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Tagesarchive: 19. April 2014
Die ARD-„Tagesschau“ im neuen Design: Sündhaft teures Breitformat
Das war sie also: die allererste ARD-„Tagesschau“ aus dem neuen Hamburger Studio, das rund 23,8 Millionen Euro Gebührengeld gekostet hat. Und wie war’s jetzt? Hat sich der Aufwand gelohnt?
Nun, die journalistische Qualität ist mit dem neuen Design erwartungsgemäß nicht explodiert. Wie denn auch? Wir sehen jetzt aber Teile der Nachrichten gleichsam im Breitformat, in Cinemascope, um einen altmodischen Kinobegriff zu verwenden.
18 Meter lange Bildwand
Zu diesem Zweck gibt’s nun eine fast 18 Meter breite (!) Bildwand an der Rückseite des Studios, die so manches sinnvolle oder auch unsinnige Panorama ermöglichen soll. Mir kommt es so vor, als protze da jemand mit seinem neuen, extrabreiten Flachbildschirm. In der Debütsendung, die von Chefsprecher Jan Hofer präsentiert wurde, kam diese Errungenschaft jedenfalls nur im pompösen Vorspann zum Einsatz.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Design, Fernsehen und Hörfunk, Medien, Stilfragen
Verschlagwortet mit ARD, Fernsehen, Hamburg, Jan Hofer, Karl-Heinz Köpcke, Studio, Tagesschau, Tagesthemen
Kommentare deaktiviert für Die ARD-„Tagesschau“ im neuen Design: Sündhaft teures Breitformat
„Stecke Erdloch“: Becketts „Glückliche Tage“ am Schauspielhaus Düsseldorf
In Düsseldorf ist die Wüste blau: Ein sattes Yves Klein-Blau, das den Erdhügel bedeckt, in dem Winnie steckt. Unter der kräftigen Farbe lugt allerdings ein metallisches Eisengestänge hervor, das wie ein überdimensionaler Reifrock wirkt, der Winnie einschnürt. Das passt zu ihrer aussichtslosen Lage, denn im Laufe von Becketts „Glückliche Tage“ wird sie immer weiter in ihrem Erdloch versinken.
Eine Kamera zeichnet Winnies Tage auf, durch die Projektion auf eine überdimensionale Leinwand können wir wie Voyeure jede Veränderung in ihrer Mimik verfolgen. Doch vielleicht ist Winnie über den gefilmten „Selfie“ ja gar nicht mal so unglücklich: Immerhin sieht und hört ihr in der Inszenierung des französischen Regisseurs Stéphane Braunschweig wenigstens jemand zu. Was man von Ehemann Willie nicht behaupten kann, der nahebei in einem Erdloch lebt und seit der Uraufführung der Beckettschen Endzeitparabel 1961 in New York als Musterexemplar eines Maulfaulen gilt.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen, Theater
Verschlagwortet mit Claudia Hübbecker, Düsseldorfer Schauspielhaus, Glückliche Tage, Rainer Galke, Samuel Beckett, Stéphane Braunschweig
Kommentare deaktiviert für „Stecke Erdloch“: Becketts „Glückliche Tage“ am Schauspielhaus Düsseldorf