Tagesarchive: 27. November 2013

Banny, Bicky und die Banker

Allmählich beginnt es zu nerven: Jedweder Hansel, der mit Überweisungen zu tun hat, will seit einiger Zeit deine IBAN und deine BIC haben.

Ob’s nötig ist? Wer fragt schon danach? Im Vergleich zur vorherigen Kontonummer nebst Bankleitzahl lesen sich die neuen Zahlenreihen auf den ersten Blick reichlich kompliziert. Aber bitte: Die da oben in den Bankpalästen machen ja doch, was sie wollen.

Man möchte allerdings lieber nicht wissen, wie viele hochbezahlte Ideengeber sich hierfür haben rühmen lassen; wie viele Konferenzstunden darüber in allen beteiligten Ländern verflossen sind; wie viele WHS (Wichtige-Herren-Stunden) in dieses immense Projekt investiert worden sind…

Brüllend komisch: Banny und Bicky (erste Entwurfsskizze: © Bernd Berke)

Brüllend komisch: Banny und Bicky (erste Entwurfsskizze: © Bernd Berke)

Was allerdings verwundert, ist dies: wie staubtrocken und nüchtern das alles abgelaufen ist. Offenbar wollten die Banker nicht in den Ruf des Unseriösen geraten. (*röhrendes Gelächter aus dem Off*)

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Der CL-Spieltag bei facebook: „Nun macht die Pocke doch endlich mal ‚rein!“

Da saß ich früher auf meiner angestammten Schale im Block 44, Reihe 13, Platz 52, war nach Jahrzehnten des ermüdenden Stehens und lästigen Bierduschens in der schwatz-gelben Wand froh, wenn die mich dann als „Sitzplatzkanacken“ beschimpften und freute mich, dass ich Dede beim Sprint über die linke Außenbahn beinahe auf die Schulter hätte klopfen können.

Heute, finanziell nicht mehr ganz so flüssig, bequeme ich mich entweder ins Sofa und schaue aus der Ferne, wie mein BVB Erfolge erstürmt. Und vermisse bisweilen Levent Aktoprak, meinen vieljährigen Sitzplatz-Nachbarn, wie er jubelnd Nuri Shahin zubrüllt, dass er doch schneller laufen möge.

BVB-Trikot, zum Spieltag aus dem Schrank geholt (Foto: Bernd Berke)

BVB-Trikot, zum Spieltag aus dem Schrank geholt (Foto: Bernd Berke)

Aber da habe ich inzwischen längst eine ganz neue Fan-Kultur ausgemacht und beginne sie immer intensiver zu genießen. Und ich kann sagen, dass es einen Riesenspaß macht, ein Spiel am nächsten Tage noch mal via facebook Revue passieren zu lassen. Das gewinnt zunehmend mehr an Spaßfaktor. Vor allem dann, wenn wir mal wieder – wie gegen Neapel – einen bravourösen Sieg zu feiern hatten. Ich bin überzeugt, Herbert Antoine Arthur Zimmermann, der unvergessene Radiosprecher, dessen „unaufgeregter“ Reportagestil die 1954-Weltmeisterschaft begleitete, hätte da auch so seine Freude dran gehabt.

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