Revierpassagen » Leibesübungen
Hoeneß, Götze und der ganze Mist
Die Nachricht kam überfallartig: Wie zuerst die “Bild”-Zeitung berichtete, wechselt Mario Götze am 1. Juli 2013 für 37 Mio. Euro von Borussia Dortmund zum FC Bayern München. Inzwischen hat der BVB den Bayern-Coup bestätigt. Bereits als Neunjähriger hat der gebürtige Allgäuer und womöglich begabteste deutsche Fußballer beim BVB gespielt, vorher hat er in Dortmund-Hombruch gekickt. Er galt also längst (ebenso wie die in Dortmund geborenen Marco Reus und Kevin Großkreutz) als einer der “Dortmunder Jungs”, … Den ganzen Artikel lesen »
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Jauchs Talkshow: Mutmaßungen über Hoeneß
Übers Wochenende ist ein Thema hochgekocht, für das Günther Jauch seine ARD-Talkrunde in Windeseile hat umplanen lassen. Die Rede ist natürlich vom Präsidenten und Patriarchen des FC Bayern München, Uli Hoeneß, der Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben soll. Fernsehleute (und viele Zuschauer) gieren nach Themen, die sich so kraftvoll personalisieren lassen. Welch eine tragische Fallhöhe! Da steht der FC Bayern gerade kurz vor dem sportlichen und wirtschaftlichen Zenit. Da schickt man sich an, am nächsten Dienstag … Den ganzen Artikel lesen »
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Das Wunder von Dortmund
So etwas hat es schon ganz lange nicht mehr gegeben. Zu Beginn der Nachspielzeit down and out. Und dann… Nach einem 0:1- und einem 1:2-Rückstand (Letzterer noch kurz vor Ende der Partie) hat Borussia Dortmund gegen Málaga tatsächlich noch das Halbfinale der Champions League erreicht. Man mag es immer noch kaum glauben. Es kommt einem wie höhere Fügung vor. Wäre es den Bayern passiert, würde man es “Dusel” nennen. Aber so… ist es eben das Wunder … Den ganzen Artikel lesen »
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Zweite Chance: “Liliom” im Bochumer Schauspielhaus
Eine Katze hat sieben Leben, James Bond wird unzählige Male erschossen und steht wieder auf und auch Liliom bekommt eine zweite Chance: Nach 16 Jahren Fegefeuer darf der Titelheld des gleichnamigen Stückes von Franz Molnár nochmal auf die Erde zurück, um sein verpfuschtes Leben gerade zu biegen. Zu den Klängen von „Skyfall“ steigt er auf die Bühne des Bochumer Schauspielhauses herab – und scheitert zum zweiten Mal. … Den ganzen Artikel lesen »
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Am liebsten schön schräg und schrill: “Fast alles über 50 Jahre Bundesliga”
Wer etwas auf sich hält, bereitet Fußballhistorie längst nicht mehr bierernst mit Ergebnislisten und Tabellen auf. Die bloße Nacherzählung und die kreuzbrave 1:0-Berichterstattung sind mausetot. Erst recht ist der feierliche oder gar pathetische Tonfall passé; selbst dann, wenn bedeutsame Jubiläen anstehen. Die (inzwischen etablierte) Avantgarde packt den Fußball ironisch, popkulturell und liebend gern aus schrägen Blickwinkeln an, ohne deshalb die Leidenschaft für diesen Sport aufzugeben. Im Gegenteil: Hier kommt oft erst der wahre Kult zum Vorschein, … Den ganzen Artikel lesen »
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Im Paradies der guten Fußball-Resultate
Nachdem Borussia Dortmund kürzlich gegen Bayern München und dann auch noch gegen die Blauen aus Herne verloren hat (Es lag am Rasen!), muss jetzt schnellstens eine tiefgreifende Systemänderung her. Oder halt! Besser noch eine Rezeptur für alle Ewigkeit. Fürs Jenseits hat man uns schon viel, wenn nicht alles versprochen. Warum also sollte das Paradies sich nicht auch durch günstige Fußball-Ergebnisse, traumhaft tarierte Tabellen und triumphale Turniere auszeichnen? Nein, nein, es soll gar nicht immer der glanzvolle … Den ganzen Artikel lesen »
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Ein langer Fußballabend mit Bayern, dem BVB und ganz viel Gerede
So ein langer Fußballabend ist schon ganz schön anstrengend. Beispielsweise mit dem “Spiel der Spiele” im DFB-Pokal: Bayern München gegen Borussia Dortmund. Um 20.15 Uhr geht’s los, um 23 Uhr ist immer noch nicht Schluss, da folgt – zum Leidwesen vieler Frauen – noch der “Sportschau-Club”. Welch ein unaufhörliches Gerede! Mal ganz offen gesagt: Sonst erspare ich mir die Vor- und Nachbereitung und schaue mir nur die puren 90 oder auch 120 Minuten Spielzeit an. Mehr … Den ganzen Artikel lesen »
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Nichts als Gespenster: “Out of body” tanzt in Bochum
„Ohne Wahnsinn kein Verstand“: Die Gummizelle hat eine Panoramascheibe, durch die das Publikum die entfesselten Tänzer beobachten kann. In wildem Furor werfen sie sich gegen die Wände, übereinander, auf den Fußboden. Sie sind völlig außer sich, als versuchten sie, mit den Grenzen ihres Körpers auch die der Vernunft zu überschreiten und sich in eine neue Dimension zu katapultieren. „Out of body“ heißt der im Schauspielhaus Bochum uraufgeführte Abend der Herner Tanzgruppe Renegade, die damit ihre … Den ganzen Artikel lesen »
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Vom Hauen und Stechen im Theater: Kampftrainer Klaus Figge im Porträt
Der Essener Klaus Figge war Geschichtslehrer, jetzt schreibt er selbst Geschichte – am Theater. Als Choreograph für Kampf- und Fechtszenen ist er im deutschsprachigen Theaterraum die erste Wahl. Auch noch mit 70 Jahren. Peter Zadek und Peter Stein. Dieter Dorn und David Bösch. Karin Beier und Karin Henkel. Jürgen Kruse und Jürgen Hartmann. Regisseure, die, von ihrer Bekanntheit einmal abgesehen, nicht viel gemein haben. In einem jedoch gleichen sie sich: Sie alle setz(t)en auf Klaus Figge. So … Den ganzen Artikel lesen »
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Regina Schmekens Fotos von der Ästhetik eines Spiels namens Fußball
Als Fredl Fesl, eine Art bayerischer Hippie der sanft-spöttelnden Natur, 1976 sein Lied von den „44 Fußballbeinen“ singsprechend zur Gitarre anstimmte, mochte ein wenig Gesellschaftskritik dahinter stecken (Heute würde das wenig nett gemeinte „Millionäre in kurzen Hosen“ bemüht). Doch eher ging es ihm wohl um das Beschreiben einer Sportart, die den einen Kult ist, anderen hingegen als sinnlose Rennerei vorkommt. Dass es sich um ein Spiel handelt, das gar ästhetische Komponenten in sich birgt, scheint … Den ganzen Artikel lesen »
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Zum Auftakt der 50. Bundesliga-Saison: BVB – der Meister legendärer Fußballereignisse
Ich hatte einen Traum. Er spulte sich in der vergangenen Nacht ebenso plastisch wie mein Hoffen weckend vor meinem inneren Auge ab. Und dann fiel es mir wie Schuppen aus Augen und Haaren: Der Ballspielverein Borussia Dortmund ist der ultimativ wertvollste Club Deutschlands, wenn es um historische Wegmale in der Nachkriegsgeschichte der Kicker unseres Landes geht. Es war der BVB, der letztmalig Deutscher Meister nach der überlieferten Methode wurde, bevor die Bundesliga ins professionelle Leben gerufen … Den ganzen Artikel lesen »
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Familienfreuden II: Zur Selbstfürsorge ins Schwimmbad – oder doch nicht?
Ob ein schlechtes Gewissen dann und wann wohl dazugehört zum Elternsein? Täglich genehmigen sich bohrende Fragen eine lustige Karussellfahrt durch mein Gedankenzentrum und die übergewichtigste von ihnen ist die nach dem „Genug oder zu wenig?“ Zumal bei all der Zuneigung dem Nachwuchs gegenüber auch ab und zu mal ein wenig Selbstfürsorge wichtig ist. Also: Ich wollte schwimmen. Mit jeder Faser meines Seins stellte ich mir den Sprung ins kühle Nass vor. Und meine Schwiegermutter war gern … Den ganzen Artikel lesen »
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Hundert Meter: Bolt usw.
Ich gehöre zu einer Generation, die weiß, wie betulich Leichtathletik-Sportfeste oder Länderkämpfe (gibt’s die überhaupt noch?) früher mal verlaufen sind. Stadionsprecher, so etwa auch in der Dortmunder „Roten Erde“, verkündeten beispielsweise gravitätisch „Programm Seite 29 – 100 Meter-Lauf der Herren…“ Und dann ging alles seinen vergleichsweise gemächlichen Gang. Naja, immerhin lief Armin Hary damals auch schon 10,0 Sekunden über die Strecke. Jetzt sind die Deutschen gar nicht mehr gut zu Fuß. Sie fahren lieber Formel 1. Heute … Den ganzen Artikel lesen »
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Die anderen siegen, ohne zu singen, wir siegen nicht, weil wir nicht singen
Ich hab’s, diverse Politiker haben’s auch, die BILD hat’s und wer hat’s übersehen? WIR konnten ja gar nicht den Titel des Europameisters gewinnen, weil WIR nicht richtig singen können – oder wollen – oder ethnisch so wenig vaterländisch sein mögen, dass WIR zwar Fußball spielen für UNS, also Schland, aber die vaterländische Tradition des kollektiven Chorgesanges nicht mittels Muttermilch in uns aufgenommen haben. Wutentbrannt stürzten sich bereits vor der schmählichen Niederlage gegen Italien diverse User ganz ohne … Den ganzen Artikel lesen »
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Was vom Monat übrig blieb: Das war der Juni
Keine ganz runde Sache. Ein Rückblick “auf dem Ruhrpott sein Juni”. Endstation des Monats: Ultima Stazione. Die deutschen Nationalkicker konnten einpacken. Hallenhalma wird dennoch keine Alternative. Aussicht des Monats: Dafür sind Spanien und Italien auf einem guten Weg. Die Märkte freuen sich darüber. Phänomen des Monats: “Event-Fäääns” sind vor gar nichts fies und bringen selbst den gutmütigsten FensterRentner noch auf die Barrikaden. Enttäuschung des Monats: Dauerregen verwandelt NRW in ein Dschungelcamp. Man wartet förmlich darauf, dass ein grotesk geschminktes … Den ganzen Artikel lesen »
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Niederlage etc.
Ich muss mir doch noch mal kurz Luft machen, nachdem dieses unselige Spiel Italien – Deutschland halbwegs verdaut ist. Wie Rilke schon schrieb: “Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.” Nein, kein Wort hier zu Löws Aufstellung und “Taktik”. War da was? Statt dessen dies: a) Geradezu bestürzend überflüssig finde ich wohlmeinende Ratschläge von Hobbypädagogen, die einem nun beibringen möchten, wie man mit einer solchen Niederlage umgehen soll. Ach du jemine! Sie wollen, dass man etwas fürs Leben … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Leibesübungen, Stilfragen, Wahnwitz
Denkwürdige Vokabeln (7): Explodieren
Es beruhigt mich einerseits und es sorgt ebenso für tiefe Bestürzung bei mir: Geht es um Fußball und blumenerdige Sprache, diesem wunderbaren Mannschaftssport und seinen Be-Schreibern und verantwortlich Handelnden die verdienten Weihen hoher Eloquenz zu verleihen, ist es wie vor 40 Jahren – ihnen fällt einfach nichts Neues ein! Unser aller Jogi, der nette Herr Löw, schwäbelte sich vor Tagen spritzig durch eine Pressekonferenz und verkündete frohgemut, dass er der festen Überzeugung sei, sein bestimmt ebenso netter aktiver Kollege Özil stünde kurz davor, während dieser EM zum Wohle und zur Ehre des bundesdeutschen Fußballs „zu explodieren“. Hätte der nette Herr Löw Recht mit dieser unbewiesenen Annahme, müssten wir den unmittelbar bevorstehenden Verlust der – wenn auch derzeit der recht uninspirierten – Kreativabteilung unserer Nationalelf befürchten. Bliebe der nette Herr Löw beharrlich … Den ganzen Artikel lesen »
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Ein Turnier ohne Prägekraft
Du meine Güte, da gab’s doch gestern wahrhaftig einen spielfreien Tag bei der Fußball-Europameisterschaft – und schon wussten manche Menschen nichts mehr mit sich anzufangen. Ja, man sieht viel Elend. Heute aber endet die Durststrecke bereits. Es gibt wieder Dröhnung. Weil nun das Viertelfinale mit den allseits beliebten K.o.-Begegnungen und womöglich gar Elfmeterschießen anhebt, so bietet sich im Gefolge des landläufigen Sportjournalismus jener güldene Nervspruch mit langer Tradition an, der da lautet: „Jetzt beginnt das Turnier … Den ganzen Artikel lesen »
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Der Handlungsreisende versus König Fußball – in Recklinghausen gewannen beide
Leerer als sonst war es an diesem Abend im Festspielhaus Recklinghausen. Es war der Abend des Länderspiel-Klassikers Deutschland gegen die Niederlande. Ungewöhnlich viele, die noch eine Karte verkaufen wollten, harren draußen aus. Drinnen dann geht es um das, was auch – seien wir ehrlich – den Fußball unserer Tage bestimmt: Geld, Ansehen, Popularität. Das St.Pauli Theater Hamburg, Stammgast bei den Ruhrfestspielen, zeigte in der Schlusswoche der Ruhrfestspiele Arthur Millers “Tod eines Handlungsreisenden” in der Inszenierung von … Den ganzen Artikel lesen »
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Europa, die Krise und der Kick
Es ist mal wieder so weit: Ein großes Fußballturnier greift ab heute (mindestens) in die Freizeit vieler Menschen ein – bis hin zum persönlichen Ausnahmezustand. Leute, die eigentlich gar keinen Schimmer haben, schwingen sich plötzlich zu erprobten Experten auf und nerven mit ihren Kurzschluss-Ansichten. Bald wird wieder alles beflaggt sein, was sich nicht wehren kann. Auch werden wieder grausige Maskottchen (siehe Schlumpf- und Schlumpfinchen-Bild) auf den Markt geworfen. Am innigsten stöhnt es sich freilich über jene, … Den ganzen Artikel lesen »
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Was vom Monat übrig blieb: Das war der Mai
Nicht jeder Klatsch blühte so schön wie dieser Mohn. Ein Rückblick auf “dem Ruhrpott sein Mai”. Trennungsklage des Monats: Der Opernehe Duisburg-Düsseldorf droht das Aus. Satz des Monats: It’s good to be able to vote and to have a choice. (©Anke Engelke bei der Punktevergabe der deutschen Jury zum ESC in Baku) Premiere des Monats: Der BVB holt das Double und feierte einen langen Tag der großen Gesten. Der Pott bleibt somit im Pott und die Schwarz-Gelben dürften somit … Den ganzen Artikel lesen »
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Seit 100 Jahren: “Biene Maja” begleitet den BVB
Wie oft habe ich mitgesummt, wenn der „Biene Maja“-Titelsong durchs Stadion klang. Das war fröhlich und stimmte uns wie die Spieler auf optimistischen Tatendrang ein, Tore, Punkte, Tabellenplätze – natürlich vorn, ganz vorn. Heute Morgen entstieg ich dem Zug in Unna, Winni bestieg ihn schweren Koffers. Blind im Verständnis rief ich hinter ihm her: „Viel Spaß in Berlin!“ Es tönte aus dem Abteil zurück: „Ich bin Montag mit dem Pokal wieder da!“ Schwarz-Gelbe Ringelsocken, „Biene Maja“-Titelsong, … Den ganzen Artikel lesen »
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Was vom Monat übrig blieb: Das war der April
Die Feder ist gespitzt, unser Tintenfass noch gut gefüllt. Ein Rückblick auf “dem Ruhrpott sein April”. Meisterstück des Monats: Ganz Dortmund spielt “beKLOPPt”. Wir gratulieren von Herzen. Das tun nicht alle. Erkenntnis des Monats: Hütchen sind immens wichtig. Frank Goosen auf Lesereise. Erneuerung des Monats: Der neue Intendant Heiner Goebbels stellt ein radikales Triennale Programm vor. Resteverwertung des Monats: Der Blechtrommler Günter Grass dichtet mit letzter Tinte und wir verweigern uns der Debatte. Imbiss des Monats: Hannelore Kraft ist (mit einem … Den ganzen Artikel lesen »
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Schwarzgelb getränkt
Vor Jahresfrist war hier schon die Rede davon, dass – als Grundzug im Leben – gleich hinter der Erfüllung ein kaum merklicher Anflug der Enttäuschung lauern mag. Damals war die siebte deutsche Fußballmeisterschaft von Borussia Dortmund der Anlass, diesmal ist es die achte, die ein paar Worte hervorruft. Wer hätte das vor drei oder vier Jahren für möglich gehalten? Wenn man seine ersten Dortmunder Stadionbesuche noch als Kind in der „Roten Erde“ absolviert hat, freut man … Den ganzen Artikel lesen »
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Was vom Monat übrig blieb: Das war der März
Zapfenstreich. Auch dem Monat März blasen wir den Marsch. Ein Rückblick auf “dem Ruhrpott sein März” Satz des Monats: Anderswo wachsen die Bananen, wir haben dazu die Republik. * Forderung des Monats: Auch dem Revier steht ein Kohle-Deputat zu. Verschenkte Chance des Monats: In Gladbeck bleibt es laut. Spannendste Reisepläne des Monats: In letzter Minute erkämpft sich der BvB das Ticket nach Berlin. Frage des Monats: Hatte Ödipus/ Ed King wirklich schlechten Sex? Attest des Monats: … Den ganzen Artikel lesen »
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Fußball? Nicht mehr ohne Maske!
Branchentypische Witzbolde sprechen vom „Maskenball“. Ballack hat eine getragen, Huntelaar und Subotic desgleichen. Dante, Höwedes, Mertesacker, Metzelder, Olic und Schürrle ebenfalls. Und so mancher andere. Es scheint geradezu ein Zeichen der Zeit zu sein: Kaum noch eine Begegnung in der Fußball-Bundesliga, bei der nicht wenigstens ein Spieler mit Maske aus Karbon aufläuft. Was hat das zu besagen? Gewiss: Die Kicker wollen sich vor weiteren Gesichtsverletzungen schützen. Doch eine andere Botschaft ist ungleich stärker. Denn zugleich dokumentieren die Masken, dass der Träger die vorherige Blessur – etwa einen Nasenbeinbruch – noch gar nicht richtig auskuriert hat, aber trotzdem schon wieder am Ball ist. Ergo sendet er das Signal aus, zu den besonders harten Hunden des Gewerbes zu gehören. Das kommt an in den Fanblöcken, das steigert vielleicht sogar den Marktwert, wer weiß. … Den ganzen Artikel lesen »
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“Haus der Löcher”: Ödnis im Porno-Paradies
Keine Frage: Es wäre eine hehre Aufgabe der Literatur, der überall waltenden Pornographie etwas entgegenzusetzen oder beizugesellen, durchaus des Schweißes der Edlen wert. Es warten wohl insgeheim viele auf den großen Anti-Porno, der geil und reflektiert zugleich sein müsste. Und er müsste weit über bloße Akte hinausweisen. Doch wie soll man’s anfangen? Soll man die gängigen „Schweinereien“ zu übertrumpfen oder gezielt zu konterkarieren suchen? Soll man sich der Flut entgegenstemmen oder auf ihrem Kamm mitschwimmen? Soll … Den ganzen Artikel lesen »
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Das Wort zum Wochenende
Es waren die Wochenenden, die vor langer Zeit viel erlebnisreicher waren. Schon freitagabends ging es los, meist pünktlich um 20.30 Uhr. Bis zum Sonntagabend hielt dieses schier unbeschreibliche Gefühl an. Es waren junge Männer, die uns in den Bann zogen. Junge Männer in kurzen Hosen und Kniestrümpfen, farbenfroh gekleidet, im liebevollen Umgang mit einer Lederkugel. Dazu pfiff ein gestrenger Herr ein fröhliches Liedchen. Man nannte ihn zärtlich „Schiri“. Wer erinnert sich nicht mit viel Wehmut an Szenen, … Den ganzen Artikel lesen »
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Bob Anderson: Der Mann, der Darth Vader war
Wer kennt Bob Anderson? Ich bin mir sehr bewusst, dass es auf diese Frage nur sehr wenige gescheite Antworten geben wird. Sporthistoriker mögen auskramen, dass unter seiner kundigen Säbelführung die britische Fechtequipe 1952 bis ins Viertelfinale vorstieß, er als Einzelfechter allerdings nur die Vorrunde überstand. Militärkundige des Königreichs mögen vielleicht Erinnerungen daran entstauben, dass dieser Bob Anderson während des Zweiten Weltkrieges – vielleicht ein wenig anachronistisch – Fechtunterricht auf Kriegsschiffen erteilte. Ganz Kundige, die etwas … Den ganzen Artikel lesen »
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