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Schlagwort-Archive: Lesung
„Interventionen aus dem Ruhrgebiet“: Gerd Herholz stellt sein Buch „Gespenster GmbH“ in Dortmund vor

Autor Gerd Herholz auf dem Podium einer anderen Veranstaltung. Das Namensschild auf dem Tisch vor ihm enthält leider einen Lapsus. (Foto: © Friedhelm Krischer)
Sonst haben wir’s ja nicht so mit bloßen Termin-Ankündigungen. Diesen kündigen wir aber gern an: Gerd Herholz, bis 2018 langjähriger Literaturvermittler beim Literaturbüro Ruhr (Gladbeck), zudem freier Autor und Journalist, kommt am nächsten Dienstag, 8. April (19.30 Uhr), nach Dortmund, um aus seinem Buch „Gespenster GmbH“ zu lesen, und zwar im Dortmunder Literaturhaus am Neuen Graben 78.
Gerd Herholz zählt dankenswerterweise auch zu den Autoren dieses Revierpassagen-Blogs. Noch besser und passender: Der Band „Gespenster GmbH“ (Untertitel: „Interventionen aus dem Ruhrgebiet“) enthält auch einige Texte, die Herholz ursprünglich just für die Revierpassagen verfasst und fürs Buch überarbeitet hat.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kultur an sich, Literatur, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Arnold Maxwill, Fritz-Hüser-Institut, Gerd Herholz, Gespenster GmbH, Lesung, Literaturhaus Dortmund
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Ziemlich lange her, aber immer noch bedeutsam: Beklemmender Vorfall bei einer Lesung von Edgar Hilsenrath

Der Schriftsteller Edgar Hilsenrath am 23. März 2010 im Salon du live, Paris. (Foto: Georges Seguin / Wikimedia Commons / Link zur Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)
Ein Gastbeitrag von Heinrich Peuckmann:
In dem kleinen Städtchen Kamen, in dem ich wohne, gab es in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine beachtenswerte Literaturreihe: „Die literarische Teestunde“ hieß sie, in der bedeutende Autoren ihre neuen Romane vorstellten.
Es war trotz des kostenlos servierten Tees ein mühsames Unterfangen, denn der Zuspruch in der Bergarbeiterstadt blieb dürftig, wovon sich der damalige Volkshochschulleiter und Verantwortliche der Reihe aber nicht entmutigen ließ.
Als Uwe Johnson vor einem Dutzend Zuhörer las
Uwe Johnson las hier aus dem zweiten Band seiner „Jahrestage“ vor einem Dutzend Zuhörer. Noch heute spüre ich meine damalige Beschämung.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Literatur
Verschlagwortet mit Der Nazi & der Frisier, Die literarische Teestunde, Edgar Hilsenrath, Kamen, Lesung, Neonazis
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Hungerast?
Der Hungerast ist wie eine Wand,
die steht vor dir, erbarmungslos.
Man friert. Die Beine werden schwach.
Man schimpft.
Dort oben hört einen niemand.
Da kann man schimpfen, man kann bitten, man kann flehen.
Irgendwo um 2000 Meter, da oben am Tourmalet, am Großglockner, am Furka oder Grimselpass, wo kein Baum mehr steht, da fängt es an zu schneien. Man hat keine Winterreifen und auch keine 50 000 Euro von Milchschnitte. Man hat eigentlich keine Schnitte.
Das Zelt ist vom Discounter, die Handschuhe hat Omma gestrickt. So ist man also im Berg. Kein GPS. Kein Begleitfahrzeug. Nicht mal einen Besenwagen, der einen einsammelt.
Freunde der Tour de France kennen den Besenwagen.
Das letzte Gefährt, welches gescheiterte Profis oder solche, die sich für Profis halten einsammeln und ins Hotel fahren.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Lebenswege, Leibesübungen, Literatur, Psychologie & Seelenleben, Stadt Land Fluss, Wahnwitz, Weite Welt
Verschlagwortet mit Frankreich, Lesung, Radreisen, Tour de France
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So wienerisch hat’s hier noch nie geklungen – Großer Andrang zur Lesung von Ernst Jandl in Dortmund
Von Bernd Berke
So wienerisch hat es hier wohl noch nie geklungen. Der österreichische Dichter Ernst Jandl (71) trug bei seinem allerersten Leseauftritt in Dortmund lauter „Stanzen“ vor – Vierzeiler in alpenländischer Kunst-Mundart. Noch einer der verständlichsten Verse: „wissd bled samma r olle / owa so bled samma ned“.
Man hätte es ahnen können: Jandls famose Laut-Dichtungen haben schon andernorts Menschenmengen mobilisiert. So war s denn auch in Dortmund. Die Schlange im Museum für Kunst und Kulturgeschichte wand sich von der Rotunde im ersten Stock bis hinunter zur Hansastraße. Nach einigem Geschiebe kamen schließlich auch die Leute ‚rein, die nicht wohlweislich Karten reserviert hatten.
Jandl tat ihnen allen jedoch nicht den Gefallen, seine bekannten Zugnummern wie „Ottos Mops“ oder den Verwechslungs-Klassiker mit „lechts und rinks“ vorzutragen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Literatur
Verschlagwortet mit Dortmund, Ernst Jandl, Lesung
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