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Schlagwort-Archive: Jörg Immendorff
Liebevoll-ironische Würdigung des Künstlers: Tilman Spengler über Jörg Immendorff
Jörg Immendorf war (und ist) einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart. Sein Schaffen umfasst Malerei, Bildhauerei, Grafik und Aktionskunst. Er starb 2007, in seinen letzten Jahren galt er als Begründer einer neuen deutschen Historienmalerei, immer aber hatte sein Werk politischen Bezug und gesellschaftskritischen Inhalt. Bevor er an amyotrpher Lateralsklerose („ALS“) erkrankte, führte er ein schonungsloses, in der Außenwirkung ab und an auch exzessives Leben. Ausgelassen hat er jedenfalls wenig.
Der gebürtige Oberhausener Tilman Spengler ist ein vielfach ausgezeichneter deutscher Publizist. Einem breiterem Publikum ist der studierte Politikwissenschaftler und Sinologe wohl durch die Fernsehreihe „Klassiker der Weltliteratur“ bekannt.
Mit seinem Buch „Waghalsiger Versuch, in der Luft zu kleben“ hat Tilman Spingler nun seinem verstorbenen Freund Jörg Immendorf eine ganz besondere Schrift gewidmet.… Weiterlesen
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Die Kraft kommt von innen – Maler Jörg Immendorff 60 Jahre alt, das Werk wird von seiner Krankheit fast verdeckt
Es ist nicht ganz leicht, Kopf und Blick frei zu bekommen für Jörg Immendorff als Künstler. Der Maler, der heute – wahrscheinlich unter Schmerzen – 60 Jahre alt wird, ist zuletzt anderweitig bekannt geworden, bis weit in kulturferne Kreise hinein.
Bringen wir es hinter uns: Wohl jeder weiß, dass die Polizei Immendorff am 16. August 2003 mit gleich neun Prostituierten und einigen Kokain-Vorräten in einem Düsseldorfer Nobelhotel ertappt hat. Er wurde auf Bewährung verurteilt und durfte seine Professur behalten. Auch ist bekannt, dass Immendorff an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS leidet, die ihn zunehmend lähmt. Dies lässt seinen vermeintlich lüsternen Exzess nachträglich in anderem Licht erscheinen. Da wollte sich jemand verzweifelt ans Dasein klammern.
Es begann mit dem Schlachtruf „Hört auf zu malen!“… Weiterlesen
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Und immer wogt das Werk – Jörg Immendorffs wechselhafte Bilderwelten im Dortmunder Ostwall-Museum
Von Bernd Berke
Dortmund. Die entblößte Frau geht an Krücken. Noch dazu balanciert sie auf zwei Kugeln. Doch wenn man sie so sieht, mag man an ein Wunder glauben: Sie wird, wenn auch staksig, vorankommen.
Das Gemälde, dessen Frauenfigur der altdeutschen Welt des Hans Baldung, genannt Grien entlehnt ist, könnte als Sinnbild für weite Teile des Werkes von Jörg Immendorff (55) stehen. Immer wieder scheint dieses insgesamt so imposante Œuvre ins Stocken oder Schlingern, mithin in produktive Unruhe zu geraten. Doch man kann sich darauf verlassen, dass die Pfade nicht in Sackgassen führen; dass irgendwann eine Wende kommen wird, eine Nahtstelle, ein wegweisendes Schlüsselbild – oder gar ein fulminanter Ausbruch des Neuen.
Erst der Pfusch der frühen Jahre, dann immer wieder die Suche, das Kraut-und-Rüben-Chaos, endlich glücklich gefundene, „geschlossene“ Formen: Mit solch beständigen Wechseln und Wogen lässt sich allemal eine lebendige Ausstellung bestreiten, in der jeder Raum (wie Immendorff gestern bemerkte) „seine ganz eigene Temperatur“ hat.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Dortmund, Jörg Immendorff, Museum am Ostwall
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