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Schlagwort-Archive: Julie Delpy
Zwei Tage Kulturschock in New York – der neue Film von Julie Delpy
Sommerlochzeit. Das Gros der Kulturschaffenden hat sich in die Sommerpause verabschiedet. Da man derzeit eh den Eindruck hat, der Sommer finde nur noch in Filmen statt – eine gute Zeit, mal wieder ins Kino zu gehen. Der Film, für den wir uns entschieden, spielt zwar in der Zeit um Halloween, ist aber dennoch eine sommerlich leichte wunderbare Abwechslung während des Monsuns: 2 Tage New York – die Fortsetzung von 2 Tage Paris, des Überraschungshits aus dem Kinosommer 2007.
Die Protagonisten sind älter geworden, aber nicht unbedingt reifer. Zumindest allerdings ein bisschen weniger sexbesessen. Der nervige Jack ist zum Glück Geschichte, von ihm ist nur noch am Rande die Rede. Hat er der Heldin Marion doch den schnuckeligen kleinen Sohn Lulu beschert.… Weiterlesen
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Ein Amerikaner kollidiert mit französischer Lebensart – Kinofilm „2 Tage Paris“ von und mit Julie Delpy
Von Bernd Berke
Ein Amerikaner in Paris – das ist ein wohlbekanntes Muster der Kinogeschichte. Es gibt ja manche Reibungspunkte der beiden Lebensarten. Und manche Klischees. Julie Delpy greift mit ihrem Film „2 Tage Paris“ beherzt in diese Gemengelage hinein.
Die bezaubernde Französin hat diesmal vieles selbst erledigt: Drehbuch, Regie, Schnitt und Musikauswahl, darunter ein Song der Dortmunder Band „Roughtones“. Natürlich spielt Julie Delpy auch eine Hauptrolle. Und damit’s kuschelig bleibt, wirken ihre Eltern (als Eltern), eine gute Freundin (als Schwester) und ihre Katze mit.
Mit ihrem amerikanischen Freund Jack (Adam Goldberg) lebt Marion (Julie Delpy) seit zwei Jahren in New York. Auf einen gemeinsamen Venedig-Urlaub folgt nun der zweitägige Abstecher in Marions Heimat Paris. Dort bewegt sie sich wie ein Fisch im Wasser, was der des Französischen unkundige Jack zunehmend befremdet erlebt.… Weiterlesen
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Ein Don Juan zieht Bilanz – Jim Jarmuschs Film „Broken Flowers“ mit Bill Murray
Von Bernd Berke
Das muss Don erst einmal verkraften: Erst verlässt ihn die junge Geliebte (Julie Delpy). Am selben Tag kommt ein anonymer, auffällig rosaroter Brief von einer angeblichen „Ex“. Die kündigt an, dass sein jetzt 19jähriger Sohn ihn besuchen werde, von dem Don in all der Zeit gar nichts gewusst hat.
So beginnt Jim Jarmuschs neuer Film „Broken Flowers“. Wer Wim Wenders‘ „Don’t Come Knocking“ gesehen hat, wird verblüfft sein, denn es gibt dort eine Entsprechung, als hätten sich beide Regisseure telepathisch verständigt.
Bei Wenders begibt sich Sam Shepard alias Howard auf die Suche nach einem vor 25 Jahren gezeugten Sohn und dessen einst geliebter Mutter (Shepards Frau Jessica Lange, die auch bei Jarmusch mitwirkt). Nun also abermals eine Geschichte von später Reue eines treulosen Vaters, auch darstellerisch auf Augenhöhe mit Wenders: Jarmusch schickt den famosen Bill Murray („Lost in Translation“) auf eine ähnliche Spurensuche.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Bill Murray, Broken Flowers, Jessica Lange, Jim Jarmusch, Julie Delpy, Tilda Swinton
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Schmerzliches Wunder einer Liebe – „Before Sunset“ mit Julie Delpy und Ethan Hawke
Von Bernd Berke
Ohne Rückblick gehts hier nicht: Vor genau neun Jahren brachte Richard Linklater seinen Film „Before Sunrise“ (Vor Sonnenaufgang) heraus. Damals lernten sich die Französin Celine und der Amerikaner Jesse kennen. Sie verlebten in Wien nur einen einzigen, jedoch himmlischen Tag miteinander.
Dann aber, so die Legende, haben sie einander just neun Jahre lang aus den Augen verloren. Nach dieser Distanz setzt nun Linklaters Fortführung „Before Sunset“ (Vor Sonnenuntergang) ein.
Die Fiktion wird also sozusagen in Echtzeit aufgegriffen. Abermals spielen Julie Delpy und Ethan Hawke die Rollen. Jesse macht auf einer Autorenreise Station in Paris, wo Celine seit Jahren lebt. Flammendes Erstaunen seinerseits, als sie in der Buchhandlung auftaucht. Jetzt hat er freilich nur noch ein paar Stunden bis zum Rückflug in die USA.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Before Sunset, Ethan Hawke, Julie Delpy, Richard Linklater
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„Homo faber“ als Film – Postkarten-Idylle, jäh vergiftet
Von Bernd Berke
Max Frischs Roman „Homo faber“ (1957) handelt von einem Ingenieur, der fest an den Segen der Technik glaubt. Über deren angeblich verläßliche Rationalität hinaus sucht dieser Walter Faber nichts – keine Kunst, keine Mythen, keine Träume.
Doch dann packt ihn das Schicksal: Zunächst in Form technischer Pannen, dann mit Urgewalt wie in altgriechischen Drama zieht ihn der große Herrscher Zufall ins Chaos. Dieser Stoff hat Volker Schlöndorff gereizt, der schon einmal einen wichtigen Roman der 50er Jahre (Günter Grass‘ „Blechtrommel“) verfilmt hat.
Als solle man zeitlich vollends in die 50er Jahre zurückversetzt werden, beginnt der Film mit einer Schwarzweiß-Sequenz, die sich dann aber „einfärbt“; leider, möchte man seufzen, denn: In aller Welt, durch die der rastlose Faber jettet, entdeckt die Kamera jetzt Postkarten-Klischees und Folklore.… Weiterlesen
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