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Schlagwort-Archive: Elmar Goerden
Warum lag der Sportkatalog für den früheren Bochumer Intendanten in meinem Briefkasten?
Also, das wird mir jetzt wohl niemand erklären können. Ich selbst bin auch ziemlich ratlos.
Der Reihe nach: Jetzt traf der höchst umfangreiche Verkaufskatalog einer Hagener Sportartikel-Firma bei mir ein. Bleischwer lag er im Briefkasten. Mit zahllosen Angeboten für Vereine und Schulen. Utensilien für alle denkbaren Sportarten. Medizinbälle, Sprossenwände, Trampoline, Rugby-Ausrüstungen, Schwimmhilfen, Billardtische, Tischtennisplatten, Laufhürden, Torgestänge. All das und noch tausendfach mehr. Krasse Sachen dabei.
So weit, so halbwegs normal. Nur: Diese Firma hat mir vorher noch nie etwas geschickt. Auch hatte ich dort noch gar nichts bestellt und habe das auch nicht vor. Wahrscheinlich hat einer dieser ruchlosen Adressenhändler meine Daten weiterverkauft. Möge ihn die Pestilenz…
Doch nein. Offenbar war ich persönlich gar nicht gemeint.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Region Ruhr, Theater, Warenwelt & Werbung
Verschlagwortet mit Bernd Berke, Bochum, Briefkästen, Elmar Goerden, Intendant, Irrläufer, Post, Revierpassagen, Schauspielhaus, Sportkatalog
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Shakespeare in Bochum: Kredit mit Fleisch
Viele, viele Metallstühle, ein paar Tischchen, gläserne Theke, Espresso-Maschine. Wir sind „beim Italiener“, genauer: auf einer Piazza in Venedig. Wie passend. Denn das Bühnenbild gehört zu Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“, mit dem Intendant Elmar Goerden die neue Spielzeit in Bochum eröffnet.
Das Stück war immer schon prekär. Schon zu Shakespeares Zeiten, doch vollends im Nachkriegs-Deutschland. Zur Erinnerung: Händler Antonio (Benno Iffland) leiht vom Juden Shylock (Hosenrolle: Renate Becker) Geld, um seinem Freund Bassanio (Christoph Pütthoff) die kostspielige Brautwerbung bei der reichen Erbin Portia (Claude de Demo) zu ermöglichen.
Für die Rückzahlung des Kredits bürgt Antonio im rauschenden Vollgefühl künftiger Einnahmen mit einem Pfund Fleisch aus seinem eigenen Leibe. Doch seine reich beladenen Handelsschiffe sinken, er kann also nicht zahlen. Shylock besteht auf der Vereinbarung; schon aus schierer Rachsucht, denn der Christ Antonio hat ihn, den Juden, stets geschmäht.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Elmar Goerden, Shakespeare, Theater Bochum
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Wer auf dem Pavianfelsen oben sitzt – Elmar Goerden besorgt in Bochum die Uraufführung von Schimmelpfennigs „Besuch bei dem Vater“
Von Bernd Berke
Bochum. Heimkehr des verlorenen Sohnes, anders als in der Bibel: Als 21-Jähriger taucht ein gewisser Peter bislang ungekannten Vater auf. Der Patriarch Heinrich lebt mit diversen Frauen in der 20-Zimmer-Villa seiner Gattin draußen am Walde. Nun legt sein Sohn die allzu bereiten Weibchen reihenweise flach. So weit die Nachricht.
„Besuch bei dem Vater“ – bewusst steif und unterkühlt gibt sich der Titel. Roland Schimmelpfennig hat für seinen neuen Theatertext die Gattungsbezeichnung „Szenen und Skizzen“ gewählt. Tatsächlich ist es kein Stück im herkömmlichen Sinne, sondern ein mäanderndes Gebilde mit recht schroffen Tempowechseln. Mal gleicht der Redefluss einem munteren Bach, mal einem gestauten Gewässer. Hie und da plätschert’s leise. Der Text (den der emsige Schimmelpfennig zur Trilogie ausbauen will) wirkt streckenweise fahrig und zerstreut.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater
Verschlagwortet mit Besuch bei dem Vater, Bochum, Elmar Goerden, Roland Schimmelpfennig, Uraufführung
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Elmar Goerden: „Man muss die Texte ernst nehmen“ – Gespräch mit dem neuen Bochumer Theaterchef
Bochum. Mit der nächsten Spielzeit tritt er als neuer Intendant Matthias Hartmanns Nachfolge in Bochum an: Was darf das Theaterpublikum von Elmar Goerden (42) und seinem neu formierten Ensemble erwarten? Ein Gespräch mit Goerden im Bochumer Rathaus, wo sein „Vorbereitungs-Büro“ die neue Saison plant.
Sie kommen gerade aus den Proben. An welchem Stück arbeiten Sie denn?
Elmar Goerden: An Goethes „Iphigenie“. Das wird Mitte Oktober eine wesentliche Säule des Eröffnungsprogramms sein. Wir werden dann in 14 Tagen fünf oder sechs Premieren auf die Bühne bringen, drei davon gleich am ersten Wochenende. Selbstverständlich werden wir auch Gegenwartsautoren spielen – unter anderem von Botho Strauß, Peter Handke und Sarah Kane.
Welche Konturen hat das neue Ensemble?… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Region Ruhr, Theater
Verschlagwortet mit Bochum, Elmar Goerden, Interview, Schauspielhaus Bochum
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Bruchloser Wechsel an Bochums Bühne – Matthias Hartmann übergibt an Elmar Goerden
Von Bernd Berke
Bochum. Es herrscht Harmonie in der Bochumer Theaterweit: Elmar Goerden (40), designierter Intendant des Schauspielhauses ab 2005, stellte sich gestern glücklich strahlend im Rathaus der Revierstadt vor: „Es ist eine Freude, hier zu sein.“ Am liebsten, so Goerden, würde er nun jeden Mauerstein des Theaters mit eigenen Händen berühren.
Offenbar ist er ein Mann des sinnlichen Zugangs. Und seine guten Erinnerungen an Bochum reichen weit zurück. Als Jugendlicher, so der gebürtige Viersener, sei er vom Niederrhein an die Ruhr gepilgert, um Peymanns Inszenierung der Kleistschen „Hermannsschlacht“ zu sehen. Seither habe er gewusst: „Ich will zum Theater“.
Gesegnete Verhältnisse
Sodann pries er die „gesegneten“ Verhältnisse, die er in Bochum vorfinde. Unter Matthias Hartmann, so Goerden, stehe das traditionsreiche Haus „wie eine Eins da“.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Region Ruhr, Theater
Verschlagwortet mit Bochum, Elmar Goerden, Hans-Georg Küppers, Intendant, Matthias Hartmann, Schauspielhaus Bochum
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