
Peter Handke (Mi.) mit den Schauspielern Marina Galic und Jens Harzer beim tosenden Schlussapplaus im Berliner Ensemble. (Handy-Foto: Frank Dietschreit)
Knapp zwei Stunden lauscht das Berliner Publikum dem ins Absurde abdriftenden Spiel vom „Lautwerden des einen Kreuz-und-Quer-Gehenden zeit seines jeweiligen Innehaltens“, das Peter Handke selbstironisch als „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ bezeichnet.
Was wissen wir schon über uns und die Welt? So fragt der Literaturnobelpreisträger achselzuckend. Sind unsere Erinnerungen nicht trügerisch? Könnte nicht alles auch ganz anders gewesen sein? Und selbstquälerisch: „Wozu bin ich geboren? Wenn ich’s nur wüßte. Zum Rauchfangkehrer? Zum Eintänzer? Zum Blindenführer?“
Der „Alleingeher“ stolpert durch sein großes Werk
Als „Alleingeher“ stapft er seit langem durch die Welt, stolpert jetzt durch sein großes Werk, irrlichtert dem baldigen Ende entgegen und versucht (erfolglos?),… Weiterlesen








Maxim Emelyanychev (Bild) ist unter den Musikern der historisch informierten Aufführungspraxis einer, der nicht nur im Buchstaben nach dem Geist forscht. Entsprechend temperamentvoll subjektiv ist sein Zugriff – ob als Dirigent oder als Pianist. Zum Abschluss seiner vier Auftritte als Portraitkünstler der laufenden Saison präsentiert er sich in der Philharmonie Essen als Meister der Tasten.





























