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Tagesarchive: 11. April 2011
Uwe Timms „Freitisch“: Frühling der Freiheit
Ich gebe gern zu: Die frühen 1960er Jahre sind bis heute meine Lieblingszeit. Zum einen zählten sie zur eigenen, noch nicht so recht bewussten Frühphase, zum anderen wurden damals all die kleinen Freiheiten noch eher spielerisch erprobt, um die man später so erbittert gestritten hat. Kein Wunder, dass gerade zu dieser Zeit die Beatles aufkamen. Sie haben anfangs so überaus zuversichtlich geklungen…
Warum ich das so ausgiebig darlege? Weil Uwe Timms neue Novelle „Freitisch“ in jenen Jahren spielt und somit bei mir schon vorab einen Extra-Bonus bekommt, ebenso wie der in langen Jahren vertraut gewordene Autor. Das sind natürlich keine genuin literarischen Kriterien, sondern zunächst Sympathiewerte, die jedoch auf Erfahrung fußen. Außerdem liest man auf der Basis von Sympathie einlässlicher als sonst, gleichsam mit weit offenen Nüstern.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Literatur
Verschlagwortet mit 60er Jahre, Freitisch, Novelle, Uwe Timm
Ein Kommentar
Star Trek (XI), der Film
Schon vor ein paar Wochen habe ich den inzwischen elften Kinofilm aus der gleichnamigen Reihe gesehen: Star Trek. Dazu wollte ich eigentlich schon die ganze Zeit bloggen, kam aber bisher irgendwie nicht dazu. Aber solange der Film noch nicht bei Sat.1 im Fernsehen läuft, kann man das ja noch nachholen…
Vorweg muss ich sagen, dass ich mich selber schon als Star Trek-Fan bezeichne – etwas anderes wäre sicherlich auch nicht angemessen, wenn man bedenkt, dass ich z.B. noch alle einzelnen Folgen der Serie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert (Star Trek: TNG) auf VHS-Cassette irgendwo in einem Karton liegen habe ((wobei ich mich frage, wie lange so eine VHS-Cassette haltbar ist…)).
„Star Trek-technisch“ gesehen bin ich mit TNG und Captain Jean-Luc Picard „aufgewachsen“ und war nie ein Fan von Captain Kirk, Spock, „Pille“ McCoy usw.… Weiterlesen
„Apokalypse Afrika“: Auf Dauer ratlos
Diese Lektüre bringt einen ins Schlingern. Manchmal weiß man gar nicht mehr, in welchem Land Afrikas man sich gerade befindet, so sehr schwirrt einem der Kopf vom beschriebenem Chaos. Tatsächlich sind ja vielfach die staatlichen Strukturen fast gänzlich zerstört.
Hans Christoph Buchs neuer Band „Apokalypse Afrika“ setzt u. a. in hochkolonialistischer Zeit an und protokolliert mehrmals mit zeitgenössischen Berichts-Fragmenten die Kongo-Konferenz, die 1884/85 in Berlin stattgefunden hat. Die Europäer hielten sich damals einiges darauf zugute, dass sie der offenen Sklaverei und dem „Negerhandel“ abschworen. Nach außen hin nüchtern und rational, in pathetischen Momenten gar nahezu karitativ, doch in Wahrheit zutiefst gierig, suchten sie hier ihre Interessen-Sphären und Handelszonen aufzuteilen, wobei manche Passage so klingt, als sei damals vor allem Portugal von den anderen Mächten „gemobbt“ worden.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Literatur, Weite Welt
Verschlagwortet mit Afrika, Hans Christoph Buch, Kolonialzeit
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