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Von Nöttelefönes, Klötenköhm und Halfjehang – ein Herkunftswörtbuch zur Sprache an Rhein (und Ruhr)

Zugegeben, anfangs war ich ein klein wenig enttäuscht. Wenn man ein „Herkunftswörterbuch der Umgangssprache an Rhein und Ruhr” (Untertitel) in den Händen hält, erwartet man doch auch etliche Belege zur Mundart des Ruhrgebiets. Doch wenn man erst einmal blättert, stellt sich schnell heraus, dass wir es hier vornehmlich mit einem rheinischen Wörterbuch zu tun haben. Gewiss, vor allem im Raum um Duisburg lappt eins ins andere. Auch sonst gibt es etliche Überschneidungen und Anklänge.

Und überhaupt: Eine weitere Fremdsprache kann ja nicht schaden. Erst recht nicht, wenn sie von den „natürlichen Feinden der Westfalen” (der schätzenswerte rheinische Kabarettist Jürgen Becker sah es aus seiner Perspektive genau umgekehrt) gesprochen wird. Man muss ja wissen, was der „Feind” so redet.

Basis ist ein interaktives Online-Projekt

Genug der Vorrede. „Wo kommt dat her?” lautet der bodenständige Haupttitel des umfangreichen Herkunftswörterbuchs, in dem ersichtlich jede Menge Arbeit steckt. Die Resultate sind keineswegs nur angelesen, sondern verdanken sich vielfach mündlichen Auskünften von Dialektsprechern. Man ist also verbal nah dran am gewöhnlichen Alltag.

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