Monatsarchive: Mai 2006

Die Clubbisierung der Welt – Frédéric Beigbeder legt einen Tagebuch-Roman vor

Von Bernd Berke

So kaltschnäuzig kann man Tagebuch führen: „11. September 2001. Die Twin Towers sind eingestürzt. Nachmittags Schwimmbad.“

Man muss eben Prioritäten setzen: Derselbe Autor (der mit „Windows on the World“ freilich ein ganzes Buch zum Tenor des 11. September lieferte) lässt sich hier lieber lang darüber aus, mit wie vielen schönen Frauen ein Mann schlafen kann – rein rechnerisch besehen.

Der Franzose Frédéric Beigbeder schätzt in seinem frivolen Journal „Der romantische Egoist“, dass weltweit auf 1000 Frauen eine „Granate“ kommt. Folglich gibt’s auf Erden mindestens 3,5 Millionen „hinreißende Frauen“. Frei nach Adam Riese: „Um mit allen zu schlafen, müsste man… 1000 Jahre lang zehnmal täglich poppen.“ Spätpubertärer Wahn also.

Als die Groupies Schlange standen

Der 1965 geborene Beigbeder hatte mit seinem Buch „39,90″ international Erfolg. Genau in jener Phase setzt sein Tagebuch-„Roman“ ein. Plötzlich wurde er in einem Atemzug mit Michel Houellebecq genannt, zu lauter schrägen Events eingeladen – und die Groupies standen Schlange. Wow!

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