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Revierpassagen » Archive

Gerhard Roth und die Gugginger Künstler: Tolle Bilder, empathisch einfühlsame Texte

Gerhard Roth und die Gugginger Künstler: Tolle Bilder, empathisch einfühlsame Texte

Rechtzeitig vor dem Geburtstag Gerhard Roths, des bedeutenden österreichischen Schriftstellers, der am 24. Juni 70 Jahre alt wurde, erschien im Mai im Residenz Verlag ein opulenter Text– , Bild– und Foto–Band: Gerhard Roths „Im Irrgarten der Bilder / Die Gugginger Künstler“. So wichtig Gerhard Roths Texte für diesen Bildband auch sind, sie legen allesamt Wert darauf, die individuelle Besonderheit der Gugginger Künstler vordringlich und in uns Leser…n nachhallend zur Geltung kommen zu lassen. Was in meinem … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Fotografie, Geschichte, Gesellschaft, Kunst, Lebenswege, Literatur, Psychologie, Sprache

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Juli

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Juli

Die Mayas haben sich geirrt. 2012 gibt es nicht einen Weltuntergang, sondern mehrere. Ein Rückblick auf dem Ruhrpott sein Juli. Beschwerde des Monats: Datt iss vielleicht ein Wetter. Da kannse locker zwei von machen. Stillstand des Monats: Auf dem Ruhrschleichweg, der A 40, geht drei Monate lang außer Bauarbeiten gar nichts mehr. Mißachtung des Monats: Nur 25,75 % aller Wahlberechtigten beteiligten sich an der Stichwahl für den neuen Oberbürgermeister in Duisburg. Klagen des Monats: Schön, dass es in Dortmund kein … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Gesellschaft, Kultur an sich, Region Ruhr

Goethe und Novalis – rückwärts übersetzt und dadurch verhunzt

Goethe und Novalis – rückwärts übersetzt und dadurch verhunzt

Es gab einmal ein wunderliches Experiment: Da wurden Goethes berühmtestes Gedicht von der Ruhe über allen Wipfeln und andere seiner Poeme zunächst ins Japanische übersetzt, und dann bat man einen japanischen Übersetzer, die Gedichte zurück ins Deutsche zu übersetzen. Heraus kam eine ziemlich unverständliche, holperige Fassung jener Werke, die wir wegen ihrer Sprachkraft so lieben. Eher unfreiwillig komisch wirkt da ein Vorgang, den in der vergangenen Woche die Frankfurter Allgemeine Zeitung aufgespießt hat: Die “Deutsche Zeitschrift … Den ganzen Artikel lesen »

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Vergehende Zeit, hier im Revier: Zum Beispiel die Dortmunder Steinhammerstraße

Vergehende Zeit, hier im Revier: Zum Beispiel die Dortmunder Steinhammerstraße

Jetzt bin ich doch tatsächlich ein kleines bisschen stolz und weiß gar nicht so recht, aus welchem Grund. Vielleicht bin ich auch einfach nur berührt vom Zeitvergang und vom verwehten Geist eines Ortes. Ja, das wird es wohl sein. Die Sache ist die: Just über die eigentlich unscheinbare Dortmunder Steinhammerstraße, in der ich im Alter zwischen 2 und 6 Jahren unter kargen Umständen aufgewachsen bin, gibt es jetzt einen gewichtigen, höchst bemerkenswerten Bildband des Fotografen Wilhelm … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Architektur & Städtebau, Fotografie, Geschichte, Kinderzeiten, Lebenswege, Region Ruhr

Festspiel-Passagen I: Ein Hakenkreuz geht nie

Festspiel-Passagen I: Ein Hakenkreuz geht nie

Sie sind eröffnet, die alljährlichen Dionysien am mythischen Hügel. Doch Bayreuth wäre nicht es selbst, bliebe es bei den Tragödien im Festspielhaus. Die Komödien finden meist vorher statt, in diesem Jahr ersetzt durch ein deftiges Satyrspiel. Opfer der Medien-Mänaden – manche meinen auch, derer im Direktionsbüro – ist der Sänger Evgeny Nikitin. Seine „Tattoo-Affäre“ ließ die Debatten um Kartenvergabe und Wahnfried-Gestaltung, die Spannung um Neuinszenierung und Zukunftspläne, vorübergehend in den Hintergrund treten. Und besonders wichtig … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Festivals, Geschichte, Gesellschaft, Oper & Ballett

Alltagsnicken (3): “Ich brauch’ ein Nappo”

Alltagsnicken (3): “Ich brauch’ ein Nappo”

Ich stand schon recht teilnahmslos auf Bahnsteig 4 des Hagener Hauptbahnhofes, diese teilnahmslose Grundeinstellung zum beginnenden Tag änderte sich auch nicht, als ich tapsig den Regionalexpress enterte, der ausnahmsweise die vorsichtshalber angekündigte Verspätung von ca. 5 Minuten nicht einhielt, sondern pünktlich war. Und anscheinend bereits ermattet von den Anstrengungen eines Morgens, der unweigerlich der Anfang eines Tages ohne nennenswerte Herausforderungen werden würde, sank ich im Parterre des Doppelgeschoss-Waggons auf einen freien Doppelsitz, um in die … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Bekenntnisse, Kinderzeiten

Fotokunst im Minutentakt – tolle Polaroidausstellung im NRW-Forum Düsseldorf

Fotokunst im Minutentakt – tolle Polaroidausstellung im NRW-Forum Düsseldorf

Sie war ein Wunder der Technik. Die Kamera, die das Labor in sich trug. Auslöser gedrückt, kurz gewartet, fertiges Bild in der Hand: Mancher ist mit der Polaroid in den 70er, 80er Jahren auf Motivjagd gegangen, hat Reise-, Familien-, oder andere Erinnerungsfotos geschossen, und präsentierte stolz (oder enttäuscht) binnen Sekunden das papierene Ergebnis. Die Kamera, das große Spielzeug, ein Modell für jedermann. Man mag das in Zeiten pixelhöriger Digitalfotografie belächeln, doch die Polaroids hatten allemal ihre … Den ganzen Artikel lesen »

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“Die Deutschen und die Zwangsarbeiter” in der Zeche Zollern

“Die Deutschen und die Zwangsarbeiter” in der Zeche Zollern

“Schloss der Arbeit” wurde die Dortmunder Zeche Zollern genannt. Nun ist sie ein “Landesmuseum für Industriekultur”, allerdings nicht überall zugänglich, denn der Hauptteil, die Maschinenhalle mit dem wunderschönen Jugendstil-Portal, wird gerade aufwändig renoviert. Stattdessen gibt es in einem anderen Gebäude noch bis zum 30. September die Ausstellung “Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg” zu sehen. Die historische Forschung über das System der NS-Zwangsarbeiter-Rekrutierung und -Ausbeutung ist relativ weit fortgeschritten, doch diese Ausstellung wendet sich eher … Den ganzen Artikel lesen »

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Höchstgebot für die Geheimnisse der Scheherazade

Höchstgebot für die Geheimnisse der Scheherazade

Welche Geheimnisse birgt Scheherazade und warum geraten ihretwegen so viele Menschen in Gefahr? Im neuen Krimi des deutsch/niederländischen Autoren-Duos Thomas Hoeps und Jac. Toes handelt es sich bei Scheherazade nicht um die geheimnisumwitterte Geschichtenerzählerin aus 1001 Nacht, sondern um ein bis dato der Öffentlichkeit unbekanntes Gemälde von Rene Magritte. Dieses Bild befand sich jahrzehntelang im Familienbesitz der Aachener Industriellenfamilie Roeder, die das Bild nun aus unbekannten Gründen zur Versteigerung gibt. Die Scheherazade wird auf einer Kölner … Den ganzen Artikel lesen »

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Nützliches und Kurioses übers Ruhrgebiet

Nützliches und Kurioses übers Ruhrgebiet

Das Cover gibt sich internetaffin: Die Buchkapitel werden durch bunte Icons angekündigt, als müsse man nur noch klicken. Überdies heißt das Ganze „Smartbook“. Wenn das kein Appell an jüngere Kundschaft ist… Im kleiner gedruckten Untertitel wird dann ganz konventionell verraten, worum es geht: „Ruhrgebiet für Fortgeschrittene“ versammelt auf 192 Seiten Wissenswertes und vielfach auch Kurioses übers Revier. Da finden sich nicht nur Ausführungen über spektakuläre Aussichtspunkte oder einschlägige Rekorde der Region, sondern etwa auch die Rubriken … Den ganzen Artikel lesen »

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“Blauer Engel”, “Verräterin” und vergessene Kriegsheldin: Marlene Dietrich starb im Mai vor 20 Jahren

“Blauer Engel”, “Verräterin” und vergessene Kriegsheldin: Marlene Dietrich starb im Mai vor 20 Jahren

Ich hockte vor meinem altersreifen TV-Gerät, zappte vor mich hin und meine Augen wurden unversehens an den Bildschirm gefesselt. Und meine Augen begannen zu tränen, weil mein Gehör dafür sorgte, dass ich keine Kontrolle mehr hatte über den Tränenfluss. Marlene Dietrich, mondän-divenhaft in Weiß gewandet, sang Pete Seegers „Where Have All The Flowers Gone“ mit deutschem Text. Als sie zur Textstelle „Wo sind die Soldaten hin …“ gelangte, wurde sie wütend-laut, ruckte ihre Körperspannung sichtbar und … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Geschichte, Kino, Lebenswege, Musik & Konzert

Vertrag verlängert: Benedikt Stampa bleibt bis 2018 Intendant des Dortmunder Konzerthauses

Vertrag verlängert: Benedikt Stampa bleibt bis 2018 Intendant des Dortmunder Konzerthauses

Zehn Jahre alt wird das Konzerthaus Dortmund im September, und rechtzeitig zur anstehenden Jubelfeier sorgt die Stadt für gute Nachrichten. Denn soeben wurde der Vertrag mit Intendant Benedikt Stampa vorzeitig um fünf Jahre verlängert. Bis 2018 also darf er die Geschicke des Hauses nun leiten. Er habe es seit seinem Amtsantritt 2005/06 durch kluge Programmpolitik und beispielhafte Formate wie „Exklusivkünstler“ (aktuell Esa-Pekka Salonen), „Zeitinsel“-Festivals oder „Junge Wilde“ zum Erfolgsmodell gemacht, heißt es in der offiziellen Begründung. Das … Den ganzen Artikel lesen »

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Eine Marotte im Buchdesign

Eine Marotte im Buchdesign

Bei Durchsicht der neuen Buchkataloge (Herbstprogramme 2012) ist mir eine Eigenart des Schriftdesigns aufgefallen. Ich weiß nicht, ob das Kind in der Fachwelt einen Namen hat. Jedenfalls haben sich etliche Umschlaggestalter stillschweigend darauf geeinigt, Titelzeilen in mehr oder weniger willkürlich abgehackter Schreibweise zu präsentieren. Die einzelnen Buchstaben werden dabei gleichsam zu Hauptdarstellern, bildliche Elemente rücken in den Hintergrund oder fehlen ganz. Da ich das Copyright an den aktuellen Entwürfen keineswegs verletzen möchte, stelle ich hier keine Originalcover … Den ganzen Artikel lesen »

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Neuer Spielplan, alte Probleme – die Oper Dortmund ringt ums Publikum

Neuer Spielplan, alte Probleme – die Oper Dortmund ringt ums Publikum

Nach der Saison ist vor der Saison. Die alte Fußballerweisheit gilt nicht zuletzt auch für das Theater. Und wer sieht, wie intensiv die Dortmunder Bühnen bereits Vorstellungen der Spielzeit 2012/13 bei Facebook posten, mag erkennen, dass Werbung eben auch in der Sommerpause wichtig ist. Genauer gesagt: Diese PR-Maßnahme ist dringend geboten, zumindest mit Blick auf die Besucherzahlen des Opernhauses. Denn die nun abgelaufene Saison, die erste des neuen Opern-Intendanten Jens-Daniel Herzog, hat zwar einen leichten Publikums-Aufschwung … Den ganzen Artikel lesen »

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Unbefriedigende Rückschau – was bleibt am Ende eines Lebens?

Unbefriedigende Rückschau – was bleibt am Ende eines Lebens?

Eine Frau liegt auf dem Sterbebett. Die Stimmen um sie herum blendet sie aus. Sie mag ihre eigenen Stimmen hören, ihre eigenen Bilder sehen. Die Bilder ihres Lebens. Sie braucht zehn Minuten, um siebzig fragmentarische Szenen ihres Lebens vor ihrem geistigen Auge ablaufen zu sehen. Es werden die letzten zehn Minuten ihres Lebens sein. Die Zeit der Möglichkeiten ist endgültig vorbei. Die Szenen, die sie sieht, sind flüchtige Bestandsaufnahmen von der Kindheit bis ins Alter. Die … Den ganzen Artikel lesen »

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Düstere Szenen und klare Linie – Plakate, Fotos und Grafiken im Museum Folkwang

Düstere Szenen und klare Linie – Plakate, Fotos und Grafiken im Museum Folkwang

Kaum etwas scheint langweiliger zu betrachten, nichtssagender in der Wirkung als Wahlplakate. Eine bunte, zumeist familienkompatible Szenerie oder ein plumpes Symbol, garniert mit so flotten wie hohlen Sprüchen – fertig. Doch vielleicht ist dies nur Ausweis eines routinierten, ja ritualisierten Politikbetriebes, trotz aller Krisen und Probleme. Dieser Eindruck von gesitteter Normalität verfestigt sich, blickt man nur ein wenig zurück. Vor 90 Jahren, also in den „wilden“ 20ern, war Wahlkampf nicht weniger als Glaubenskrieg, schufen die Plakatmaler … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Fotografie, Geschichte, Kunst

„Bella Italia“ wird zwar behauptet, aber leider nicht gezeigt

„Bella Italia“ wird zwar behauptet, aber leider nicht gezeigt

Grandiose Erwartungen weckt das Wuppertaler Von der Heydt-Museum mit seiner Ausstellung „Bella Italia“: Fotos und Gemälde aus den Jahren 1815 bis 1900 bekommt man in abgedunkelten Räumen zu sehen, aber die versprochenen „Bella Italia“-Gefühle kommen nicht auf. Was sieht man? Offensichtlich hat der Sammler Dietmar Siegert seine sicherlich wichtige und wertvolle Kollektion alter Fotografien dem Museum für diese Ausstellung angedient, und dort hat man nun um die Bilder herum diese Ausstellung konzipiert. Entsprechend zufällig wirkt die … Den ganzen Artikel lesen »

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Zwei Tage Kulturschock in New York – der neue Film von Julie Delpy

Zwei Tage Kulturschock in New York – der neue Film von Julie Delpy

Sommerlochzeit. Das Gros der Kulturschaffenden hat sich in die Sommerpause verabschiedet. Da man derzeit eh den Eindruck hat, der Sommer finde nur noch in Filmen statt – eine gute Zeit, mal wieder ins Kino zu gehen. Der Film, für den wir uns entschieden, spielt zwar in der Zeit um Halloween, ist aber dennoch eine sommerlich leichte wunderbare Abwechslung während des Monsuns: 2 Tage New York – die Fortsetzung von 2 Tage Paris, des Überraschungshits aus … Den ganzen Artikel lesen »

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Schubert für Feinsinnige: András Schiff beim Klavier-Festival Ruhr

András Schiff berichtete in einem Interview einmal aus seiner Jugend: Er habe im Unterricht bei seinem Landsmann György Kurtág als Hausaufgaben Schubert-Lieder bekommen, die er in der Klavierstunde dann selbst singen musste. Und Schiff folgert: „Singen und Spielen, das war der vielleicht wichtigste Impuls in Richtung Schubert.“ Wer dem Klavierabend des ungarischen Pianisten in der Stadthalle Mülheim folgte, wird die Spuren dieser Ausbildung unschwer erkannt haben. Kurtág, einer der bedeutenden Komponisten der Gegenwart, hat dem jungen Schiff etwas mitgegeben, was dieser in seinen unvergleichlichen Stil integriert hat. Sein Schubert-Abend zum Abschluss des „klassischen“ Programms des Klavier-Festivals Ruhr war inspiriert von den Grundtugenden des Singens und des Atmens. Dass Schubert in „singenden Phrasen“ denkt, macht Schiff sogleich deutlich: Den Anfang der G-Dur-Sonate D 894 setzt er in einem kunstvoll gesponnenen Bogen an, … Den ganzen Artikel lesen »

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Ein Hoch der Tastenkunst: Martha Argerich beim Klavier-Festival Ruhr

Ein Hoch der Tastenkunst: Martha Argerich beim Klavier-Festival Ruhr

Der Jubel war programmiert: Martha Argerich, eine der bekanntesten Pianistinnen weltweit, gehört zu den geschätzten „Stammgästen“ des Klavier-Festivals Ruhr. Solo-Konzerte gibt die Dame mit den langen grauen Haaren seit langem nicht mehr gerne. Sie macht mit Musikern, die sie schätzt, Kammermusik. In diesem Jahr konzentrierte sich ihr Auftritt in der Philharmonie auf das Klavier. Zwei Flügel, vier Spieler, acht Hände: Der Tastenkunst wurde Tribut gezollt! Argerich eröffnete den Abend mit ihrer langjährigen Klavierpartnerin Lilya Zilberstein. Mozarts … Den ganzen Artikel lesen »

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Meilensteine der Popmusik (15): The Rolling Stones

Meilensteine der Popmusik (15): The Rolling Stones

Nur wenige Bands haben ihre Gefühle so offen bloßgelegt, waren so widerspenstig, und doch so ehrlich wie die Rolling Stones. Für sie gab es keine Tabuzonen. Den Grundsatz, nur nichts Persönliches in die Pop-Musik einzubringen, warfen sie einfach über den Haufen. Seit nunmehr 50 Jahren auf der Bühne und bis heute: „shocking“ um (fast) jeden Preis. Im April 1966 mussten die Feministinnen daran glauben. Die Aussagen des Albums “Aftermath” trieben die engagierte Weiblichkeit zur Weißglut. Auf … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Musik & Konzert, Rock & Pop

Sie waren eigentlich schon immer da: Ein halbes Jahrhundert “Stones”

Sie waren eigentlich schon immer da: Ein halbes Jahrhundert “Stones”

Ja, sie waren eigentlich schon immer da, sie waren das musikalische Inventar ganzer Generationen, sie oder eigentlich wohl mehr ihre anhängenden Fans, ihre Follower durch die sich wandelnden Zeiten, begingen schon zahllose Jubiläen und heute haben wir wieder eines, an das wir uns erinnern: Heute, genau vor 50 Jahren, traten „The Rollin‘ Stones“ (damals noch ohne „g“) zum ersten Mal öffentlich unter diesem Namen auf – im Marquee-Club in London. Bei realistischer Rückschau wurde die Premiere … Den ganzen Artikel lesen »

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Die schwebende Komik des Bernd Pfarr

Die schwebende Komik des Bernd Pfarr

Der leider so früh verstorbene Bernd Pfarr (1958-2004) war ein unvergleichlicher Cartoonist, Zeichner und Maler. Kaum auszudenken, welche Figuren und Szenen er noch hätte erschaffen können, wenn ihm mehr Jahre geblieben wären. Seine Bilder führen in ungeahnte Vorstellungsräume, sie sind nicht einfach nur hochkomisch, sondern heben mit allem Inventar gleichsam sachte ab vom Boden der Verhältnisse, öffnen unversehens Türen in eine andere Wirklichkeit. Ach, es ist verteufelt schwer, diese wunderbar schrägen, immer auch geheimnisvoll schwebenden Bilder … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Buchmarkt, Scherz, Satire, Ironie

Mitliebender Zuschauer – Franz Hessels Roman “Der Kramladen des Glücks” neu aufgelegt

Mitliebender Zuschauer – Franz Hessels Roman “Der Kramladen des Glücks” neu aufgelegt

Wer schon als Knabe bei Ringkämpfen „die köstliche Lust des Besiegten“ zu genießen verstand, aus dem wird auch später kein Eroberer, wenn ihm egoistische Interessen nahelegen müssten, eine Geliebte nicht kampflos dem Rivalen zu überlassen. Gustav Behrendt in Franz Hessels frühem Roman Der Kramladen des Glücks (1913) ist solch eine kontemplative Natur, die schon zufrieden ist, in Ruhe die Hände der Angebeteten verehren zu dürfen. „Ich liebe schöne fremde Damen, die vorübergehen und mich nicht ansehen“, … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Literatur

Grandiose Deutung: “Don Giovanni” an der Rheinoper

Wer – oder was – ist Don Juan? Die Frage hat die geistige Welt schon umgetrieben, als Tirso de Molina sein barockes Spiel vom bestraften Wüstling verfasst und auf die Bühne gestellt hat. Seither hat Don Juan eine Weltkarriere gemacht: Es gibt tausende von literarischen Werken, Dutzende von Opern und hunderte von Büchern über die Gestalt, deren historisches Werden ebenso im Dunkel liegt wie die inneren Schichten seiner Seele. Spätestens seit Wolfgang Amadé Mozart, seit E.T.A. Hoffmann und Søren Kierkegaard ist der Don-Juan-Stoff mit Musik verbunden. Don Giovanni ist ein idealer Opernheld, denn seine Uneindeutigkeit und sein wesenloses Sein, seine symbolische Kraft und seine sinnliche Existenz lassen sich in und mit Musik – zumal, wenn ein Mozart am Werke ist – am sinnenfälligsten einkreisen. Kein Wunder also, dass sich die geistige … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Allgemein, Oper & Ballett

Ernest Borgnine starb mit 95: Er konnte mit Nuancen Charaktere prägen

Ernest Borgnine starb mit 95: Er konnte mit Nuancen Charaktere prägen

Wirklich nicht mit äußeren Erscheinungsmerkmalen gesegnet, die gemeinhin Hollywood-Stars glamourös erscheinen lassen, als Darsteller eher mal auf polternde, aber auch tapsig-liebenswerte Eigenschaften abonniert, der Kerl, dem man gern Zuverlässigkeit und Loyalität zuordnen würde, und er war stets von einem außergewöhnlichen Wiedererkennungswert: Ernest Borgnine, der sein bewegtes Leben als Sohn italienischer Eltern mit Namen Ermes Effron Borgnino begann, hat es mit 95 Jahren abgeschlossen und hinterlässt viel mehr Lücken, als man auf den ersten Blick meinen … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Kino

Wenn Bäume Zähne zeigen

Wenn Bäume Zähne zeigen

Mag sein, dass es das irgendwo schon seit 1966 gibt. Wahrscheinlich machen sie das im hippen Berlin schon seit zwei Jahrzehnten und in Hamburg seit 15 Jahren. Einige Stadtgänger werden’s vielleicht genauer wissen. Mir ist das Phänomen jedenfalls neu. Ich rede von Bäumen mit Gebiss. Jawohl. Richtig gelesen. Ein wahrscheinlich humoriger, gewiss jedoch handwerklich begabter Jemand hat bei uns im Dortmunder Innenstadtviertel über Nacht einige Bäume mit Zahnreihen versehen, welche wiederum in einem Gipsbett stecken. Falls es … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Gesellschaft, Natur, Stadt Land Fluss, Stilfragen

Frust und Tumult in der Philharmonie: Anne-Sophie Mutter musste absagen

Mutter oder gar nichts. Vor dem Konzert des Klavier-Festivals in der Essener Philharmonie spielten sich tumultuöse Szenen ab. Geld zurück, forderten vornehme Damen barsch, denn Anne-Sophie Mutter, die Geigerin mit Kult-Status, war nicht da! Die Damen am Info-Tisch des Klavier-Festivals wurden sogar rüde beschimpft, selbst Intendant Franz Xaver Ohnesorg musste einschreiten. Der Grund: Anne-Sophie Mutter hatte am Morgen anrufen lassen, sie sei ernstlich erkrankt und könne am Abend auf keinen Fall spielen. Wer die Künstlerin kennt, der weiß: Sie würde nie ohne triftigen Grund absagen. Doch die Enttäuschung mancher Mutter-Fans saß so tief, dass die Fassade kultivierter Contenance unter dem Ansturm von Frust und uneingelöster Erwartung zerbröckelte. Hatte man sich doch so auf den einzigartigen Event gefreut! In solchen Augen zählte das Wunder nicht, das die Disposition des Klavier-Festivals vollbracht hat: … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Musik & Konzert

Mit Kindern das Revier entdecken

Mit Kindern das Revier entdecken

Wenn schon Ruhrgebietsführer, dann doch bitte lieber aus einem Ruhrgebietsverlag. Da erhöht sich die Chance eminent, dass etwaige Schnitzer noch erkannt und getilgt werden. Ehrlich jetzt. Genug der Vorrede: Im Essener Klartext-Verlag ist ein kundiger Kinderreiseführer fürs Ruhrgebiet erschienen, Untertitel „Abenteuer, Zeitreisen und Experimente“. Aus der Region – für die Region. Autorin Natascha Leo spricht in stets munterer Schreibe die Kleinen direkt an. Erwachsene dürfen staunend vor- oder mitlesen und dann die entsprechenden Kurztrips organisieren – anhand … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Alltag, Kinderzeiten, Region Ruhr, Unterwegs

Sensation: Ein Boulevardjournalist ruft bei mir an!

Sensation: Ein Boulevardjournalist ruft bei mir an!

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle einen Nachruf auf eine Kollegin veröffentlicht. Ein Umstand, den ich damals bewusst nicht zur Sprache gebracht habe, weil er absolut nichts mit ihren Verdiensten zu tun hatte: Die Frau war offenbar nicht eines natürlichen Todes gestorben. Müßig zu sagen, dass jenes monströse Boulevardblatt das Delikt alsbald grell herausschrie. Nun steht in Dortmund der mutmaßliche Mörder vor Gericht – und prompt bekam ich heute den Anruf einer hier ansässigen privaten … Den ganzen Artikel lesen »

Veröffentlicht unter: Medien