, Weite Welt

Bob Anderson: Der Mann, der Darth Vader war

Bob Anderson: Der Mann, der Darth Vader war

Wer kennt Bob Anderson? Ich bin mir sehr bewusst, dass es auf diese Frage nur sehr wenige gescheite Antworten geben wird. Sporthistoriker mögen auskramen, dass unter seiner kundigen Säbelführung die britische Fechtequipe 1952 bis ins Viertelfinale vorstieß, er als Einzelfechter allerdings nur die Vorrunde überstand. Militärkundige des Königreichs mögen vielleicht Erinnerungen daran entstauben, dass dieser Bob Anderson während des Zweiten Weltkrieges – vielleicht ein wenig anachronistisch – Fechtunterricht auf Kriegsschiffen erteilte. Ganz Kundige, die etwas … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kino, Lebenswege, Leibesübungen

Vier weibliche “Ikonen” des Films

Vier weibliche “Ikonen” des Films

Die besinnliche Zeit ist im vollen Gange, und wer sich vom Ansturm familiärer Überfallkommandos etwas zurückziehen möchte, schiebt gern schon mal Arbeit vor. „Dokumentation“ klingt zum Beispiel beeindruckend und wichtig. Da bin ich gern behilflich und empfehle hier mal ein paar Dokumentar-Filme zum Thema “Ikonen”. Die erste ist über Marlene Dietrich, eine deutsche Ikone. Der Film wurde von David Riva gemacht, ihrem Enkel. Als Vorlage diente wohl Maria Rivas Buch, allerdings ohne die kritischen Aspekte, die … Den ganzen Artikel lesen »

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Piccoli als Papst: Man muss wohl etwas katholisch denken

Piccoli als Papst: Man muss wohl etwas katholisch denken

Ein Film, der mit einer Beerdigung beginnt – das ist normalerweise ein „Tatort“. Bei „Habemus Papam“ wird jedoch ein Papst beerdigt, und zwar Johannes Paul II. Die bekannten Dokumentaraufnahmen führen in einen Spielfilm ein, in dem es um einen fiktiven Papst geht, der von den Kardinälen im Konklave gewählt wird, der sich aber vor der Größe der Aufgabe fürchtet und flieht. „Ein Papst büxt aus“ heißt deshalb in Deutschland der (misslungene) Nebentitel. Michel Piccoli spielt diesen … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Glaubensfragen, Kino, Psychologie

Andreas Dresens Film “Halt auf freier Strecke”: Sterben muss nicht furchtbar sein

Andreas Dresens Film “Halt auf freier Strecke”: Sterben muss nicht furchtbar sein

Der Arzt spricht ruhig die verhängnisvollen Worte: „Gehirntumor – gestreut – inoperabel“. Frank schaut starr, wartet vielleicht auf das „…aber“, Simone, seine Frau, findet keine Worte, Tränen tropfen wie von selbst aus ihren Augen. Dr. Träger (auch im echten Leben Neurochirurg in Potsdam) schildert in Andreas Dresens Kinofilm “Halt auf freier Strecke” nüchtern die Krankheit und ihren voraussichtlichen Verlauf. Er rettet sich in seine fachliche Kompetenz. Zwischendurch nimmt er ein Telefongespräch an, wendet sich dann wieder … Den ganzen Artikel lesen »

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John Carpenters “The Ward” – ein November-Gruselchen

John Carpenters “The Ward” – ein November-Gruselchen

Das Genre Grusel, Horror, Gänsehaut und Co. ist ja generell nix für mich. Probieren tu ich’s trotzdem immer mal wieder, so vorurteilsfrei wie möglich, denn es gibt ja auch wirklich spannende und gute Filme dabei. Im Vorspann zündet eine blonde junge Frau per Streichholz die Gardinen eines Farmhauses an, und während das Haus lichterloh brennt, kommt auch schon die ländliche Feuerwehr angetütatat, und das Nächste, was wir sehen, ist diese blonde Frau Kirsten (Amber Heard) in … Den ganzen Artikel lesen »

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Vom lautlosen Fall zum großen Crash

Vom lautlosen Fall zum großen Crash

Die Krise naht unsichtbar, unerwartet, unaufhaltsam. Sie ist wie eine schwarze Sonne, die sich langsam über den Horizont unseres Verstehens schiebt. Ihre ersten Strahlen fallen in die Augen eines jungen Bankers, der ungläubig auf den Bildschirm seines Computers starrt. Die Dateien auf dem USB-Stick, den sein Boss ihm bei seiner Entlassung noch rasch zustecken konnte, künden von der prekären Finanzlage seiner Bank: von Überschuldung in einer Größenordnung, die die gesamte Finanzwelt ins … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kino

“Die Lincoln Verschwörung”: Gleiches Recht für fast alle

Um das gleich am Anfang zu klären, es geht hier nicht um die Hintergründe und den Ablauf der Verschwörung, die zu Lincolns Ermordung durch John Wilkes-Booth führte, sondern zu dem nachfolgenden Prozess der überlebenden Attentäter und der Mutter zweier Mittäter. Es ist allerdings ein Kostüm- und Historienfilm, ein Genre, das ich nicht so auf mein Banner geschrieben habe. Andererseits fand ich das Thema vom Grundsatz her interessant genug, um mir den Film anzusehen. Robert Redford als Regisseur von „The Conspirator“ (Originaltitel) ist ein Fürsprecher der Gerechtigkeit für alle. Er hat inzwischen sieben Filme inszeniert, von denen ich besonders „Ordinary People“ sehr positiv in Erinnerung habe. Hier also stehen die überlebenden Verschwörer und alle, die mit ihnen zu tun hatten, nun vor Gericht. Vor einem Militärgericht, wohlweislich, weil sich bei Mord an … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Kino