Volltextsuche
Archiv aller Beiträge
-
Die 10 neuesten Beiträge
- Zauber des Zufalls: Christoph Biermanns erhellendes Fußballbuch „Die Tabelle lügt immer“
- Kulturauftrag vorbildlich erfüllt: Die Tage Alter Musik in Herne und ihre Verdienste im Salieri-Gedenkjahr
- Der neue Faschismus und seine Zerstörungslust
- Dortmunder Jugendoper: Ein Zoo am Lager Buchenwald
- Berg & Klammern, Bus & Eile
- Was nach „Babylon Berlin“ geschah: Volker Kutschers „Westend“
- „InformELLE“ in Hagen – späte Gerechtigkeit für die Künstlerinnen
- So einzigartig wie ein Fingerabdruck – Alina Bronskys Buch über das Essen
- Bundestreffen in Dortmund: Was Tierärzte regulieren wollen
- Als man sich noch für „richtig links“ halten wollte
Meistgelesen (ab 1.10.23)
- Aufklärung, das unvollendete Projekt – opulente Ausstellung in Berlin
- Als Prügel für Kinder zum Alltag gehörten
- Wie sich die chinesische Lyrik nach und nach von Fesseln befreite und…
- Viele, liebe, beste, schöne, freundliche, herzliche Grüße: Die etwas…
- Entdecker in den Gefilden der Rockmusik: Alan Bangs wird 70 Jahre alt
- Konjunktur mit Fußballbildchen: Das Wunder in Tüten aus Dortmund und…
- Woran Goethe glaubte
- „Die Brücke“ und „Der Blaue Reiter“ – ein opulenter…
- Wie sich Pflegedienste nennen
- Der Struwwelpeter, der Suppenkasper und ihre Wirkung auf die Kunst –…
- Zum Schluß bleibt noch die Altersmilde – Robert Gernhardts „Lichte…
- Kunst-Stoff für Christo – Fabrik in Emsdetten fertigt das Gewebe für die…
- „Familie Hauser“ als (un)heimlicher Internet-Hit: Viele Millionen…
- Die Unternehmer-Familie Quandt und ihr Bezug zum Ruhrgebiet
- Kindheit im Ruhrgebiet – Erinnerung an versunkene Zeiten
- Bedeutsam wie eh und je: George Orwells „Farm der Tiere“ gleich in…
- Gemischte Gefühle beim Abschied von sämtlichen Dingen: „Später…
- TV-Nostalgie (19): Werner Höfers „Frühschoppen“ – das Sonntagsritual
- TV-Nostalgie (6): Erik Ode als „Der Kommissar“ – Mal…
- Bürgerinitiative peilt ehrgeiziges Ziel an: Altes Dortmunder Rathaus…
- Die einfachen Dinge des Lebens lieben – Der Schauspieler Heinz Bennent…
- Wo selbst Prominentengräber unscheinbar sind – ein Gang über den…
- Reizendes Kaleidoskop: Anna Vinnitskaya ist Porträtkünstlerin der…
- Heino wird 80 – Sind denn alle Geschmäcker nivelliert?
- „Mächtiger Körper, Wahnsinn im Glas“: Das Vokabular der Weinverkostung
- Dortmund damals: Beim Betrachten alter Bilder aus der Heimatstadt
- Vor 70 Jahren: Als es das Essen nur auf Lebensmittelmarken gab
- Früher war einfach mehr Kneipe!
- TV-Nostalgie (28): „Der goldene Schuß“ mit Lou van Burg – „Kimme,…
- Von Unna aus ein wenig die Welt verändern – Nachruf auf den vielseitigen…
- Was ist denn wohl ein Aminaschlupferle? – Neues Buch über „Wörter, die…
- Trotz allem optimistisch bleiben – die fabelhaft farbigen Welten…
- „Tegtmeier“ lebt nicht mehr – Ruhrgebiets-Komiker Jürgen von…
- Vom Mikro zur Motorsäge – die zweite Karriere von Pia Lund („Phillip Boa…
- Entlustet und mohrifiziert – Wortverhunzung und Schlimmeres im…
- Berührende Tragödie: Cecilia Bartoli mit Glucks „Orfeo ed Euridice“ in…
- Iserlohn: Ein Hauch der weiten Welt im Goethe-Institut – abseits der Metropolen
- Der Flaneur braucht kein Ziel
- Die „Essais“ des Michel de Montaigne und ihr deutscher Übersetzer –…
- Wahn und Wirklichkeit: „Englischer“ Opern-Doppelabend in Duisburg
- WDR 4: Radio für Senioren – aber ganz anders als früher
- Dem Ruhrpott seine Sprache
- Schurke und Biedermann: Ausstellung zum 100. Geburtstag des…
- Ein Grundklang für Generationen: Bochums Jugendsinfonieorchester feiert…
- Vergehende Zeit, hier im Revier: Zum Beispiel die Dortmunder Steinhammerstraße
- Sprachphilosophie aus der Bauernstube – Brian Friels Stück…
- Der Vater der Luftschiffe: Vor 100 Jahren starb Ferdinand Graf von Zeppelin
- Größter Holzhandel weit und breit: Grabstätte führt auf die Spuren einer…
- Zum Tod von Ulrich Wildgruber: Ein Berserker, der uns sprachlos machte
- „Spätlese“ zum 90. von Loriot: Eine Fülle bisher unbekannter…
- Langer Abschied vom Generalmusikdirektor: Gabriel Feltz wechselt bald…
- Frauen, die beim Wohnen warten
- Queen für ein ganzes Zeitalter: Vor 200 Jahren wurde die britische…
- Wenn man vom Rathaus kommt, ist man klüger – ein lehrreicher Rundgang…
- Einkaufen früher und heute
- Nashorn oder Fuchs: Städtische Symboltiere auf der Straße
- Die Kunst des Schmerzes: Marina Abramović in Bonn
- Die Geburt des Kinos in Europa: Vor 125 Jahren markierte das Patent der…
- Vom Hauen und Stechen im Theater: Kampftrainer Klaus Figge im Porträt
- Wenn Bäume Zähne zeigen
- Erich Fried: Schriftsteller, Philanthrop, Vor-Denker und…
- Das Leben ohne Verdünnung: Otto Dix in Düsseldorf
- Nicht nur zum Ende der Zechen-Ära eine Erinnerung wert: August Siegel,…
- Seelenfenster geöffnet: Tschaikowskys „Eugen Onegin“ in Krefeld-Mönchengladbach
- 90 Jahre „Kampfbahn Rote Erde“: Wenn Gerd Kolbe erzählt, wird die…
- Lachen gegen die absurden Regeln der Welt: Vor 50 Jahren starb Stan Laurel
- TV-Nostalgie (22): „Ein Herz und eine Seele“ – als…
- „Wie eine Straßenköter-Mischung“ – Jugendstil und Artverwandtes im…
- Es könnte ruhig ein wenig mehr sein – Museum Folkwang zeigt Werke Lyonel…
- TV-Nostalgie (24): „Der große Bellheim“ – Die älteren…
- Kreativer Kosmos, künstlerischer Klamauk – Martin Kippenberger in der…
- Zum Tod von Marianne Faithfull – Rückblick auf ein Konzert von 1999
- Hömma, Dingenskirchen, ey! Und schon wieder liegt ein Asterix-Band auf…
- Beyenburg mit seinem Stausee – ein bergisches Idyll am Rande von Wuppertal
- Das Ruhrgebiet – von allen Seiten betrachtet: 100 Jahre…
- Beklemmend schön: „Der Hamiltonkomplex“ mit dreizehn…
- Vom Fluch frühen Ruhms: Der Pianist Jan Lisiecki im Konzerthaus Dortmund
- TV-Nostalgie (35): Konversation mit Kitzel – „Je später der…
- Beispiel Dortmund: Mit Karstadt schwinden auch Erinnerungen
- Von Nöttelefönes, Klötenköhm und Halfjehang – ein Herkunftswörtbuch zur…
- „Wenn der Wind von Hörde kam, roch es wie Pech und Schwefel“…
- Mathematiker kontra Verbrecher – Antti Tuomainens Comedy-Thriller „Der…
- Geflüchtete Kinder in der Schule: Essener Gymnasium am Stoppenberg gibt…
- Im 100. „Schreibheft“: Vergessene, verkannte, verschollene…
- „Geh nicht durchs Gewischte!“ – Torsten Sträters „Heimspiel“…
- „Schwarze Kohle, rotes Licht“ – Schwere Jungs erinnern sich an ihr…
- Für die Benachteiligten schreiben: Die Werkstatt Dortmund im „Werkkreis…
- TV-Nostalgie (32): Bernhard Grzimeks „Ein Platz für Tiere“…
- Impressionismus und Fotografie – zwei Wege in die Moderne
- TV-Nostalgie (17): „Wünsch Dir was“ – als Dietmar Schönherr für…
- Unbewusstes aus der Dunkelkammer – Bilder des deutschen…
- Schloss Cappenberg: Nach langer Schließung kehrt bald wieder Leben ein
- Bye-bye, Sabine – ein Nachruf auf die Dortmunder Krimiautorin Sabine Deitmer
- Der BVB verteilt alljährlich über 155.000 Plastikkarten – muss das denn sein?
- Wer erweckt dieses frühere Kino zum Leben?
- Hohe Belastung mit Umweltgift PCB: Uni Bochum reißt zwei Großgebäude ab
- Mit vokalem Volldampf durch Georgien: Der Trinity Cathedral Choir aus…
- Onkel Dagoberts Traum: Deutschlands größter Geldspeicher steht…
- „Haus der Löcher“: Ödnis im Porno-Paradies
- Bumsfideler Bergmann anno 1971: „Laß jucken Kumpel“ – der etwas…
- Natur und Kunst, Schönheit und Grauen: Vor 150 Jahren starb der…
- TV-Nostalgie (11): Loriot – Humor mit Stil
- Dem „göttlichen Claudio“ zum 450. Geburtstag: Monteverdi bringt in…
- Erst Rocksängerin, dann Bildhauerin – Pia Bohr: „In der Kultur haben es…
- TV-Nostalgie (15): Robert Lembkes „Was bin ich?“ – die…
- Das Revier im Paket: Adolf Winkelmanns Ruhrgebiets-Filme im Kino und auf DVD
- Rekonstruktion einer Abtreibung von 1964 – „Das Ereignis“ von Annie Ernaux
- Ruhrgebiets-Flamenco: Rafael Cortés brilliert in der Lichtburg Essen
- Schrecken und Schönheit der Natur – Münster zeigt grandiose…
- Wie die Kunst auf die Industrialisierung reagierte – „Vision und…
- Das Ruhrgebiet war gegen Nazis nicht immun: Schon 1932 füllte Hitler die…
- Auf dem Berg der Wahrheit – Ein Spaziergang auf den Spuren von…
- Goethe-Institut – auf Wellenlänge der neuen Außenministerin
- Stadt, Land, Fluss: Andreas Gursky in Düsseldorf
- Hach! Hihi! Huch! – Mal wieder ein Buch zur putzigen Dingwelt der…
- TV-Nostalgie (27): „Auf der Flucht“ – Als Dr. Richard…
- Lars Vilks „Nimis“: Kunstwerk aus Treibholz reizt seit Jahrzehnten…
- Das Erbe von „Tegtmeier“ wirkt weiter – Jürgen von Manger wurde…
- Der erste Opernstar der Schellack-Zeit: Vor 100 Jahren starb der…
- Perfekt, freudlos – das Folkwang-Museum zeigt italienische Malerei…
- Verzicht auf die Katastrophe: „Schwanensee“ am Essener Aalto-Theater
- „Ruhrgold“ und silberne Pommes-Picker
- Kriegsende an der Ruhr: Bei Hattingen gab es „Friendly Fire“
- Alles so schön bunt hier – „Das Spiel ist aus“ nach Jean-Paul…
- Schneller Fuchs, träger Hund, Bayern und Sylt oder: Das ganze Alphabet…
- „Zupacken Ehrensache“: Wie die Ruhris mit einem…
- Duplikate für den historischen Ostfriedhof – warum muss das denn sein?
- Erfinder des Saxophons: Vor 200 Jahren wurde Adolphe Sax geboren
- Olympische Spielstraße, München, 1972 – Erinnerungen an ein fröhliches…
- Der Krebs und der Krieg – Robert Gernhardts erschütternde „K-Gedichte“
- Grenzgänge an der Küste – die melancholischen Meeresbilder des Hermann Buß
- Schonungsloser Blick auf Missstände seiner Zeit: Vor 150 Jahren starb…
- Joachim Meyerhoff: Literarisches Denkmal für die Mutter
- „Schöne Scheiße“ im Dortmunder Museum: Die stets unfertige Welt…
- Die Posen des jungen Werther – Joachim Meyerhoff im Einpersonen-Stück…
- Frank Zappa enttäuscht Publikum in Ahlen – ganz im Gegensatz zu Rory Gallagher
- Neustart bei den „Mitternachtsspitzen“: Da geht noch was…
- Mäuse, Schweinchen, Feen und Pinguine: Sehenswerte Trickserien für…
- Als Frauen aus der Rolle fielen – ein Abend mit Super-8-Filmen der 60er…
- Personenkult um einen deutschen Star: „I want absolute beauty“ wird…
- Werke von großer Aussagekraft – eine nachdrückliche Erinnerung an…
- Songs für die Ewigkeit: Zum Tod des großen Dichters und Sängers Leonard Cohen
- Von „Alka Seltzer“ bis „Schapusiak“ – Spitznamen, mit denen…
- Musiker-Anekdoten: Mi-mi-mi-mausetot
- TV-Nostalgie (9): „Bonanza“ – eine Western-Serie für…
- Auto des Wirtschaftswunders: Vor 60 Jahren feierte Volkswagen die erste Million
- Schlapphüte und andere Trends: BVB-Spielerfrau Jana Kirch als neue…
- Wenn Monteverdi auf persische Mystik trifft: Musikschule Bochum feiert…
- Alles auf Anfang: Wie die Künstlergruppe „junger westen“ im…
- Wenn alle Dämme brechen: Takis Würgers tränenseliger Liebesroman „Für…
Schlagwort-Archive: Emil schumacher museum
„InformELLE“ in Hagen – späte Gerechtigkeit für die Künstlerinnen

Mary Bauermeister: Untitled, 1959. Kasein-Tempera, Gouache auf Papier, 49 x 61 cm (Mary Bauermeister Art Estate, Foto Margot Gottschling © VG Bild-Kunst, Bonn 2025)
Diese Ausstellung war überfällig, erst recht in Hagen: Mit der anregenden, stellenweise auch aufregenden Schau „InformELLE“ werden endlich die Künstlerinnen (daher das frankophone Wortspiel mit „ELLE“) des Informel als eigenständige Könnerinnen des Metiers gewürdigt.
Das Informel als Zweig der Abstraktion kam in den 1950er Jahren auf. Die körperliche Energie beim gestisch ausagierten Schaffensprozess und die von Gegenständlichkeit gelöste Materialität der Werke rückten in den Vordergrund. Für lange Zeit waren auf diesem Felde fast nur männliche Protagonisten weithin sichtbar. Jetzt widerfährt den Frauen doch noch späte Gerechtigkeit.
Wie gut, dass das Hagener Emil Schumacher Museum (ESMH) den … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Frauen & Männer, Kunst & Museen
Verschlagwortet mit Emil schumacher museum, ESMH, Hagen, Helen Dahm, Informel, InformELLE, Künstlerinnen, Maria Lassnig, Mary Bauermeister, Roswitha Lüder
Schreib einen Kommentar
Zehn Jahre nach dem Weltkrieg: Als deutsche Abstrakte in Paris reüssierten

Karl Otto Götz: Ohne Titel (9.9.1954) (Drouin-Bild, 1954) / Sammlung von Morgen, Berlin (Foto: Oskar Lee / Emil Schumacher Museum, Hagen)
Abstrakte deutsche Kunst in Paris zeigen – nur zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs? Das muss ein heikles Unterfangen gewesen sein. 1955 sah man darin von Staats wegen auch eine diplomatische Mission zur Annäherung ans vormals befeindete Nachbarland. Trotz vieler Streitigkeiten im Vorfeld wurde die Schau ein Erfolg und brachte manchen Künstlern den Durchbruch. Wer es in Paris geschafft hat, der damaligen Welthauptstadt der Kunst, konnte es überall vollbringen.
Jetzt, 70 Jahre später, ist die legendäre Ausstellung fürs Hagener Emil Schumacher Museum (ESMH) zu wesentlichen Teilen rekonstruiert worden. Sie führt auf eine Zeitreise in ästhetische Gefilde der 50er … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen
Verschlagwortet mit 1955, Abstraktion, Deutsche Abstrakte, Emil schumacher museum, ESMH, Hagen, Paris, Paris 1955
Schreib einen Kommentar
Der Künstler und seine Frau – die kleinen Bilder, die Emil Schumacher „für Ulla“ malte

Emil Schumacher, Für Ulla-1/1996, 1996, Gouache auf braunem Papier, 14,6 x 16 cm. © (Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2019/Emil Schumacher Museum Hagen)
Man könnte sie leicht übersehen. Kaum so groß wie ein Blatt Schreibmaschinenpapier sind die Bilder, und auch in ihren Rahmen bleiben sie schmächtig. Es bedurfte eines speziellen Regals für Kleinformate, um sie im Magazin wiederauffindbar unterzubringen. Jetzt aber hängen sie ganz prominent in der Ausstellung. „Für Ulla“ heißt die Serie von Gouachen, die Emil Schumacher für seine Frau malte und die 1996 erstmalig in Jena gezeigt wurde, als der Maler dort die Ehrenbürgerwürde der Universität erhielt.

Emil Schumacher, Für Ulla-7/1996, 1996, Gouache auf braunem Papier, 15 x 22,6 cm. © (Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2019 / Emil Schumacher
Veröffentlicht unter Kunst & Museen
Verschlagwortet mit abstrakter Expressionismus, Bilder, Emil Schumacher, Emil schumacher museum, ESMH, Für Ulla, Hagen, Informel, Kunst, Rouven Lotz
Schreib einen Kommentar
Weltstädte, Technik und Jazz als Triebkräfte – die energetische Bildwelt des K. R. H. Sonderborg

K. R. H. Sonderborg: „12.4.66, 16h31-17h12″, 1966. Eitempera auf Fotokarton über Leinwand. Leihgabe aus dem benachbarten Osthaus Museum, Hagen. (© Galerie Maulberger, 2019)
Als junger Mann vom Jahrgang 1923 lebte Kurt Rudolf Hoffmann, dem von Geburt an der rechte Arm fehlte, im Hamburg der NS-Zeit bewusst als Außenseiter. Statt in der Hitlerjugend mitzumachen, pflegte er im ganzen Auftreten einen britischen Stil. Der Sohn eines Bigband-Posaunisten (im damals sehr renommierten Telefunken-Swingorchester) hörte vorzugsweise Jazzmusik und galt daher als sogenannter „Swing Boy“.
Jemand, der so eigensinnig war, stand damals unter Beobachtung. 1941 holte ihn die Gestapo ab und inhaftierte ihn vier Monate lang im Konzentrationslager Fuhlsbüttel. So war es nur konsequent, dass er sich nach Kriegsende von deutscher Herkunft distanzierte, seinen eigentlichen … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen
Verschlagwortet mit Emil schumacher museum, ESMH, Hagen, K. R. H. Sonderborg
Schreib einen Kommentar
In diesen Hallen wirken sie fast zierlich – Museum Küppersmühle zeigt Großformate von Emil Schumacher

„Atlanta I“ von 1987 aus der Sammlung Ströher. „Atlanta“ aus dem Bestand des Hagener Schumacher-Museums sieht fast genauso aus. (Bild: MKM, Sammlung Ströher/VG Bild-Kunst, Bonn, 2018)
Jetzt hängen sie traulich nebeneinander, als ob es anders gar nicht sein könnte: „Atlanta“ und „Atlanta I“, zwei von dunkel aufglühendem Blau dominierte Hochformate aus dem Jahr 1987, je 170 x 125 Zentimeter groß. „Atlanta“ aber ist eine Leihgabe aus dem Hagener Schumacher-Museum, „Atlanta I“ Eigenbesitz des Museums Küppersmühle aus der Sammlung Ströher. Ein Diptychon mit Verfallsdatum, wenn man so will, doch liegt es noch in weiter Ferne: Am 10. März 2019 endet die Ausstellung „Emil Schumacher – Inspiration und Widerstand“ im Duisburger Museum Küppersmühle, die heute (Donnerstag, 15.11.2018) eröffnet wird.
Das verschlimmbesserte Documenta-Bild… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen
Verschlagwortet mit Duisburg, Emil Schumacher, Emil schumacher museum, Hagen, Küppersmühle, Ruhrgebiet, Walter Smerling
Schreib einen Kommentar
Radikal und doch gefällig – Werkschauen der Informel-Künstler Karl Fred Dahmen und Peter Brüning in Duisburg und Hagen

Karl Fred Dahmen: „Terrestrische Intention II“ (1958), Mischtechnik auf Leinwand 176,5 x 216,5 cm. Sammlung Ströher, Darmstadt (© VG Bild-Kunst, Bonn 2017)
In den letzten Jahren werden seine Bilder karg. Wolkige Hellgründigkeit dominiert, sparsame Schraffuren und Texturen ordnen die Flächen. Die allerletzte Arbeit von Karl Fred Dahmen, „Ohne Titel (Letztes Bild)“ von 1980/81 gar könnte man, läßt man den rotbraunen Balken am unteren Bildrand außer Betracht, „leer“ nennen, was natürlich nicht stimmt, aber der Dominanz der Flächigkeit Rechnung trägt.
Er hatte nicht immer so gemalt. Das Museum Küppersmühle präsentiert in seinen wunderbaren, lichten, großzügigen Räumen nun gut 110 Werke dieses Großmeisters des Informel aus rund drei Schaffensjahrzehnten.
… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen
Verschlagwortet mit Duisburg, Emil schumacher museum, Hagen, Informel, Karl Fred Dahmen, Küppersmühle, Peter Brüning
Schreib einen Kommentar
Künstler auf der Suche – Hagener Museum zeigt frühe Bilder von Emil Schumacher
Als Emil Schumacher begann, ein berühmter Maler zu werden, war er immerhin schon 33 Jahre alt. Der Moment ist klar bestimmbar. Am 8. Mai 1945, dem Tag der deutschen Kapitulation, kündigte Schumacher seinen Job als technischer Zeichner in einer Hagener Batteriefabrik und wurde freier Künstler.
Dieser mutige Schritt – wie auch das Ende des Zweiten Weltkriegs – liegt jetzt fast 70 Jahre zurück und ist Anaß für eine Sonderausstellung im Hagener Schumacher-Museum, die dem Frühwerk gewidmet ist, Titel: „1945 – Wiedersehen in den Trümmern“.
Wenn ein Familienvater in schwerster Zeit eine solche Lebensentscheidung trifft, dann ist Druck da, Getriebenheit, Radikalität. Mit gleicher Radikalität hatte der 21-jährige Emil Schumacher … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen
Verschlagwortet mit Emil Schumacher, Emil schumacher museum, Gemälde, Hagen, Informel, Malerei
Schreib einen Kommentar
Was ist uns die Kultur noch wert? – eine dringliche Frage anlässlich der finanziellen Streitfälle in Dortmund und Hagen
Von Bernd Berke
Man stelle sich vor: Es ist kurz nach 20 Uhr, die Geschäfte haben nun allesamt geschlossen. Wer sorgt dafür, dass die Bürgersteige nicht gleich ganz „hochgeklappt“ werden, dass die Stadt nicht menschenleer und öde daliegt?
Gewiss: Gaststätten, Discos und wohl auch manches schummrige Etablissement. Nun ja. Doch vor allem Opern, Sprechtheater, Kinos, Konzerte oder Lesungen bringen lebhaften abendlichen Betrieb mit sich – und Museen, sofern sie gelegentlich Öffnungszeiten zu späterer Stunde anbieten, wie in echten Metropolen üblich.
In der seit Jahren laufenden Kosten-Debatte. die sich angesichts kommunaler Haushaltsnöte zuspitzt, drängt sich die Frage auf: Wozu brauchen wir Kultur, warum sollten wir sie uns auch „in Zeiten knapper Kassen“ (so die gängige Formel) leisten? Ein Thema mit vielen … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft, Kino, Kultur an sich, Musik & Konzert, Oper & Ballett, Region Ruhr, Tanz, Theater, Wirtschaft & Geld
Verschlagwortet mit Dortmund, Emil schumacher museum, Finanzen, Hagen, Kommunen, Konzerthaus, Kulturetats, Städte, Subventionen
Kommentare deaktiviert für Was ist uns die Kultur noch wert? – eine dringliche Frage anlässlich der finanziellen Streitfälle in Dortmund und Hagen



