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Pressekonferenz per Video: Programm der Neuen Philharmonie Westfalen rankt sich um Beethoven

NPW-Orchesterchef Rasmus Baumann, aus seinem Home-Office der Pressekonferenz zugeschaltet. (Foto/Screenshot: Bernd Berke)

Heute habe ich die erste Video-Pressekonferenz meines doch schon recht langen Berufslebens absolviert. „In den Zeiten von Corona“ (eine bereits völlig ausgelutschte Wendung, ich weiß) ist ein solches Verfahren wohl ratsam. Der Blick in eine mögliche Zukunft des journalistischen Gewerbes ging von Unna aus. Dort wurde heute das Programm 2020/21 der Neuen Philharmonie Westfalen (NPW) vorgestellt, das im Kern aus neun Sinfoniekonzerten besteht. Hier ist der Link, der Einzelheiten erschließt, die wir an dieser Stelle nicht ausbreiten können.

Wie wir alle seit gestern wissen, sind Großveranstaltungen (also auch Konzerte der E-Musik) mindestens bis zum 31. August 2020 generell untersagt. Michael Makiolla, Landrat des Kreises Unna, gab sich heute dennoch zuversichtlich, dass das NPW-Programm im September 2020 beginnen kann. Makiolla betonte, Kultur sei gerade in diesen Zeiten weiterhin wichtig. Man werde alles tun, um das Orchester auch künftig zu erhalten.

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Wie die Neue Philharmonie Westfalen finanziell gerettet werden soll

Musikalisch ist die Neue Philharmonie Westfalen (NPW) längst erfolgreich, finanziell soll es das größte Landesorchester wieder werden. Den Weg dafür machte der Kreistag Unna frei: Er verzichtete auf sein Recht, den bestehenden Fusionsvertrag bis einschließlich 2021 zu kündigen.

Damit ist das notwendige zeitliche Fenster zur Umsetzung eines mittelfristig tragbaren Finanzierungskonzeptes geschaffen. Was genau geleistet werden soll und muss, hatte Landrat Michael Makiolla in seiner Funktion als Vorstandsmitglied im Trägerverein des Orchesters schon im Juni beschrieben.

Damals hatte Michael Makiolla nicht nur über den Abschluss eines lange verhandelten Haustarifvertrages (mit unterm Strich finanziellen Einbußen bei den Musikern) berichtet, sondern alle Eckpunkte erläutert.

Makiolla war es auch, der bereits in der Mitte der 1990er Jahre darum gerungen hatte, dass die Fusion des Westfälischen Sinfonie Orchesters mit dem Gelsenkirchener Grabenorchester gelang. So konnte damals, als Makiolla noch Kreisdezernent für Soziales und Kultur war, die Existenzbedrohung für das WSO abgewendet werden. Für den Kreis Unna hatte es stets eine besondere Bedeutung, denn die Anfänge des WSO reichten bis in die frühe Nachkriegszeit zurück. Symbolhaft schufen damals Hubert Biernat, der spätere Landrat und sein Freund Alfred Gleisner die Voraussetzungen für ein erstes kulturelles Highlight im noch kriegszerstörten Umfeld.

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Bewerbung als „Kulturhauptstadt Europas“: Ruhrgebiet hat steinigen Weg vor sich

Von Bernd Berke

Im Westen. Das Revier strotzt auch kulturell vor Selbstbewusstsein. Wenigstens gilt dies für seine Verbandsfunktionäre. Etwa für Dieter Nellen vom Kommunalverband Rühr (KVR). Er schwenkte gestern in Essen ein Bündel Papiere und rief aus: „Hier habe ich erdrückende Zahlen und Fakten für die Kölner!“ Wie bitte?

Nun, beredet und in einem Grundsatzpapier fixiert wurde die Bewerbung des Ruhrgebiets um den Titel „Kulturstadt Europas“ fürs Jahr 2010. Und da konkurriert man mit der Domstadt (die WR berichtete).

„Als Region sind wir unschlagbar“

Doch die Kölner, da war man sich gestern im vom KVR moderierten Kreis der Revier-Kulturdezernenten einig, können wenig gegen die geballte Kraft einer ganzen Gegend ausrichten. Reinhard Frind, Kulturbeigeorndeter der Stadt Oberhausen, befand gar: „Als Region sind wir unschlagbar.“ „Als Region sind wir unschlagbar.“

Doch bis zur Entscheidung wird noch manches Gremium tagen müssen. Zuerst soll die Bewerbung in KVR-Arbeitskreisen gebilligt werden, dann will man sich langsam auf NRW-Ebene vorarbeiten, sprich: Die Düsseldorfer Landesregierung möge eine Empfehlung fürs Ruhrgebiet aussprechen. Dies könnte etwa 2003 der Fall sein.

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