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„Four Lions“: Die Grenzen der Komik

Als ich vor Monaten diesen Film in der OF sah, war ich dann doch zu angepisst, um selbst diesen Verriss zu posten. Inzwischen kann man die DVD kaufen. Wer dafür über €12 ausgeben möchte: selbst schuld. Selbst 80ct fürs Friday Special in der Videothek ist da noch zu viel. Aber wie es immer heißt, wir leben in einem freien Land, und jeder kann das halten, wie er will.

Nun aber doch. Passt auch grad in das Sommerloch:

So lustig kann ein Film über Terroristen gar nicht sein, als dass er mich nicht ängstigen würde. Mehr ängstigen als erheitern. Viele sagen, es sei der lustigste Film des Jahres. Totaler Slapstick. Eine schwarze Komödie. Sogar tiefschwarzer englischer Humor. Okay, der schwarze britische Humor hat sich mir nur selten erschlossen. Und eine Freundin von Slapstick bin ich auch nicht gerade.

Dass die vier Protagonisten ausgemachte Deppen sind, ändert nichts an der Tatsache, dass sie Mitbürgern im Namen ihrer Religion nach dem Leben trachten und bereit sind, dafür ihr eigenes „mit einem Lächeln im Gesicht“ zu opfern. Wobei, für die Vier ist es kein Opfer, denn im Jenseits warten ja nicht nur Gott sondern auch jede Menge hübsche Jungfrauen auf sie.

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Lass die Sau raus und nie wieder rein!

Frühstück mit Wolf Foto: Birgit Hupfeld

Foto: Birgit Hupfeld

Frühstück mit Wolf – das klingt erst einmal nach einer gefährlichen Mahlzeit. Aber wenn das Dortmunder Kinder- und Jugendtheater, Regisseur Hartmut El Kurdi und Autorin Gertrud Pigor im Boot sind, wird so eine  brisante Angelegenheit schnell zur Köstlichkeit: Da hat der Wolf den Blues, die Schweinchen haben echtes Country-Gefühl im Ringelschwänzchen – und die Besucher einen Heidenspaß.

Wald, Blumen, schöne Klänge, ein idyllisches Fleckchen Natur. Und genau der richtige Ort für Borste (Bianka Lammert), Fässchen (Johanna Weißert) und Schmalz (Sebastian Ennen), um ihren Traum vom Eigenheim zu realisieren – denn „in jedem Schweinchen steckt ein großer Architekt“. Also wird gesungen und „vermessen wie besessen“, bis bei dem einen der Keller wunschgemäß oben ist und der Balkon beim anderen frei schwebt. Den Wolf Dieter (Rainer Kleinespel) allerdings hat keiner nach seiner Baugenehmigung gefragt, außerdem hat er gerade Appetit auf Schnitzel – also pustet er die Häuser von Fässchen und Schmalz hinfort. Die machen sich flugs bei Borste breit. Borste ist so empört, dass sie prompt bei Wolf Dieter in die Hilfs-Wolf Ausbildung einsteigt. Aber so gemein ist schließlich selbst kein Schwein…

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