Tagesarchive: 19. März 2014

Ansichten eines Hörbuchjunkies (8): Der Hundertjährige, bei dem es nie langweilig wird

Jonasson_Jonas_Der_Hundertj_hrige_der_aus_dem_Fenster_stieg_und_verschwandNun kommt das 100-jährige Chaos auch als Film: Jonas Jonassons Erstling, der mich als Hörender platt machte. Das muss ich sehen.

Allan Karlsson soll zum so sehr besonderen Anlass seines 100. Geburtstages ein Fest im Altenheim von Malmköpping gegeben werden, eine Vorstellung, der Allan nur ungern und missvergnügt entgegen sieht. Und so fasst der ungewöhnlich rüstige ältere Herr einen wegweisenden Entschluss. Er öffnet das Fenster seines Altenwohnraumes, zwängt seine Gestalt trotz zugegebenermaßen rostiger Gelenke durch die Öffnung und entweicht in eine ihm fast unbekannt gewordene Freiheit. Wie der Titel schon sagt: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“.

Und dann beginnt eine Handlung, deren Absurdität nur einer übertreffen kann, der Autor Jonas Jonasson selbst, was er auch mit dem Nachfolgewerk „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ tat. Doch noch sind wir bei Allan, der seine bewegungsallergische Gestalt hinaus in die nahe Ferne bewegt und an einer Bushaltestelle die erste Begegnung mit menschlichen Wesen der Gegenwart hat. Mit einem jungen Mann, der Allan bittet, mal kurz auf seinen Trolleykoffer aufzupassen, während er sich im WC erleichtern will.

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