
Das Denkmal für den Dichter und Komponisten E.T.A. Hoffmann in Bamberg. (Foto: Werner Häußner)
Man könnte es sich so leicht machen mit einem Festival wie dem in Knechtsteden, dem traditionsreichen Kloster bei Dormagen: Auf die Wirkung des romanischen Raums der ehemaligen Prämonstratenserkirche vertrauend, ließe sich das Publikum mit Populärem locken. Ein Bach hier, ein Händel da – und fertig wäre das Programm.
Festivalleiter Michael Rathmann hat da anderes im Sinn: In diesem Jahr widmete sich das seit 1992 bestehende Festival „Alte Musik Knechtsteden“ dem kompositorischen Erbe Ernst Theodor Amadeus Hoffmanns. Das 1776 geborene Multitalent, heute fast nur noch als Schriftsteller bekannt, hat ein respektables musikalisches Œuvre hinterlassen. Eine Sinfonie, ein Harfenquintett, ein Klaviertrio, mehrere Klaviersonaten, Opern und kleinere Gesangsstücke – insgesamt rund 80 nachweisbare Werke.… Weiterlesen

















Maxim Emelyanychev (Bild) ist unter den Musikern der historisch informierten Aufführungspraxis einer, der nicht nur im Buchstaben nach dem Geist forscht. Entsprechend temperamentvoll subjektiv ist sein Zugriff – ob als Dirigent oder als Pianist. Zum Abschluss seiner vier Auftritte als Portraitkünstler der laufenden Saison präsentiert er sich in der Philharmonie Essen als Meister der Tasten.



















