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Schlagwort-Archive: Emmanuel Bove
Der schnelle Übergang vom Guten zum Bösen: Emmanuel Boves Kurzroman „Schuld“ und neun Erzählungen
Als der kurze Roman Schuld von Emmanuel Bove 2010 erstmals auf Deutsch erschien, war das Buch schnell vergriffen. Nun, acht Jahre später, veröffentlicht der Lilienfeld Verlag unter dem Titel Schuld und Gewissensbiss eine um neun Erzählungen erweiterte Ausgabe. Etwa die Hälfte des schönen Bands aus der Reihe der Lilienfeldiana nimmt der Roman Schuld ein.
Der Originaltitel Un Raskolnikoff, unter dem das Werk zuerst im Dezember 1931 in Frankreich erschienen ist, zeigt noch deutlicher als der deutsche Titel die Verbindung zum großen russischen Roman Schuld und Sühne.
Im Unterschied zu Dostojewskis Romanfigur Raskolnikow, der sich zum Mord berechtigt glaubt, geht es jedoch in Emmanuel Boves kürzerer Replik um eine allein vom Protagonisten Changarnier gefühlte, wenn nicht gar herbeigesehnte Schuld, für die der Lesende keinen Anlass erkennt.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Dostojewski, Emmanuel Bove, französische Literatur, Lilienfeld Verlag, Raskolnikow, Schuld und Gewissensbiss
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Blanke Mechanik eines misslungenes Lebens – Emmanuel Boves bestürzender Roman „Ein Vater und seine Tochter“
Von Bernd Berke
Bücher haben, wie Menschen auch, ihre rätselhaften Schicksale. Unerfindlich ist es beispielsweise, warum ein Autor wie der Franzose Emmanuel Bove (1898-1945) erst so spät bei uns „entdeckt“ wurde.
Es bedurfte dazu erst einer Bove Übersetzung durch Peter Handke, der Boves Roman „Meine Freunde“ grandios ins Deutsche übertrug. Seither erscheinen seine Bücher gleich reihenweise. Sie gehören auf Ehrenplätze im Regal.
Jetzt hat der Bremer Manholt-Verlag Boves fulminante Erzählung „Ein Vater und seine Tochter“ vorgelegt, die im Original bereits 1928 erschien. Doch die Erzählweise mutet bis heute unverbraucht an.
Besagten Vater Jean-Antoine About (der Nachname bedeutet in der Schreibweise à bout etwa: „erschöpft“, „am Ende angelangt“) lernen wir in dem Moment kennen, als er ein Telegramm von seiner Tochter erhält.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Literatur
Verschlagwortet mit Ein Vater und seine Tochter, Emmanuel Bove
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Entdeckungen in der neueren Literatur Frankreichs – mit Büchern des Manholt-Verlages
Von Bernd Berke
Es gibt Verlage, die beeindrucken nicht nur durch einzelne Bücher, sondern durch anhaltend hohes Programmniveau. Die Rede ist hier von einem vergleichsweise kleinen Haus in Bremen: Der Manholt-Verlag hat sich auf neuere französische spezialisiert – auf moderne Klassiker, besonders aber auf hierzulande noch zu entdeckende Gegenwartsautoren.
„Träume von Räumen“ von Georges Perec (1936-1982) ist eine spannende „Spurensuche“ in unser aller Alltagsleben, die – welch seltene Legierung – formale Modernität und aphoristisch geschärften Witz verbindet. Es ist fast wie bei der Erschaffung der Welt: Vom leeren Raum ausgehend, schreitet die Untersuchung durch immer größere Einheiten fort – über Bett, Schlafzimmer, Wohnung, Haus, Straße, Viertel, Stadt und Land bis zum unendlichen All. Allein was Perec über unsere Formen des Wohnens oder die Absurdität von Staatsgrenzen bemerkt und welche Alternativen er zuweilen aus scheinbar naiven Fragen entwickelt, lohnt schon die Lektüre.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Literatur
Verschlagwortet mit Bremen, Ein Junggeselle, Emmanuel Bove, Georges Perec, Ich Ungeheuer, Ludovic Janvier, Manholt Verlag, Träume von Räumen
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