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Monatsarchive: Januar 2026
In ärztlichen Wartezimmern: Wenn Bären „Gute Besserung“ brummen

Dieser recht imposante Bär ziert das Wartezimmer eines augenärztlichen OP-Zentrums in Dortmund. (Foto: Bernd Berke)
Ich mag Themen, die gleichsam am Wegesrand liegen; nicht sofort sichtbar, aber doch bedeutsam. Zuletzt waren dies beispielsweise die „Ohrwürmer“. Hier und jetzt geht es um Einrichtungs-Details von Arztpraxen bzw. deren Wartezimmern. Kleiner Schönheitsfehler, der die Absicht mindert: Ich möchte – aus nachvollziehbaren Gründen – möglichst nicht Dutzende von Praxen aufsuchen, um genügend Material zu sammeln.
Daher nur ein paar Anregungen und Mutmaßungen für die weiterführende Forschung. Ob man wohl Differenzen anhand der ärztlichen Fachrichtungen ausmachen könnte? Haben beispielsweise augenärztliche Praxen einen besseren Blick für Kunst? Was liegt den Kardiologen am Herzen? Schauen Radiologen mit Röntgenblick auch hinter alle ästhetischen Fassaden? Oder legen es nicht letzten Endes alle darauf an, die Patienten optisch zu sedieren?… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Architektur & Städtebau, Fotografie, Gesellschaft & Soziales, Kunst & Museen, Region Ruhr, Stilfragen
Verschlagwortet mit Arztpraxen, Ausstattung, Bilder, Kunst, Wartezimmer
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Fein abgestuftes Kolorit: Frank Peter Zimmermann und die Essener Philharmoniker mit Frank Martin und Franz Schubert

Andrea Sanguineti und die Essener Philharmoniker. Foto: Volker Wiciok
Die Musik von Frank Martin braucht einen Fürsprecher wie Frank Peter Zimmermann, denn der Schweizer Komponist hängt merkwürdig zwischen Zeiten und Stilen fest. Das ist exemplarisch an seinem Violinkonzert abzulesen, das in der Essener Philharmonie mit dem aus dem benachbarten Duisburg stammenden Geiger eine erstklassige und vom Publikum warmherzig applaudierte Aufführung erlebte.
Martins breit gefächertes Schaffen findet im Betrieb sonst wenig Aufmerksamkeit. Den einen ist es zu unentschieden unneuzeitlich, den anderen ist diese Musik einer vergangenen Generation immer noch zu „modern“. Martins feinsinniger Konservatismus der Form – ein klassisch dreisätziges, halbstündiges Solo-Konzert – ist jedoch von so souveräner, mit Gewinn hörbarer Musik erfüllt, dass man getrost die Suche nach dem Fortschritt einstellen kann.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Allgemein, Musik & Konzert
Verschlagwortet mit Andrea Sanguineti, Frank Martin, Frank Peter Zimmermann, Franz Schubert, Philharmonie Essen, Philharmoniker
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Witz, Tempo, Herz: Paul Abrahams Operette „Märchen im Grand-Hotel“ hat Premiere in Dortmund

Große Show im Opernhaus in Dortmund: Matthias Störmer als verliebter Zimmerkellner Albert und das Tanzensemble in Paul Abrahams „Märchen im Grand-Hotel“. Die Bühne gestaltet Alexandre Corazzola, die Kostüme stammen von Vanessa Rust. Probenfoto von Björn Hickmann.
„Mein Ziel ist es, dass an diesem Abend wirklich eine Energiewelle von der Bühne in den Zuschauerraum schwappt“, wünscht sich Regisseur und Choreograf Jörn-Felix Alt. Mit „Märchen im Grand-Hotel“ hat er in Dortmund den passenden Wellentreiber.
„Märchen im Grand-Hotel“ gehört nicht zur populären Trias, mit der Abraham ab 1930 die Unterhaltungsszene im krisengeschüttelten Berlin aufmischt. Dort versprüht zuerst „Viktoria und ihr Husar“, in Leipzig uraufgeführt, ihren exotischen Charme mit Schauplätzen in Rußland, Japan und Ungarn.

Der junge Paul Abraham auf einer historischen Fotografie.
Ein Jahr später geht es noch fantastischer zu: „Die Blume von Hawaii“ entführt nach einem Probelauf 1931 in Leipzig das Berliner Publikum zum Träumen in eine Klischee-Südsee und nach Paris.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Dortmund, Jörn-Felix Alt, Koji Ishizaka, Märchen im Grand Hotel, Paul Abraham
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Stichworte oder: Was man so mithört
Manche Leute berichten von einem „Zuhörzwang“, der sie beispielsweise befällt, wenn am Nebentisch des Restaurants oder Cafés halblaut gesprochen wird. Man will ja nicht indiskret sein, jedoch… Aber soll man etwa freiwillig zu einem anderen Tisch wechseln? Nö.

Meist ist das freiwillige Hören doch angenehmer – etwa mit einer solchen Gerätschaft. (Foto: Bernd Berke)
Etwas anders verhält es sich mit zufällig aufgeschnappten Einzelworten jener, die einem auf Spazier- und sonstigen Gängen begegnen. Das lässt sich ja nun mal gar nicht vermeiden. Oft kann man daraus das ungefähre Thema des laufenden Gesprächs erschließen. Nicht selten geht es um Geld (Stichworte z. B. „Euro“, teuer, Preise, Kosten, Steuern, Schnäppchen), um Krankheiten, um Kummer in der Partnerschaft oder auf Partnersuche, Ärger mit Chefs („Sagt der doch zu mir…“) und/oder Kollegen, Sorgen um die Kinder bzw.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit belauschen, Hören, mithören
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Dortmund im Zwiespalt: Revier, Westfalen oder beides?

Die WESTFALENhalle bei Nacht, aus einem fahrenden Auto heraus aufgenommen im März 2008. (Foto: Bernd Berke)
Tja, Westfalen. Gut und schön. Aber wohin wendet man sich heimatlich, wenn einen das Leben nach Dortmund verschlagen hat?
Die Stadt nennt sich seit Jahrzehnten „Westfalenmetropole“ (und wetteifert dabei mit dem kleineren, aber doch wohl feineren Münster), reklamiert aber auch – mit nicht weniger Recht – für sich, die größte Gemeinde des Ruhrgebiets zu sein. Zumindest nach Einwohnerzahl gerechnet, lässt die Stadt auch (das beinahe schon rheinische) Essen hinter sich.
Sicher, Westfalen hat eindeutig die längere Tradition und hat just 2025 gar das 1250. Jubiläum gefeiert, die Datierung des Namens ist durch historische Zeugnisse unzweifelhaft belegt. Das Ruhrgebiet ist hingegen erst im 19. Jahrhundert entstanden.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Geschichte, Gesellschaft & Soziales, Region Ruhr, Stadt Land Fluss
Verschlagwortet mit Dortmund, Heimat, Identität, Revier, Ruhrgebiet, Westfalen, Zwiespalt
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