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Schlagwort-Archive: Rassismus
Hier haben alte weiße Männer nichts zu lachen – „Schande“ nach J. M. Coetzee im Bochumer Schauspielhaus

Szene aus der Roman-Adaption „Schande“ mit Amina Eisner (li.) , Dominik Dos-Reis. (Foto: Marcel Urlaub/ Schauspielhaus Bochum)
Im Grunde kann man so einen Stoff ja gar nicht mehr auf die Bühne bringen. Oder nur mit Schwierigkeiten. Denn wenn die Protagonisten in J. M. Coetzees Romanvorlage „Schande“ Schwarze und Weiße sind (darf man noch Schwarze sagen?), dann müssen sie ja auf der Bühne auch von Schwarzen und Weißen gespielt werden. Schwarz schminken ist nicht, das wäre „Blackfacing“ und somit auch eine Form der Diskriminierung.
Überhaupt passte es vorne und hinten nicht, weshalb aus der ursprünglichen Besetzung mit mehreren dunkelhäutigen Frauen aus Gründen rassistischer Unkorrektheiten oder so ähnlich nichts wurde. Letztlich steht jetzt neben drei weißen Männern nur eine etwas dunklerhäutige Frau auf der Bühne (Amina Eisner), und die auch nur deshalb, weil sie, wie sie sagt, freiberuflich arbeitet und das Geld braucht.… Weiterlesen
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Er war eine Stimme der Sprachlosen – zum Tod des Dortmunder Schriftstellers Josef Reding
Unser Gastautor, der in Kamen lebende Erzähler, Lyriker und Maler Gerd Puls, würdigt den Dortmunder Schriftsteller Josef Reding, der am vergangenen Freitag mit 90 Jahren gestorben ist. Bei diesem Beitrag handelt sich um Auszüge des Nachworts zu einem Reding-Lesebuch, das Gerd Puls herausgegeben hat. Wir veröffentlichen den (stark gekürzten) Text, der hier erstmals zu Redings 90. Geburtstag erschienen ist, mit freundlicher Genehmigung des Urhebers:

Das von Gerd Puls herausgegebene Reding-Lesebuch (2016 erschienen im Aisthesis-Verlag), aus dessen Nachwort die Auszüge für diesen Beitrag stammen.
Josef Redings Erzählband „Nennt mich nicht Nigger“ war 1957 ein bemerkenswertes, erstaunliches Buch. Auch, weil es den Blick der deutschen Leser über den eigenen Tellerrand hinaus lenkte, in diesem Fall auf die Nöte und Bedrängungen der schwarzen Bevölkerung in den USA.… Weiterlesen
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Julia Wissert (34) soll Schauspielchefin in Dortmund werden
Wie es aussieht, hat Dortmunds Schauspiel seine künftige Chefin gefunden: Julia Wissert (34) käme als eine der jüngsten Intendantinnen der Republik an den Hiltropwall. Zur Spielzeit 2020/21 soll sie Nachfolgerin von Kay Voges werden, der im Januar seinen bevorstehenden Abschied verkündet hatte.
Noch müssen sich die politischen Gremien der Stadt mit der Personalie befassen. Am 14. Mai tagt der Kulturausschuss, am 23. Mai müsste dann der Rat seine Zustimmung geben. Doch dem dürfte wohl nicht viel entgegenstehen.
Julia Wisserts Vita deutet auf etliche Erfahrungen in jungen Jahren hin. Auf der Homepage des Bochumer Theaters werden u. a. diese Stationen aufgeführt: 1984 in Freiburg geboren, studierte sie in London an der University of Surrey Performance, Theater- und Medienproduktion.… Weiterlesen
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Flüchtlingsdrama in Düsseldorf: „Wir sind keine Barbaren“ von Philipp Löhle
Zunächst fühlt man sich an Yasmina Rezas „Gott des Gemetzels“ erinnert: Zwei Ehepaare, eine Yuppie-Wohnung, ein Konflikt. Doch spätestens als der Chor beginnt, die Nationalhymne zu summen, wird klar, dass es sich hier um eine deutsche Angelegenheit handelt.
„Wir sind das vollkommene Volk, wir müssen uns schützen“, skandieren die wohlgekleideten Menschen aller Altersgruppen und sehen dabei so harmlos aus wie in der Vorabendwerbung im ZDF. Und das Problem, das Barbara und Mario sowie Linda und Paul umtreibt, ist ein hochaktuelles: Bringen sie sich in Gefahr, wenn sie einen Flüchtling in der Wohnung aufnehmen oder handelt es sich um ein Gebot der Menschlichkeit?
Mona Kraushaar hat Philipp Löhles „Wir sind keine Barbaren“ am Düsseldorfer Schauspielhaus inszeniert und damit die Balance zwischen Boulevard und politischem Theater gefunden.… Weiterlesen
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