Das Wunder von Dortmund

So etwas hat es schon ganz lange nicht mehr gegeben. Zu Beginn der Nachspielzeit down and out. Und dann…

Nach einem 0:1- und einem 1:2-Rückstand (Letzterer noch kurz vor Ende der Partie) hat Borussia Dortmund gegen Málaga tatsächlich noch das Halbfinale der Champions League erreicht. Man mag es immer noch kaum glauben. Es kommt einem wie höhere Fügung vor. Wäre es den Bayern passiert, würde man es „Dusel“ nennen. Aber so… ist es eben das Wunder von Dortmund.

Meistervogel

Es dürfte einer der allergrößten Momente in der langen Geschichte des Ruhrgebiets-Fußballs sein. Man kann da an so viele Augenblicke zurückdenken.

Wenn man als kleiner Junge schon im alten Dortmunder Stadion Rote Erde gestanden und mitgezittert hat, wenn man das Heutige mit all dem Vergangenen (und doch Bleibenden) überblendet, so überkommen einen vielleicht einige Tränen der Rührung. Da zieht sich ein gewisses Etwas durch die vielen Jahrzehnte, das einen ergreift. Nennt es, wie ihr wollt. Wir reden ein andermal darüber. Dann, wenn wir zur Analyse wieder fähig sind.

Jaja, es gibt Wichtigeres. Die Politik und all das. Doch wann haben wir zuletzt eine solche unmittelbare Freude auf politischem Felde verspürt? Das wäre mal etwas! Insofern birgt auch und gerade der Fußball – in ganz großen, ganz seltenen Momenten – einen ästhetischen Vorschein der Utopie, um mit Ernst Bloch zu reden.

Verzeiht das Gestammel. Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Und doch will es jetzt schon gesagt sein.

P.S.: Das Bild zeigt natürlich den schwarzgelben Wundervogel. Was sonst?

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Über Bernd Berke

Langjähriger Kulturredakteur bei der Anfang 2013 verblichenen Westfälischen Rundschau (Dortmund), davon die letzten elf Jahre als Ressortleiter. Zwischenzeitlich dies und das. Seit 2011 hier. Und anderswo. Und überhaupt.
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2 Kommentare zu Das Wunder von Dortmund

  1. Britta Langhoff sagt:

    Die Magie des Moments war auch im blau-weißen Haushalt zu spüren – und ehrliche Freude darüber.

    Es war ein Wunder – aber auch ein verdientes.
    Glückwunsch an die schwatt-gelben

  2. Pingback: Frühstück | Ruhrbarone

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