Tagesarchive: 27. März 2026

„Das Gute“: Michael Köhlmeiers Streifzüge durchs menschliche Dasein in 53 Kapiteln

Der Titel klingt schlicht, ja beinahe unbedarft: „Das Gute“. Beim Untertitel habe ich mich zunächst hartnäckig verlesen: „53 Zuneigungen“ lautet er korrekt, mir erschien er als „53 Zueignungen“. Hätte ja sein können, oder?

Jedenfalls verbirgt sich hinter all dem ein ungemein vielfältiges Buch, das gewiss nicht nur vom „Guten“ handelt. Michael Köhlmeier, Österreicher vom Jahrgang 1949, kommt gar manchen Phänomenen unseres Lebens und Denkens auf die Spur, spielt sich damit aber keineswegs auf, sondern lässt gerne auch mal „fünfe gerade sein“ und lieber Unentschiedenheit walten, anstatt vermeintliche Wahrheiten zurechtzubiegen. Gleichwohl gestattet er sich Sprachkritik, die zuweilen (wie er selbstkritisch anmerkt) an Wortklauberei grenzt. Doch was wäre das auch für ein Schriftsteller, der die Worte nicht beim Wort nimmt?

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