Tagesarchive: 4. Januar 2013

Familienfreuden VII: Vorsatz Nummer Eins – Windeleinfühlungsvermögen

 

Auch ein Baby kann Vorsätze haben. Bild: Nadine Albach

Auch ein Baby kann Vorsätze haben. Bild: Nadine Albach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Aufräumen habe ich jetzt einen merkwürdigen Zettel gefunden. Ganz klein und schwer zu entziffern. Mittlerweile bin ich aber der Überzeugung: Es ist die Liste mit guten Vorsätzen unserer Tochter Fiona.

So etwas kann man sich offenbar schon vornehmen, wenn man gerade erst ein paar Monate auf der Welt ist.

Die Liste will ich den Revierpassagieren natürlich nicht vorenthalten – vielleicht fühlen Sie sich ja inspiriert?

Hier also die guten Vorsätze von Fiona für 2013:

  • Muss Fassungsvermögen meiner Windeln besser beachten!
  • Will an meiner Aussprache arbeiten: Selbst für mich klar artikulierte Wünsche werden nur unzureichend verstanden. Dabei ist doch logisch, dass „Aaaaoouuu“ heißt, dass ich mir den gelben Spielzeugzwerg vorknöpfen will. Vielleicht muss ich auch langsamer sprechen.
  • Treffsicherheit verbessern – vor allem, wenn es darum geht, den Brei in den Mund zu kriegen. Den letzten großen Pastinakenkrieg habe ich eindeutig verloren.
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Vor 45 Jahren: „Zur Sache Schätzchen“

Als ich heute morgen wie gewohnt meiner Leib-und-Magen-Sendung „Zeitzeichen“ lauschte, überkam mich das gewaltige Grinsen. Das hatte den Vorteil, dass auf dem Bahnsteig niemand die scheibenwischende Bewegung vollzog, weil ich eben nicht lauthals lachte und man hätte denken können, dass ich wohl einen an der Waffel habe. Es beim Grinsen zu belassen, fiel mir leicht, hat dieser Gesichtsausdruck doch etwas von wohlwollender Weisheit und warmer Rückschau.

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Was da mein zugegebenermaßen träumerisches Nostalgie-Gemüt bewegte? Am 4. Dezember 1968 wurde der Film „Zur Sache Schätzchen“ von May Spils uraufgeführt und führte dazu, dass ein Schwarz-Weiß-Streifen mit dem possierlichen Budget von 350.000 Mark (Für die, die nur Euro kennen, das waren ca. 175.000 Euro.) mitten in den Bierernst aufrührerischer Zeiten ausgelassene Heiterkeit kübelte und Typen als solche geradezu adelte, die den Tag vergammelten und sekündlich saucoole (den Begriff gab es zwar noch nicht, aber coole Typen gab’s) Sprüche absonderten und die uniformierte Staatsgewalt nicht mit Eiern oder ähnlichem bewarfen, sondern sie nach Strich und Faden verarschten, eben nicht ernst nahmen.

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