Schlagwort-Archive: Heinrich Theodor Grütter

Wachwechsel: Zwei Leitfiguren der Revier-Kultur gehen in den Ruhestand

Dieser Tage, also Ende März, sind gleich zwei gewichtige Kulturmenschen der Region in den Ruhestand gegangen: Dortmunds Kämmerer und Kulturdezernent Jörg Stüdemann (Jahrgang 1956) sowie der Direktor des Essener Ruhr Museums, Heinrich Theodor Grütter (Jahrgang 1957).

Jörg Stüdemann im Dezember 2025 bei einem Kulturtermin im Dortmunder Rathaus. (Foto: Bernd Berke)

Mit beiden endet eine Ära des Kulturlebens im Revier. Ihre Verdienste sind so umfangreich, dass eine Aufzählung in diesem Rahmen unvollständig sein müsste. Also lassen wir’s lieber bleiben. Auch wollen wir nicht das neckische Wort vom „Unruhestand“ bemühen, obgleich es inhaltlich zutreffen dürfte.

Erstaunt war ich, als ich jetzt in einer kurzen Würdigung las, welcher Professor Grütter während dessen Studienzeit in Bochum nachhaltig geprägt hatte. Es war Prof. Jörn Rüsen, … Weiterlesen

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„Aufbruch im Westen“: Schau über die Essener Gartenstadt und die Künstlerkolonie Margarethenhöhe im Ruhr Museum

Blick in die Ausstellung „Aufbruch im Westen". Im einstigen Industrie-Ambiente kommen die Exponate speziell zur Geltung: in der Mitte Joseph Enselings monumentale Bronze-Skulptur „Säerin", links vorne Gustav Dahlers Bildnis der Fotografen-Tochter „Sabine Renger-Patzsch" (um 1929/31). (Ruhr Museum / Foto: Bernd Berke)

Blick in die Ausstellung „Aufbruch im Westen“. Im einstigen Industrie-Ambiente kommen die Exponate speziell zur Geltung: in der Mitte Joseph Enselings Bronze-Skulptur „Die Säerin“, links vorne Gustav Dahlers Bildnis der Fotografen-Tochter Sabine Renger-Patzsch (um 1929/31). (Ruhr Museum / Foto: Bernd Berke)

Solch einen „Aufbruch im Westen“ könnte man wohl auch heute gut gebrauchen. Damals, um 1919, fügte sich eins zum anderen. Maßgebliche Leute in Wirtschaft, Politik und Kunst zogen gleichsam am selben Strang. Geld war (mit gutem Willen auch für kulturelle Zwecke) reichlich vorhanden, das Ruhrgebiet war eine Boom-Region, wie man heute sagen würde. Auch waren die richtigen Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und der hieß Essen.

So konnte (schon seit 1909) in vielen Bauabschnitten die famose Essener … Weiterlesen

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Der Sound des Aufbruchs im Revier: Ruhr Museum zeigt 60 Jahre „Rock & Pop im Pott“

Plakat zum Auftritt der Rolling Stones in der Dortmunder Westfalenhalle, 1967 (Ruhr Museum)

Plakat zum Auftritt der Rolling Stones in der Dortmunder Westfalenhalle, 1967 (Ruhr Museum)

Essens Kulturdezernent Andreas Bomheuer erinnert sich: Essener Songtage 1968, ein singuläres Ereignis in der neueren Musikgeschichte des Ruhrgebiets. Der legendäre Frank Zappa entstieg auf der Bühne einem Sarg und fragte das Publikum schlankweg: „How do you feel?“ Dann legte er los. – Bomheuer ist heute noch ergriffen von dem Moment: „So etwas vergisst man nie.“

Just in Essen, im Ruhr Museum auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zeche Zollverein, schickt sich jetzt eine Ausstellung an, derlei kostbare Erinnerungen en gros zu wecken: „Rock & Pop im Pott“ erzählt die Geschichte der populären Musik im Revier über 60 Jahre hinweg. Dazu bietet man die immense Fülle von rund … Weiterlesen

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