Tagesarchive: 14. Juli 2013

„Polizeiruf 110“ aus München: Stärker als die allermeisten „Tatort“-Folgen

Eine Transsexuelle stirbt in der Haftzelle. Ist sie etwa ein Opfer der eingeschworenen Truppe von der Polizeiinspektion 25 geworden? Dass man aus dieser Vorgabe einen ungemein spannenden, immens dicht gewobenen Krimi machen kann, das hat der „Polizeiruf 110“ mit dem fast poetischen Titel „Der Tod macht Engel aus uns allen“ bewiesen.

Nach diesem Film (Regie: Jan Bonny) fragt man sich abermals, ob der „Polizeiruf“ im Schnitt nicht sogar besser als die ARD-interne „Tatort“-Konkurrenz ist, bei der man sich zuletzt auf gar zu vielen Schauplätzen verausgabt hat.

München als hässliche Stadt

Gewiss: Die Tonspur war ärgerlich, man verstand zuweilen halbe Sätze nicht so recht. Vor allem aber mutete uns die neue Folge eine Menge zu – und das zum Ausklang des Wochenendes. Es begann schon damit, dass München durchweg als hässliche, ja desolate Metropole gezeigt wurde. Hiernach müsste man sich fragen, warum dort so überaus hohe Mieten fällig werden, die sich gerade normale Streifenpolizisten kaum noch leisten können.

Lars Eidinger als Transsexuelle Amandine in "Polizeiruf 110". (Foto: BR/ARD/Kerstin Stelter)

Lars Eidinger als Transsexuelle Amandine in „Polizeiruf 110“. (Foto: BR/ARD/Kerstin Stelter)

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