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„Krimi um Timmy“ – wie „Bild“ den Überlebenskampf des Ostsee-Wals ausschlachtet

Natürlich nicht der bedauernswerte Ostsee-Wal, sondern ein gesunder Buckelwal mit Kalb im natürlichen Habitat – im November 2024 fotografiert vor der Insel Moorea (Französ. Polynesien). Wikimedia Commons / © Charles J. Sharp – sharpphotography.co.uk / Link zur Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en

„Bild“ glaubte ja schon immer, ein Gespür für die Seelenlage und die „Stimme des Volkes“ zu haben, so auch jetzt beim selbst atemlos angestachelten Drama um den in der Ostsee gestrandeten Wal, den sie „Timmy“ nennen. Inzwischen dauert die Sache vor der Insel Poel schon 22 Tage – und die Boulevard-Journaille lässt einfach nicht locker. Sie beschert der Kundschaft (mitunter im Minutentakt) ein andauerndes Wechselbad zwischen Bangen und Hoffen.

Unterdessen hat das mediale Dauerfeuer bewirkt, dass sich um den Todeskampf des … Weiterlesen

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Von der Eiszeit bis zur Digitalisierung – eine umfangreiche Geschichte der Ostsee

Seltsame Wesen sollen einst an den Gestaden der heutigen Ostsee gelebt haben. Der römische Naturforscher und Universalgelehrte Gaius Plinius Secundus Maior (ca. 23-79 n. Chr) vermochte über mutmaßliche Menschen des hohen Nordens freilich nur vom Hörensagen zu schreiben: 

Man erzähle von Inseln, „auf denen Menschen mit Pferdefüßen geboren werden (…) und von anderen, auf denen die Bewohner ihre sonst nackten Körper durch ihre übergroßen Ohren völlig bedecken sollen.“

Klingt ein bisschen spekulativ, oder? Die Landstriche wurden von Süden her erst recht spät entdeckt. Dieser Umstand ließ viel Raum für Phantasien, die das gänzlich Unbekannte und Fremde zu imaginieren suchten. Erst 1539 fertigte der Schwede Olaus Magnus, Bischof von Uppsala und Kartograph, eine einigermaßen brauchbare Landkarte an, die den wirklichen Umrissen … Weiterlesen

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Max Pechstein: Verlorenes Paradies

Max Pechstein "Selbstbildnis mit Hut und Pfeife", 1918 (Kunsthaus Zürich/Copyright: Pechstein - Hamburg/Tökendorf)

Max Pechstein "Selbstbildnis mit Hut und Pfeife", 1918 (Kunsthaus Zürich/Copyright: Pechstein - Hamburg/Tökendorf)

Das ursprüngliche Leben – wer hätte es nicht zuweilen im Sinn? Etliche Vor- und Wunsch-Bilder des „Zurück zur Natur“ lassen sich im deutschen Expressionismus finden, beispielsweise bei Max Pechstein (1881-1955). Ihm widmet jetzt das zwischen Ruhrgebiet und Münsterland gelegene Kunstmuseum Ahlen eine Retrospektive mit 140 Exponaten.

Sowohl finanziell (erkleckliche Versicherungssummen) als auch räumlich ist man bis an die Grenzen gegangen. Selbst in Treppenhaus-Winkeln hängen noch Bilder, entgegen einer puristischen Lehre der Präsentation. Doch man kann den Antrieb des Museumsleiters Burkhard Leismann verstehen, der auch einige Raritäten aufbietet: Dies dürfte für lange Zeit die letzte Gelegenheit zu einer weiter ausgreifenden Werkschau sein, welche auch Gebrauchskunst (Schmuck, Buchillustrationen, Speisekarten … Weiterlesen

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