
Das Ensemble von „Kaspar“: Andreas Grötzinger, Julia Schubert, Elias Eilinghoff, Fabian Reichenbach, Annika Meier und Rebekka Biener (v.l., Foto: Birgit Hupfeld)
„Jeder ist heutzutage glücklich“: So lautet eine der Schlafschul-Weisheiten in Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“. Ein harmlos klingender Satz, der es in sich hat. Denn die Feststellung duldet keinen Widerspruch: Sei gefälligst glücklich. Und wenn du es nicht bist, stimmt etwas mit dir nicht. An solche sprachlichen Zurichtungen lässt Claudia Bauers Inszenierung von Peter Handkes „Kaspar“ am Schauspiel Köln denken.
Als Außenseiter ist Kaspar bei Claudia Bauer nicht ohne Weiteres zu erkennen. Von Beginn an steht er mitten in einem Kollektiv, das schon durch Vanessa Rusts Kostüme zugerichtet wirkt: hellblaue Anzüge mit grotesk ausladenden Schulterpolstern, weite, wadenkurze Hosen, darunter bunte Rautensocken und schwarze Schuhe.… Weiterlesen
























Maxim Emelyanychev (Bild) ist unter den Musikern der historisch informierten Aufführungspraxis einer, der nicht nur im Buchstaben nach dem Geist forscht. Entsprechend temperamentvoll subjektiv ist sein Zugriff – ob als Dirigent oder als Pianist. Zum Abschluss seiner vier Auftritte als Portraitkünstler der laufenden Saison präsentiert er sich in der Philharmonie Essen als Meister der Tasten.












