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Schlagwort-Archive: Rom
Was die Alten Römer konnten – eine Mitmachausstellung für Kinder in Hamm
Ach, wie gediegen geht es doch gemeinhin bei Ausstellungsterminen für die Presse zu: eine überschaubare Anzahl von Menschen, daher recht freier Blick auf die Exponate. Dazu in der Regel kein ungebührlicher Lärm, sondern zumeist gepflegte Konversation.
Hätte ich die Hammer Ausstellung „Hightech Römer“ zur Pressekonferenz gesehen, dann hätte ich also einen völlig falschen Eindruck bekommen. So aber empfängt uns als zahlende Besucher (drei Erwachsene, zwei Kinder) im Gustav-Lübcke-Museum ein ordentlicher Krach, zu dem unsere Sechs- und Siebenjährigen sogleich selbst kräftig beisteuern werden. Und das ist in gewissen Grenzen auch erwünscht. Es geht ja ums lustvolle Entdecken.
Eingangs läuft ein Einführungsfilm, der das Interesse an Erfindungen der Alten Römer wecken soll, indem er jene längst vergangene Welt zwischen Kolosseum und Pantheon dreidimensional „auferstehen“ lässt.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit alte Römer, Antike, Hamm, Hightech Römer, Kinder, Mitmachausstellung, Rom, Technik
3 Kommentare
Der neue Papst setzt Zeichen: Mit dem Bus ins Gästehaus
Bei den Fernsehleuten herrschte eher Gelassenheit: Eine Diskussionsrunde mit der spekulativen Frage nach persönlichen Favoriten, ein paar Bilder von Menschen unter Regenschirmen auf dem Petersplatz, immer wieder der Schornstein über der Sixtinischen Kapelle, von Scheinwerfern angestrahlt. Und dann, um 19.05 Uhr, Rauch, dichter weißer Rauch. Eine schnelle Entscheidung, mit der kaum jemand unter den Wartenden gerechnet hatte: Schon im fünften Wahlgang war der neue Papst gewählt – eines der kürzesten Konklave der Kirchengeschichte.

Rom hat einen neuen Bischof – und die Weltkirche einen neuen Papst. Blick auf S. Pietro. Foto: Werner Häußner
Eine gute Stunde nach dem Rauchzeichen folgte die noch größere Überraschung: Keiner der „heißen“ Kandidaten trat da auf die Loggia des Petersdoms, angekündigt mit den Worten „Habemus Papam“. Mit Jorge Mario Bergoglio hatte keiner der Auguren gerechnet.… Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Adveniat, Franz-Josef Overbeck, Jorge Mario Bergoglio, Katholische Kirche, Konklave, Papst Franziskus I., Rom, Vatikan
Ein Kommentar
Blitz aus heiterem Himmel: Der Papst tritt zurück
Zuerst lag es nahe, an einen Faschingsscherz zu denken, als gegen Mittag die Meldung verbreitet wurde: Der Papst tritt zurück!
Inzwischen sind die Quellen abgesichert, die Ansprache von Benedikt XVI. vor den Kardinälen heute, am Vormittag des Rosenmontags, liegt im Wortlaut vor: „Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.“ Ab 28. Februar, 20 Uhr – so der Papst – sei der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant.
Der Rücktritt kommt überraschend, wie ein „Blitz aus heiterem Himmel“, wie Kardinal Angelo Sodano kommentierte. Offenbar hat sich der Papst schon längere Zeit mit dem Gedanken an einen Rücktritt befasst, aber im Vatikan höchstens mit wenigen Vertrauten darüber gesprochen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Glaubensfragen, Lebenswege
Verschlagwortet mit Joseph Ratzinger, Papst Benedikt XVI., Rom, Rücktritt, Vatikan
Ein Kommentar
Das süße Leben bis zum Wahnsinn – Die Ausstellung „Luxus und Dekadenz – Römisches Leben am Gold von Neapel“ in Haltern
Dass die alten Römer in Luxus und Dekadenz geschwelgt haben, hat man schon gehört. Wenn man jetzt die neue Antikenschau im Römermuseum Haltern besucht, kann man es sich lebhaft ausmalen.
Toll trieben es die alten Römer, jedenfalls die Reichsten. An der Spitze stand unangefochten Crassus mit einem Vermögen von 400 Millionen Sesterzen. Umrechnung zwecklos, doch der Mann dürfte einem heutigen Milliardär vergleichbar sein.
Die Ausstellung „Luxus und Dekadenz” fasst speziell das 2. Jahrhundert v. Chr. in den Blick. Besonders begüterte Römer ließen sich seinerzeit in prächtigen Villen am Golf von Neapel nieder. Tanz beim Vulkan: So manches Bankett am Fuße des Vesuv steigerte sich hier zum Gelage oder zur Orgie mit willigen Hetären und Lustknaben. Opulente Wandmalereien aus Pompeji zeugen davon.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Geschichte, Gesellschaft & Soziales
Verschlagwortet mit Antike, Dekadenz, Haltern, Luxus, LWL, Rom, Römermuseum
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Toll trieben es die alten Römer – Schneller, größer, weiter: „Das Buch der antiken Rekorde“ verzeichnet Unglaubliches
Von Bernd Berke
Das musste ja so kommen: Es war nur eine Frage der Zeit, dass Hitparaden-Sucht und Listen-Wahn sich auch des Altertums bemächtigen würden. Jetzt liegt das „Das Buch der antiken Rekorde“ vor. Und siehe da: Es ist bei aller Kurzweil ein recht seriöses Werk geworden.
Cecilia und Allan Klynne sind Altertumsforscher am Schwedischen Archäologischen Institut in Rom. Sie sitzen somit gleichsam an einer „Quelle“ bzw. an wichtigen Grabungsstätten. Der Band ist denn auch ein wenig Rom-lastig geraten, die Griechen und andere kommen etwas kürzer.
Aus sämtlichen Bereichen des antiken Lebens haben die emsigen Schweden allerhand Kuriosa zusammengetragen. Für jede Behauptung nennen sie die Quelle und melden selbst so manches Mal Zweifel am Wahrheitsgehalt an.
Die böseste Stiefmutter
Längst nicht alles geht als lupenreiner „Rekord“ durch.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Buchmarkt & Lesen, Geschichte, Gesellschaft & Soziales, Luxus & Moden, Wahnwitz
Verschlagwortet mit Antike, Das Buch der antiken Rekorde, Rekorde, Rom
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Bewegungs-Bilder aus unterirdischer Endzeit – Pina Bauschs Tanzabend II („Viktor“) uraufgeführt
Von Bernd Berke
Wuppertal. Die Erde ist nur mehr ein „umgestürzter Hafen“; Büchners mächtiges Einsamkeits-Wort aus dem „Woyzeck“ wird gesprochen. Die Bühne für Pina Bauschs „Tanzabend II“ („Viktor“) ist Todesstätte. Oder: Katakomben, Ort des allerletzten Überlebens.
Erdwälle ringsum, meterhohe Aufschüttungen; drei Stunden lang wird von droben Erdreich heruntergeschippt. Begräbnis? Wir Zuschauer – eine imaginäre vierte Erdwand liegt hinter unseren Rücken – sind mit drunten, wo „das Ungeordnete“ geschieht, wo das Unbewußte sich Bahn bricht in Wiederholungs-Ritualen aus Kindheit, Alltag und Wahnsinn. Immer wieder werden autistisch in sich selbst rasende Bewegungsabläufe von Hereinkommenden abgebremst, unterbrochen oder allmählich ruhiggestellt, wie von einem Wachpersonal.
Pina Bauschs Körpertheater, dessen „Sprache“ die Beherrschung des Tanzes voraussetzt, unternimmt, dabei oft über Gebühr sich selbst zitierend, einmal mehr alle Anstrengungen, uns fremdeste, uner-„hörte“ Bewegungs-Bilder vor Augen zu stellen.… Weiterlesen
Veröffentlicht unter Tanz, Theater
Verschlagwortet mit Italien, Pina Bausch, Rom, Tanzabend II, Viktor, Wuppertal
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