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Monatsarchive: Dezember 2006
Wenn Autoren zu Autonarren werden – Bildband folgt berühmten Schriftstellern auf Fahrstrecken und in die Garagen
Von Bernd Berke
Literarischer Geist und Technik stehen einander fremd, ja feindlich gegenüber. So weit ein gängiges Vorurteil. Ein neues Buch räumt jetzt mit dem Unsinn auf. Es handelt von berühmten Schriftstellern, die Autonarren gewesen sind.
Viele Edelfedern gaben sich freilich nicht mit einem x-beliebigen Fahrzeug zufrieden. Aldous Huxley („Schöne neue Welt“) bevorzugte die Luxusmarke Bugatti, Hermann Hesse („Steppenwolf“) hielt es mit Mercedes, für Truman Capote musste es schon ein Jaguar sein. „Dschungelbuch“-Autor Rudyard Kipling und Krimi-Schriftsteller Edgar Wallace nahmen fürstlich im Rolls Royce Platz. Sie legten wohl auch Wert auf die hohe Lauf-Kultur der Motoren.
Der Pole Witold Gombrowicz („Ferdydurke“) hingegen schält sich – wie ein Foto zeigt – aus einer verbeulten Citroën-„Ente“. Bescheidenheit war seine Zier, wenigstens in diesem Punkt.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Buchmarkt & Lesen, Fotografie, Literatur, Luxus & Moden, Stilfragen, Technik, Warenwelt & Werbung
Verschlagwortet mit Autos, Bildband, Schriftsteller, Ulf Geyersbach, und so habe ich mir denn ein Auto angeschafft
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„Papa mit Grill“ und die Boxenluder – ein kleiner Streifzug durch die aktuellen Spielzeug-Kataloge
Von Bernd Berke
Spielzeugkataloge blättert man doch immer wieder gern durch – nicht nur vor Weihnachten. Über manche bunten Sachen freuen sich auch Erwachsene, denn die Welt des Spielens verheißt Entspannung.
In dieser Sphäre gibt es seit Jahrzehnten ein paar Ankerpunkte. Zum Beispiel auch in den neuesten Katalogen von Lego oder Playmobil: Bauernhof und Zoo, Klinik und Eisenbahn, Polizeirevier und Tankstelle, Ritterburg und Piratenschiff. Alles ein bisschen schnittiger als früher. Die Freibeuter der Meere scheinen übrigens, wohl auch wegen des Kinohits „Fluch der Karibik“, als Spielthema wieder besonders begehrt zu sein. Kaum eine Firma verzichtet darauf. „Harry Potter“ legt hingegen eine Pause ein, auch auf dem Spielzeug-Markt.
Indianer und Dinos aber bleiben wohl unverwüstlich. Und zur Puppenbühne gehören immer noch die klassischen Figuren Kasper und Krokodil.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Familie, Frauen & Männer, Gesellschaft & Soziales, Kinderzeiten, Warenwelt & Werbung
Verschlagwortet mit Kataloge, Spielzeug
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Bei Luther fängt es an: Die kostbaren Bücher von Dortmund / Uni-Bibliothek zeigt erstmals ihre erstaunlichen Schätze
Von Bernd Berke
Dortmund. Wer hätte gedacht, dass in Dortmund solche Bücherschätze verwahrt werden: beispielsweise eine Ausgabe von Martin Luthers saftigen „Tischreden“ aus dem Jahr 1568.
Unter dem edlen lateinischen Titel „rara sunt cara“ (Seltenes ist teuer) zeigt die Dortmunder Uni-Bibliothek fetzt erstmals öffentlich einige ihrer Kostbarkeiten.
Moment! Die Dortmunder Uni ist doch erst 1968 gegründet worden. Auf welche Weise ist sie zu derart alten Büchern gekommen, wie man sie eher in Oxford oder Heidelberg erwarten würde?
Nun, früher gab’s einen speziellen Etat zur nachträglichen Anschaffung solcher Bestände. Außerdem haben inzwischen aufgelöste Institute (wie etwa die frühere, in den 1920er Jahren gegründete Pädagogische Hochschule) der Dortmunder Uni ihre Besitztümer vermacht.
Insgesamt umfasst die Raritäten-Abteilung heute rund 1000 Bände. Auch Handschriften (so etwa von Altkanzler Willy Brandt) werden hier sorgsam betreut.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Literatur, Region Ruhr
Verschlagwortet mit Alte Bücher, Dortmund, Luther, Marlene Nagelsmeier-Linke, Uni-Bibliothek
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Helge – der Schamane des Unsinns / Programm „I Brake Together“: Auftakt zur langen Tournee in Paderborn
Von Bernd Berke
Paderborn. „Paaaderboorn – Bi-hie-lefeld – Minden.“ Der Kerl macht sogar aus den Ortsnamen seiner ersten Tournee-Stationen noch einen kleinen Song. Helge Schneider ist wieder unterwegs, und die Reise soll bis ins Jahr 2008 dauern.
Jetzt gab’s den Auftakt just im kreuzbraven Paderborn. Ein Testgelände abseits der kulturellen Hauptrouten. Helge treibt natürlich seine kleinen Scherze mit der Stadt. Mal nennt er sie „Kaff“, mal „kafkaesk“. Alles furchtbar nett gemeint. Daran, dass hier und andernorts nichts los ist, sei ohnehin nur Angela Merkel schuld, bemerkt er feixend.
„I Brake Together“ heißt sein neues Musikprogramm. Das kann man kaum übersetzen. Genau genommen, hieße es nicht „Ich breche zusammen“, sondern etwa „Ich bremse zusammen.“ Aber bei Helge Schneider darf man nicht zum Wortklauber werden.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kleinkunst & Comedy, Musik & Konzert, Scherz, Satire, Ironie, Wahnwitz
Verschlagwortet mit Helge Schneider, I Brake Together, Paderborn, Tourneestart
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Schaffensrausch und Lebensdrama – „Kein Tag ohne Linie“: Furiose Spätwerke von Paul Klee im Kölner Museum Ludwig
Von Bernd Berke
Köln. Als Paul Klee unheilbar schwer erkrankte, ließ seine künstlerische Produktion zunächst betrüblich nach. 1936 schuf er nur noch 25 Arbeiten.
Doch dann hat sich eine Art Wunder begeben: 1938 war Klee wieder bei exakt 365 Werken angelangt, 1939 gar bei 1253 Blattern. „Kein Tag ohne Linie“ heißt denn auch die famose Schau, die im Kölner Museum Ludwig Belege für seinen späten Schaffensrausch auf Papier ausbreitet.
Wahrscheinlich hat Klee damals den nahenden Tod gespült. Dies hat den 1940 gestorbenen Künstler zuletzt wohl noch einmal furios angetrieben. Die Resultate zeugen keineswegs von nachlassenden Kräften, im Gegenteil. Klee ging mit einer Konzentration ohnegleichen zu Werke. Da rundet sich ein Lebenskreis, da kann man von Vollendung sprechen.
Geniale Einfälle auf Packpapier
Die Leihgaben stammen überwiegend aus dem reichen Fundus des Paul Klee Zentrums in Bern.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kunst & Museen
Verschlagwortet mit Bern, Kein Tag ohne Linie, Köln, Museum Ludwig, Paul Klee, Spätwerke
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