
Bertrand de Billy dirigierte die Essener Philharmoniker in ihrem ersten Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit. Foto: Volker Wiciuk/TuP
Gerne streift der Wanderer durch die abwechslungsreiche musikalische Welt des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Er lässt manch liebliches Tal ohne besondere Rührung hinter sich, bewundert das vielfältige Panorama der vier Brahms-Sinfonien, bevor er sich aufmacht zu den gewaltigen Höhen brucknerscher Kompositionskunst, hinter denen die zerklüfteten, bizarren Formationen des Mahler-Gebirges in den Himmel ragen. Dazwischen so manches Geröll, das meist unbeachtet überquert wird.
Die Essener Philharmoniker haben zum Einstand in ihre Konzertsaison gleich einen der monumentalsten Riesen in der Kette der Bruckner-Gipfel bestiegen: die „Symfonie in D moll, wo die Trompete das Thema beginnt“, wie Bruckner selbst dem Widmungsträger Richard Wagner schrieb, nachdem er infolge ausufernden Genusses von Bier nicht mehr wusste, ob sich Wagner bei einem geselligen Abend für die Zweite oder die Dritte entschieden hatte.… Weiterlesen













Maxim Emelyanychev (Bild) ist unter den Musikern der historisch informierten Aufführungspraxis einer, der nicht nur im Buchstaben nach dem Geist forscht. Entsprechend temperamentvoll subjektiv ist sein Zugriff – ob als Dirigent oder als Pianist. Zum Abschluss seiner vier Auftritte als Portraitkünstler der laufenden Saison präsentiert er sich in der Philharmonie Essen als Meister der Tasten.
























