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Schlagwort-Archive: Burgtheater
Böse Posse aus dem Giftschrank der Geschichte: Elfriede Jelineks „Burgtheater“ am Burgtheater

„Burgtheater“-Szene am Burgtheater (v. li.): Birgit Minichmayr, Mavie Hörbiger, Maja Karolina Franke, Alla Kiperman. (Foto: © Tommy Hetzel / Burgtheater Wien / Wiener Festwochen)
„Wenn man’s in Wien aufführt, wird’s sicher der größte Theaterskandal der Zweiten Republik“, prophezeite Elfriede Jelinek Anfang der 1980er Jahre. Sie schrieb an einer „bösen Posse mit Gesang“, einer Satire über die Nazi-Verstrickungen Österreichs und den bruchlosen Übergang vom Nationalsozialismus in die von Verdrängungen geprägte Demokratie der Nachkriegszeit.
Am Beispiel der Schauspieldynastie Wessely-Hörbiger erzählt Jelinek in einer überdrehten, den Wiener Schmäh persiflierenden Kunstsprache, wie die von Hitler hofierten Mimen in antisemitischen Propaganda-Filmen wie „Heimkehr“ auftraten, mit einer Paula Wessely, die einem jüdischen Händler den vernichtenden Satz ins Gesicht schleuderte: „Wir kaufen nicht bei Juden.“
Attila Hörbiger … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Gesellschaft, Lebenswege, Politik und so, Theater
Verschlagwortet mit Attila Hörbiger, Birgit Minichmayr, Burgtheater, Caroline Peters, Elfriede Jelinek, Itay Tiran, Mavie Hörbiger, Milo Rau, Paul Hörbiger, Paula Wessely, Safira Robens
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Konventioneller Auftakt – Ruhrfestspiele mit Goldonis „Der Diener zweier Herren“
„Burgtheater“, „Goldoni“, „Peter Simonischek“ – Suchbegriffe, Schlagworte, Tags, die gute Unterhaltung versprechen. Mit Carlo Goldonis Komödienklassiker „Der Diener zweier Herren“ starteten die Ruhrfestspiele in die Saison 2016, doch ach: Viele Erwartungen – nicht alle – blieben unerfüllt.

Immer Ärger mit dem Personal: Truffaldino (Markus Meyer, links) und Patalone (Peter Simonischek). (Foto: Ruhrfestspiele/Reinhard Werner)
Machen wir’s kurz, zumal die Produktion auch schon so gut wie abgespielt ist. Christian Stückl (Regie) nähert sich dem Stoff zu unentschlossen, macht mal daraus krachkomisches Bauerntheater mit stilistischen Anleihen bei der italienischen Commedia dell’arte, um im nächsten Moment sichere Pointen und humorvolle Verdichtungen in der Weite des Raums verfliegen zu lassen.
Bleiben Exposition und halsbrecherische Verwicklungen zunächst halbwegs spannend, gerinnt das eigentlich amüsante Spiel der Liebespärchenbildung … Weiterlesen
Von der Ruhr nach Wien: Karin Bergmann am Burgtheater, Tomáš Netopil an der Staatsoper
Das Wiener Burgtheater hat sich in den letzten Wochen über einen Mangel an Schlagzeilen nicht beklagen können – wohl aber über ihren Inhalt: ein weitreichender Finanzskandal, dubiose Praktiken in der Geschäftsführung, der Rausschmiss von Direktor Matthias Hartmann, das Bekanntwerden üppiger Zusatzgagen und Produktionskosten, drohende Steuernachzahlungen in Millionenhöhe, ebenso ein deftiges Minus in der Bilanz. Nun soll es eine Frau aus dem Revier richten: Karin Bergmann leitet das größte Ensembletheater der Welt interimistisch bis 2016. Die 60jährige, die sich selbst als „Theaternarr seit Jugendtagen“ beschreibt, stammt aus Recklinghausen. Zum ersten Mal steht mit Bergmann eine Frau an der Spitze des Burgtheaters.

Aus Recklinghausen nach Wien: Karin Bergmann. Foto: Reinhard Werner, Burgtheater
Das Ensemble habe sie mit tosendem Applaus begrüßt, hieß es … Weiterlesen
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Ruhrfestspiele: Zwei Teufel und ein Weib
Wie ein überdimensionales Mikadospiel liegen die Baumstämme kreuz und quer auf der Bühne. Als hätte ein Riese gewütet und dann die Lust verloren oder als sei ein Kyrill durch den Bergwald gefegt. Auf den Stämmen balancieren zwei Männer und eine Frau, schwindelnd, nah am Abgrund, immer kurz vor dem Absturz.
Ein Sinnbild für ihr unheilvolles Dreiecksverhältnis, das von Leidenschaften, Eifersucht und Gier vergiftet ist und schließlich in die Katastrophe führt. Martin Kusej inszenierte „Der Weibsteufel“ 2008 für das Wiener Burgtheater, 2011 nahm er ihn mit ans Münchner Residenztheater, wo der Regisseur inzwischen Intendant ist. Jetzt war die Inszenierung mit Starbesetzung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen zu sehen.
Birgit Minichmayr (Weib), Werner Wölbern (Mann) und Tobias Moretti (Jäger) … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Birgit Minichmayr, Burgtheater, Der Weibsteufel, Residenztheater, Ruhrfestspiele, Tobias Moretti, Werner Wölbern
Ein Kommentar
Leibesübung für den Krieg – Elfriede Jelineks „Sportstück“ beim Mülheimer Dramatikerwettbewerb
Von Bernd Berke
Mülheim. Freunde militärischer Zucht könnten ihre Freude an dieser Inszenierung haben: Regisseur Einar Schleef muß bei den Proben ein echter Schleifer gewesen sein, so zackig hat er die Hundertschaft der Mitwirkenden in Elfriede Jelineks „Ein Sportstück“ gedrillt.
Die fünfeinhalbstündige „Kurzfassung“ des Stücks, das bei manchen Theaterfreaks mittlerweile Kultstatus genießt, ging am Sonntag ins Rennen um den Mülheimer Dramatikerpreis. Ein Ereignis war’s allemal.
Gellende Trillerpfeife, markiger Schrei: „Achtung – fertig – los!“ So werden die ausgiebigen Haßtiraden auf jedwede Ertüchtigung gestartet, denn: Im Sport, so findet Frau Jelinek, wird der Körper als Hochleistungsmaschine gepanzert und zugerichtet für jederlei brutale Konkurrenz, er wird letzten Endes kriegstauglich gemacht. Sport ist Mord, das Trikot eine Uniform. Ob dies in Zeiten von … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Burgtheater, Ein Sportstück, Einar Schleef, Elfriede Jelinek, Mülheim, stücke 98
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Handke im Sonnenschein – Claus Peymann inszeniert „Zurüstungen für die Unsterblichkeit“ am Wiener Burgtheater
Von Bernd Berke
Wien. Auf der Bühne des Burgtheaters war am Samstag viel von Vorfrühlings-Hoffnung die Rede. Und als die Uraufführung von Peter Handkes „Zurüstungen für die Unsterblichkeit“ nach vier Stunden vorüber war, funkelte eitel Sonnenschein: Der Dichter, sonst allen Auftritten vor der Menge abhold, kobolzte – nach kurzer Verlegenheitsfrist – mit Regisseur Claus Peymann vor dem frenetisch jubelnden Publikum.
Zwei Herren, die schon einige Kapitel Theatergeschichte geschrieben haben, benahmen sich für ein paar Sekunden wie zwei fröhliche kleine Knaben.
Kein Gegenwartsautor, ausgenommen Botho Strauß, hat sich so sehr dem weihevollen Ton verschrieben wie Handke. Auch im neuen Stück spricht er oftmals wie ein Seher oder Prediger. Dies wird wieder Scharen von Spottdrosseln auf den Marktplatz rufen. Doch nach Peymanns … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Achim Freyer, Anne Bennent, Burgtheater, Claus Peymann, Gert Voss, Johann Adam Oest, Martin Schwab, Peter Handke, Urs Hefti, Wien, Zurüstungen für die Unsterblichkeit
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Bochums OB: Aussichten für Peymanns Bleiben gestiegen – „Krisensitzung“ mit Kultusminister Schwier
Von Bernd Berke
Bochum/Düsseldorf. Ist er mit dem Wiener Burgtheater handelseinig geworden, oder bleibt Claus Peymann doch am Bochumer Schauspielhaus? Es darf weiter gerätselt werden – auch nach der dreistündigen „Krisensitzung“, zu der Bochums Oberbürgermeister Heinz Eikelbeck Peymann und (als Vermittler) NRW-Kultusminister Hans Schwier am späten Montagabend nach Wattenscheid gebeten hatte.
Manfred Gutzmer, Pressesprecher der Stadt Bochum: „Der Oberbürgermeister ist optimistisch und beziffert die Chancen dafür, daß Peymann bleibt, jetzt wieder auf über 50 Prozent.“ Das Gespräch mit dem OB und dem Kultusminister habe „Eindruck auf Peymann gemacht“.
Nach Auskunft von Michael Rüdell, Pressesprecher des Kultusministeriums, sind Peymann von keiner Seite aus bindende Zusagen gemacht worden. Insbesondere Peymanns kostspielige Forderung nach einer zweiten Schicht seiner Technik (nötig für häufige Auswärts-GastspieIe) … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Bochum, Burgtheater, Claus Peymann, Hans Schwier, Heinz Eikelbeck, Kultusministerium, NRW, Oberbügermeister, Stadt Bochum, Wien
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