Manchmal bleibt man sich lange treu, ohne sich dem Wandel zu verschließen: So habe ich alte Musikkassetten-Aufnahmen aus den frühen bis späten 1980er Jahren verwahrt und – sofern nicht gleich bei der Aufnahme vom Radio richtig bezeichnet – die Listen Jahrzehnte später präzisiert, was Interpreten und Titel angeht. Mal mit erkennungsdienstlicher Hilfe von Shazam, mal von Google. Jetzt aber die nächste, vielleicht ultimative Stufe: Alles ward anhand einer KI (in diesem Falle: ChatGPT) überprüft.
Diese KI hat, mit erhöhtem „Denkaufwand“, zwischendurch gar eine „Kritische Ausgabe“ meiner Listen (nach den goldenen Regeln philologischen Herausgebens) vorgeschlagen, was mir allerdings zu sehr ins Wissenschaftliche ging. Der korrigierende Abgleich mit alten Daten aus Playlisten (vor allem damalige Sendungen von Alan Bangs) und sonstigen Internet-Quellen hat mir vollauf genügt.… Weiterlesen

















Maxim Emelyanychev (Bild) ist unter den Musikern der historisch informierten Aufführungspraxis einer, der nicht nur im Buchstaben nach dem Geist forscht. Entsprechend temperamentvoll subjektiv ist sein Zugriff – ob als Dirigent oder als Pianist. Zum Abschluss seiner vier Auftritte als Portraitkünstler der laufenden Saison präsentiert er sich in der Philharmonie Essen als Meister der Tasten.




















