Schlagwort-Archive: Staatsoper

Comedy plus Oper: Bülent Ceylan entert an der Berliner Staatsoper Mozarts „Entführung aus dem Serail“

Comedian Bülent Ceylan als Bassa Selim mit dem Berliner Staatsopern-Chor sowie Adela Zaharia (Konstanze) und David Steffens (Osmin) in Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“. (Foto: Stephan Rabold)

Kaum hat Dirigent Thomas Guggeis den Taktstock erhoben und will mit der Staatskapelle die Ouvertüre von Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ erklingen lassen, da entert Bülent Ceylan die Bühne. „Hallo Berlin, Rock´n´Roll“, ruft der Mannheimer Comedian ins Publikum, löst sein Haarband und schüttelt seine lange Mähne.

Dann merkt der Spaßvogel, der seit 25 Jahren die deutsch-türkischen Macken und Marotten auf die Schippe nimmt und nun an der Berliner Staatsoper Unter den Linden in der von Regisseurin Andrea Moses verantworten Inszenierung die Sprechrolle des Bassa Selim übernehmen soll, dass er zu früh dran ist.… Weiterlesen

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Abschied ohne Nostalgie: Waltraud Meier hat die Opernbühne verlassen

Waltraud Meier auf der Bühne der Berliner Lindenoper. Die große Künstlerin hat ihre Karriere beendet. (Foto: Jakob Tillmann)

Eine der prägenden Künstlerinnen der Opernbühne der letzten Jahrzehnte hat Abschied genommen: In Berlin sang Waltraud Meier zum letzten Mal die Klytämnestra in Richard Strauss‘ „Elektra“. Werner Häußner kennt die Sängerin seit ihrem Debüt in Würzburg 1976 und lässt Stationen einer Karriere Revue passieren, die von 1980 bis 1983 auch nach Dortmund führte. Dort sang Meier erstmals die Kundry in Wagners „Parsifal“. Eine Rolle, die ihr 1983 den Durchbruch in Bayreuth bescherte.

Was soll man zum Bühnenabschied einer Sängerin schreiben, über die in den 47 Jahren ihrer Karriere wohl alles schon in Zeilen gefasst wurde, was öffentlich zu sagen ist? Wozu den Lebenslauf rekapitulieren, der überall nachzulesen ist; wozu das umfangreiche Repertoire aufzählen, das nun eh der Vergangenheit angehört?… Weiterlesen

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Von der Ruhr nach Wien: Karin Bergmann am Burgtheater, Tomáš Netopil an der Staatsoper

Das Wiener Burgtheater hat sich in den letzten Wochen über einen Mangel an Schlagzeilen nicht beklagen können – wohl aber über ihren Inhalt: ein weitreichender Finanzskandal, dubiose Praktiken in der Geschäftsführung, der Rausschmiss von Direktor Matthias Hartmann, das Bekanntwerden üppiger Zusatzgagen und Produktionskosten, drohende Steuernachzahlungen in Millionenhöhe, ebenso ein deftiges Minus in der Bilanz. Nun soll es eine Frau aus dem Revier richten: Karin Bergmann leitet das größte Ensembletheater der Welt interimistisch bis 2016. Die 60jährige, die sich selbst als „Theaternarr seit Jugendtagen“ beschreibt, stammt aus Recklinghausen. Zum ersten Mal steht mit Bergmann eine Frau an der Spitze des Burgtheaters.

Aus Recklinghausen nach Wien: Karin Bergmann. Foto: Reinhard Werner, Burgtheater

Aus Recklinghausen nach Wien: Karin Bergmann. Foto: Reinhard Werner, Burgtheater

Das Ensemble habe sie mit tosendem Applaus begrüßt, hieß es in der österreichischen Presse.… Weiterlesen

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