Mark Steinert führt im hippen Hamburger Schanzenviertel eine auf die Nöte und Sorgen von Künstlern spezialisierte Anwalts-Kanzlei: „Wir vertreten Schauspielerinnen, die ihre Regisseure wegen sexueller Belästigung anzeigen. Regisseure, die sich zum Gaza-Krieg äußern und danach keine Jobs mehr bekommen.“
Und weiter: „Wir helfen Autoren, die ihre Ideen angeblich von anderen Autoren gestohlen haben.“ – „Wir helfen Musikern, die Kritiker beleidigen, und Journalisten, die Mordandrohungen erhalten“, meint Mark, der Erzähler in Juli Zehs neuem Roman „Pony Show“, und ergänzt dann lapidar: „In den letzten Jahren wurden unsere Mandanten immer prominenter und die Honorare höher.“
Manchmal hat Mark zwar das dumpfe Gefühl, dass seine Karriere auf dünnem Eis verläuft, seine Auftritte vor Gericht mehr Schein als Sein sind. Doch insgesamt ist alles in bester Ordnung.… Weiterlesen



















Maxim Emelyanychev (Bild) ist unter den Musikern der historisch informierten Aufführungspraxis einer, der nicht nur im Buchstaben nach dem Geist forscht. Entsprechend temperamentvoll subjektiv ist sein Zugriff – ob als Dirigent oder als Pianist. Zum Abschluss seiner vier Auftritte als Portraitkünstler der laufenden Saison präsentiert er sich in der Philharmonie Essen als Meister der Tasten.


















