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Schlagwort-Archive: Johann von Bülow
„Der Minister“: Ein Taugenichts will ganz nach oben
Schon als Lausbub bedient sich Franz Ferdinand von und zu Donnersberg der Fähigkeiten seines schlauen Freundes Max Drexel. In der Schule darf er von ihm abschreiben. Später lässt er sich von ihm durchs Abitur hieven. Und als der smarte Frauenliebling Franz Ferdinand in die Politik gegangen ist, schreibt ihm Max noch die schludrige Doktorarbeit.

Große Pose in New York: Kai Schumann als Minister Franz Ferdinand von und zu Donnersberg (Bild: SAT.1)
Das kommt einem doch irgendwie bekannt vor? Richtig. Die Geschichte des Freiherrn von und zu Guttenberg hat hier ganz offensichtlich über weite Strecken Pate gestanden. So eng ist die Story um den allzeit eitlen Selbstdarsteller Donnersberg (Kai Schumann) gelegentlich an wirkliche Begebenheiten angelehnt, dass man sich fragt, ob es hier nicht juristisch heikel werden könnte.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Medien, Politik und so, Scherz, Satire, Ironie, Wahnwitz
Verschlagwortet mit "Der Minister", Guttenberg, Johann von Bülow, Kai Schumann, Katharina Thalbach, SAT.1
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Leise kommt der Jammer – Jürgen Kruse inszeniert Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ in Bochum
Von Bernd Berke
Bochum. Da hat man vorher gewettet, welche Schätze der Regisseur Jürgen Kruse diesmal aus Rock- und Pop-Archiven heben würde, um sie mit ordentlichen Dezibel-Werten von der Bühne schallen zu lassen. Doch an dem fast vierstündigen Abend kommt es ganz anders.
Zwar setzt Kruse auch diesmal allerlei Musik (von Brenda Lee bis zu den Byrds) ein, doch nur als weiche Einbettung für den Text, den er mit großem Respekt vor dem Wortlaut inszeniert hat.
Auf dem Plan steht Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ (Uraufführung 1949), jenes tragische, manchmal auch ein klein wenig sentimentale Spiel vom Scheitern des „kleinen Mannes“ und seines amerikanischen Traums vom ungehinderten Fortkommen.
Ärmliche Wohnung in Brooklyn; lauter noch nicht abbezahlte Ratenkäufe. Trotzdem wirken die Möbel schon aufgebraucht.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater
Verschlagwortet mit Arthur Miller, Bochum, Johann von Bülow, Jürgen Kruse, Jürgen Rohe, Patrick Heyn, Tod eines Handlungsreisenden, Veronika Bayer
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Gewalt frisst die Sprache auf – Matthias Hartmann inszeniert Kleists „Familie Schroffenstein“ in Bochum
Von Bernd Berke
Bochum. Ringsum zugemauert, sieht die Bühne aus wie das Innere eines Mausoleums. Hier wird wohl kein freies Leben erblühen, das ahnt man gleich. Und richtig: Rechts und links, einander feindlich gegenüber, nehmen die beiden finsteren Clans Platz, die sich in „Die Familie Schroffenstein“ aufs Blut befehden.
Bochums neuer Intendant Matthias Hartmann hat etwas riskiert, indem er Heinrich von Kleists Stück erkor. Das Frühwerk aus dem Jahre 1800 gilt vielfach als unfreiwillig komische „Scharteke“. Doch weit gefehlt! In dieser Vorlage steckt wilder, entfesselter Furor – wie in Kleists Erzählung „Michael Kohlhaas“.
Sehr richtig schon Hartmanns Entscheidung, die in Spanien angesiedelte Urfassung („Die Familie Ghonorez“) zu wählen, deren bloße Rollen-und Ortsnamen schon ungleich mehr Hitze ausstrahlen als die spätere Eindeutschung mit all ihren Ottokars und Gertrudes.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater
Verschlagwortet mit Bochum, Die Familie Schroffenstein, Ernst Stötzner, Fritz Schediwy, Johann von Bülow, Kleist, Matthias Hartmann, Sonja Baum, Ulli Maier, Veronika Bayer
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