Familienfreuden VI: Alles ist ganz neu

 

Was für ein schöner erster Schnee! (Zeichnung: N. Albach)

Was für ein schöner erster Schnee! (Zeichnung: N. Albach)

Für ein Baby gibt es viele erste Male.

Eigentlich ist die ganze Welt ein einziges erstes Mal. Was für ein schöner Gedanke, dass für unsere Tochter Fiona alles neu und einzigartig ist.

Licht liebt sie besonders. Sobald irgendwo eine Lampe an ist oder eine Kerze brennt, haben alle anderen Bespaßungsversuche kaum eine Chance. Kaminfeuer hat es ihr besonders angetan: Wenn die Scheite lodern, starrt sie fasziniert auf die tanzenden Flammen – während ein Sabberfaden aus ihrem Mund läuft. Ob sie jetzt schon von Backäpfeln und Stockbrot träumt?

Ihren ersten Besuch auf dem Weihnachtsmarkt allerdings hat sie komplett verschlafen. Eingepackt wie ein Eisbär auf Reisen, schlummerte sie friedlich vorbei an Bratwurstduft, „Jingle Bells“-Bedröhnung aus den Lautsprechern und Glühweinfröhlichkeit. Wer weiß, vielleicht war ihr das auch zu kommerziell.

Abends jedoch, da war sie hellwach als sich etwas ganz besonderes ereignete: Es begann zu schneien. Die Flocken wirbelten nur so im Schein der Laterne. „Ihr erster Schnee“, dachte ich und wischte mir ein Rührungstränchen weg. Fiona lachte die Flocken an – und reckte sich dann wieder flugs Richtung Kamin.

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