Tagesarchive: 19. Juni 2012

Ein ziemlich persönlicher Glückwunsch nachträglich: Paul McCartney wurde 70

Da anscheinend niemand ein paar Wörter darüber verlieren möchte, dass Sir Paul McCartney würdevoll das 70. Lebensjahr vollendet hat (dachte, da würden sich rudelweise die Erinnerer drauf stürzen), will ich einige Minuten des Tages danach dazu nutzen, dem Paule einige Zeilen zu widmen, weil er stark mitgeholfen hat, meinen Lebensrhythmus zu schlagen, den Beat meiner jeweiligen Abschnitte zu bestimmen, ihnen lustvoll, nachdenklich oder offensiv den Takt zu geben.

Die ersten Kontakte mit den vier Herren, die sich in Liverpool einst zur später erfolgsreichsten Musikgruppe aller Zeiten zusammenschlossen, krähte mir ein handliches Transistorradio unter der Bettdecke ins Ohr. Ich wusste zwar nicht, wer da spielte und sang, mir fiel nur auf, dass da etwas mehr sein musste als dieses einsilbige „Yeah, Yeah, Yeah“ und erstmal recht sonorer Schlagzeughintergrund. Also hörte ich genauer hin, nachdem ich mich am nächsten Tage auf dem Schulhof danach erkundigte, wer das denn sei und erfuhr, dass diese Gruppe „Beatles“ hieß, wenn der Name im Transistorradio genannt wurde.

Mit Hilfe des Zufalls arrangierte Begegnung der Genies. (Foto: Bernd Berke)

Mit Hilfe des Zufalls arrangierte Begegnung der Genies. (Foto: Bernd Berke)

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Eine Herzmanovsky-Verführung

Kaum dass der vor kurzem im Residenz Verlag erschienene Bild- und Textband „Forscher im Zwischenreich / Der Zeichner Fritz von Herzmanovsky-Orlando“ uns in den Blick gerät, schon nehmen wir ihn in die Hand und ahnen sofort, welch schönes, welch interessantes Buch wir da in Händen halten.

Die Bildreproduktionen sind einladend, eröffnen einen Blick in eine ganz eigene, durch mangelnde große Bekanntheit noch recht unverbrauchte Welt. Druckbild, Farbgebung, etc. alles einwandfrei, ja hervorragend.

Es mag dabei ein beträchtlicher Vorteil sein, dass FHO (= Fritz von Herzmanovsky-Orlando) zum Beispiel in Deutschland noch nicht allzu bekannt ist, aber auch in Österreich dürfte der beeindruckende Zeichner FHO weit weniger bekannt sein als der Schriftsteller. Zwar kamen auch in Deutschland FHOs sämtliche schriftstellerischen Werke erst in der originären Ausgabe des Residenz Verlages heraus, dann vor allem jedoch (allerdings mit mir unbekanntem Erfolg) in der dreibändigen Lizenzausgabe bei Zweitausendundeins. Aber richtig bekannt ist der Schriftsteller in Deutschland nicht geworden, sicher am wenigsten noch nördlich des Mains, also auch nicht im Ruhrgebiet.

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