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Viel Getöse, wenig Substanz: Zur Potsdamer Schau “Von Hopper bis Rothko – Amerikas Weg in die Moderne”

Edward Hopper gilt als Meister von Melancholie und Tristesse: Auf seinen Bildern lässt er uns in den Abgrund der Einsamkeit schauen. Existentielle Verlorenheit, eine Welt ohne Gott und ohne Sinn.

Edward Hopper: "Anfahrt in eine Stadt", 1946 (© The Phillips Collection, Washington, D. C.)

Edward Hopper: “Anfahrt in eine Stadt”, 1946 (© The Phillips Collection, Washington, D. C.)

Auch der kahlköpfige Mann, der da mit leerem Blick und ordentlichen Ärmelschonern vor seinem Laden sitzt, wartet wohl nicht mehr auf einen Kunden, sondern nur noch auf den erlösenden Tod. Hoppers Gemälde „Sonntag“ (1926) ist ähnlich trostlos wie seine „Einfahrt in eine Stadt“ (1946): keine Menschenseele, nirgends. Überall nur abweisender Beton und dunkle Tunnel in den Schlund der Großstadt.

Insgesamt nur mittelmäßig

Zwei großartige Bilder einer insgesamt dann doch nur mittelmäßigen Ausstellung, die jetzt unter dem Titel „Von Hopper bis Rothko“ im Potsdamer Museum Barberini „Amerikas Weg in die Moderne“ bebildert. Neben den beiden Hopper-Exponaten gibt es nur einen einzigen Rothko, eine verschwommene Farb-Symphonie in Orange und Gelb („Untitled“, 1968). Fast schon eine künstlerische Mogelpackung, gemessen an den großspurigen Ankündigungen.

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