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Golden Globe für die Amazon-Serie „Goliath“ – Jetzt aber endlich mal `reinschauen!

Die Golden Globes sind verliehen: „LaLaLand“ ist mit sieben Trophäen der große Gewinner; Meryl Streep und Moderator Jimmy Fallon setzten Spitzen gegen Trump. Der Preis für den besten Darsteller in einer Serie für Billy Bob Thornton macht noch einmal auf eine Serie aufmerksam, die es verdient hat: „Goliath“.

Billy Bob Thornton als Anwalt in der Serie "Goliath". (© Amazon Prime Video)

Billy Bob Thornton als Anwalt in der Serie „Goliath“. (© Amazon Prime Video)

Es war ein Überraschungsgewinn für Billy Bob Thornton. Er hat ihn für eine ungewöhnliche Rede genutzt: Anstatt sich bei unzähligen Crew-Mitgliedern, Freunden und Familie zu bedanken oder die eigene Leistung in den Vordergrund zu stellen, würdigte er den Produktionsassistenten Luke Scott, der mit gerade einmal 23 Jahren gestorben ist. Wegen ihm sei er gern zur Arbeit gekommen, so Thornton.

Menschlicher Straßenhund

Wenn man „Goliath“ (eine Amazon-Serie) sieht, kann man sich vorstellen, dass Luke Scott nicht der einzige Grund dafür war – so menschlich und differenziert spielt Billy Bob Thornton. Wenn man ihn in seiner Rolle als Billy McBride allerdings das erst Mal zu Gesicht bekommt, ist es ein Schock: Hager, abgehalftert, gezeichnet wirkt dieser ehemalige Star-Anwalt, das menschliche Pendant zu den Straßenhunden, die ihm so am Herzen liegen.

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Der Weg zu den Oscars – eine ganz subjektive Betrachtung

Januar und Februar, aus mehrerlei Gründen nicht meine beliebtesten Monate, bescheren mir alljährlich zwei Höhepunkte: die „Golden Globes“ und die „Oscars“. Ich versuche ja immer, mich so gut wie möglich vorzubereiten und die wichtigsten Filme alle vorher zu sehen. Manchmal klappt das mit der Hilfe meines Freundes, der in Hollywood lebt und „in da bizzness“ ist. Meine Einladung hab ich auch schon, aber ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich hinfliege.

Beim Filmschauen konzentriere ich mich nur auf sechs Kategorien, in denen einige Filme günstiger Weise mehrfach auftauchen.
Von den neun „Best Picture“-Nominierungen habe ich sieben gesehen. Gute Basis. Einen von den neun, „War Horse“, will ich nicht sehen. Absolut nicht mein Thema. Möglicherweise ist der fantastisch und künstlerisch und überhaupt, aber… nein.
Bis vor Kurzem hatte „Midnight in Paris“ auf meiner persönlichen Richterskala noch einen eindeutigen Vorsprung vor „The Help“, aber seit ich „The Artist“ gesehen habe, sind „Midnight…“ und „Help…“ eine Leitersprosse tiefer gerutscht.
Über „The Artist“ habe ich schon ausgiebig enthusiasmiert, und meine Rangfolge steht unumstößlich fest. Und wenn der alle 10 Oscars bekommt, für die er nominiert ist, dann ist es mir auch sehr recht.
„Hugo“ war so eine Mischung aus Fantasy und Puppentheater. Ich weiß nicht genau, was diesen Film so außergewöhnlich machen soll. Vielleicht, dass er starke autobiografische Züge des Regisseurs, Martin Scorsese, trägt? Das ist mir bisher immer ziemlich egal gewesen, ob etwas wirklich passiert oder nur erfunden war. Wenn eine Geschichte gut erzählt und gut umgesetzt wurde, kann sie meinetwegen auch von einem kleinen grünen Männchen mit Migrationshintergrund stammen.

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