Bevor sie immer wieder weltweit unterwegs war, hat die spätere Büchnerpreisträgerin Felicitas Hoppe ihre Kindheit nach eigenem Bekunden als Stubenhockerin verbracht – fast schon frei nach Blaise Pascals oftmals zitiertem Diktum, das Unglück der Menschen liege darin, dass sie nicht still in ihren Zimmern bleiben könnten.
Aber dann! Irgendwann hat es die in Hameln aufgewachsene Schriftstellerin gepackt, als habe der legendäre Rattenfänger von Hameln auch sie ins gefährlich Unbekannte gelockt. Seither bewegte sie sich immer einlässlicher auf vorher unbekannten Pfaden. Zunächst ganz zaghaft bei einer Asthma-Kur auf Langeoog, Jahre später dann, gleichsam als Initiation, beim US-Aufenthalt als Studentin, dort mit Freunden ständig „on the road again“, wie es einst Canned Heat unsterblich intonierte. Und so qualifizierte sie sich nach und nach dafür, den Band „Reisen“ für die verdienstvolle Hanser-Berlin-Reihe über zehn grundlegende Phänomene des Lebens zu schreiben.… Weiterlesen



Maxim Emelyanychev (Bild) ist unter den Musikern der historisch informierten Aufführungspraxis einer, der nicht nur im Buchstaben nach dem Geist forscht. Entsprechend temperamentvoll subjektiv ist sein Zugriff – ob als Dirigent oder als Pianist. Zum Abschluss seiner vier Auftritte als Portraitkünstler der laufenden Saison präsentiert er sich in der Philharmonie Essen als Meister der Tasten.



































