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„Das Panorama des Schreibens“: Hanns-Josef Ortheil öffnet seine literarische Werkstatt

Bevor Hanns-Josef Ortheil 1951 das Licht der Welt erblickte, hatten seine Eltern vier Söhne verloren. Vom Trauma des Verlustes gepeinigt, lag über der Familie der eine düstere Wolke aus Trauer und Schweigen.

Weil seine Mutter eine Zeitlang völlig verstummte, hörte auch der kleine Hanns-Josef mit drei Jahren auf zu sprechen und verließ erst mit sieben sein wortloses Schneckenhaus. Vielleicht ist ihm deshalb das Schreiben und Sprechen und die Erfindung der Wirklichkeit mit Worten zur Pflicht und Routine geworden. Seit seinem achten Lebensjahr notiert Ortheil täglich, meistens in den frühen Morgenstunden, was ihm gerade durch den Kopf geht, was er erlebt und gedacht hat und festhalten will. „Bis heute“, sagt er in einem Werkstatt-Gespräch mit seinem Lektor Klaus Siblewski, „habe ich durch all die vergangenen Jahrzehnte an der Gewohnheit festgehalten, täglich solche Chroniken, kleinen Erzählungen, Ideensammlungen oder Entwürfe größerer Schreibprojekte zu notieren.“… Weiterlesen

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