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Mortier beteuert: Mit ganzer Kraft für die Ruhr-Triennale – Reaktion auf Kritik an seinem Paris-Engagement

Von Bernd Berke

Gelsenkirchen. Auf Kritik reagiert Gerard Mortier, Chef der Ruhr-Triennale, offenbar besonders geschwind. Auf einer eilends einberufenen Pressekonferenz beteuerte er gestern in Gelsenkirchen, er werde sich mit ganzer Kraft der Triennale widmen. Es sei kein Hindernis, dass er soeben einen Vertrag für die Leitung der Pariser Oper (ab September 2004) unterschrieben hat.

„Mein Triennale-Vertrag endet im Juli 2004″, stellte Mortier klar. Da werde er doch das Recht haben, sich für die Zeit danach um eine andere Tätigkeit zu bemühen. Gewiss, er müsse sich schon bald um langfristige Verträge und Spielpläne für seine Pariser Zeit kümmern. Dies schmälere aber keineswegs seinen Einsatz für die Ruhr-Triennale, die im Herbst 2002 an den Start gehen und ihr erstes Schwerpunkt-Jahr 2003 erleben soll. Mortier glaubt durchaus, auf beiden Hochzeiten tanzen zu können: „Ich lebe für meine Arbeit. Ich arbeite 14 bis 16 Stunden am Tag.“

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Ruhr-Triennale: Die Euphorie steckt alle an – Kultur-Prominenz diskutierte in Duisburg

Von Bernd Berke

Duisburg. Eigentlich wollten sie über das Globalthema „Das Festival im 21. Jahrhundert“ reden. Aber die hochkarätige Runde im Duisburger Lehmbruck-Museum kreiste denn doch fast nur um „das Eine“: die „Ruhr-Triennale“.

Kein Wunder: Triennale Chef Gérard Mortier saß mit auf dem Podium. Er bat um Geduld: „Richard Wagner hat 20 Jahre lang nachgedacht, bevor er die Bayreuther Festspiele gründete. Gebt mir wenigstens noch Zeit bis Ende dieses Jahres.“ Denn natürlich lechzte man auch hier wieder nach Details zum Festival, welches ab 2003 das gesamte Revier leuchten lassen soll. Manche richten ja geradezu messianische Hoffnungen auf Mortier.

Besonders vorurteilsloses Publikum

Der revanchiert sich mit flammenden Komplimenten. In höchsten Tönen preist er das Ruhrgebiet, das ihn als „sozial-kultureller Raum“ fasziniere. Hier gebe es ein vorurteilsloses Publikum: „Die Leute glauben nicht, schon alles zu wissen.“ Also lasse sich hier das bildungsbürgerliche Inventar („Kanon“) viel besser durchrütteln als andernorts.

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