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Schlagwort-Archive: Neuss
Feinsinn und verhaltene Erotik: Ein Garten der Liebe im Globe-Theater Neuss

Xavier Sabata (links, Venus) und Roberta Mameli (Adonis) im Globe in Neuss. (Foto: Johannes Ritter)
Shakespeare hätte das wohl gefallen: Im rheinischen Neuss steht das „Globe“ am Rand der Galopprennbahn, eingekeilt von Bauzäunen, Parkplätzen, Funktionsgebäuden und einer schwer definierbaren Außengastronomie. Mitten unter dem Volk sozusagen, ein unauffälliger Holzbau, dem berühmten Londoner Theaterbau nachempfunden.
Innen schrauben sich 500 Plätze, nicht von englischer Eiche, sondern von feuersicherem Stahl getragen, in engen Kreisen in die Höhe. Meist von oben herab verfolgt der Zuschauer, was auf der Bühne geschieht. Nahe ist man den Darstellern – nirgends weiter entfernt als zehn Meter, heißt es auf der Homepage des Shakespeare-Festivals, das seit 1991 in dem nach Neuss geholten Bau Stücke von und um den elisabethanischen Dramatiker spielt.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Festivals, Oper & Ballett
Verschlagwortet mit Alessandro Scarlatti, Dorothee Oberlinger, Ensemble 1700, Giardino d'Amore, Globe, Johannes Ritter, Knechtsteden, Neuss, Nils Niemann, Roberta Mameli, Torge Möller, Xavier Sabata
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Das Fest der Immaculata am 8. Dezember
Wenn ich auf Karten in Cafes das Angebot „Latte macchiato“ lese, dann kommen oft Erinnerungen an die Jugendzeit hoch – obwohl damals dieses Getränk in Deutschland überhaupt noch nicht serviert wurde.
Der Begriff erinnert nämlich an „Maria Immaculata“, ein hohes katholisches Fest, das immer am 8. Dezember, also auch heute, gefeiert wird. Der lateinische Wortursprung ist natürlich identisch.
Offiziell heißt dieses Fest „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“. Wir dachten früher, damit sei die Jungfrauengeburt der Maria gemeint, also ihre Schwangerschaft ohne männliches Zutun, und entsprechend wanderten die Fantasien. Gemeint hatten die alten Kirchenväter aber etwas Anderes: Marias Mutter Anna habe damals mit ihrer Tochter ein Kind geboren, das ohne die Erbsünde von Adam und Eva zur Welt kam, also „unbefleckt“ – immaculata.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Bekenntnisse, Glaubensfragen, Lebenswege
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Museum Bochum: Anatol und seine Arbeitszeit
Anatols künstlerische Arbeiten zu sehen, das ist das Eine. Ihn reden zu hören, das ist das Andere. Wobei natürlich eins mit dem anderen zu tun hat. Eine Präsentation im Museum Bochum legt jetzt Gewicht auf die leibhaftige Gegenwart des inzwischen 80-jährigen, staunenswert vitalen und nach wie vor handfest arbeitsamen Künstlers, der für so genannte „Ringgespräche“ im Kreise interessierter Besucher in die Revierstadt kommt. Er verlegt also seine „Arbeitszeit“ (Ausstellungstitel) an den Ort, wo sonst „nur“ Hinterlassenschaften der Künstler anzutreffen sind.
Das hört sich einigermaßen harmlos an, kann aber im Falle Anatols geradezu durchtrieben sein, jedenfalls geistig ungemein produktiv. Jeweils zwei Stunden dauern die inspirierenden Runden. Wer den einstigen Beuys-Weggefährten einmal erlebt hat, zweifelt keinen Augenblick daran, dass er diese Zeitspanne ebenso mühelos wie unterhaltsam überbrückt.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Anatol, Beuys, Bochum, Düsseldorf, Hombroich, Museum Bochum, Neuss
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Gemeinsam stärker: Vier NRW-Landestheater bündeln ihre Kräfte
Von Bernd Berke
Im Westen. Weiterhin getrennt spielen, aber ab sofort mit einer Stimme für sich werben wollen die vier Landestheater in NRW. Sie leisten sich ein gemeinsames PR-Büro in Düsseldorf. Entsteht da ein Theater-Kartell?
Das Bühnen-Quartett (Castrop-Rauxel, Neuss, Detmold und Dinslaken) ist vor allem zuständig für Gastspiele auf dem „flachen Land“, also für die kulturelle Versorgung von insgesamt rund 150 kleineren Orten ohne eigene Ensembles. So manche Gemeinde in Südwestfalen etwa greift gern auf Angebote des Westfälischen Landestheaters (WLT, Castrop-Rauxel) zurück.
Doch neuerdings „wird der Markt enger“, wie WLT-Intendant Herbert Hauck und Vertreter der anderen Landesbühnen gestern in Dortmund zugaben. Burkhard Mauer vom Landestheater Neuss deutete an, daß einige Kommunen im Zuge von Sparzwängen mit dem Kommerz flirten. Sie wollen nur noch Tourneetheater verpflichten, jene lieblos um ein bis zwei TV-bekannte Stars gruppierten Wandertruppen, die mit oft seichten Produktion vermeintlich hohe Platzausnutzung garantieren.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Castrop-Rauxel, Detmold, Dinslaken, Gemeinsames Büro, Herbert Hauck, Landesbühnen, Neuss, NRW, WLT
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Fürs Taschengeld gibt es das Blutbad leihweise – Initiative: Keine brutale Video-Filme für Jugendliche
Von Bernd Berke
Im Westen. Die Godesberger Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften erhält derzeit gleich stapelweise Video-Kassetten. Die sieben festen Mitarbeiter werden sich un- glaubliche Szenen ansehen müssen: Kannibalistische Orgien, bei denen die Kamera minutenlang auf Mündern verweilt, die genüßlich Menschenfleisch schmatzen; Großaufnahmen von herausgerissenen Eingeweiden und Bilder von zahllosen anderen Greueltaten, die die Ekelschwelle überschreiten.
Die Quelle der Flut von Brutalitäten, die über die Filmbegutachter hereinbrechen wird, liegt im rheinischen Neuss. Nicht weniger als 744 Indizierungsanträge gegen gewaltverherrlichende Videofilme hat das dortige Sozialdezernat bereits an die Bonner Behörde gerichtet und ist damit bundesweit zum Vorreiter geworden. Auch das Dortmunder Jugendamt zog mittlerweile nach und machte die Prüfstelle auf einige schlimme Produkte (Herkunftsländer sind vorallem die USA und Italien) aufmerksam. Der Neusser Sozialdezernent Dr.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Gesellschaft & Soziales, Kinderzeiten, Medien
Verschlagwortet mit Brutalität, Bundesprüfstelle, Jugendamt, Jugendschutz, Neuss, Rolf Wiese, Video-Kassetten, Videos
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