Mitten ins Herz der Finsternis: Der famose Roman „Butcher’s Crossing“ von John Williams

„Seine Sprache ist wie in Stein, wie in den Fels gemeißelt. Eindringlich, zeitlos, dramatisch“, schrieb ein amerikanischer Kritiker über John Williams und seine Romane, die erst jetzt – 20 Jahre nach seinem Tod – erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht werden.

„Stoner“ stand monatelang auf den Bestseller-Listen und begeisterte das Publikum. In seinem jetzt wiederentdeckten und endlich auch in Deutschland erscheinenden Roman „Butcher´s Crossing“ erzählt der 1922 Texas geborene und 1994 in Arkansas verstorbene Autor davon, wie der Mensch die Natur und die Schöpfung zur Hölle auf Erden macht.

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Der von den Schriften des Natur-Philosophen Ralph Waldo Emerson entflammte Will Andrews möchte das einfache Leben in der freien Natur kennen lernen. Er kehrt Universität und Karriere den Rücken und macht sich im Jahr 1870 von Boston aus auf den Weg in den „wilden Westen“. Er landet in „Butcher´s Crossing“, einem kleinen Kaff in Kansas, irgendwo im Nirgendwo. Hier schließt er sich einer Gruppe von Büffel-Jägern an und gerät in ein von Strapazen und Entsagungen geprägtes Abenteuer.

Nachdem Will Andrews Hunger und Kälte und einen ganzen Winter in den verschneiten Bergen überstanden hat, kehrt er in eine Welt zurück, die sich genauso verändert hat wie er selbst.

Williams hat einen atemlos spannenden und vielschichtigen Roman geschrieben, eine Parabel über falsche Hoffnungen und wahnhafte Träume. Er nimmt den Leser mit auf eine von Blutrausch und vom Überlebenswillen geprägte Reise ins Herz der Finsternis. Grandios.

John Williams: „Butcher´s Crossing“. Roman. Aus dem amerikanischen Englisch von Bernhard Robben. DTV, München 2015. 365 Seiten, 21,90 Euro.

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