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Tagesarchive: 27. September 2011
Kino: „The Guard – Ein Ire sieht schwarz“ (die zweite Kritik)
Sgt. Gerry Boyle (Brendan Gleeson) ist ein irischer Polizist in Galway im malerischen Irland. Er hat’s gern easy. Nur nicht das Leben mit unnötigen Arbeitsstress belasten.
Als ihm der junge übereifrige Kollege Mc Bride (Rory Keenan) aus Dublin als Partner zugeteilt wird, ist er „not amused“. Er hat seine eigenen – man kan schon sagen unorthodoxen – Methoden, und das soll so bleiben. Einer Leiche, die aus einem verunfallten Auto purzelte, zieht er erst mal ein Tütchen Drogen aus der Hosentasche und steckt sie ein. Für den eigenen Bedarf. Außerdem: “Deiner Mama würde das gar nicht gefallen.” Boyle ist weder saublöd noch superschlau, aber er ist sicher ein gewieftes Schlitzohr.
Einem Mordopfer zieht er die handschriftliche Nachricht aus dem Schlund, liest sie, versteht nur Bahnhof, schmeißt sie weg.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Kino
Verschlagwortet mit Brendan Gleeson
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Drei Meldungen – drei Erkenntnisse
Ich war mir nicht so sicher, ob diese Zeilen in ein kulturgeneigtes Medium wie dieses gehören, doch dann fiel mir ein, dass auch Kabarett als Kultur angesehen wird, dass auch Satire eine Kunstform darstellt, und so fragte ich mich, warum solle dann nicht auch Realsatire künstlerischen und kulturellen Beobachtungen unterworfen werden. So seien sie denn genannt, die meiner Ansicht nach verwirrendsten Nachrichten des Tages:
Kanzlerin und Kabinett sind völlig perplex, weil die Herren Putin und Medwejew planen, wieder ihre Rollen zu tauschen.
Ein Herr Dirk Pfeil, hauptberuflich Insolvenzverwalter, ehrenamtlich FDP-Lenkungsfunktionär, hat das Rätsel gelöst: Nicht seine Partei ist zu dumm, die richtige Politik zu machen, die Wählerinnen und Wähler werden bewusst zu blöd gehalten (vermutlich von den politischen Konkurrenten), um die Politik der FDP zu verstehen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft & Soziales, Politik und so, Scherz, Satire, Ironie, Wirtschaft & Geld
Verschlagwortet mit Dirk Pfeil, Standard & Poor's
Kommentare deaktiviert für Drei Meldungen – drei Erkenntnisse
Das Sexmonster greift an
Ob eine Dreiecksbeziehung mit Leiche, Blutorgien oder das kampfbereite Hirn von Hitler – der als Trash-Papst gefeierte Arthouse-Horrorfilmregisseur Jörg Buttgereit hat eine Vorliebe für Themen, die unsere Gesellschaft lieber verdrängen würde. Der Dortmunder Schauspieldirektor Kay Voges hat diesen Grenzgänger engagiert, mit dem Double-Feature „Green Frankenstein“ und „Sexmonster“ die Studio-Saison zu eröffnen. Mut, der sich gelohnt hat.
Jörg Buttgereit hat eigentlich Unmögliches möglich gemacht: Trash-Kultur im Theater, Film auf der Bühne, japanischer Monsterfilm ohne Monster, schmieriges Zitat der Sexploitation-Filme aus den 70ern ohne Nacktheit – der Regisseur bricht in jeder Hinsicht mit Erwartungen und Konventionen. Und hat stattdessen ein Konzept entwickelt, das so folgerichtig wie unterhaltsam ist, dass es sich auf weitere Theaterabende übertragen ließe:
Ausgangspunkt für die beiden Stücke „Green Frankenstein“ und „Sexmonster“ sind von Buttgereit geschriebene Hörspiele.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Gesellschaft & Soziales, Glaubensfragen, Kino, Psychologie & Seelenleben, Scherz, Satire, Ironie, Theater
Verschlagwortet mit Dortmund, Jörg Buttgereit, Theater Dortmund
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