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„Tot wie ein Dodo“ – Dortmunds Naturmuseum nimmt Ausrottung der Tierarten in den Blick

Schockierend konstruierte Szenerie mit einem Ranger, der nicht mehr verhindern konnte, dass dem Breitmaulnashorn die Hörner abgehackt worden sind… (Foto: Bernd Berke)

„Tot wie ein Dodo“ heißt, denkbar lakonisch, die neue Sonderausstellung im Dortmunder Naturmuseum. Die Benennung geht zurück auf die englische Redewendung „as dead as a dodo“, die mit Betonung auf Endgültigkeit ungefähr als „mausetot“ zu übersetzen wäre, was jedoch das grundfalsche Tier aufruft – ebenso wie der Internet-Sprachdienst Linguee, der sie mit „ausgestorben wie ein Dino“ übersetzt. Nix da Dino. Dodo!

Womit wir beim richtigen Dodo angelangt wären. Den hat es nämlich wirklich gegeben, nur ist er leider um das Jahr 1700 auf der Insel Mauritius ausgestorben – durch gewaltsame menschliche Einwirkung. Die flugunfähigen, mutmaßlich etwas tollpatschigen Vögel … Weiterlesen

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„Stilles Sterben im Hinterzimmer“: Über 60 Prozent der westfälischen Museumsbestände in akuter Gefahr

Von Bernd Berke

Im Westen. 60 bis 70 Prozent der westfälischen Museumsbestände sind konservierungs-oder restaurationsbedürftig. Dies ergab eine Überprüfung in 100 von 180 öffentlichen Museen Westfalens, die der Chefrestaurator des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) jetzt abgeschlossen hat.

Bernard Korzus, Leiter des LWL-Museumsamtes, gab die Zahlen gestern in Münster bekannt und warnte: „Während ein Denkmal sichtbar verfällt, gibt es in den Museumsmagazinen ein ,stilles Sterben im Hinterzimmer‘.“

Die vergammelnden Bestände stellen auch materiell enorme Werte dar. „Es es geht um Abermillionen“ (Korzus). Bei einer gestern in Münster beendeten Tagung hochkarätiger Vertreter der Museumsbetreuung, die bundesweit für weit über 2000 Museen in öffentlicher Trägerschaft zuständig sind, kam heraus, daß Westfalen sogar vergleichsweise günstig dasteht. Obwohl die Mittel auch hier nicht reichen (LWL-Restaurierungszuschüsse: 250 … Weiterlesen

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