Archiv der Kategorie: Allgemein

Sind Birnen besser als Äpfel? Hanns-Josef Ortheils Buch „Was ich liebe und was nicht“

Manche Schriftsteller schätzt man auf eine Weise, dass man auch mehr über den Menschen hinter den Büchern erfahren möchte. Hier naht eine Abhilfe: Der 1951 in Köln geborene Autor Hanns-Josef Ortheil versorgt uns in „Was ich liebe und was nicht“ gar reichlich mit Ansichten seiner selbst, mit höchstpersönlichen Bekenntnissen und Reflexionen.

042_87416_168537_xxl

Einige Beispiele gefällig? Bitte sehr, ich verkürze notgedrungen furchtbar ungerecht, doch im Duktus ist es nicht völlig verzerrt:

Mit dem Autofahren und dem Fliegen hat’s Ortheil nicht so, er nimmt lieber die Bahn – und verrät ausführlich, warum das so ist.

In einem umfangreichen Kapitel übers Essen erfahren wir einiges über seine kulinarischen Vorlieben und Abneigungen. Er mag, wie es sich schon auf dem Buchcover andeutet, z. B. lieber Birnen als Äpfel und ordnet weitere Sorten so zu: „Himbeeren sind das Obst der Maler und Dichter. Kirschen dagegen sind das Obst der Komponisten und Filmemacher.“ Es könnte Leser geben, denen das Jacke wie Hose ist.

Veröffentlicht unter Allgemein, Bekenntnisse, Buchmarkt, Kultur an sich, Lebenswege, Literatur | Verschlagwortet mit , | 1 Kommentar

Was ich eigentlich gerne schreiben wollte, dann aber doch nicht geschrieben habe…

Das Nicht-Getane, hier wird’s Ereignis. Wenn ich mir so überlege, worüber ich in den letzten Tagen habe schreiben wollen! Ui-ui-ui. Doch wo anfangs ein Wille gewesen sein mag, ist er dann doch nicht auf den Weg geraten.

Beispielsweise hätte ich ausführlichst von jenem misslichen kleinen Vorfall berichten können: Vergoss ich doch tatsächlich eine Tasse (schwarzen) Kaffee in meine vormalige Mac-Tastatur. Sie hat’s nicht überlebt. „R.I.P.“, wie es bei betroffenen Facebookianern öfter mal heißt.

Hätte, hätte, Fahrradkette... (@ Lupo / www.pixelio.de)

Hätte, hätte, Fahrradkette… (© Lupo / www.pixelio.de)

Anschließend habe ich mich mit einem so genannten „Migrations-Assistenten“ geplagt, der einem hilft, Programme, Dateien und Einstellungen von einem Computer auf den anderen zu schaufeln. Man lasse sich das Wort auf der Zunge zergehen: „Migrations-Assistent“.

Nebenbei gesagt: Ich mag’s ja sehr, wenn Technik funktioniert. Was ich aber überhaupt nicht mag, ist das forciert witzigseinwollende Wort „funktionuckelt“.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | 4 Kommentare

Noble Gemessenheit: Mitsuko Uchida und das Mahler Chamber Orchestra in Dortmund

Ein Leben lang mit Mozart vertraut: Mitsuko Uchida. Foto: Richard Avedon

Ein Leben lang mit Mozart vertraut: Mitsuko Uchida. Foto: Richard Avedon

Mitsuko Uchida in Deutschland zu erleben, ist ein exklusives Vergnügen: Eben von einer Tournee aus Japan zurück, konzertierte die Wiener Pianistin mit japanischer Herkunft und Londoner Wohnsitz mit dem Mahler Chamber Orchestra zwei Mal – in Berlin und im Konzerthaus Dortmund.

Im Januar 2017 gibt es Auftritte in Hamburg, München, Frankfurt, im Februar in der neuen Elbphilharmonie – und im Frühsommer im Ruhrgebiet, wenn Mitsuko Uchida ihr Versprechen einlöst, das wegen Krankheit ausgefallene Konzert beim Klavier-Festival Ruhr 2016 im kommenden Jahr nachzuholen.

Veröffentlicht unter Allgemein, Musik & Konzert | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Dezember

Geschafft: Der Dezember, die Weihnachtsfeiern, das Jahr. Das allüberall beherrschende Thema war – das Wetter. Statt ersehnter weißer gab es warme Weihnachten.

nicht von Pappe

Doch Abhilfe naht spätestens zum nächsten großen Fest,
zum Trost sei erinnert an die

Bauernregel des Monats: Ist es warm zur Weihnachtsfeier,
fällt der Schnee auf Ostereier.

Und das war dem Ruhrpott sein Dezember:

Symposium des Monats
: Begleitend zur aktuellen Folkwang-Ausstellung „Otto Steinert. Absolute Gestaltung“ schaute eine beachtliche Referentenriege auf Leben und Werk des bedeutenden Fotolehrers.

Schlagzeilen des Monats: Rätselraten im Dortmunder Zoo! Kriminelle Taten oder unglückliche Fluchten?

Comeback des Monats: Richard Ford läßt seinen knorrigen Chronisten Frank Bascombe wieder aufleben.

Premiere des Monats: Huan-Hsiung Li, Theatermann aus Taiwan, gab in Duisburg sein Europa-Debüt als Regisseur mit Giacomo Puccinis „Turandot“.

Veröffentlicht unter Allgemein, Kultur an sich, Region Ruhr | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

„Das ist doch keine Kunst“ – Strips und Cartoons in der Ludwiggalerie Oberhausen

01 Das ist doch keine Kunst, 2015 © Ruthe, Sauer, Flix

Bilder von Ralph Ruthe, Joscha Sauer und Felix Görmann hängen jetzt in Oberhausen im Schloß. Dieses Motiv ziert den Katalog. (Foto: Ludwiggalerie Oberhausen/Ruthe, Sauer, Flix)

In der Ludwiggalerie im Oberhausener Schloß hängen jetzt Cartoons und Comics an den Wänden. Ralph Ruthe, Joscha Sauer und Felix Görmann („Flix“) heißen die Zeichner, die man namentlich möglicherweise nicht kennt, deren bunte Bildgeschichten jedoch weit verbreitet sind, in Zeitungen und Zeitschriften, im Internet oder auch in Büchern auftauchen. Im Museum jedoch erwartet man Cartoons und Comics eher nicht. Gehören sie überhaupt dort hin?

Dr. Christine Vogt, Direktorin der Ludwig-Galerie, würde diese Frage jederzeit heftig bejahen und vielleicht auf vergangene Projekte verweisen. Ralph König und Walter Moers („Das kleine Arschloch“, „Käpt’n Blaubär“), die beiden wohl bedeutendsten deutschen Zeichner der Gegenwart, hatten in Oberhausen bereits ihre Einzelausstellungen. Ruthe, Sauer und Flix entstammen in gewisser Weise einer nachfolgenden Generation, sind alle in den 70er Jahren geboren, jetzt schon etliche Jahre erfolgreich im Geschäft und bieten sich somit für eine Nachfolge an.

Veröffentlicht unter Allgemein, Kunst, Literatur, Scherz, Satire, Ironie | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weltexklusiv: Nichts über die Hitzewelle, nichts über Griechenland

Auch über schicke Fahrzeuge bringen wir nichts. (Foto: BB)

Auch über schicke Fahrzeuge bringen wir nichts. (Foto: BB)

Wir wissen eben, was wir unseren Leser(inne)n schuldig sind. Daher hier keine einzige Zeile über etwaige Hitzerekorde und keine Spekulationen über Griechenland. Nun erwarten wir demütig Dankschreiben aus aller Welt.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , | 2 Kommentare

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Juni

Na bitte. Wer sagt’s denn! Es ist Sommer. Richtiger, echter, heißer Sommer. Und das in der Siebenschläfersonne. Da wird das tapfere Bibbern und Ausharren während der Schafskälte doch belohnt.

Schafskälte

Und das war dem Ruhrpott sein Juni:

Unbehagen des Monats: verursacht die hochaktuelle Inszenierung von Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ bei den Mülheimer Stücketagen.

Fundament des Monats: Noch tragen die Strukturen der Unnaer Stadtkultur. Nur wie lange noch? Es geht immer mehr um Mittelverteilung.

Anstalt des Monats: Im Essener Aalto-Theater findet Antonin Dvoráks Märchenoper „Rusalka“ den Weg in die Psychiatrie.

Nashörner des Monats: Samuel Finzi und Wolfgang Koch begeistern bei den Ruhrfestspielen im gleichnamigen Klassiker des absurden Theaters von Eugène Ionesco, die Inszenierung eher nicht so.

Lebenswege des Monats: Julian Barnes erzählt in seinem Buch „Lebensstufen“ von ungeahnter Freiheit und untröstlicher Trauer.

Veröffentlicht unter Allgemein, Kultur an sich, Region Ruhr | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kein Monatsrückblick

_________________________________________________

Liebe Leserinnen und Leser der Revierpassagen,

diesmal gibt es keinen Monatsrückblick. Der Grund für den Verzicht liegt nahe.

Der März stand – auch und vor allem im Ruhrgebiet – so sehr im Zeichen des fürchterlichen Germanwings-Absturzes, dass sich eine Rückschau auf „Besonderheiten“ des Monats nicht nur erübrigt, sondern geradezu verbietet.

_________________________________________________

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Guten Rutsch…

Alles Gute zum neuen Jahr wünscht das Team der Revierpassagen

(Foto: Bernd Berke)

(Foto: Bernd Berke)

Veröffentlicht unter Allgemein, Alltag, Lebenswege, Liebesleben, Utopien | 3 Kommentare

In grellem Licht: Vesselin Stanev mit einem Liszt-Programm in Düsseldorf und Essen

Vesselin Stanev ist einer der Pianisten, die wenig Aufhebens um sich machen und unbeirrt ihren künstlerischen Weg verfolgen. Im Falle des bulgarischen, in Paris lebenden Künstlers führt er immer wieder zu Franz Liszt: 2011 überzeugte er beim Klavier-Festival Ruhr in Gelsenkirchen mit den aberwitzig schwierigen „Etudes d‘exécution transcendante“; jetzt gastierte er mit einem nicht weniger anspruchsvollen Programm im Rahmen einer Tournee in Düsseldorf und im RWE-Pavillon der Essener Philharmonie. Dort war er zuletzt 2012 mit einem Chopin-Abend zu erleben.

Veranstalter des Konzerts war „Inno Artistico“, einem Text auf der Homepage zufolge „eine private Gesellschaft, die sich der Werterhaltung im Bereich der klassischen Musik verpflichtet fühlt“. Unter dieser Prämisse mache sie sich zur Aufgabe, ausgewählte Musiker auf ihrem künstlerischen Weg langfristig zu begleiten.

Veröffentlicht unter Allgemein, Musik & Konzert | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nichts als Text im Tanzzentrum – „El triunfo de la libertad“ bei der Ruhrtriennale

laribote

Was zu lesen: „El triunfo de la libertad“ von La Ribot im Essener Tanzzentrum „pact“. Foto: Ruhrtriennale

Das Publikum wartet auf die Tänzer – doch die Tänzer kommen nicht. Stattdessen sind auf elektronischen Schriftbändern Sätze in Deutsch und Englisch zu lesen, die eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die das Intro zu einem Tanz sein könnte.

„El triunfo de la libertad“ heißt dieser eigenwillige Abend im Essener Tanzzentrum „pact“, für den die Choreographin La Ribot verantwortlich zeichnet. Anscheinend ist mit dem Titel die „Libertad“ (Freiheit) der Künstlerin gemeint, zu machen, wozu sie eben Lust hat.

Veröffentlicht unter Allgemein, Kultur an sich, Sprache | Verschlagwortet mit , , | 3 Kommentare

Eröffnung der Konzertsaison in Krefeld: Mit Jac van Steen nach Russland

Wieder ein russisches Programm, wieder eine Geigerin: Die Brücke zur vergangenen Spielzeit wird offensichtlich geschlagen. Brachte Generalmusikdirektor Mihkel Kütson im vorletzten  der Serie der Abo-Konzerte der Niederrheinischen Sinfoniker Schostakowitsch und Mussorgsky, startete Gastdirigent Jac van Steen in Krefeld mit Tschaikowsky, Prokofjew und den souverän entfalteten Sinfonischen Tänzen Sergej Rachmaninows.

Viviane Hagner, die in Berlin lebende und unterrichtende Münchnerin, ist die Solistin des Zweiten Violinkonzerts Prokofjews. Keine der Geigerinnen, die auf der Glamourwelle mitschwappen. Ganz konzentriert auf den musikalischen Auftritt, wenn sie mutterseelenalleine das Konzert eröffnet. Ohne Sentiment, aber auch ohne die dunklen Verschattungen der Melancholie. Hagner bezieht Position: Die emotionale Geste, die demonstrative Emphase scheint ihre Sache nicht zu sein.

Veröffentlicht unter Allgemein, Musik & Konzert | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Was vom Monat übrig blieb: Das war der August

So langsam kehren wir zur Normalität zurück, die Sauregurkenzeit neigt sich dem Ende zu. Die Theater öffnen eines nach dem anderen wieder, die Urlauber kehren zurück und für Autobahnen im Revier gilt wieder der alte Leitsatz: „A 40, nur wennsse Zeit hass“. Der Monat war eher ein dummer August, ziemlich viele Veranstaltungen fielen buchstäblich ins Wasser.

Sunrise Avenue, Open Air im Westfalenpark, August 2014,  Hollywood Hills im Regen.

Sunrise Avenue, Open Air im Westfalenpark, August 2014, Hollywood Hills im Regen.

Und das war dem Ruhrpott sein August:

Sau des Monats: Wehe, wenn sie losgelassen! Junggesellenabeschiede als Event.

Radiolegende des Monats: Als Carmen Thomas und der Ü-Wagen noch regelmäßig vor Ort berichteten.

Medienkompetenz des Monats: Bernd Berke empfiehlt sehenswerte Trickserien (nicht nur) für Kinder.

Festival des Monats: Die RuhrTriennale startet vielversprechend.

Schafe des Monats: Möööh. Heiner Goebbels ließ bei der Deutschen Erstaufführung von Louis Andriessens Oper „De Materie“ tatsächlich eine Schafherde über die Bühne treiben.

Veröffentlicht unter Allgemein, Kultur an sich, Region Ruhr | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Festspiel-Passagen VIII: Die Phrasen des Bösen – „Die letzten Tage der Menschheit“ in Salzburg

Dörte Lyssewksi in Karl Kraus' "Die letzten Tage der Menschheit" in Salzburg. Foto: Georg Soulek

Dörte Lyssewksi in Karl Kraus‘ „Die letzten Tage der Menschheit“ in Salzburg. Foto: Georg Soulek

Servus, Erster Weltkrieg. Bist‘ auch angekommen in der Jetztzeit des Theaters. Zeigst dein Fratzerl von den Brettern herunter. Und wir sitzen im blassen Glanz des k.u.k. Neubarock im Salzburger Landestheater, ein Festspielpublikum, das dich, du Krieg, erlebt wie damals die feinen Herrschaften auf der Wiener Ringstrass’n.

Nicht in Dreck und Blut, zerfetzten Leibern und wahnsinnig gewordenen Augen. Sondern im prickelnden Schauder der Bilder des Grauens, der Feuilletons von Schlacht und Tod. In Schicksalen, zurechtgemacht für das Format der Nachrichten, hingeschnitten auf die Reportage-Schnipsel raschbildriger Magazine, passend für’s Twitter-Format.

Veröffentlicht unter Allgemein, Festivals, Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Festspiel-Passagen VII: Spaß am Ungehörten – Francesco Morlacchi in Wildbad wiederentdeckt

Beifall für Morlacchis Oper "Tebaldo e Isolina" in Wildbad. Foto: Elias Glatzle

Beifall für Morlacchis Oper „Tebaldo e Isolina“ in Wildbad. Foto: Elias Glatzle

Der gemeinhinnige Kulturbetrieb setzt auf die Freude am Wiedererkennen: Spielen wir Beethoven, dann kommen die Leut‘. Die Schwergewichte unter den Musikfestivals setzen schon aus Überlebens- und Konkurrenzgründen auf dieses probate Mittel, bemäntelt mir mehr oder weniger geschickten programmatischen Schlagworten oder mit ein paar Nischenkonzerten, in denen man Aufgeschlossenheit demonstriert. Und um Zeitgenossenschaft zu dokumentierten, empfiehlt es sich, Wolfgang Rihm einzuladen, der mit seiner stets freundlichen Ausstrahlung des genießenden Intellektuellen mit schwer genießbarer Musik versöhnt.

Es gibt aber auch ein paar Festivals, die sich diesem probaten Rezept entziehen. Rossini in Wildbad zum Beispiel. Da halten in einem Tal im nördlichen Schwarzwald eine Handvoll idealistischer Freaks um den Intendanten Jochen Schönleber und dem intellektuellen Überbau-Manager Reto Müller einen Komponisten hoch, den der Betrieb sonst meist nur mit komischen Figuren aus Gewerben duldet, die längst ausgestorben sind: Barbiere zum Beispiel – heute auf den Friseur reduziert – oder Küchenhilfen am aschigen Herd.

Veröffentlicht unter Allgemein, Festivals, Oper & Ballett | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Markus Becker beim Klavier-Festival in Essen: Für links geht nicht „mit links“

Der Pianist Markus Becker. Foto: KFR/Roland Schmidt

Der Pianist Markus Becker. Foto: KFR/Roland Schmidt

Verlässt das Klavier-Festival Ruhr die breite Straße, um sich auf verschlungenen Wegen in abgelegene Regionen der Klaviermusik zu begeben, eröffnen sich oft reizvolle Ausblicke. So im Konzert mit Markus Becker und den Bochumer Symphonikern unter Steven Sloane. Becker spielte zwei kaum gehörte Werke für die linke Hand.

Das eine hat Alexandre Tansman für den berühmten einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein 1943 skizziert, aber nicht vollendet. In Polen geboren, im Paris der Zwischenkriegszeit sozialisiert, als Emigrant in den USA geschätzt, nach dem Krieg bis ins hohe Alter in Paris aktiv, gehört Tansman zu den erfolgreichen, heute weitgehend vergessenen Komponisten des wechselvollen 20. Jahrhunderts. Die „Pièce concertante“ für die linke Hand und Orchester hat – wie in vielen anderen Fällen – der einarmige Pianist Paul Wittgenstein bestellt. Ausgeführt wurde das einsätzige Werk jedoch nicht. Es lag lange im Nachlass Tansmans, bis es sein polnischer Landsmann Piotr Moss 2008 vollendete.

Veröffentlicht unter Allgemein, Festivals, Musik & Konzert | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Festspiel-Passagen II: Händels „Giove in Argo“ in Bad Lauchstädt mit Sinn fürs Komische

Jupiter, das wissen wir aus der antiken Mythologie und von Jacques Offenbach, war nicht zimperlich, wenn es um seine Amouren ging: Europa näherte er sich als Stier, Leda als Schwan, Danae als Goldregen und, naja, Eurydike sogar als dicke goldene Fliege. Zu Georg Friedrich Händels Zeiten waren die erotischen Histörchen um den Göttervater noch wohlbekannt, und so konnten sich die Besucher seiner Oper „Giove in Argo“ schon denken, was Jupiter im Nordosten der Peloponnes zu suchen hatte …

Veröffentlicht unter Allgemein, Festivals, Oper & Ballett | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mystisches Erlösungsdrama: Wuppertal spielt noch zwei Mal Respighis „Die Ägyptische Maria“

Auf diesem Foto gut sichtbar: die Videos von Christian Hampe für Respighis "Die ägyptische Maria", die im Juni noch zwei Mal in Wuppertaler Kirchen gespielt wird. Foto: Uwe Stratmann

Auf diesem Foto gut sichtbar: die Videos von Christian Hampe für Respighis „Die ägyptische Maria“, die im Juni noch zwei Mal in Wuppertaler Kirchen gespielt wird. Foto: Uwe Stratmann

Die Dame ging einem Gewerbe nach, das erst die Frauenbewegung des ausgehenden 20. Jahrhundert zu einem Beruf wie jeden anderen zu erklären versucht: Sie war, was man heute „Sexarbeiterin“ nennt. Im ägyptischen Alexandria der Völkerwanderungszeit war „frau“ da auf der Verliererseite; das Einkommen reichte nicht für eine Kreuzfahrt nach Jerusalem. Doch Maria, so der Name der Passagierin, zahlte die Seeleute mit dem, was ihr zu Gebote stand: ihrem Körper.

Veröffentlicht unter Allgemein, Oper & Ballett | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Kriegsbegeisterung war schnell dahin

In den letzten Tagen wurden wir mit Bildern überschüttet, die der alliierten Landung in der Normandie vor 70 Jahren und damit unserer Befreiung von der NS-Diktatur galten. Darüber ist wieder ein wenig das Gedenken an den 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs in den Hintergrund getreten.

 

Der erste gefallene Turnkamerad. (Foto: Stadtarchiv Ennepetakl)

Der erste gefallene Turnkamerad.
(Foto: Stadtarchiv Ennepetal)

Mit Begeisterung waren auch in Deutschland die jungen Männer nach der Mobilmachung Anfang August 1914 in ihre Kasernen eingerückt. Weihnachten wollte man siegreich wieder zu Hause sein.

„Auf zur Visite beim Väterchen Franz in Paris“ malten in Ennepetal junge Soldaten auf ein Schild und stellten sich lächelnd dahinter für den Fotografen auf, doch schon nach wenigen Wochen kamen die ersten Todesnachrichten in der Heimat an, und es wurden immer mehr. Millionen starben schließlich in diesem dreckigen und sinnlosen Krieg, und die weltpolitischen Folgen wirken heute noch nach – sei es auf dem Balkan oder in der Türkei, in Griechenland oder in der Ukraine.

Veröffentlicht unter Allgemein, Geschichte, Lebenswege | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Familienfreuden auf Reisen: Der Engel im Clownskostüm

 

Die Versuchung  ist groß - der Wille auch. (Bild: Albach)

Die Versuchung ist groß – der Wille auch. (Bild: Albach)

Sommer, Sonne, Strand – diesmal kein Klischee, sondern Realität: Wir sind auf Menorca! Und Fi gewöhnt sich langsam an die hiesige Lebensart.

Wir waren bewaffnet. Für den Flieger meine ich. Gefühlte 20 Pixi-Bücher, Handpuppen, Fruchtriegel, Windeln, Feuchttücher. Für jede Eventualiät gerüstet. Und was geschah? Fi ließ fröhlich die Beine in ihrem Sitz baumeln, kaute ihr Sandwich, lugte durch die Sitze zu dem Jungen vor ihr und schlief sogar irgendwann ein. Kind, wer hat Dich erfunden?

Veröffentlicht unter Allgemein, Alltag, Bekenntnisse, Kinderzeiten, Lebenswege, Unterwegs | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 1 Kommentar

Ein Ort kultureller Öffentlichkeit: Die Philharmonie Essen feierte Zehnjähriges

99 gold'ne Luftballons? Es waren sicher mehr, die Eingangsbereich und Foyer der Philharmonie schmückten. Foto: Werner Häußner

99 gold’ne Luftballons? Es waren sicher mehr, die Eingangsbereich und Foyer der Philharmonie schmückten. Foto: Werner Häußner

Vor 110 Jahren hat Richard Strauss höchstpersönlich den alten Essener Saalbau eröffnet. Mit einem neuen Stück, seiner „Sinfonia domestica“ als europäischer Erstaufführung. Vor zehn Jahren, am 5. Juni 2004, erklang das erste Konzert im neuen Saalbau unter Leitung von Stefan Soltesz. Auch jetzt spielte das heimische Orchester, dirigierte Tomáš Netopil die Strauss’sche Tondichtung. Und davor sein „Festliches Präludium für Orgel und großes Orchester“ aus dem Jahr 1913, als die Welt des alten Europa noch in Ordnung schien.

Veröffentlicht unter Allgemein, Kultur an sich, Musik & Konzert, Region Ruhr | Verschlagwortet mit , , , , | 4 Kommentare

Klavier-Festival Ruhr beginnt mit Werken für die linke Hand – Gedenken an den 1. Weltkrieg

Die Pianisten Leon Fleisher (l.) und Nicholas Angelich sowie die Neue Philharmonie Westfalen mit Dirigent Dennis Russell Davies eröffneten das Klavier-Festival Ruhr 2014. Foto: Mohn/KFR

Die Pianisten Leon Fleisher (l.) und Nicholas Angelich sowie die Neue Philharmonie Westfalen mit Dirigent Dennis Russell Davies (r.) eröffneten das Klavier-Festival Ruhr 2014. Foto: Mohn/KFR

In der Geschichte des Klavier-Festivals Ruhr, wurzelnd im Klaviersommer, den Jan Thürmer 1984 in Bochum ins Leben rief, ist die Nutzung großer Industriehallen als Spielstätte zunächst kein Thema gewesen. Erst 2002 gab es die Premiere auf Zollverein in Essen, mit einer sensationellen Doppelvorstellung von George Antheils skurriler Maschinenmusik namens „Ballet mécanique“. Ein Jahr später folgte die Bochumer Jahrhunderthalle, das Festival wurde hier Teil der „Extraschicht“.

Dabei ist es kein Zufall, dass die neuen Podien erst so spät ins pianistische Rampenlicht rückten. 2002 ist das Gründungsjahr der Triennale, die ihre Theaterbretter vornehmlich in eben jenen Werkshallen der Kohle- und Stahlindustrie aufbauen wollte. Dafür bedurfte es allerdings zunächst einer millionenschweren baulichen Aufhübschung. So bekam etwa die Bochumer Jahrhunderthalle ein gläsernes Foyer. Und das Dach wurde ausgebessert, um den Regen fernzuhalten.

Veröffentlicht unter Allgemein, Festivals, Kultur an sich, Musik & Konzert | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Was vom Monat übrig blieb: Das war der April

Die Farbe des Monats war eindeutig gelb. Gelb wie der aufblühende Ginster, wie die reichlich aufscheinende Sonne, wie Ostereier, wie Löwenzahn und vor allem wie die Erkenntnis: Raps ist die neue Kohle. Das ganze Revier ist umgürtelt von Rapsfeldern. Bleibt die Frage, ob die Hausfrauen und Hausmänner unter uns es wirklich als Fortschritt empfinden, wenn der allgegenwärtige Staub nunmehr gelb statt schwarz überall festklebt.
Raps ist die neue Kohle
Und das war dem Ruhrpott sein April:

Ausblick des Monats: Knochenstaub auf Heiligtümern, Spiegelungen und sehr viel schöne Musik – mangelnden Einfallsreichtum kann man Heiner Goebbels für die letzte von ihm inszenierte Ruhrtriennale nicht nachsagen.

Perspektivwechsel des Monats: Kann bildende Kunst mit Krieg jemals „fertig“ werden? Das Wuppertaler Von der Heydt Museum geht in seiner oszillierenden Ausstellung „Menschenschlachthaus. Der Erste Weltkrieg in der französischen und deutschen Kunst“ dieser Frage nach.

Veröffentlicht unter Allgemein, Kultur an sich, Region Ruhr | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Was wird hier gespielt? NRW-Theatertreffen 2014 in Dortmund

Der Dortmunder Theaterchef Kay Voges gibt sich bescheiden. Die zehn besten nordrhein-westfälischen Theaterproduktionen des Jahres 2014 herauszufinden, sei schlichtweg unmöglich. „Wer will das entscheiden?“ Stattdessen haben die Dortmunder ihre Kollegen in den anderen Städten um Vorschläge gebeten. Und die Vorschläge haben sie darauf hin geprüft, ob sie auf einer Dortmunder Bühne gespielt werden können.

Wohnen_unter_Glas_-_Christoph_Meinschaefer

Szene aus „wohnen. unter glas“ von Ewald Palmetshofer. Foto: Christoph Meinschäfer/Theatertreffen

Die ausgesuchten Inszenierungen sind das Teilnehmerfeld des NRW-Theatertreffens, das vom 13. bis 20. Juni in Dortmund stattfindet. Und weil ein bißchen Superlativ eben doch sein muß, werden nun, wenn schon nicht die zehn besten, so doch die zehn bemerkenswertesten Produktionen präsentiert. Übrigens mit einer Ausnahme, der Oberhausener Beitrag ist nicht transportabel. Deshalb fährt am 19. Juni ein Shuttle-Bus.

Dies sind, chronologisch geordnet, die Teilnehmer:

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Solistin und Instrument sind eins – die Cellistin Alisa Weilerstein in der Essener Philharmonie

„Alisa Weilersteins Cello macht ihre Identität aus“. Die Verschmelzung von Solistin und Instrument ist für die Los Angeles Times der Schlüssel zum Spiel der Musikerin. Es ist eine ziemlich genaue Beobachtung. Denn die Amerikanerin scheint nahezu symbiotisch verwachsen mit dem sonor klingenden Korpus. Hinzu aber kommt: Diese Verbindung führt unmittelbar zum Kern des zu interpretierenden Werkes. Das wiederum setzt Emotionen frei, die das Publikum geradewegs zu spüren bekommt.

Gleichwohl aber bleibt der Eindruck, dass sich die junge Solistin in einen Kokon spinnt, dadurch ein bisschen unnahbar wirkt, ohne wirklich introvertiert zu sein. Der Hörer (und Zuschauer) fühlt die Kraft der Musik, mag dabei aber Weilersteins Wirken eher unterschätzen. So geschehen in Essens Philharmonie, wo der Applaus herzlich und groß, nicht aber von jäher Wucht ist. Das wäre, der Vergleich sei hier einmal erlaubt, im Falle von Sol Gabetta wohl anders gewesen.

Veröffentlicht unter Allgemein, Musik & Konzert | Verschlagwortet mit , , , , , | 1 Kommentar

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Februar

Dem Februar sein närrischer Hut Da geht er hin, der kürzeste Monat des Jahres und zieht seinen närrischen Hut. Zurück lässt er neben nachstehenden Höhepunkten ob des viel zu warmen Wetters besorgte Landwirte und Myriaden von närrischen Mücken – bei einer Fahrradtour durch Feld und Wald gesichtet.

Die Prognose, dass das Streusalz bei diesen Wetter reicht, dafür im Sommer Mückenschutzmittel knapp wird, scheint nicht gewagt. Pro-Tipp des Monats: Nelkenöl bevorraten. Und das war dem Ruhrpott sein Februar.

Tatort des Monats: Im neuesten Tatort aus dem östlichen Revier ging es dringlich zur Sache. Bernd Berke hat ihn für uns gesehen und zieht nicht unzufrieden das Fazit: Dieses Dortmund ist überall.

Gemeinschaftsleistung des Monats: Regisseur Carsten Kirchmeier setzt gemeinsam mit Ballettchefin Bridget Breiner Leonard Bernsteins Musical „On the Town“ in Gelsenkirchen schwungvoll in Szene.

Veröffentlicht unter Allgemein, Alltag, Kultur an sich, Region Ruhr | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Zwischen historischem Spektakel und modischer Revue: Händel-Festspiele und Premieren auf deutschen Bühnen

Georg Friedrich Händel. Stich von William Bromley nach einem Gemälde von Thomas Hudson.

Georg Friedrich Händel. Stich von William Bromley nach einem Gemälde von Thomas Hudson.

Intriganten und Tyrannen, Liebende und Leidende, Herrscher und Heroen: Georg Friedrich Händels Opern bringen ein Personal auf die Bühne, das denkbar weit von unseren Alltagserfahrungen entfernt ist. Ihre hochfahrenden Affekte, ihre extremen Leidenschaften wirken in einem Zeitalter, das sich – zumindest vordergründig – leidenschaftslosem Pragmatismus verschreibt, seltsam überspannt, die Beziehungen und Verflechtungen zwischen den Personen schematisch und vorhersehbar. Händel hat 42 Opern und 14 Pasticci, Bearbeitungen und fragmentarische Bühnenwerke hinterlassen: Nach seinem Tode wurden sie nicht mehr aufgeführt. Heute ist das anders.

2014 werden – so listet es die Website www.operabase.com auf – weltweit in 38 Städten 48 Händel-Produktionen in 201 Aufführungen gezeigt. Damit rangiert Händel zwar hinter Musiktheater-Giganten wie Verdi, Wagner oder Puccini, steht aber nahe vor dem Anschluss an die statistische Spitzengruppe der weltweiten Opernaufführungen.

Veröffentlicht unter Allgemein, Festivals, Musik & Konzert, Oper & Ballett | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Etüden und Entlegenes: Klavier-Festival Ruhr 2014 mit überzeugenden Programmlinien

Klavier-Festival Ruhr, Leitmotiv 2014 (c) Norbert Hüttermann

Klavier-Festival Ruhr, Leitmotiv 2014 (c) Norbert Hüttermann

Der arme Karl Czerny. Er hat das Beste gewollt und sich für immer auf einen undankbaren Platz in der Musikgeschichte gebannt: Seine Etüden gelten als Schreckgespenst für jeden Klavierschüler, seine seriösen Kompositionen stehen im Schatten des bieder Bemühten. So gibt das Klavier-Festival Ruhr 2014 zwar der Etüde als Gattung einen besonderen Platz im Programm, aber der Etüden-Protagonist aus Wien kommt im Programm nicht vor.

Die ursprünglich als technische Übungsstücke gedachte Form der Klavierkomposition bildet nicht umsonst eine der fünf Programmlinien der Tastenfestspiele 2014. Sie hat sich – siehe Frédéric Chopin – im Lauf der Geschichte zu einer wichtigen Ausdrucksform gemausert. Und so dürfen sich die Besucher einiger der 64 Konzerte des Festivals auf Etüden des 20. Jahrhunderts freuen: Von Bartók über Liszt bis Szymanowski reicht die Liste.

Veröffentlicht unter Allgemein, Festivals, Musik & Konzert, Region Ruhr | 1 Kommentar

„Andy Warhol Pop Artist“ im Schloss Oberhausen

Andy Warhol 1981. Foto: Thomas Hoepker/Magnum Photos

Andy Warhol 1981. Foto: Thomas Hoepker/Magnum Photos

Campbell’s Suppendosen, Mao in Fehlfarben und die unvermeidliche Marilyn Monroe: Was wissen wir eigentlich noch nicht über Andy Warhol, den bekanntesten Pop-Künstler des 20. Jahrhunderts? Eine klug konzipierte Ausstellung in der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen „Andy Warhol Pop Artist“ zeigt neue Facetten aus Leben und Werk des Multitasking-Genies.

Dass Warhol zunächst als Grafiker begann und für die Werbung arbeitete, ist den Kunstfreunden geläufig. Doch dass die Stilikone mit der Silberlocke, die mit ihrer New Yorker Factory Kunst als Kollektiv-Leistung in serieller Produktion auf den Markt warf, in allen Phasen des Schaffens immer wieder angewandte Gebrauchsgrafik auf Auftrag schuf, gerät in Oberhausen sehr augenfällig in den Blick: Im Obergeschoss ist beispielsweise eine umfangreiche Sammlung von Plattencovern zu bestaunen. Das erste stammt von 1949 und illustriert im Stil der Zeit Prokofievs „Alexander Nevsky“. Das Highlight ist hier selbstverständlich die berühmte Banane auf dem Cover von „The Velvet Underground & Nico“ 1967, witzigerweise ist sie hier auch in geschälter Version ganz nackt und rosa zu sehen. Denn die berühmte Frucht war als Abziehbild konzipiert, der Fan konnte den Aufkleber entfernen und die Banane „entkleiden“.

Veröffentlicht unter Allgemein, Alltag, Design, Fotografie, Kunst, Region Ruhr, Warenwelt & Werbung | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Was vom Monat übrig blieb: Das war der Dezember

6799308_c0f5839c0b_lWer sagt es denn? Das wäre mal wieder geschafft. Advent, Weihnachten, ach was – gleich ein ganzes Jahr, welches sich mehr oder weniger glorreich verabschiedet.

Sogar eine sogenannte Regierung hat das Land, die Bundeswehr eine neue Mutter der Kompagnie und zu guter Letzt bekommt „der Kloppo“ noch ein neues Geschlecht und eine neue Bedeutung: „die Kloppo“, die kleine Opposition als ungeliebte Schwester der „Gro-Ko“, der großen Koalition. Offen gestanden, für ein ehrlich gemeintes Glückauf reicht es bei mir nicht, die Micky Maus hätte ich freudiger begrüßt. Aber sei’s drum. Das war dem Ruhrpott sein Dezember:

Assoziationskette des Monats: Was Latte macchiato und Maria Immaculata (nicht) gemeinsam haben. man würde nie drauf kommen, klingt aber logisch.

Gegensätze des Monats: Das Dortmunder Schauspielhaus bietet ein abwechslungsreiches, anspruchsvolles Programm der Gegensätze. Exemplarische Betrachtung der Stücke „Verbrennungen“ und „Peer Gynt“.

Veröffentlicht unter Allgemein, Alltag, Kultur an sich, Region Ruhr | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar