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Die Stadt, die auf ihre Autoren sch… – eine Polemik des Dortmunder Schriftstellers Jürgen Brôcan

Gastautor Jürgen Brôcan, u. a. Träger des Literaturpreises Ruhr, ist gar nicht gut auf die Stadt Dortmund zu sprechen. Eine Polemik des Autors:

Der Dortmunder Schriftsteller Jürgen Brôcan mit seinem Kater Whitman. Brôcan hat für den Hanser-Verlag Walt Whitmans berühmte Gedichtsammlung „Grasblätter" übersetzt. (Foto: privat)

Der Dortmunder Schriftsteller Jürgen Brôcan mit seinem Kater Whitman. (Foto: privat)

Die Stadt Dortmund ist innerhalb und außerhalb der Bundesrepublik leider nicht unbedingt für die gegenwärtig in ihr lebenden Schriftsteller bekannt. Ein wenig zu Unrecht, möchte man protestieren, denn es gibt hier durchaus eine Handvoll sehr wichtiger und sehr guter Autorinnen und Autoren, die Bedeutung über das Regionale hinaus haben. Doch das ist dem Oberbürgermeister und anderen Institutionen völlig gleichgültig, das kulturelle Renommee dieser Stadt wird sich also auch weiterhin im eher Unbedeutenden verlieren müssen. Wieder einmal hat sich die viel beklagte Provinzialität selbst geschaffen. Aber eines nach dem anderen…

Ich schreibe seit einigen Wochen in winzigsten Intervallen. Nicht weil mein Gedankenfluß immer wieder stocken würde, sondern weil ich auf die Augenblicke warten muß, in denen die Lärmmaschinen schweigen. Für das Warten auf diese Augenblicke braucht man Nerven, die dicker und haltbarer sind als Stahlseile. Noch ist man geschädigt von einer monatelangen Renovierung im Nachbarhaus, da lauten die Schreckensworte nun: „Abwasserkanalsanierung“, „Verdichter“, „Bagger“.

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