Tagesarchive: 11. Dezember 2013

Weltklasse: Das English Concert mit Händels „Messias“ in der Essener Philharmonie

Dublin, April 1742: Im neuen Konzertsaal in der Fishamble Street drängen sich mehr als 700 Damen und Kavaliere, um ein Musikstück zu hören, das die Kritik der damaligen Tage als „bestes Musikstück, das je zu hören war“, betitelt hat. Händels „Messias“, aufgeführt von vermutlich 32 Sängern der beiden Kathedralchöre von St. Patrick und Christ Church, „bezauberte Herz und Ohr gleichermaßen“.

In der Philharmonie Essen herrschte kein solches Gedränge, als Orchester und Chor des „English Concert“ den Oratorien-Evergreen wieder einmal aufführten. Aber der Saal war gut gefüllt – und die Zuhörer wurden Zeugen einer Aufführung, die man ohne Umschweife als musterhaft einordnen möchte.

Der Dirigent Harry Bicket. Foto: Richard Haughton

Der Dirigent Harry Bicket. Foto: Richard Haughton

Chor und Orchester entsprachen in etwa der Größe der Ensembles der Uraufführung; Dirigent Harry Bicket, seit 2007 künstlerischer Leiter von „The English Concert“, besetzte auch die für London hinzugefügten Oboen und ein Fagott. Die Bassgruppe war mit zwei Kontrabässen und Celli ausreichend stark besetzt, um eine warme Grundierung des Klangs zu erreichen – ganz im Sinne Händels, wie wir aus diversen Studien wissen.

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Familienfreuden XII: Papa-lapap

Egal, ob Fiona einmal Männer oder Frauen liebt – sie alle werden es schwer haben. Denn Fi’s Held steht jetzt schon fest. Es gibt scheinbar keine Minute, die ohne seinen Namen auskommt. Es ist: ihr Papa!

Es kann nur einen Papa geben. (Bild: Albach)

Es kann nur einen Papa geben. (Bild: Albach)

Fiona kann inzwischen ein wenig plappern. Oder Geräusche machen. Wenn sie wach wird und gute Laune hat, dreht sie sich gern mit einer schwungvollen Rolle (und die muss ihr in dem Schlafsack erst mal einer nachmachen!) um, zeigt auf ihr Vogel-Mobile und ruft „Da!“ Letztens reichte sie mir ihre Zahnbürste und als ich mich artig bedankte, sagte sie ganz selbstverständlich „Bitte“. Und heute, urplötzlich, im Auto, wir unterhielten uns gerade, forderte sie ganz klar „lauter!“. Das alles aber sind sprachliche Marginalien im Vergleich zu dem einen, dem nahezu ausschließlichen Wort: PAPA.

Ob es die schönen P-Plopp-Laute sind? Oder die Möglichkeit, das eine Wort in tausend Varianten zu sprechen? Fiona kann sehr fordernd „Papa“ rufen, sie kann es fragen, sie kann es kreischen, dass fast die Gläser springen oder auch die PaPaPas perlen lassen wie prickelnden Sekt.

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