Tagesarchive: 15. Mai 2016

Mindestens ein Manuel Harder – in Carsten Brandaus Stück „Die Anmaßung“

Manuel Harder in "Die Anmaßung". (Quelle: Theater Dortmund)

Manuel Harder in „Die Anmaßung“. (Quelle: Theater Dortmund)

Die titelgebende „Anmaßung“ in dem Stück von Carsten Brandau beginnt schon mit der Regieanweisung: Es brauche „mindestens einen Manuel Harder“. Ein Stück, nur für einen Schauspieler geschrieben, versetzt mit biographischen Versatzstücken: Es ist ein Vexierspiel zwischen Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Illusion, dem der Zuschauer ausgesetzt wird – zu sehen als Gastspiel im Bochumer Zeitmaultheater.

Schon einmal gab es im Ruhrgebiet ein denkwürdiges Zusammentreffen von Manuel Harder mit Carsten Brandau: Der Schauspieler hatte „Wir sind nicht das Ende“ in Dortmund inszeniert – ein Stück über die Frau eines der Terrorpiloten von 9/11, aufgeführt in einem klaustrophobisch kleinen Container.

Ähnlich dicht auf die Pelle rückt einem Manuel Harder auch in „Die Anmaßung“ – so scheinbar tief geht der Blick in den Menschen, der da vor einem steht. Oder doch nicht?

Wer spricht mit wem?

„Manuel Harder“ ist in großen Lettern auf die Bühne projiziert: Doch so, wie eine Projektion ja auch ein Spiel mit Licht ist, spielt auch dieser Abend mit Wirklichkeit und Illusion. Am Anfang führt Harder ein Zweigespräch, fordert von sich, alles zu zeigen, auf die Bühne zu gehen, aufrecht zu stehen.

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Die älteste deutsche Schraubenfabrik in Ennepetal produziert die berühmte „Spax“

Seit mehr als vier Jahrzehnten geht es immer zu Pfingsten im Ennepetaler Bremenstadion rund: Jeweils acht internationale Fußball-A-Juniorenmannschaften kämpfen um den Spax-Cup. In diesem Jahr sind das neben dem TuS Ennepetal und Schalke 04 der VfL Wolfsburg, der Hamburger SV, der FC Liverpool und FC Arsenal sowie aus Brasilien die Kicker von Atletico Mineiro und Fiuminense. Beim Namen Spax-Cup bekommen begeisterte Heimwerker große Augen, denn die Spax kennen sie als eine ganz besondere Schraube.

Eine ABC-Mustertafel aus den 50er Jahren. (Foto Pöpsel)

Eine ABC-Mustertafel aus den 50er Jahren. (Foto: H.H.Pöpsel)

Schon 1823 wurde die Firma Altenloh, Brinck & Co. als erste deutsche Schraubenfabrik in der Gemeinde Milspe gegründet, das ist heute der Stadtkern von Ennepetal, und unter der Abkürzung ABC produziert das Unternehmen immer noch sehr erfolgreich. Bereits 1856 gründete ABC als eine der ersten Firmen in Deutschland eine eigene Betriebskrankenkasse, 1857 führte man eine Dampfmaschine für die unabhängige Energieversorgung ein, und mit einem Holzschrauben-Vollautomaten begann 1866 die industrielle Massenfertigung von Schrauben. Der große Durchbruch kam jedoch vor genau fünf Jahrzehnten mit der Entwicklung der Universalschraube Spax, die sich mit einem eigenen Gewinde in den Werkstoff hineinschneidet.

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