Tagesarchive: 10. November 2001

Vor 5000 Jahren brüllte der goldene Löwe – Hochkarätige Georgien-Schau im Bochumer Bergbau-Museum

Von Bernd Berke

Bochum. Der kleine goldene Löwe ist rund 5000 Jahre alt. Man mag es kaum glauben, so gut ist das Schmuckstück erhalten. Und so fein ist es ziseliert, dass es nur aus einer Hochkultur stammen kann. Indien, China, Ägypten? Weit gefehlt: Das kostbare Tier entstand dort, wo jetzt Georgien sich erstreckt.

Heute ist die vormalige Sowjetrepublik ein armes Land. Strom oder Wasser fließen oft nur stundenweise. Für die Aufbereitung archäologischer Funde gibt es gar kein Geld. Da traf es sich, dass Forscher vom Deutschen Bergbaumuseum (Bochum) beim Kongress in der Türkei eine Kollegin aus Georgien kennen lernten. Sie erzählte von phantastischen Vorzeit-Schätzen, die man daheim nicht zeigen könne.

Die Bochumer ließen etliche Stücke eigens restaurieren und präsentieren nun die hochkarätige Schau „Georgien – Schätze aus dem Land des Goldenen Vlies“. Schirmherren sind Bundespräsident Rau und Georgiens Präsident Schewardnadse. Eine gute Steilvorlage: Vielleicht kann man die Kleinode nun doch eines Tages in Tiflis zeigen, wo das meiste Kulturgut bislang im Depot verwitterte.

Was verbarg sich hinter dem Goldenen Vlies?

Veröffentlicht unter Geschichte, Kunst | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Vor 5000 Jahren brüllte der goldene Löwe – Hochkarätige Georgien-Schau im Bochumer Bergbau-Museum

Konzerthaus braucht eine Bürgerbewegung – WR-Diskussionsforum über die „Philharmonie für Westfalen“

Von Bernd Berke

Dortmund. Kein Wort mehr von rasant gestiegenen Baukosten und derlei Querelen. Alle, die im Dortmunder Musikleben Rang und Namen haben, ziehen jetzt offenbar an einem Strang, wenn es um das 94 Millionen DM teure Konzerthaus geht. Bei einem von der WR veranstalteten Diskussions-Forum lautete der Tenor der Teilnehmer: Wenn die Rahmen-Bedingungen stimmen, wollen sie zum Erfolg der „Philharmonie für Westfalen“ beitragen.

Das Konzerthaus im Dortmunder Brückstraßenviertel soll im September 2002 eröffnet werden und als „kultureller Leuchtturm“ weit ins Umland ausstrahlen. Angesichts der langen Vorlaufzeiten in dieser Branche wird es allmählich Zeit, Programme und Profile zu planen. Eines ist klar: Ein solches Haus kann – Tag für Tag – nicht nur mit Gipfelereignissen wie etwa einem Gastspiel der Wiener Philharmoniker gefüllt werden.

Chöre und Orchester wollen kooperieren

Anregungen kommen auch von außerhalb der Stadtmauern: Prof. Rudolf Meister, Rektor der Musikhochschule Heidelberg/Mannheim, betont, das Konzerthaus müsse „von einer breiten Bürgerbewegung getragen werden.“ Es dürfe nicht nur abends locken, sondern müsse ganztags geöffnet sein und vielfältige Angebote zwischen.so genannter E- und U-Musik unterbreiten. Örtliche und regionale Einrichtungen, darunter auch die Chöre, sollten eingebunden werden.

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Musik & Konzert, Region Ruhr | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Konzerthaus braucht eine Bürgerbewegung – WR-Diskussionsforum über die „Philharmonie für Westfalen“